Für mich hört sich das auch deutlich nach pathologischer Krankheitsangst an, bei der eine ambulante Psychotherapie am ehesten Sinn macht, um Deine Ängste in den Griff zu bekommen.

Zuerst zum Psychiater zu gehen, würde ich jedoch nicht empfehlen. Die Wartezeiten sind sowohl bei Fachärzten (Psychiatern) als auch bei Psychotherapeuten leider oft lang. Es macht daher keinen Sinn, wenn Du mit dem Psychiater noch eine Station zwischenschaltest und damit alles noch weiter zeitlich herauszögerst, wenn Du doch höchstwahrscheinlich eine Psychotherapie brauchst. Ein Psychiater kann Dir Medikamente (Psychopharmaka) verschreiben, was unterstützend evtl. hilfreich sein kann, aber nicht Dein Grundproblem bekämpft. Er kann Dich zum Psychotherapeuten schicken, aber da kannst Du nach der aktuellen Psychotherapieverordnung genauso auch eigenständig direkt hingehen. Es gibt für den ersten Kontakt seit dem 1.4.2017 die Leistung der sog. "Psychotherapeutischen Sprechstunde" bei Psychotherapeuten, wo die Diagnose gestellt und die Indikation für eine Psychotherapie überprüft wird. Eine Diagnose vorher schon vom Facharzt zu haben ist nicht nötig. Bei der Vermittlung eines Termins kann auch die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung hilfreich sein.

Viel Glück!

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Ist die Klinik sinnvoller?

Hey, also ich bin 14 und werde im August 15, 166,5cm groß und wiege jetzt um die 48kg.

Vor einigen Wochen hatte ich wegen meiner Essprobleme und dem Untergewicht einen Termin bei der Kindergynäkologin. Dort wurde geschaut wie es im Bereich der Gebärmutter aussieht. Es wurde festgestellt, dass die Gebärmutter an sich funktioniert, aber nur noch wenige Eizellen vorhanden sind.

Dann hat sie mir gesagt, wenn sich bis zum 15. Mai nichts geändert hat, muss ich in stationäre Behandlung.

Das Problem bei mir ist jedoch eher psychisch als körperlich. Ich meine körperlich läuft es wie gesagt auch nicht gut, was ja die Folgen sind von dem ganzen psychischen Kram. Aber ich esse ja relativ gut, außer frühs manchmal und so viel Sport mache ich auch nicht. Vorher habe ich durch die blöden Zwangsgedanken/handlungen (hatte meine Schwester auch) heimlich zu jeder Zeit die möglich war Bauch Beine Po gemacht. Das hat 1. Zu Wundstellen am Körper und 2. zu zusätzlichem Energieverbrauch geführt. Jetzt mache ich das nicht mehr so viel.

Wir waren jetzt auch 3 Wochen auf Kur an der Nordsee, was mir sehr gut getan hat, viele Freunde, Ablenkung, Therapien, Aufbaukost, etc.

Aufbau war da ein Shake ca. 500ml mit Sahne, Maltodextrin 19 , mal Schoko/Erdbeer/Banane , dann immer angereicherter Nachtisch und Nüsse sowie angereichertes Mittagessen und manchmal Abendessen.

Trotz der Ablenkung in Form von Aktivitäten in der Betreuung wie Bügelperlen, Perlentiere, Laubsägen und so und der ganzen Therapien wie Schwimmen, Ergo, Sport, Reiten und Entspannung habe ich nicht zu- sondern abgenommen...

Aber das ist wahrscheinlich mehr auf den psychischen Stress durch Streit mit Mama und meiner Schwester und so zurückzuführen...deshalb weiß ich nicht ob eine Klinik wirklich nützlich für mich wäre, da es dort ja mehr um das zunehmen geht und natürlich viel um Psyche, aber halt um 10 oder 20kg zunehmen und nicht nur 2 oder 3kg. Bei allen anderen ist der Ursprung ja auch die Psyche, aber sie essen ja auch extrem wenig und ich finde ich nicht: frühs 1 Brot/2 Toasts/1 Brötchen + Tomate oder Gurke mit ganz wenig oder keinem Streichfett, mittags relativ normale Portion warmes Essen (Nudeln/Fisch mit Kartoffeln/ Currypfanne/...), abends auch eine normale Portion entweder Reste oder mittlerweile wie auf Kur Brot mit Hähnchenschinken, Tomate, Salat und Dressing oder Sauce. Dazu habe ich dann über den Tag den Aufbaushake den ich zu Hause auch weiter mache, einen Nachtisch wie einen Joghurt und als Abendsnack etwas Schoki und ein paar Nüsse.

