Das hört sich für mich nach Krankheitsangst an, in die Du Dich gerade reinsteigerst. Die Symptome, die Du aktuell beschreibst, können auch gut von der Angst herrühren. Dann entsteht ein Teufelskreislauf: Die Symptome machen Dir wiederum Angst und machen alles schlimmer. Dadurch, dass Du ihnen vermehrt Aufmerksamkeit schenkst, nimmst Du sie auch noch stärker wahr. Es fühlt sich dann so an, dass alles "immer schlimmer wird". Und wenn kein Arzt was findet, ist es nicht unwahrscheinlich, dass nicht eine körperliche Erkrankung, sondern die Krankheitsangst das primäre Problem ist.

Wenn Du Dich aus diesem Teufelskreislauf nicht selbst befreien kannst, indem Du lernst, Deinen körperlichen Symptomen (soweit abgeklärt ist, dass keine ernsthafte Erkrankung zugrunde liegt) weniger Aufmerksamkeit zu schenken und sie anders zu interpretieren (nämlich als harmlos), könnte eine Psychotherapie hilfreich sein.

Viel Glück!

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Psychische Probleme - Magen?

Hallo liebe Leserinnen und Leser.

Ich leide seit Anfang Juni an einer Gastritis (zumindest wird das von meinem HA vermutet, den Termin zur Magenspiegelung habe ich erst Anfang Oktober).
Die letzten drei Wochen hatte ich kaum welche Beschwerden, ab und zu mal leichten Druck im Bauch oder ein leichtes Völlegefühl. Auf jeden Fall halt nicht diese krassen Dinge wie Übelkeit etc. die ich am Anfang hatte. Nun geht es mir aber seit Montag wieder schlechter, gestern Abend ging es soweit dass ich wieder unter Brechreiz litt und mir wieder richtig schlecht war. Zugleich habe ich jetzt auch noch eine Blasenentzündung aber die ist erst nach der wiederkommenden Übelkeit (Montag) aufgetreten (Mittwoch)
Ich habe schon viel mit den Menschen in meinem näheren Umfeld über diese Gastritis gesprochen da es mir sehr zu schaffen macht und richtig mitnimmt und zweifeln lässt. Jeder fragt mich ob es mir seelisch gut geht und ob alles in Ordnung ist oder mich etwas belastet. Ihr solltet wissen ich ziehe in wenigen Wochen mit meinem Freund zusammen. Aber ich freue mich schon darauf, klar streiten wir ab und zu und sind unterschiedlicher Meinung aber das ist doch in jeder Beziehung normal. Kann es wirklich sein, das mich vielleicht irgendetwas unterbewusst belastet aber mir das nicht so wirklich klar ist? Meine Freunde und Familie machen mir damit wirklich Angst und wie schon gesagt ich fange schon richtig zu zweifeln an weil sie es mir sozusagen einreden.
Aber wenn es so wäre, wären die Beschwerden doch nicht besser geworden oder? Mir würde is in bestimmten Situationen immer schlecht gehen aber wie gesagt die letzten drei Wochen war alles recht gut. Habt ihr vielleicht Erfahrungen in solchen Dingen?

Ich hoffe ihr habt ein wenig überblick und es klingt nicht zu verwirrt.
Ich danke euch schon mal für eure Antworten und wünsche euch noch ein schönes Wochenende.

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Hallo,

das ist aus der Ferne schwer zu beantworten, was für Deine Magenprobleme verantwortlich ist, denn es gibt immer viele Möglichkeiten.

Stress kann auf den Magen schlagen, aber es kann ebenso eine körperliche Ursache sein, oder beides kann zusammenkommen. Wer weiß, was es bei Dir genau ist? Da kann man nur suchen … Es ist schon merkwürdig, wenn andere Dir einreden, Du habest Stress, wenn Du es selbst gar nicht so empfindest. Du wirst das selbst am besten beurteilen können. Du kannst ja mal beobachten, ob es Dir an stressigen Tagen besonders schlecht geht.

Ansonsten die Magenspiegelung abwarten und auch nach körperlichen Ursachen für die Beschwerden suchen.

Eine gesunde Lebensweise, gesunde ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Entspannung und Ausgleich sind nie verkehrt.

Viel Glück!

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Für mich hört sich das auch deutlich nach pathologischer Krankheitsangst an, bei der eine ambulante Psychotherapie am ehesten Sinn macht, um Deine Ängste in den Griff zu bekommen.

