Gastritis Reflux?
Hallöchen meine lieben.
ich hoffe, es geht Ihnen gut. Mein Name ist Diana und bin 35 Jahre alt. Denn zurzeit leide ich unter den Symptomen einer Gastritis sowie Reflux. Die Beschwerden hab ich schon 5 Monate lang. Erst war es wie abgeheilt und dann kam eine Grippe und Rachen Entzündung dazu und dann bekam ich wieder Reflux:/.
Nachdem ich bereits verschiedene Maßnahmen wie eine angepasste Ernährung und Medikamente (Omeprazol) ausprobiert habe, bin ich sehr daran interessiert, mehr über die Erfahrungen von anderen Betroffenen zu erfahren, die ähnliche Probleme wie ich hatten.
Ich würde gerne wissen, wie lange es bei anderen Patientinnen und Patienten gedauert hat, bis sie nach der Behandlung von Gastritis und Reflux symptomfrei waren. Welche Maßnahmen haben dabei am meisten geholfen, und gibt es Tipps zur langfristigen Linderung der Symptome?
Ich würde mich über Ihre Rückmeldung sehr freuen und danke Ihnen im Voraus für Ihre Unterstützung und die wertvollen Informationen.
Anmerkung: Magenspiegelung war ich noch nicht. Erst wenn nach 3 Monaten die PPI Omeprazol nicht helfen. Dann soll ich zur Magenspiegelung erst gehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Schokoeulentv
2 Antworten
Hallo,
eine Indikation zur Magenspiegelung ist bereits jetzt schon gegeben. Nach den Leitlinien der DGVS ist eine Magenspiegelung dann indiziert, wenn:
- nach 4-8 Wochen unter einem PPI keine Besserung eintritt
- Beschwerden wiederkehrend sind
- Alarmzeichen: Gewichtsverlust, Anämie, Schluckbeschwerden vorliegen
- Verdacht auf Gastritis oder Ulkus besteht
Nach dem Ergebnis richtet sich letztendlich dann auch der Therapieweg.
Wenn bisher keine Besserung unter medikamentöser Therapie eintritt, sollte hier ggf. die PPI-Therapie optimiert werden. Ob das jetzt in Form einer Umstellung von Omeprazol auf Pantoprazol ist oder lediglich die Dosis erhöht wird (bspw. 2x täglich 20mg od. 40mg, ect.), sollte in einem persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt besprochen werden.
Darf man fragen, wann und wie oft Du Omeprazol einnimmst?
Nach dem aktuellen Verlauf (5 Monate Reflux + rezidivierender Verlauf trotz PPI) ist die Schwelle zur Endoskopie längst überschritten. Eine zielgerichtete Diagnostik (inkl. Hp, Biopsien, Autoimmunmarker) ist jetzt essenziell, um spezifisch behandeln zu können.
Viele Grüße
Einen klinisch relevanten Unterschied gibt es da nicht, vor allem wenn es bei leichter Symptomatik angewendet wird. Alle drei wirken auf gleiche Weise - wobei jedes eigene Vor- und Nachteile hat. Grundsätzlich kann man aber sagen, das Esomeprazol ist stärksten Wirksam ist.
Was Deine andere Frage betrifft: hat rechtliche / pharmakologische Gründe.
Pantoprazol 20 mg ist zur Kurzzeitbehandlung von Sodbrennen (max. 4 Wochen) zugelassen → dafür reicht meist eine niedrigere Dosis.
Pantoprazol 40 mg ist zur Behandlung schwererer Erkrankungen wie z. B. Refluxösophagitis, Ulcus ventriculi oder in Kombination mit Antibiotika bei H. pylori-Eradikation gedacht → medizinisch komplexer, daher verschreibungspfichtig. Für die Selbstmedikation, in dem man es also frei kaufen kann, dürfen nur Dosen zugelassen werden, bei denen der Nutzen überwiegt und die Gefahr einer fehlerhaften Behandlung gering ist. Bei höherer Dosierung (hier 40 mg) könnten Symptome ernsthafter Krankheiten maskieren, z. B. Magenkrebs, weshalb diese nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden sollen.
Das Beispiel 2x20 mg ist pharmakologisch richtig, rechtlich aber falsch. Du würdest zwar die gleiche Wirkstoffmenge aufnehmen, aber:
- Die Einnahme von 2x 20 mg in Selbstmedikation ist nicht zugelassen.
- In der Packungsbeilage steht meist: „Nicht mehr als 20 mg pro Tag einnehmen“, sodass eine Verdopplung als Off-Label-Use gelten würde - also außerhalb der Zulassung.
Soviel zu dem, was es auf Papier bedeutet ;-)
Vielen lieben Dank ◉‿◉jetzt verstehe ich das. Bei frei verkäuflichen Medikamenten ist sozusagen der Patient selber in der Verantwortung, wie oft er es nimmt und die Dosis so gehalten, das zum Beispiel schwere Nebenwirkungen kaum auftreten, wenn man sich daran (an die PB)hält.
Kann es zu einem Gewöhnungseffekt (ausbleiben der Wirkung)kommen, wenn man beispielsweise Esomeprazol oder andere PPI's täglich über einen längeren Zeitraum (einige Jahre) nimmt? Das sind meine Bedenken und daher nehme ich es nur bei Bedarf......