Was würdet ihr mehr raten? Klinik oder Ergotherapie und Psychologe?

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Mit Deinem BMI (17,4) liegst Du für Dein Alter sogar noch im Normalbereich, wenn auch an der unteren Grenze. Die Eizellenproduktion im Alter von 14 J., wo hormonell noch alles im Umbruch bzw. Aufbau ist, so kritisch zu beurteilen, kommt mir ehrlich gesagt auch völlig überzogen vor. Ein Klinikaufenthalt ist hier m.E. keinesfalls indiziert.

Dein Verhalten könnte Tendenzen zeigen, dass Du Gewichtszunahme vermeidest? Zwanghaftes Bauch-Beine-Po-Training, Du scheinst nach Deiner Beschreibung hochkalorische Lebensmittel (Süßes, Fett) zu vermeiden? Außerdem schreibst Du von psychischen Problemen. Hier wäre am ehesten eine ambulante Psychotherapie angezeigt. Du solltest Kontakt zu einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten aufnehmen.

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Ja, das dauert oft lange, da sich psychische Störungen auch sehr langsam entwickeln. In der Regel sind das Fehlentwicklungen über Jahre, manchmal sind die Störungen auch schon seit Jahren chronifiziert, da kann man nicht erwarten, dass sie von heute auf morgen wieder verschwinden.

Außerdem sind Psychiatrie und Psychotherapie noch junge Wissenschaften, die gibt es erst ca. 100 Jahre.

Psychopharmaka wirken oft individuell sehr unterschiedlich, muss man ausprobieren. Psychische Störungen sind oft sehr komplex, da die menschliche Psyche sehr komplex ist. Und der Erfolg hängt davon ab, wie gut Du Dich öffnen und wirklich alles von Dir und Deinen Problemen erzählen kannst. Es ist auch wichtig, dass Du an Dir selbst arbeitest, am besten in einer Psychotherapie. Und das sind längerdauernde Veränderungsprozesse, die von Deiner Mitarbeit abhängen.

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Die Frage ist, ob das, was Du als "Anstarren" empfindest, von ihm auch so gemeint ist. Eigentlich ist es normal, im Gespräch Blickkontakt zu halten. Du tust das nicht. Vielleicht sucht er daher den Blickkontakt vermehrt. Ihr hattet erst 2 Sitzungen. Er will Dich kennenlernen und verstehen, was Dir fehlt. Ich würde das zunächst nicht negativ interpretieren. Es ist aber Unsinn, dass man in den Augen alles sehen kann. Mit ein wenig Erfahrung und Gefühl sieht man jedoch viel. Da Dir das aber unangenehm ist, solltest Du es ansprechen. Vielleicht sagt das viel über Dich und Eure Beziehung aus, und das kann für die Therapie sehr wichtig sein.

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Panische Angst und Gefühl der Sinnlosigkeit/Entfremdung?

Huhu, ich bin 18 Jahre alt, stehe kurz vor meinem Schulabschluss und habe jetzt aber ein Problem, das mich wirklich wahnsinnig belastet.

Begonnen hat alles theoretisch mit einem Umzug im November 2018, durch den ich jetzt 50 km von meiner Schule entfernt wohne: Danach hatte ich erstmals ständiges Schwindelgefühl, immer wieder starke Kopfschmerzen, keinen Appetit, ... und war überzeugt davon krank zu sein. Ich war dann bei einigen Ärzten und habe vielen abgeklärt, das Gefühl wurde jedoch kaum besser und ich hatte wahnsinnige Schwierigkeiten damit alleine zu sein.

Im Jänner war das alles kurz etwas besser, hat sich jetzt aber auf andere Art und Weise wieder verschlechtert: Ich denke ständig über meine Sterblichkeit nach und alles kommt mir unheimlich surreal und sinnlos vor. Ich fühle mich instabil und panisch und kann nichts gegen diese große Angst tun, weil sie grundsätzlich berechtigt ist. Ich bin total kraft- und energielos und habe das Gefühl dass ich nie wieder glücklich sein werde. Ablenken funktioniert auch schlecht, weil mir viele Dinge einfach überhaupt keine Freude mehr machen. Teilweise ist es kurz besser und dann verfalle ich wieder in einen total verzweifelten Zustand der Angst und gebe mich dem Gefühl, dass alles total sinnbefreit ist sehr hin. Das alles zu schreiben kostet mich wahnsinnige Überwindung.