Zuerst zum Psychiater zu gehen, würde ich jedoch nicht empfehlen. Die Wartezeiten sind sowohl bei Fachärzten (Psychiatern) als auch bei Psychotherapeuten leider oft lang. Es macht daher keinen Sinn, wenn Du mit dem Psychiater noch eine Station zwischenschaltest und damit alles noch weiter zeitlich herauszögerst, wenn Du doch höchstwahrscheinlich eine Psychotherapie brauchst. Ein Psychiater kann Dir Medikamente (Psychopharmaka) verschreiben, was unterstützend evtl. hilfreich sein kann, aber nicht Dein Grundproblem bekämpft. Er kann Dich zum Psychotherapeuten schicken, aber da kannst Du nach der aktuellen Psychotherapieverordnung genauso auch eigenständig direkt hingehen. Es gibt für den ersten Kontakt seit dem 1.4.2017 die Leistung der sog. "Psychotherapeutischen Sprechstunde" bei Psychotherapeuten, wo die Diagnose gestellt und die Indikation für eine Psychotherapie überprüft wird. Eine Diagnose vorher schon vom Facharzt zu haben ist nicht nötig. Bei der Vermittlung eines Termins kann auch die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung hilfreich sein.

Viel Glück!

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Ist die Klinik sinnvoller?

Hey, also ich bin 14 und werde im August 15, 166,5cm groß und wiege jetzt um die 48kg.

Vor einigen Wochen hatte ich wegen meiner Essprobleme und dem Untergewicht einen Termin bei der Kindergynäkologin. Dort wurde geschaut wie es im Bereich der Gebärmutter aussieht. Es wurde festgestellt, dass die Gebärmutter an sich funktioniert, aber nur noch wenige Eizellen vorhanden sind.

Dann hat sie mir gesagt, wenn sich bis zum 15. Mai nichts geändert hat, muss ich in stationäre Behandlung.

Das Problem bei mir ist jedoch eher psychisch als körperlich. Ich meine körperlich läuft es wie gesagt auch nicht gut, was ja die Folgen sind von dem ganzen psychischen Kram. Aber ich esse ja relativ gut, außer frühs manchmal und so viel Sport mache ich auch nicht. Vorher habe ich durch die blöden Zwangsgedanken/handlungen (hatte meine Schwester auch) heimlich zu jeder Zeit die möglich war Bauch Beine Po gemacht. Das hat 1. Zu Wundstellen am Körper und 2. zu zusätzlichem Energieverbrauch geführt. Jetzt mache ich das nicht mehr so viel.

Wir waren jetzt auch 3 Wochen auf Kur an der Nordsee, was mir sehr gut getan hat, viele Freunde, Ablenkung, Therapien, Aufbaukost, etc.

Aufbau war da ein Shake ca. 500ml mit Sahne, Maltodextrin 19 , mal Schoko/Erdbeer/Banane , dann immer angereicherter Nachtisch und Nüsse sowie angereichertes Mittagessen und manchmal Abendessen.

Trotz der Ablenkung in Form von Aktivitäten in der Betreuung wie Bügelperlen, Perlentiere, Laubsägen und so und der ganzen Therapien wie Schwimmen, Ergo, Sport, Reiten und Entspannung habe ich nicht zu- sondern abgenommen...

Aber das ist wahrscheinlich mehr auf den psychischen Stress durch Streit mit Mama und meiner Schwester und so zurückzuführen...deshalb weiß ich nicht ob eine Klinik wirklich nützlich für mich wäre, da es dort ja mehr um das zunehmen geht und natürlich viel um Psyche, aber halt um 10 oder 20kg zunehmen und nicht nur 2 oder 3kg. Bei allen anderen ist der Ursprung ja auch die Psyche, aber sie essen ja auch extrem wenig und ich finde ich nicht: frühs 1 Brot/2 Toasts/1 Brötchen + Tomate oder Gurke mit ganz wenig oder keinem Streichfett, mittags relativ normale Portion warmes Essen (Nudeln/Fisch mit Kartoffeln/ Currypfanne/...), abends auch eine normale Portion entweder Reste oder mittlerweile wie auf Kur Brot mit Hähnchenschinken, Tomate, Salat und Dressing oder Sauce. Dazu habe ich dann über den Tag den Aufbaushake den ich zu Hause auch weiter mache, einen Nachtisch wie einen Joghurt und als Abendsnack etwas Schoki und ein paar Nüsse.