Genauso ist es – so ist das Prinzip der Selbstmedikation und Dosierung bei OTC-Medikamenten (Over-the-Counter). Geringe Dosierung, kurze Anwendungsdauer, klare Indikation und die Verantwortung trägt der (hoffentlich gut informierte) Anwender.
Einen klassischen Gewöhneffekt, bei dem die Wirkung verloren geht, gibt es bei PPIs nicht - auch bei längerer Anwendung. Was jedoch nach dem Absetzen passieren kann, wäre ein Rebound-Effekt - nach dem Absetzen kann es zu einer Überproduktion von Magensäure und damit ein erneutes Auftreten der Reflux-Symptomatik kommen. Das lässt zu der Annahme verleiten, man sei abhängig - ist aber nur ein vorübergehender Effekt (nicht länger als 1-2 Wochen) und verschwindet wieder.
Aber man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass man mit einer dauerhaften Selbstmedikation ggf. Symptome schwerwiegender Erkrankungen verschleiert oder ganz unterdrückt! Daher sollte auch hier, wie bei jedem anderen Medikament gelten: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Also nehme Omeprazol 40mg und vorher hab ich nur 20mg Pantoprazol bekommen. Die Ärztin meinte soll jetzt 3 Monate lang warten bis Besserung Auftritt,wenn nicht Magenspiegelung Nehme abends 21 Uhr 40mg täglich Omeprazol
Der Einnahmezeitpunkt ist ungünstig. Ich würde eine Einnahme morgens, mind. 1 Stunde vor dem Frühstück empfehlen. PPI sind am effektivsten, wenn die Konzentration von Protonenpumpen in den Belegzellen am höchsten ist - also morgens vor dem Frühstück.
Weitere Möglichkeiten zur Linderung des Refluxes neben der PPI Einnahme können auch
- erhöhte Lagerung des Oberkörpers beim Schlafen,
- Veränderung der Ernährung,
- ggf. Verzicht auf bestimmte Lebensmittel
3 Monate würde ich für eine Magenspiegelung nicht mehr warten. Die Beschwerden bestehen lange genug und da sollte durchaus geschaut werden. Man sollte immer Bedenken, dass mit einem dauerhaft auftreten Reflux weitere Probleme entstehen können - daher sollte das nicht immer auf die lange Bank geschoben werden.
Also ich finde da keinen Unterschied irgendwie. Meine Mutter meinte. Ist alles der selbe Wirkstoff drinnen. OK das 4ömg stärker ist. Wissen wir ja alle Oh man finde es nur dumm. Das es nur PPI gibt. Anstatt was anderes :/. Man müsste echt ein Medikament finden. Was richtig schützt. Aber leider gibt es sowas (noch) nicht.
Hallo Schokoeule,
soweit ich weiß, sollte man dieses Medikament 1 Stunde morgens vor dem Essen nehmen. Es sei denn dein Arzt hat es so angeordnet.
Ich nehme Esomeorazol 40mg schon seid Jahren. Entgegen der täglichen Einnahme (wie es eigentlich sein sollte) nehme ich es nur bei Bedarf wegen Sodbrennen. Ob das nun gut ist so, sei dahin gestellt. Ich komme damit gut klar.
Aber halte dich bitte an die Verordnung deines Arztes.
Gute Besserung und liebe Grüße
Dankeschön und ja muss abends eher 21uhr Omeprazol nehmen bin echt gespannt wann ich wieder gesund werde und dir auch gute Besserung
Hast du eher Nachts die Beschwerden? Ich halte mich ja auch nicht daran immer morgens zu nehmen. Erst wenn ich was merke, also nach Bedarf. Eine zeitlang war es immer Nachts besonders arg, so das ich mich übergeben musste. Was vielleicht auch helfen würde bei dir, mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Es wird schon wieder und wenn nicht wird spätestens die Magenspiegelung Aufklärung bringen.
Du hast geschrieben, das der Reflux nach einer Grippe wieder da war. Musstest du ein Antibiotikum nehmen?
Liebe Grüße
Nein gar nicht nehmen musste Antibiotika und merke den Reflux gar nicht so. Ich denke habe den stillen Reflux. Das so eine miese Krankheit,Vorallem nervt mich dieses Globusgefühl
Und wenn du einen Hals Nasen Ohrenarzt aufsuchst? Wegen dem Globusgefühl....was ja meist im Hals bzw Rachenbereich auftritt.
War ich ja schon und Sie hat festgestellt Gastritis Reflux mit Schleimhauthaut Reizung.
Es gibt verschiedene PPI's wie Omeprazol, Pantoprazol und Esomeprazol. Was sind die Unterschiede bzw welches ist am wirksamsten?
Warum ist Pantoprazol 20mg nicht verschreibungspflichtig, hingegen 40mg ja. Wenn ich 2x20mg nicht verschreibungspflichtiges Pantoprazol nehme komme ich auch auf die 40mg, aber rezeptpflichtig.Für mich klingt das irgendwie nicht logisch. Hast du eine Antwort?
Liebe Grüße