Ich habe darüber lange mit meinem Freund gesprochen, der grundsätzlich (wie ich eigentlich auch) eine Depression vermutet, die mit meiner diagnostizierten Panikstörung alles auslöst - Symptome treffen (und ich weiß eine Selbstdiagnose ist immer kritisch) eigentlich mehrheitlich bis ganzheitlich zu. Was soll ich denn tun? Ich falle ständig in ein riesiges schwarzes Gedankenloch, weil ich das Gefühl habe, dass mir niemand helfen werden kann und fühle mich wahnsinnig einsam.

Ich habe überlegt morgen meinen Hausarzt aufzusuchen, habe aber wirklich Angst, dass mir einfach niemand helfen kann, weil diese unspezifische Angst vor dem sterben und der Sinnlosigkeit des Lebens so berechtigt ist...... Bin über jeden Tipp dankbar!

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Wende Dich am besten an einen Psychotherapeuten. Das könnte eine Angststörung und/oder eine Depression sein. So unüblich sind derartige Gedanken in Deinem Alter nicht, in dem man schließlich die Richtung seines Lebens bestimmt und nach Sinnerfüllung sucht. Nur dass Du Dich so reinsteigerst und einsam damit fühlst, erscheint mir bedenklich, und ist für Dich sicher sehr belastend. Es gibt Hilfe für derartige Probleme! Viel Glück!

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Hallo Sunny,

sorry, Deine Beschreibung hört sich ziemlich wirr an. Hast Du Dich öfters verschrieben/Autokorrektur?, dann prüfe Deine Frage bitte noch einmal!

Oder sieht es echt so in Deinem Kopf aus, dann brauchst Du dringend Hilfe, und zwar psychiatrische! Richtig dosierte Medikamente sind auf keinen Fall ein Fehler. Und bei bipolaren Störungen brauchst Du auf Dauer eine konstante vernünftige Phasenprophylaxe. Schon mal mit einer Psychotherapie versucht? Oder einem stationären Aufenthalt? "Launen" finde ich sehr verharmlosend für das, was Du beschreibst, das hört sich eher echt krankheitswertig an und gehört dringend in fachlich kompetente Behandlung.

Viel Glück!

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Das kommt auf die Stressituationen an. Du kannst versuchen, wenn es immer wieder ähnliche Situationen sind, die Ursache von Deinem Stress und Deiner Überreaktion darauf herauszufinden und zu bekämpfen. Oder andere Methoden zu entwickeln, mit Stress besser umzugehen bzw. ihn zu bewältigen. Es gibt hierfür Entspannungstechniken und Stressbewältigungskurse (z.B. bei der VHS). Insgesamt den Ausgleich und die Ressourcen zu stärken, z.B. durch Sport, Stärkung des Selbstbewusstseins, angenehme Freizeitaktivitäten und stützende soziale Kontakte.

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Ich würde zustimmen, Du bist psychisch abhängig. Das alleine schon wegen Deiner Aussage, dass Du mit dem Kiffen der Realität entfliehst. Dadurch werden sich Deine Probleme in der Realität nicht lösen lassen, im Gegenteil. Du läufst nur weg und bekommst das Zusatzproblem einer Sucht dazu. Das ist auf Dauer sehr ungesund und hilft Dir nicht, reifer, erwachsener und selbständiger in der Lebensbewältigung zu werden.

Was heißt "Ich möchte nicht länger in der Therapie bleiben"? Eine Therapie bringt nichts, wenn Du sie selbst nicht willst und nicht an einer Veränderung mitarbeitest! Wenn Du da nur Deine Zeit absitzt, wirst Du nichts erreichen.

Das Kiffen beeinflusst Dein Leben und Deine Leistungen wahrscheinlich mehr, als Du selbst bereit bist zu erkennen. Das ist typisch für Suchterkrankungen.

Wie sieht es mit Deiner Motivation zur Abstinenz aus? Ohne Motivation wird keine Suchttherapie gelingen. Wie soll es für Dich im Leben weitergehen? Du bist noch jung und hast alles vor Dir? Immer weiter verdrängen und kiffen?