Was würdet ihr mehr raten? Klinik oder Ergotherapie und Psychologe?

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Mit Deinem BMI (17,4) liegst Du für Dein Alter sogar noch im Normalbereich, wenn auch an der unteren Grenze. Die Eizellenproduktion im Alter von 14 J., wo hormonell noch alles im Umbruch bzw. Aufbau ist, so kritisch zu beurteilen, kommt mir ehrlich gesagt auch völlig überzogen vor. Ein Klinikaufenthalt ist hier m.E. keinesfalls indiziert.

Dein Verhalten könnte Tendenzen zeigen, dass Du Gewichtszunahme vermeidest? Zwanghaftes Bauch-Beine-Po-Training, Du scheinst nach Deiner Beschreibung hochkalorische Lebensmittel (Süßes, Fett) zu vermeiden? Außerdem schreibst Du von psychischen Problemen. Hier wäre am ehesten eine ambulante Psychotherapie angezeigt. Du solltest Kontakt zu einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten aufnehmen.

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Ja, das dauert oft lange, da sich psychische Störungen auch sehr langsam entwickeln. In der Regel sind das Fehlentwicklungen über Jahre, manchmal sind die Störungen auch schon seit Jahren chronifiziert, da kann man nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen wieder verschwinden.

Außerdem sind Psychiatrie und Psychotherapie noch junge Wissenschaften, die gibt es erst ca. 100 Jahre.

Psychopharmaka wirken oft individuell sehr unterschiedlich, muss man ausprobieren. Psychische Störungen sind oft sehr komplex, da die menschliche Psyche sehr komplex ist. Und der Erfolg hängt davon ab, wie gut Du Dich öffnen und wirklich alles von Dir und Deinen Problemen erzählen kannst. Es ist auch wichtig, dass Du an Dir selbst arbeitest, am besten in einer Psychotherapie. Und das sind längerdauernde Veränderungsprozesse, die von Deiner Mitarbeit abhängen.

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Die Frage ist, ob das, was Du als "Anstarren" empfindest, von ihm auch so gemeint ist. Eigentlich ist es normal, im Gespräch Blickkontakt zu halten. Du tust das nicht. Vielleicht sucht er daher den Blickkontakt vermehrt. Ihr hattet erst 2 Sitzungen. Er will Dich kennenlernen und verstehen, was Dir fehlt. Ich würde das zunächst nicht negativ interpretieren. Es ist aber Unsinn, dass man in den Augen alles sehen kann. Mit ein wenig Erfahrung und Gefühl sieht man jedoch viel. Da Dir das aber unangenehm ist, solltest Du es ansprechen. Vielleicht sagt das viel über Dich und Eure Beziehung aus, und das kann für die Therapie sehr wichtig sein.

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Panische Angst und Gefühl der Sinnlosigkeit/Entfremdung?

Huhu, ich bin 18 Jahre alt, stehe kurz vor meinem Schulabschluss und habe jetzt aber ein Problem, das mich wirklich wahnsinnig belastet.

Begonnen hat alles theoretisch mit einem Umzug im November 2018, durch den ich jetzt 50 km von meiner Schule entfernt wohne: Danach hatte ich erstmals ständiges Schwindelgefühl, immer wieder starke Kopfschmerzen, keinen Appetit, ... und war überzeugt davon krank zu sein. Ich war dann bei einigen Ärzten und habe vielen abgeklärt, das Gefühl wurde jedoch kaum besser und ich hatte wahnsinnige Schwierigkeiten damit alleine zu sein.

Im Jänner war das alles kurz etwas besser, hat sich jetzt aber auf andere Art und Weise wieder verschlechtert: Ich denke ständig über meine Sterblichkeit nach und alles kommt mir unheimlich surreal und sinnlos vor. Ich fühle mich instabil und panisch und kann nichts gegen diese große Angst tun, weil sie grundsätzlich berechtigt ist. Ich bin total kraft- und energielos und habe das Gefühl dass ich nie wieder glücklich sein werde. Ablenken funktioniert auch schlecht, weil mir viele Dinge einfach überhaupt keine Freude mehr machen. Teilweise ist es kurz besser und dann verfalle ich wieder in einen total verzweifelten Zustand der Angst und gebe mich dem Gefühl, dass alles total sinnbefreit ist sehr hin. Das alles zu schreiben kostet mich wahnsinnige Überwindung.

