Klinikaufenthalt bei Depressionen

6 Antworten

Schwere Depressionen gehen nicht einfach so weg. Willst du zeit deines Lebens mit Depressionen hadern? Klar, die ausbildung, das macht dir Sorgen. Aber gerade das Sorgen machen, das ist es doch, was letztendlich in die Depressionen treibt. Den ganzen Tag grübelt man, sorgt man sich, überlegt man. In der Klinik wird man die Wege zeigen, aus dem Gedankenkarussel auszusteigen. Dieses Gedankenkarussel, das macht dich krank, immerzu über Sorgen zu grübeln. Nimm den Rat deiner Therapeutin an, geh in die Klinik. Die Therapie wird anschließend trotzdem noch nötig sein, so schnell geht das mit den Depressionen nicht vorbei.

Ich schließe mich zu 100% der Meinung von bobbys an. Nach allem was ich hier gelesen habe, ist die stationäre Behandlung für Dich im Moment die Beste. Ich weiß, dass das nicht schön ist. Aber ich habe das als nicht Betroffene sondern als Angehörige miterlebt. Mein Mann wollte auch nie stationär sich behandeln lassen, aber am Ende war es das Beste für ihn. Es wird so viel dort gemacht, dass kann man nebenbei nicht machen. Deine Ausbildung ist Dir zwar wichtig und das ist auch gut so, weil Du hast ein Ziel vor den Augen. Aber ich stimme demjenigen zu, der sagt, dass Du die Ausbildung wahrscheinlich nicht schaffst, wenn Du Dich nicht stationär behandeln lässt. Bei schweren Depressionen lässt die Konzentration nach. Du wirst definitiv nicht gut lernen können, um die anstehenden Klausuren zu bestehen. Im Gegenteil, Du wirst so unkonzentriert sein, dass Du nicht so viel lernen kannst, dafür eine schlechte Note kriegst, Du an Dir selbst zweifelst und das zieht Dich noch mehr runter. Ich würde es Dir sehr ans Herz legen in dieses Krankenhaus zu gehen, nimm von mir aus Dir auch Lektüre mit. Wenn es Dir einigermaßen gut geht, lese und bleibe am Ball mit Deiner Ausbildung. Fahre dann in den Ferien nach Hause und dann steht die Ausbildung gar nicht so sehr auf der Kippe, wie Du das jetzt denkst.Lass Dir in der Klinik helfen. Glaub mir, das ist besser und schneller, als wenn Du versuchst das in der Freizeit nach Deiner Ausbildung auf die Reihe zu kriegen.

FG

Das ist ja eine heiße Diskussion! Also zunächst, egal wie Du es siehst, tatsächlich** ist** eine Depression eine Krankheit nach ICD-10 (Diagnoseverzeichnis) und ernstzunehmen. Wie Du sie behandelst, natürlich gibt es da prinzipiell mehrere Wege, ambulant, teilstationär oder stationär. Aber nun hat eine Therapeutin offensichtlich eine Indikation für eine stationäre Behandlung gestellt. Da solltest Du Dich schon einmal ernsthaft fragen warum. Psychotherapeutische Behandlung ist kein Selbstbedienungsladen. Klar kann Dich niemand zwingen, stationär zu gehen, solange es keine Indikation für eine Zwangseinweisung gibt. Aber es gibt eben professionelle Behandler, die eine Empfehlung nach besten Wissen und Gewissen abgeben. Und dieses Urteil können wir hier nicht online diskutieren. Niemand hier kennt Dich und kann beurteilen, ob bei Dir eine stationäre Behandlung angezeigt ist oder nicht. Was genau soll es bringen, sich 2 oder 3 Tage aufnehmen und dann wieder entlassen zu lassen, was willst Du denn damit erreichen? Da belegst Du nur umsonst ein Bett, denn einlassen willst Du Dich offensichtlich nicht auf eine Behandlung. Es ist auch ziemlich unsinnig zu erwarten, dass die Klinik nach Termin oder für ein paar Tage "buchbar" ist wie ein Urlaub. Krankheit und Gesundheit sind nicht planbar. Teilstationär (Tagesklinik) bringt Dir übrigens für die Ausbildung auch nichts, denn da gehst Du tagsüber hin und bist nur abends und nachts zuhause. Wenn Du das Urteil der Therapeutin in Frage stellst, kannst Du ja noch einen zweiten Behandler hinzuziehen. Wenn der Dir aber dasselbe rät, solltest Du Dich schon einmal fragen, wie Du mit Dir und Deiner Gesundheit umgehst. In jeder Ausbildung kann man zur Not auch ein Jahr wiederholen. Wenn Du bis zum Zusammenbruch gehst, ist Deiner Ausbildung nicht gedient. Cipralex kann man übrigens durchaus nehmen. Natürlich können alle Psychopharmaka unerwünschte Nebenwirkungen haben, aber wie das genau aussieht, ist individuell sehr unterschiedlich. Zumindest macht es nicht abhängig. Aber letztlich bist Du als erwachsener Mensch eigenverantwortlich und musst letztendlich selbst entscheiden, was Du tust.