Meiner Ansicht nach solltest Du es Deiner Therapeutin ehrlich sagen, denn sonst hat die Therapie ohnehin keinen Wert, denn Du legst nicht die Wahrheit auf den Tisch. Wenn die Therapeutin vernünftig ist, wird sie Dich dann zu einer suchtbezogenen Therapie motivieren, das muss oft stationär gemacht werden. Ambulante Psychotherapie darf übrigens nach den Psychotherapierichtlinien genau genommen unter regelmäßigem Suchtmittelkonsum gar nicht durchgeführt werden, weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat. Denn Du stellst Dich nicht Deinen Problemen, sondern läufst nur weg. Die Regel ist: Erst Entzug, dann unter Abstinenz Therapie. Denn ohne Grund läufst Du nicht vor der Realität weg, und das Problem sollte ernsthaft angegangen werden.

Viel Glück und Erfolg!

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Ständige Übelkeit, Würgereiz und Schleim im Mund - mittlerweile sogar Angst vor Einkaufen, Sport und Alltag. Was fehlt mir?

Guten Abend,

ich leide seit ca. 3 Jahren an einem starken Würgereiz. Dieser trat meist auf, wenn ich vor Prüfungen stand, ein wichtiges Fussballspiel bevorstand oder häufig auch durch den Besuch beim Zahnarzt. In dieser Situation kam ich damit relativ gut klar, meistens half das Lutschen eines Bonbons schon, dass dieser Würgereiz zumindest kurzfristig gelindert wurde.

Bis vor ca. 1 Monat. In der Uni hatte die Klausurenphase begonnen, die erste Klausur stand an. Ich verhalf mir wieder mit einem "Fisherman's Friend" wie etliche Male davor auch und musste mich noch in der Uni vor der Klausur übergeben. Unter Zittern schrieb ich die Klausur mit, verkrampfte meine Beine dabei, damit es mich von meiner Übelkeit ablenkt. Seit diesem Tag hat sich so ziemlich alles geändert. Die Übelkeit ist sehr oft da, mein Mund und Hals total verschleimt, was immer wieder zu Würgereiz + Erbrechen führt. Eine Woche später bei einem Fussballspiel, musste ich mich sogar unter dem Vorwand einer Verletzung auswechseln lassen, da ich merkte, dass ich kurz vorm Erbrechen stand. Ich gerate dadurch in Panik, fange an zu schwitzen und merke, wie mir immer übler wird. Und ich kann meinem Trainer/Chef/Freunden ja nicht mal sagen was ich habe. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich mich nichtmal mehr zu "normalen" Zeiten zum Einkaufen traue, sondern meinen Einkauf immer erst kurz vor Ladenschluss erledige, um möglichst schnell wieder raus zu sein. Dieser Angstschub lässt mich kaum noch am Alltag teilhaben, längere Autofahrten sind schwer möglich, bzw. nur als Beifahrer möglich.

Zu Anfang der ganzen Sache mit dem Würgereiz war ich beim Hausarzt, beim HNO und bei einem weiteren Arzt - keiner hatte eine Lösung. Alle verschrieben mir entweder Medikamente gegen Sodbrennen oder schleimlösende Mittel.

In der Zwischenzeit war ich nicht mehr beim Arzt, da ich ja ganz gut klargekommen bin. Doch jetzt ist es so schlimm, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Kennt hier jemand so etwas bzw. zu welchem Arzt soll ich überhaupt geben?

Ich merke dass es aus dem Bauch kommt, denn mein Magen fühlt sich nicht so an, wie früher. Ich fühle mich satt, obwohl ich erst einen Bissen gegessen habe, habe Verdauungsprobleme. Andererseits habe ich aber auch diesen Schleim im Hals, der meiner Meinung nach Auslöser für das Erbrechen und die ständige Übelkeit ist. Und dazu auch noch diese Panikattacken im Alltag.

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Danke und viele Grüße,

Daniel, (m,22)

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Das hört sich so an, als ob ursprünglich die Übelkeit bei Dir ein Symptom von Aufregung und Angst, v.a. bei Prüfungen war. Das ist nicht selten. Seit dem Vorfall bei der Klausur scheint sich bei Dir eine Angststörung festgesetzt zu haben. Hier kann leicht ein Teufelskreislauf entstehen: Weil Übelkeit und Übergeben bei der Klausur besonders schlimm für Dich waren, werden Angst und Aufregung in entsprechenden Situationen, und oft auch schon im Vorfeld, wenn Du nur daran denkst, verschlimmert. Das wiederum verschlimmert die Übelkeit. Damit sich das nicht weiter hochschaukelt, solltest Du psychotherapeutische Hilfe aufsuchen.