Ich habe darüber lange mit meinem Freund gesprochen, der grundsätzlich (wie ich eigentlich auch) eine Depression vermutet, die mit meiner diagnostizierten Panikstörung alles auslöst - Symptome treffen (und ich weiß eine Selbstdiagnose ist immer kritisch) eigentlich mehrheitlich bis ganzheitlich zu. Was soll ich denn tun? Ich falle ständig in ein riesiges schwarzes Gedankenloch, weil ich das Gefühl habe, dass mir niemand helfen werden kann und fühle mich wahnsinnig einsam.

Ich habe überlegt morgen meinen Hausarzt aufzusuchen, habe aber wirklich Angst, dass mir einfach niemand helfen kann, weil diese unspezifische Angst vor dem sterben und der Sinnlosigkeit des Lebens so berechtigt ist...... Bin über jeden Tipp dankbar!

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Wende Dich am besten an einen Psychotherapeuten. Das könnte eine Angststörung und/oder eine Depression sein. So unüblich sind derartige Gedanken in Deinem Alter nicht, in dem man schließlich die Richtung seines Lebens bestimmt und nach Sinnerfüllung sucht. Nur dass Du Dich so reinsteigerst und einsam damit fühlst, erscheint mir bedenklich, und ist für Dich sicher sehr belastend. Es gibt Hilfe für derartige Probleme! Viel Glück!

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Hallo Sunny,

sorry, Deine Beschreibung hört sich ziemlich wirr an. Hast Du Dich öfters verschrieben/Autokorrektur?, dann prüfe Deine Frage bitte noch einmal!

Oder sieht es echt so in Deinem Kopf aus, dann brauchst Du dringend Hilfe, und zwar psychiatrische! Richtig dosierte Medikamente sind auf keinen Fall ein Fehler. Und bei bipolaren Störungen brauchst Du auf Dauer eine konstante vernünftige Phasenprophylaxe. Schon mal mit einer Psychotherapie versucht? Oder einem stationären Aufenthalt? "Launen" finde ich sehr verharmlosend für das, was Du beschreibst, das hört sich eher echt krankheitswertig an und gehört dringend in fachlich kompetente Behandlung.

Viel Glück!

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Ständige Übelkeit, Würgereiz und Schleim im Mund - mittlerweile sogar Angst vor Einkaufen, Sport und Alltag. Was fehlt mir?

Guten Abend,

ich leide seit ca. 3 Jahren an einem starken Würgereiz. Dieser trat meist auf, wenn ich vor Prüfungen stand, ein wichtiges Fussballspiel bevorstand oder häufig auch durch den Besuch beim Zahnarzt. In dieser Situation kam ich damit relativ gut klar, meistens half das Lutschen eines Bonbons schon, dass dieser Würgereiz zumindest kurzfristig gelindert wurde.

Bis vor ca. 1 Monat. In der Uni hatte die Klausurenphase begonnen, die erste Klausur stand an. Ich verhalf mir wieder mit einem "Fisherman's Friend" wie etliche Male davor auch und musste mich noch in der Uni vor der Klausur übergeben. Unter Zittern schrieb ich die Klausur mit, verkrampfte meine Beine dabei, damit es mich von meiner Übelkeit ablenkt. Seit diesem Tag hat sich so ziemlich alles geändert. Die Übelkeit ist sehr oft da, mein Mund und Hals total verschleimt, was immer wieder zu Würgereiz + Erbrechen führt. Eine Woche später bei einem Fussballspiel, musste ich mich sogar unter dem Vorwand einer Verletzung auswechseln lassen, da ich merkte, dass ich kurz vorm Erbrechen stand. Ich gerate dadurch in Panik, fange an zu schwitzen und merke, wie mir immer übler wird. Und ich kann meinem Trainer/Chef/Freunden ja nicht mal sagen was ich habe. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich mich nichtmal mehr zu "normalen" Zeiten zum Einkaufen traue, sondern meinen Einkauf immer erst kurz vor Ladenschluss erledige, um möglichst schnell wieder raus zu sein. Dieser Angstschub lässt mich kaum noch am Alltag teilhaben, längere Autofahrten sind schwer möglich, bzw. nur als Beifahrer möglich.

Zu Anfang der ganzen Sache mit dem Würgereiz war ich beim Hausarzt, beim HNO und bei einem weiteren Arzt - keiner hatte eine Lösung. Alle verschrieben mir entweder Medikamente gegen Sodbrennen oder schleimlösende Mittel.