Gut, ob ich mich einweise oder nicht überleg ich mir nochmal. Es ist aber nicht nur die Angst in die Klinik zu gehen, sondern auch die einzelenen Komponente die es mir unmöglich machen für einige Wochen einfach weg zu gehen. Zu dem muss ich sagen, dass es eine Schulische Ausbildung ist. Ich würde in den Ferien in eine Klinik gehen, aber die Zeit nutze ich lieber um in meine Heimat zu fahren um meine Familie und Freunde sehen, da ich sie sehr selten sehe. Das ist mir viel wichtiger. Denn sonst würde ich komplett unter gehen. Ich danke euch, dass ihr mir eure Meinung gesagt habt und ich werde die Aspekte die ihr genannt habt auch berücksichtigen. Aber dennoch bleiben meine Fragen unbeantwortet. :/

Ich suche nach einem anderen Ausweg als den stationären Aufenthalt. Sei es eine langzeitige Therapie, Medikamente oder auch eine Selbsthilfegruppe. Aber ich habe keine Erfahrungen mit sowas. Habt ihr vielleicht Erfahrungen oder Ideen was ich noch tun kann? Ich meine es gibt doch nicht nur einen Lösungsweg. Es gibt kein entweder oder. Man kann nicht sagen, entweder du machst das oder du bist selber Schuld und verkackst dein Leben. Es gibt bestimmt einen Mittelweg, den ich einfach noch nicht gefunden habe. Vielleicht gibt es einige von euch, die das selbe Problem haben und mich verstehen können. Aber ich kann auch verstehen, wenn man sagt, dass es das beste wäre wenn ich in die Klinik gehe. Ich bin auch nicht doof und nicht auf den Mund gefallen und denke mir, dass ich nur etwas Hilfe und einen Anschub brauche. Und eine Depression kann man niemals mit einem Bruch vergleichen! Da ist man physisch lahm gelegt, aber um psychisch zu genesen ist ein langer Weg. Deshalb sehe ich eine Depression nicht direkt als Krankheit. Es ist eine psychische Instabilität, die einen krank macht. Finde ich...

.....Deshalb sehe ich eine Depression nicht direkt als Krankheit.........diese Aussage von dir könntest du doch mal dem sagen ....der dir den Einweisungsschein und das Medikament gegeben hat......gib ihm doch den Einweisungsschein zurück .......

Ich glaube du hast den" Ernst "deiner Lage noch nicht verstanden...die Kliniken sind voll meist überbelegt.....und wenn du einen Einweisungsschein hast ...dann ist es 5 vor 12 für dich.