Viel Glück!

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Dass die Periode schon mal unregelmäßig sein kann, ist in Deinem Alter völlig normal, da musst Du Dir keinen Kopf machen. Ob das mit Deinem Stress zusammenhängt, kann man auf die Ferne nicht beurteilen.

Unabhängig davon solltest Du Dir vielleicht überlegen, ob Du für Deinen "Stress" und Deine Probleme einen Ansprechpartner brauchst.

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Wenn es an den Medikamenten und nicht an was anderem liegt, dann kommt eher das Tavor dafür in Frage. Das ist ein Benzodiazepin und wirkt allgemein sehr dämpfend, kann sich dann schon auf die Gefühlslage auswirken, dass man weniger empfindet, v.a. wenn man es nicht gewöhnt ist. Das Antidepressiva (Escitalopram) dürfte eigentlich nach 2 Wochen noch gar nicht wirken. Die Frage ist aber, bevor man es absetzt, wozu er die Medikamente braucht, wozu sie eingesetzt wurden. Sowas gehört unter ärztliche Kontrolle. Wenn es nur 2 Wochen genommen wurde, dürfte allerdings das Absetzen nicht grundsätzlich Probleme bereiten, da hat sich der Körper noch nicht daran gewöhnt. Auf jeden Fall in der Tagesklinik ansprechen!

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Stimmungsschwankungen und erhöhtes Verlangen nach Sex. Was bedeutet das?

Kurze Beschreibung meiner Gefühlslage: Damit man mich ein wenig besser einschätzen kann

Ich habe in der Vergangenheit viele Menschen, die ich liebe, verloren. Als ich 9 war, starb mein Vater bei einen tragischen Unfall, worauf meine mutter auch total die Kontrolle über sich verlor, Als ich 14 war, starb mein Onkel, den ich immer sehr nah stand. Der Tod meines Onkels beschäftigt mich seit 6 Jahren immer noch und ich komme nie darüber hinweg. Bei meinem Vater war ich noch etwas jung und verstand die Situation nicht ganz. Irgendwann habe ich die Kontrolle über meine Gefühle verloren. Ungefähr 2015-2016. Habe mich dann angefangen selbst zu verletzen und einmal richtig doll, danach kam Medikamentenmissbrauch hinzu, da ich nicht aufhören konnte mich selbst zu verletzen. Man sollte es allerdings nicht von außen sehen.

Zudem hatte ich viel Streit mit meiner Mutter, da sie mit meiner Homosexualität nicht klar kam.

Als mein Stimmungstief weg war, war alles wieder okay, aber die Halluzinationen aus der Vergangenheit wurden immer schlimmer. Ich sah und hörte unnormale sachen. (Weiß nicht ob es relevant ist, aber mit 9 erfuhr ich von einen Neurologen, dass ich Epilepsie habe)

Doch das ging auch vorbei, auch wenn es vereinzelt wieder auftaucht.

Und nun zu meiner Situation.

Im Moment wechselt meine Stimmung sehr und das extrem.

Entweder bin ich extrem traurig oder extrem aufgedreht und glücklich.

An sich bin ich ein zurückhaltender und schüchterner Mensch aber wenn ich aufgedreht bin, ist alles anders und ich handle oft unüberlegt.

Was noch extrem zu beobachten ist, ist das mein Verlangen nach sexueller Nähe in solch einer Phase extrem gesteigert ist.

Und von einen auf den anderen Tag ist dann wieder alles mist und ich hasse alles und jeden.

Der Übergang von extrem glücklich zu extrem traurig, wird oft von Albträumen begleitet, in denen es um sexueller Missbrauch und Tod geht. (Ich träume aber nie aus meiner Sicht)

Was könnte das sein?

Also hat jemand ähnliche Problem.

Und nein, ich will keine Aufmerksamkeit. Ich will nur ein paar Ratschläge hören und Erfahrungen austauschen.

Würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet.

Danke im voraus:)

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Das hört sich für mich nach einer emotional instabilen Persönlichkeit(störung) an. Das gehört meiner Ansicht nach dringend in Behandlung. Warst Du schon einmal beim Arzt oder Psychotherapeuten damit? Und diese Halluzinationen, ist der Hintergrund davon abgeklärt? Du solltest Dir Hilfe suchen!