In der Zwischenzeit war ich nicht mehr beim Arzt, da ich ja ganz gut klargekommen bin. Doch jetzt ist es so schlimm, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Kennt hier jemand so etwas bzw. zu welchem Arzt soll ich überhaupt geben?

Ich merke dass es aus dem Bauch kommt, denn mein Magen fühlt sich nicht so an, wie früher. Ich fühle mich satt, obwohl ich erst einen Bissen gegessen habe, habe Verdauungsprobleme. Andererseits habe ich aber auch diesen Schleim im Hals, der meiner Meinung nach Auslöser für das Erbrechen und die ständige Übelkeit ist. Und dazu auch noch diese Panikattacken im Alltag.

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Danke und viele Grüße,

Daniel, (m,22)

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Das hört sich so an, als ob ursprünglich die Übelkeit bei Dir ein Symptom von Aufregung und Angst, v.a. bei Prüfungen war. Das ist nicht selten. Seit dem Vorfall bei der Klausur scheint sich bei Dir eine Angststörung festgesetzt zu haben. Hier kann leicht ein Teufelskreislauf entstehen: Weil Übelkeit und Übergeben bei der Klausur besonders schlimm für Dich waren, werden Angst und Aufregung in entsprechenden Situationen, und oft auch schon im Vorfeld, wenn Du nur daran denkst, verschlimmert. Das wiederum verschlimmert die Übelkeit. Damit sich das nicht weiter hochschaukelt, solltest Du psychotherapeutische Hilfe aufsuchen.

Viel Glück!

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Da Du nicht schreibst, was Du mit "wenn es akut ist" meinst, wird Dir die Frage hier keiner beantworten können. Wäre ja die Frage, gegen welches Krankheitsbild und welche Symptome es wirken soll. Außerdem ist die Frage irrelevant, weil wirkungsvolle Psychopharmaka ohnehin alle verschreibungspflichtig sind - aus gutem Grund. Du musst das also mit einem Arzt (am besten Facharzt: Psychiater) besprechen. SSRI wie Fluoxetin sind Antidepressiva, und die wirken nur, wenn sie dauerhaft genommen und ein Spiegel im Blut aufgebaut wird, bei Bedarf akut genommen sind sie völlig wirkungslos. Es gibt schon Psychopharmaka, die als Bedarfsmedikamente sinnvoll sind, z.B. gegen Angst und Schlafstörungen, aber auch die müssen auf jeden Fall verordnet werden.

Das hört sich ein bisschen an, nach "irgendwelche Pillen einwerfen, wenn es mir mal schlecht geht" - das hilft sowieso nicht. Auf Dauer hilft es nur, die Ursachen der psychischen Erkrankung zu finden und zu bekämpfen, am besten in einer Psychotherapie.

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Du kannst einfach einen Termin machen, musst auch am Telefon nicht direkt sagen, dass es sich um Depressionen handelt, kannst z.B. auch sagen, Du bist auf der Suche nach einem neuen Hausarzt und hättest gerne einen Termin zum Kennenlernen. Übrigens brauchst Du für einen Psychotherapeuten nicht zwingend eine Überweisung vom Hausarzt, Du kannst auch direkt dorthin gehen und dann dem Psychotherapeuten Deine Geschichte erzählen. Es kann allerdings sein, dass Du lange auf einen Termin warten musst, die meisten haben lange Wartelisten.

Viel Erfolg!

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Da kann ich Floppy22 nur beipflichten. Das hört sich nach einer ausgewachsenen krankheitswertigen Essstörung an, die solltest Du auch entsprechend behandeln lassen, also mit Psychotherapie, ambulant, stationär oder teilstationär. Online-Beratung hilft da nichts, das ist nur Vermeidungsverhalten, sich wirklich mit den Problemen zu konfrontieren. Würdest Du mit einem gebrochenen Bein auch nicht zum Arzt gehen wegen "keine Zeit" oder "keine Möglichkeit"?

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Interessante Antworten ... wenn ich es richtig verstanden habe, war Deine Frage aber nicht, ob eine Blutabnahme nötig ist, sondern wie Du Deine Angst überwinden kannst, und dass Du Dir Sorge machst, in einem "Ernstfall" einen Rückzieher zu machen. Zumal ich es schon interessant finde, dass hier anscheinend niemand was von normaler Vorsorge hält.