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erstmal solltest du nicht selbst auf deine fragen antworten, sondern eher die antworten kommentieren, damit man direkt sieht, dass du es geschrieben hast. es ist schon schade, dass du um antworten bittest, sie aber dann eh nicht hören willst und alles besser weißt! wenn du z.b. lieber in deine heimat fährst, als deine ferien dann wenigstens zur behandlung nutzt, kann es dir noch nicht dreckig genug gehen! das mit der ausbildung kann ich ja sogar noch ein bißchen verstehen, aber dann solltest du wenigstens deine freizeit dafür nutzten, deine KRANKHEIT behandeln zu lassen. und ja, depression ist eine krankheit und nicht nur eine instabilität. sie ist deutlich schwieriger zu behandeln als ein beinbruch und gerade deshalb solltest du die sache ernst nehmen und dich behandeln lassen.

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@totalschaden

ok korrekte antwort...

aber ich weiß für mich,dass es am besten für mich wäre, wenn ich meine family sehe, da die entfernung einen großen teil zur depression beiträgt. meine therapeutin hat auch gesagt, dass ich erstmal in die heimat fahren sollte. und ok ihr habt recht, dass ich mich behandeln lassen sollte, ich will es auch. aber nicht stationär. kann man das nicht verstehen? und mich umzustimmen ist ja wohl auch keine lösung. ich habe mir überlegt mal für so 3 tage oder so in die klinik zu gehen, nur um mir das anzugucken und so. aber nicht für länger. und für MICH ist eine depression keine richtige krankheit. ich empfinde es für mich selbst nicht so. und es gibt doch auch andere lösungswege, als sich in einem krankenhaus aufzuhalten.

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Hallo AmsterCat, niemand kann via Internet die Diagnose einer ausgebildeten und vermutlich erfahrenen Therapeutin überprüfen. Ein stationärer Aufenthalt geht nach meinem Wissen mit einer Krankschreibung einher, d.h. Du hättest keine Nachteile bei Deiner Ausbildung. Wenn Du Dir einen komplizierten Bruch zugezogen hättest, würdest Du auch nicht diskutieren, ob Du Dich jetzt operieren lässt.

Ich würde der Empfehlung der Therapeutin folgen, denn sowohl Diagnose als auch das Medikament zeigen, dass Du Deine Depression nicht einfach mal eben so mit 1 Std. / Woche "loswirst". Du schreibst ja selbst, dass Du schon mega Fehlzeiten aufgebaut hast. Nach dem Klinikaufenthalt wirst du hoffentlich so weit sein, dass Du dann die ambulante Therapie machen kannst und Dein Arbeitgeber wird auch froh sein, wenn Du dann der Ausbildung besser nachgehen kannst.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Danke für dein Kommentar! Ich fechte das Urteilsvermögen der Therapeutin auch nicht an. Aber gibt es nicht auch Kliniken zu denen ich zu festen Terminen oder so hingehen kann? Wenn ich lange in der Ausbildung fehle werde ich sehr viel verpassen und auch den Anschluss nicht mehr finden. Klausuren stehen auch noch an. Die werde ich nicht packen können, wenn ich fehle. Das ist ein dickes Problem für mich :/ Ausserdem möchte ich nicht, dass meine Ausbildungsstelle, mein Ausbilder oder sonst wer darüber bescheid weiß.

LG

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ich kann den kommentar von anamchara nur unterstreichen!!!

du wirst sehen,wenn du in der klinik bist,wird es dir bald besser gehen,und darauf aufbauen.du bist dort in einem geschützten rahmen,wo du stabilisiert wirst.ich hatte damals auch angst,aber die war unbegründet,es tat mir gut,und mir wurde geholfen.du wirst sehen,,lieber einen klinikaufenthalt in anspruch zu nehmen,und danach geht es besser,als ständig immer wieder zu fehlen.du kannst es deinem arbeitgeber erklären,er wird sicher verständnis für deine situation haben,und dich unterstützen. ich wünsche dir alles gute!!

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