Viel Glück!

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Depression oder Morgentief?

Wird vielleicht länger, und hab keine Ahnung in welches Forum sowas passen sollte.

Bis vor 3 Wochen ging es mir (mental) prima, so wie die letzten 18 Jahre (Ich bin 18)

Ich habe meine Abiprüfungen hinter mir und bereits die Ergebnisse dass ich bestanden habe und nicht in eine Nachprüfung müsse, habe nen Schnitt von 2.5, kein Überfliegerschnitt, aber für mich komplett ausreichend und zufriedenstellend.

Seit ca. 7 Tagen plagen mich morgens depressive Panik/Angstzustände wodurch ich höchstwahrscheinlich auch Verdauungsprobleme habe.

Ich wache auf und male mir den größten Schiß aus "Was wenn das Studium scheiße wird" "Wie werde ich dort hin kommen(zur Hochschule/Uni)? Mit Bus und Bahn nie privat gefahren" "Was wenn es kein Spaß macht" "Wofür überhaupt arbeiten, sterben doch eh iwann", ständig solche Gedanken und die quälen einen aufs übelste, dadurch kriege ich dann immer Panik dass dieser Zustand nie weg geht, ich für immer so down bleibe oder einfach anders ticke als jeder normale Mensch bzw. meine Freunde.

Dann kriege ich wieder Panik weil ich Angst davor habe dass ich an einer Depression leide und mir dann immer denke "Nenenenene, also Depression brauchst du gar nicht, hoffentlich ist das keine Depression, das wär mein Todesurteil"

Auch Sport am morgen hilft nicht direkt, im Fitnessstudio bzw. in den Pausen gehts in meinem Kopf nur so ab, ich mache die Sätze und laufe durch das Fitnessstudio wie eine lebende Leiche mit leeren Blicken, wenn ich Zuhause bin, bin ich total verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.

Abends jedoch(bzw. ab 16 / 17 Uhr), gehts mir komplett normal, als wär nichts und denke dann immer darüber nach warum es mir vor paar Stunden so scheiße ging, denn einen richtigen logischen Grund gibt es nicht, ich bin gesund, hab meinen Führerschein, mein Abi mit einem nicht ganz sooo schlechten Schnitt und mir stehen jetzt alle Türen offen, hab frei, die längste freie Zeit in meinem Leben usw.

Was ist das? Woran könnte dies liegen? Vermisse ich die Tätigkeit jeden morgen zur Schule zu müssen? Vermisse ich meine Stufe? Wahrscheinlich, weil ich was zu tun hatte und ich immer gerne unter Menschen war, nun bleiben mir nur Netflix und Zocken über.

Normalerweise dachte ich mir in der Schule immer "Boah, wenn ich nach Hause komme mache ich erstmal x und y oder gucke dies oder jenes", jetzt wo ich so viel freie Zeit habe, denke ich mir "Wofür, sich auf etwas freuen, wenn du es jetzt oder auch übermorgen machen kannst, macht doch keinen Unterschied, alles egal"

Das macht mich richtig fertig, also die Phasen am morgen, ich will einfach wieder normal werden, normal aufwachen.
PS: Probleme mit Einschlafen oder Durchschlafen habe ich nicht.




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Das hört sich für mich so an, als ob Du nach Deinem erfolgreichen Abi ein wenig in ein Loch fällst, und Dich in Deine negativen Gedanken und Gefühle selbst hineinsteigerst. Manchmal ist das so, gerade wenn man richtig Stress und Druck hatte, sein Ziel (Abi) dann erreicht hat, und der Stress abfällt. Die vorgegebene Tagesstruktur und die Aufgabe durch die Schule und die Abi-Vorbereitung sowie die damit zusammenhängenden sozialen Kontakte fallen weg. Und plötzlich scheint da nichts mehr zu sein ...? Hast Du sonst eigentlich keine sozialen Kontakte, die Du auch ohne Schule sehen könntest? Freizeitaktivitäten?