Deine Angst überwinden kannst Du am besten, wenn Du Dich damit konfrontierst. Dazu solltest Du einen Termin zur Blutabnahme machen. Als "Vorübung" könntest Du Dir evtl. vom Arzt etwas harmloses geben lassen, das Du Dir selbst subkutan spritzen kannst, um Dich daran zu gewöhnen, oder mithilfe einer Freundin; das müsstest Du Dir dann erklären lassen (ähnlich wie Heparin-Spritzen, die kann man sich auch selbst geben, machen Medizinstudenten zum Üben gegenseitig). Dazu bräuchtest Du aber einen verständigen Arzt, der sich mit Phobien auskennt. Kannst Du vielleicht im Internet oder auf Empfehlung suchen.

Wenn Du dann zur Blutabnahme gehst - und dazu solltest Du Dich möglichst "zwingen", Dir keinen Rückzieher erlauben - überlege, ob Du eine Freundin mitnimmst, und was Du tun kannst, um Dich zu beruhigen und abzulenken. Das können Atemübungen, Entspannungstechniken, angenehme Phantasien oder Beschäftigung mit etwas Belanglosem, z.B. irgendwas im Raum zählen etc. sein. Versuche außerdem, Dich mit vernünftigen beruhigenden Gedanken runterzuholen. Die Angst vor Spritzen kann man bei Kindern regelmäßig beobachten, und sie beruht darauf, dass wir erleben, dass unsere "Schutzschicht", die Haut, durchbrochen wird. Instinktiv ist das etwas bedrohliches. Aber Du kannst Dir mit der Vernunft sagen, dass Du das zwar emotional so empfindest, rational Dir aber nichts passiert, da alles wieder zuheilt, und Dir durch den Einstich kein Schutz verloren geht. Wenn es eine verständige Arzthelferin ist, kannst Du ihr auch sagen, dass Du Angst hast. Vielleicht lenkt sie Dich ab oder beruhigt Dich zusätzlich.

Viel Glück!

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Werde ich verrückt?

Hallo. Erstmal vorweg: Ich weiß, dass Ferndiagnosen nie richtig zutreffen, aber ich möchte auch gar keine, sondern lediglich eine ungefähre Einschätzung, ob ich noch normal bin oder nicht. Und zur Vorwarnung: Das wird ein langer Text, aber bitte lest ihn ganz durch.

Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, verrückt zu werden. Das geht mit Aufs und Abs, mal fühle ich mich gut und könnte die ganze Zeit lachen, aber dann, irgendwann später, fühle ich mich wieder schlecht und depressiv. Es fing alles mit Schulstress an, ich lernte bis spät abends und bekam die Nacht darauf nicht viel Schlaf, weil mein Gehirn einfach nicht abschalten konnte. Das ging am nächsten Tag so weiter, ich schrieb einen Test, bei dem ich eigentlich ein recht gutes Gefühl hatte, den ich dann aber mit einer 5 verhaute, wie ich eine Woche später erfuhr. Richtige Schlafstörungen habe ich keine, ich kann einschlafen, auch wenn es durch das Grübeln länger dauert und durchschlafen eigentlich auch recht gut und wenn nicht, dann kann ich (meistens) wieder einschlafen. Mein Gehirn hat sich generell relativ gut beruhigt, ich kann wieder besser abschalten. Auch wenn ich manchmal immer noch ziemliche Konzentrationsprobleme habe, was dazu führt, dass ich momentan nur noch schlechte Noten schreibe. Und wenn ich auf meiner Schule bleiben will, muss ich das schleunigst ändern, auch, weil ich meiner Mutter beweisen will, dass ich nicht zu dumm fürs Gymnasium bin, wie sie es mir seit der 7. Klasse sagt. Ich bin nicht gerade die Schlauste und eigentlich verstehe ich mich mit meiner Mutter ganz gut, aber dieser Druck wird manchmal unerträglich.

Vorallem, da ich auch so meine Probleme in der Klasse habe. Die Jungs sind eben Jungs, ich werde nicht wirklich gemobbt (wurde ich früher mal auf einer anderen Schule), aber ein paar fiese Sprüche, besonders im Sportunterricht, der der Horror für mich ist, muss ich mir schon anhören, ich kann froh sein, dass ich wieder ein einigermaßen gutes Selbstbewusstsein aufgebaut habe. Was die Mädchen angeht: Ich habe nicht wirklich Probleme mit denen, ich bin mit vielen aus der Klasse befreundet, aber ich merke, dass ich nicht wertgeschätzt werde quasi. Ich werde unterschätzt, ich bin auch nicht gerade hübsch, trage eine Brille (von denen aber viele sagen, das sie mir steht), und wenn sie wählen müssten, wen sie am liebsten mögen, würde ich am letzten Platz sein. Ich werde immer vergessen, auch wenn ich zu Treffen und Geburtstagspartys eingeladen werde und ich mich manchmal wohl bei ihnen fühle. In letzter Zeit würde ich ihnen am liebsten an die Gurgel gehen.

