Therapieverlängerung bei Depression abgelehnt

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Für diesen Antrag kannst Du nichts mehr machen, das Urteil des Obergutachters ist bindend, die Kasse darf das gar nicht bewilligen. Dafür gibt es das Widerspruchsverfahren und den Obergutachter, damit das Urteil des Gutachters noch einmal überprüft wird. Normalerweise sind Gutachter und Obergutachter ziemlich wohlwollend, die meisten Anträge und die meisten Widersprüche gehen durch, da müssen triftige Gründe vorliegen. Ich kann mir aus meiner Erfahrung nicht vorstellen, dass das Auslandssemester und die Unterbrechungen in den Semesterferien der einzige Ablehnungsgrund sind, v.a. wenn Du seit eineinhalb Jahren keine Unterbrechungen mehr hattest. Das macht nicht wirklich Sinn. Die Frage ist, ob es noch andere Ablehnungsgründe gab, wie überzeugend der Bericht Deiner Therapeutin war. Es wird überprüft, ob eine Therapie notwendig, wirtschaftlich und zielführend ist. Es kommt auch darauf an, um welche Verlängerung es sich handelt, wieviele Sitzungen Ihr schon habt und in welchem Verfahren. In Verhaltenstherapie z.B. weiß ich, dass die Fortführung von 60 auf 80 Sitzungen schon "nur noch in Ausnahmefällen" genehmigt werden soll, und darüber hinaus ist fast aussichtslos. Da muss man dann schon sehr gut begründen können.

Grundsätzlich kannst Du bei einem anderen Therapeuten einen erneuten Antrag stellen, wie schon in der anderen Antwort geschildert, innerhalb von 2 Jahren mit guter Begründung, nach 2 Jahren Pause ohne Begründung. Gut macht sich auch immer ein Verfahrenswechsel, wenn man ihn begründen kann (z.B. von tiefenpsychologischer Therapie auf Verhaltenstherapie oder anders herum, weil man sich von dem neuen Verfahren mehr Erfolg verspricht). Viel Glück!

Eine Psychotherapie verlangt regelmäßige Termine. Deine Therapeutin wird in ihrem Bericht geschrieben haben, dass dies bei dir nicht der Fall war wegen deiner häufigen Fehlzeiten. Deshalb gehen die Gutachter davon aus, dass eine Therapie bei dir unangebracht(nicht therapiefähig) ist. Deswegen vermute ich dass du wenig Chancen hast nochmal eine Therapie zu erhalten. Außerdem erlischt bei einer Unterbrechung von mehr als einem halben Jahr dein Anspruch auf die Übernahme der Psychotherapiekosten, wenn keine besondere Genehmigung vorliegt.

Das werde ich in der nächsten Stunde auf jeden Fall ansprechen. Ich habe mir wegen der Unterbrechungen niemals Gedanken gemacht, weil sie auch niemals angesprochen hat, dass das ein Grund für eine Ablehnung der Kostenübernahme sein könnte. Wie gesagt, ich war die letzten 1,5 Jahre auch regelmäßig da.

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@Kurze89

Kurze Info: Ich habe noch einmal mit meiner Therapeutin gesprochen und sie sagt, es sei definitiv noch Behandlungsbedarf da, nur liege das Hauptproblem für die Gutachter darin, dass sie eine Jugendtherapeutin (ich habe kurz vor meinem 21. Lebensjahr mit der Therapie begonnen, bis 21 kommt man zu einem Jugendtherapeuten) sei und meine Therapie durch die langen Pausen nicht bei ihr fortgesetzt werden könne. Sie hat mir auch empfohlen, einen "Erwachsenen"-Therapeuten aufzusuchen, was ich jetzt tun werde.

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Deine Therapeutin hat ausserhalb der genehmigten Stunden noch die Möglichkeit Stunden zu geben und dir zu helfen und sie direkt mit der Kasse abzurechnen. Auf welchem Wege weiß ichl leider nicht. Aber dass das geht, das weiss ich genau. Der Therapeut kann noch Stunden abrechnen, wenn die Therapie schon beendet ist.

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