Und dann kommen bei Dir anscheinend auch Zweifel an Deiner Zukunftsperspektive auf. Dir erscheint jetzt vieles unsicher, ist es ja auch im Vergleich zur festen und sicheren Struktur des Schulsystems. Aber das gehört in Deinem Alter in der Lebensphase dazu. Ein paar Zweifel sind normal, schließlich ist in unserer Zeit die Zukunft oft auch sehr unsicher, nur solltest Du Dich nicht so hineinsteigern. Vielleicht stattdessen lieber aktiv an der Verfolgung einer Zukunftsperspektive arbeiten: Überlegen, entscheiden, informieren, was Du machen möchtest, sich bewerben zum Beispiel. Oder als Übergangslösung ein FSJ, Praktikum, Auslandsaufenthalt? Bist Du sicher bist? Und auch eine Auseinandersetzung mit Lebenssinn und Werten gehört in Deinem Alter dazu. Die zentrale Frage: Wie kann ich mein Leben sinnvoll erleben? Was macht für mich Sinn? Was möchte ich mal meinen Enkeln über mein Leben erzählen, was es lebenswert gemacht hat?

Falls Du damit nicht selbständig klar kommst, von diesen trüben Gedanken auch wieder loszukommen, sich selbst zu aktivieren und Lebensziele zu verfolgen, solltest Du Dir vielleicht professionelle Hilfe suchen bei einer Beratungsstelle oder einem Psychotherapeuten.

Viel Glück!

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Da Du nicht schreibst, was Du mit "wenn es akut ist" meinst, wird Dir die Frage hier keiner beantworten können. Wäre ja die Frage, gegen welches Krankheitsbild und welche Symptome es wirken soll. Außerdem ist die Frage irrelevant, weil wirkungsvolle Psychopharmaka ohnehin alle verschreibungspflichtig sind - aus gutem Grund. Du musst das also mit einem Arzt (am besten Facharzt: Psychiater) besprechen. SSRI wie Fluoxetin sind Antidepressiva, und die wirken nur, wenn sie dauerhaft genommen und ein Spiegel im Blut aufgebaut wird, bei Bedarf akut genommen sind sie völlig wirkungslos. Es gibt schon Psychopharmaka, die als Bedarfsmedikamente sinnvoll sind, z.B. gegen Angst und Schlafstörungen, aber auch die müssen auf jeden Fall verordnet werden.

Das hört sich ein bisschen an, nach "irgendwelche Pillen einwerfen, wenn es mir mal schlecht geht" - das hilft sowieso nicht. Auf Dauer hilft es nur, die Ursachen der psychischen Erkrankung zu finden und zu bekämpfen, am besten in einer Psychotherapie.

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Du kannst einfach einen Termin machen, musst auch am Telefon nicht direkt sagen, dass es sich um Depressionen handelt, kannst z.B. auch sagen, Du bist auf der Suche nach einem neuen Hausarzt und hättest gerne einen Termin zum Kennenlernen. Übrigens brauchst Du für einen Psychotherapeuten nicht zwingend eine Überweisung vom Hausarzt, Du kannst auch direkt dorthin gehen und dann dem Psychotherapeuten Deine Geschichte erzählen. Es kann allerdings sein, dass Du lange auf einen Termin warten musst, die meisten haben lange Wartelisten.

Viel Erfolg!

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Verzweifelt. Schwere Depression unheilbar?

Seit ich 12 bin habe ich Depressionen. Heute bin ich 20 Jahre alt und bin "gesegnet" mit schweren Depressionen, einer Angststörung und Borderline. Ist selbstverständlich alles von mehreren Psychologen diagnostiziert. Ich habe Tabletten also Antidepressiva genommen die helfen mir nicht. Ich überlege ein anderes Medikament auszuprobieren. Ich habe eine Therapie gemacht, war in einer Tagesklinik und einige Tage in einer offenen Psychatrie.

Ich bin absolut verzweifelt, da ich das Gefühl habe das mir nichts hilft und niemand mich versteht. Ich habe Angst mein Leben lang ans Bett gefesselt zu sein. Ich bin noch jung und habe so eine schlimme Depression, dass ich nicht einmal duschen, Zähne putzen, Haare bürsten und andere alltägliche Dinge tun kann. An arbeiten oder Ausbildung ist selbstverständlich nicht zu denken. Bin arbeitsunfähig. Das Arbeitsamt rät mir zu Erwerbsunfähigkeitsrente, die ich aber ungern anfordern will da ich ja doch noch ein Fünkchen Hoffnung habe gesund zu werden. Ich erwarte ja nicht, dass ich komplett beschwerdefrei bin aber wenigstens will ich meinen Alltag schaffen können und niemanden zur Last fallen. Meine Familie und mein Freund verstehen die Krankheit nicht. Psychische Erkrankungen sind für Sie Märchen. Sie fahren mich natürlich zur Klinik oder Ärzten aber verstehen tun sie es nicht. Trotzdem bin ich vorallem meiner Mutter dankbar die mir Vitamine und Bücher zum Thema kauft die Betroffenen anscheinend geholfen haben.