Apropos: Ich habe Mordgedanken. Ich male mir aus, wie ich Leute umbringe. Nicht nur einzelne Personen, sondern auch Menschenmengen, wenn ich zum Beispiel auf die Straße gehe. Wie ich meine Katze umbringe, die ich über alles liebe. Wie ich meine Eltern, meine Freunde, meine Feinde ermorde. Ich will diese Gedanken nicht, aber gleichzeitig sind sie auch befreiend und "lustig".

Weiter gehts in den Kommentaren.

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Das hört sich sehr nach einer krankheitswertigen psychischen Störung an. "Verrückt" würde ich das nicht nennen, aber Du scheinst unter Stimmungsschwankungen, depressiven und aggressiven Gefühlen, Ängsten und Zwangsgedanken zu leiden. Auf jeden Fall scheint in Deinem Leben einigen nicht gut zu laufen (schulischer Druck, Ausschließen und Hänseln durch Gleichaltrige), darunter kann man in Deinem Alter schon einmal sehr leiden. Und die Pubertätshormone tun evtl. auch noch das ihrige dazu. Auf jeden Fall solltest Du Dich dringend in psychotherapeutische Behandlung begeben! So etwas ist behandelbar!

Viel Glück!

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Todesangst vor dem Zahnarzt?

Hallo Leute, bin 23 Jahre alt und benötige eure Hilfe,

ich habe folgendes Problem und zwar habe ich richtige Todesangst vor dem Zahnarzt. Habe in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht, hatte damals mit 8 Jahren mal ein Loch im Zahn gehabt und musste dann zum Zahnarzt, der hat direkt mit dem Eingriff begonnen und mir tief ins Zahnfleisch gebohrt und eine Füllung gesetz. Alles ohne Betäubung oder ähnlichem.

Dann mit 11 Jahren war ich nochmal beim Zahnarzt, ich denke er ist ein richtiger Betrüger! Er wollte immer nur Zähne ziehen und hat es dann auch gemacht, bin mit 5 Zähnen weniger aufgewacht. Damals als Kind hat man dies nicht so recht verstanden. Heute würde ich ihn verklagen. Er meinte damals auch nur immer. Wenn es so weiter geht, hast du mit 20 Jahren keine Zähne mehr. Bis jetzt habe ich nur einen Zahn sonst noch so verloren und bin inzwischen 23! Aber so langsam merke ich, wie der nächste Zahn langsam zerbricht.

Ich wäre wahrscheinlich schon viel eher zum Zahnarzt, wenn ich schmerzen hätte. Allerdings empfinde ich keine Zahnschmerzen, ich kann noch so ein Loch haben, oder eine Entzündung, mir schmerzen die Zähne nicht.

Aber jetzt zu meinem Problem. Ich habe panische Todesangst vorm Zahnarzt! Ich mag schon dieses frische Geruch aus der Praxis überhaupt nicht! Ich hatte meine letzte Behandlung mit 11 Jahren unter Narkose, weil ich so Angst habe und würde mich nicht nochmal da hin setzen ohne Narkose bzw. Tiefschlaf. Wenn ich so beim Zahnarzt bin, bekomme ich schweißausbrüche, Zittern, fange an zu schreien und bin kurz vor dem weinen! So schlimm ist es für mich! Aber ich muss zum Zahnarzt, Zähne sind wichtig und man braucht sie für das restliche Leben!

Was kann ich machen um die Angst mir zu nehmen? Was kostet Zahnersatz, benötige ich wirklich dringend! Empfiehlt sich sowas im Ausland zu machen z.B. Bulgarien?

Zudem habe ich auch starke Ängste vor einer Narkose bzw. Tiefschlaf. Ich finde das dieser Eingriff sehr gefährlich ist. Zumindest nehme ich das so wahr!

Bin ich alleine mit solchen Zahnarzt Problemen und Ängsten oder ist sowas weit verbreitet?

Freue mich über jede Antwort :-) Danke im Vorraus :-)

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Hallo mexx,

Du benötigst mit 23 schon einen Zahnersatz? Anscheinend hast Du schon ein recht marodes Gebiss, so gesehen ist der Gang zum Zahnarzt wirklich sehr wichtig ... vermutlich auch eine Überprüfung/Korrektur Deiner Mundhygiene.

Ein Zahnersatz kann sehr teuer werden, wenn Du nicht eine gute Zusatzversicherung hast. Die gesetzliche Versicherung zahlt nur einen Bruchteil (bei mir waren es zuletzt 25 %). Wie teuer es insgesamt wird, hängt natürlich auch davon ab, wieviele Zähne ersetzt werden sollen, aber es können bei mehreren Zähnen leicht über Tausend oder mehr werden. Ob man das im Ausland machen möchte, um Geld zu sparen, ist Ansichtssache. Die Frage ist, was weißt Du über die Qualität dort? Und in wieweit man auf Deine Ängste eingeht?

Es gibt inzwischen einige Zahnärzte, die auf Angstpatienten spezialisiert sind, denn selten ist das wirklich nicht! Das kannst Du im Internet rausfinden. Dann würde ich Dir empfehlen, mach erstmal einen Termin zum Kennenlernen, wo nur nachgesehen und besprochen wird, was als nächstes unternommen werden muss, noch keine Behandlung. Wenn der Zahnarzt sich wirklich auf Angstpatienten versteht, wird er darauf eingehen. Und dann hör auf Dein Gefühl, wie gut Dein Draht zum Zahnarzt ist, wie wohl und aufgehoben Du Dich dort fühlst, und ob Du einigermaßen Vertrauen zu ihm haben kannst. Lass Dir auch von ihm erzählen, wie er mit Deinen Ängsten umzugehen gedenkt. Eine Alternative zur Narkose kann Hypnose sein, das können aber nur wenige, und Du musst wissen, ob Du das willst. Hat auf jeden Fall keine Nebenwirkungen.

Viel Glück!

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Ich würde Winherby im wesentlichen zustimmen:

Du hast eine Einweisung von Deinem Hausarzt, das genügt für die Klinik. Wenn Du das Gefühl hast, es ist richtig, in die Klinik zu gehen, und diese Überzeugung auch nach dem Vorgespräch in der Klinik bleibt, man Dir dort sagt, dass ein Aufenthalt auch aus ihrer Sicht indiziert ist, solltest Du das auch tun, und Dich nicht von der Meinung Deines Therapeuten abhalten lassen, die Du anscheinend nicht ganz nachvollziehen kannst.

Im übrigen würde es mich interessieren, hast Du einen ärztlichen oder einen psychologischen Psychotherapeuten? Psychologische Psychotherapeuten dürfen nämlich gar keine Einweisungen in Kliniken schreiben, nur Ärzte.

Und ich würde auch sagen, Du solltest entscheiden, ob durch diese Meinungsverschiedenheit Dein Vertrauensverhältnis zu Deinem Therapeuten gestört oder noch tragfähig ist. Das musst Du noch nicht jetzt entscheiden. Du kannst auch abwarten, wie er reagiert, wenn Du tatsächlich in die Klinik gehst. Wäre natürlich doof, wenn er Dir Vorhaltungen macht. Wesentlich ist Dein Bauchgefühl. Wenn Du Dich da noch wohl und gut aufgehoben fühlst, dann bleib, wenn nicht, dann such Dir einen anderen.

Viel Glück!

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Um hier mal Licht in das Dunkel des Vorgehens bei einer Psychotherapie-Beantragung zu bringen (hier gibt es ja verschiedenste Meinungen, die aber offensichtlich Fachtkenntnis entbehren):

Ein Konsiliarbericht muss zur Beantragung einer Psychotherapie immer beigefügt werden (es sei denn, der Psychotherapeut ist selbst auch Arzt), aber ausschließlich am Anfang, also beim Erstantrag. Ein Arzt soll v.a. medizinische Kontraindikationen vor Aufnahme der Therapie ausschließen. Das kann formal ein Hausarzt genauso wie jeder Facharzt machen. Für einen Verlängerungsantrag ist normalerweise kein erneuter Konsiliarbericht nötig, denn die Kontraindikation muss nur einmalig ausgeschlossen werden - daran ändert sich ja in der Regel während der Therapie nichts. Ich weiß nicht, ob Deiner Therapeutin das bekannt ist.

Eine Überweisung zum Psychotherapeuten durch einen Arzt ist seit dem Psychotherapeutengesetz 1999 nicht mehr nötig.

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