Eigentlich sollte die Jugend eines Menschen die schönste Zeit seines Lebens sein aber mein Leben ist eine Qual. Durch meine Borderline Erkrankung verstümmel ich mich selbst sogar im Gesicht und danach hasse ich mich noch mehr. Die Klinik nimmt mich erst an wenn mein Blut drogenfrei ist. Der Entzug wäre kein Problem, den habe ich schon mehrmals durchgezogen aber ohne Drogen schaffe ich es nicht mal aufzustehen und da ich mit meinem Freund zusammen wohne und er mich wie gesagt kaum versteht kann ich auf seine Unterstützung nicht zählen. Wenn ich den Haushalt nicht irgendwie einigermaßen erledige oder Termine wahrnehmen kann macht er mich weiter fertig. Ein Teufelskreis. Also nehme ich einiges an Drogen um meine Angelegenheiten wenigstens minimal zu erledigen den niemand macht sie für mich wenn nicht ich selbst.

Tut mir leid für den langen Text.

Meine Frage ist wie ihr eure schwere Depression einigermaßen oder vielleicht sogar ganz besiegt habt? Ich will mein Leben in den Griff bekommen schaffe aber wie gesagt nicht. Ich verliere die Hoffnung und glaube langsam dass es für mich keine Heilung gibt. Selbstmordgedanken sind zwar immer da natürlich aber ich würde es nie durchziehen, da ich meiner Familie vorallem meinen Geschwistern so etwas niemals antun kann und ich selbst habe denke ich wie gesagt auch noch Hoffnung.

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Es wäre wichtig, die Störungen effektiv Schritt für Schritt anzugehen. Das ist zwar ein großes Päckchen, und es hängt vermutlich alles zusammen und ist in Teufelskreisläufen festgefahren, aber das ist der einzige Weg. Als erstes müsstest Du tatsächlich drogenfrei sein, denn sonst macht keine Psychotherapie Sinn, weder ambulant noch stationär. Denn unter Drogen bist Du nicht Du selbst, sondern verdrängst nur und lenkst Dich ab und kannst daher nicht effektiv an Dir arbeiten, um etwas zu verändern. Deswegen ist eine Psychotherapie unter Suchtmitteln auch vom Versorgungssystem laut Psychotherapievereinbarung nicht vorgesehen. Das ist also der allererste Schritt.

Und dann wäre eine langfristige Psychotherapie angeraten, um die Störungen zu bekämpfen. Vielleicht für den Anfang bei der Schwere der Störung eher stationär, anschließend ambulant, evtl. als Zwischenschritt teilstationär. Unterstützung durch Medikamente macht Sinn bei so einer schweren Depression. Ist aber kein Wundermittel, sondern nur eine Hilfe. Nur weil eines nicht hilft, muss das nicht auf alle zutreffen. Es gibt viele verschiedene Antidepressiva, Wirkung und Nebenwirkung sind individuell sehr unterschiedlich. Dafür brauchst Du einen Facharzt, am besten Psychiater, für die Psychotherapie einen Psychotherapeuten, das ist in der Regel nicht dasselbe (es gibt Ärzte, die beides machen, aber die meisten Psychotherapeuten sind keine Ärzte und dürfen daher keine Medikamente verschreiben).

Grundsätzlich ist es wichtig, Dich von der Haltung zu verabschieden, Deine Störung zu beklagen und lieber etwas aktiv dagegen zu tun.

Und Deine Partnerschaft? Ein Partner, der nur bleibt, wenn Du weiter Drogen nimmst? Ernsthaft? Kann es das sein? Das würde ich mir mal überlegen.

Viel Glück!

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Da kann ich Floppy22 nur beipflichten. Das hört sich nach einer ausgewachsenen krankheitswertigen Essstörung an, die solltest Du auch entsprechend behandeln lassen, also mit Psychotherapie, ambulant, stationär oder teilstationär. Online-Beratung hilft da nichts, das ist nur Vermeidungsverhalten, sich wirklich mit den Problemen zu konfrontieren. Würdest Du mit einem gebrochenen Bein auch nicht zum Arzt gehen wegen "keine Zeit" oder "keine Möglichkeit"?

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