Schmerzen kurz über dem linken Hüftknochen, was könnte die Ursachen sein, welche Therapie wäre angebracht?

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Mit diesen Beschwerden hatte ich über Jahre zu kämpfen und dabei 6 Orthopäden verschlissen. Die Diagnosen waren bei allen völlig unterschiedlich. Erst ein gut ausgebildeter Osteophat konnte mir helfen. Bei mir waren es stark verklebte Faszien die meine Schmerzen verursacht haben. Nach 5 Behandlungen war ich völlig schmerzfrei.

Osteopath und Faszien -> das sind sehr interessante Hinweise. Letztgen. wurde kürzlich auch bei NDR-Visite besprochen.

Vielen Dank für die Antwort!

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Hallo,

Möglicherweise ist der Ischiasnerv eingeklemmt. Dieser kann sich nicht nur durch Bandscheiben-/Sakralprobleme einklemmen, sondern auch ein Gesäßmuskel, Piriformis Syndrom genannt, kann dafür verantwortlich sein.

Ich habe diese Problem auch schon seit Monaten, Liegen kann qualvoll sein, sitzen und längeres Stehen verursacht ebenfalls Schmerzen. Ich bekam auch schon eine Spritze ins Gelenk, die ein paar Tage geholfen hat, danach war es wieder genauso schlimm wie vorher.

Ich habe mir jetzt ein Buch "Die 7 Aigelsreiter" gekauft, dort gibt es Übungen zum Ausdehnen dieser Muskulatur, später zum Kräftigen.

Die Spritzen lösen ja das Problem nicht, solange dieser Nerv eingeklemmt ist. Sie erleichtern das Ganze zwar, aber sobald die Wirkung nachlässt, meldet sich der eingeklemmte Nerv wieder.

Vielleicht hat dein Bekannter ähnliche Probleme und kann sich eine Zweitmeinung eines anderen Orthopäden einholen.

Ich wünsche ihm auf jeden Fall gute Besserung.

Liebe Grüße

Bei mir strahlt der Schmerz zum Teil eben auch in die Hüfte und Beckenknochen, deswegen wurde sogar die Hüfte geröntgt.

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Ich kenne solche Schmerzen auch. Bei mir wandern sie bis in den Oberschenkel und ich denke, dass es entweder der Ischiasnerv ist oder irgendwelche anderen Sehnenstränge oder Bänder. Wenn ich abends meine Übungen mache, kann ich gut durchschlafen, sonst werde ich nachts vom Schmerz geweckt. Gestern beim Spazierengehen, tat es wieder an der Hüfte weh, als ich eine Weile meine Hand darauflegte, war der Schmerz dort weg, aber unter der Pobacke und seitlich am Knie war er wieder da. Es hilft am besten diesen Bereich zu dehnen und anschließend zu entspannen. Eine gute Übung ist auch, im Liegen die Beine anstellen, sich die Wirbelsäule vorstellen und dann die Wirbelsäule abwärts einatmen, beim Ausatmen wieder Wirbel rauf wie einen Reißverschluss zuziehen. Einige Minuten wiederholen, das entspannt die Lendenmuskulatur.

willkommen im Club, es ist so ein gemeiner Schmerz. LG

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Chronisches Schmerzsyndrom bei multiplen Vor-Op

Habe sehr starke Schmerzen, teilweise (je nach Lage und Bewegung) spontan Lähmungen, ständiges Brennen in den Oberschenkel, "Nagel im Fuß" bei jedem Schritt, Zehen Taubheit und Brennen, Fußheber links willkürlich, Stechen im Po, in der LWS, plötzliche Ausfälle mit Stürzen, nur noch eingeschränkt belastbar, gering arbeitsfähig. Nehme Opioide (Targin 40-60mg/Tag) und Voltaren Dispers. Was tun? Die Rede ist von Versteifung ... Eine Röntgenaufnahme vom selben Tag stellt Morbus Baastrup dar.

Chronisches Schmerzsyndrom bei multiplen Vor-Op.

Befund Kernspin des lumbalen Spinalkanals:

Keine malignitätsverdächtigen oder entzündlichen Knochenmarkveränderungen. Linkskonvexe Torsionsskoliose der oberen LWS bzw. im BWS-LWS-Übergang. Zeichen einer aktivierten Arthrose im linken lliosacralgelenk.

L1/L2: Geringgradige medio-laterale laterale Bandscheibenprotrusion, aktivierte Spondylarthrosen beidseits, leichte knöcherne Foramenstenosen beidseits.

L2/L3: Leichte medio-laterale Bandscheibenprotrusion beidseits, kräftiger, hier mittelgroßer Prolaps nach intra- und extraforaminär links mit einer Tiefe von bis zu 6 mm, so dass hier die Nervenwurzel L2 nach dorsal verlagert bzw. komprimiert wird. Aktivierte Spondylarthrosen beidseits, leichte knöcherne Foramenstenosen beidseits.

L3/L4: lntra- und größtenteils auch extraforaminal rechts gelegener Prolaps mit einer möglichen L3-Nervenwurzelirritation rechts, diese wird intraforaminär deutlich nach cranial gedrängt und komprimiert. Das linke Neuroforamen ist weitgehend frei.

L4/L5: Breitbasige medio-laterale Bandscheibenprotrusion, aktivierte Spondylarthrosen rechts betont. Rechts mittelgradige, links hochgradige knöcherne Foramenstenose. Verbreiterung des epiduralen Raumes links ventrolateral mit vermehrtem KM-Enhancement, hier vereinbar mit einer leichten Narbenbildung. Die Nervenwurzel L5 ist links weiterhin ödematös verdickt.

L5/S1: Breitbasige medio-laterale Bandscheibenprotrusion mit beidseitigen Spondylarthrosen, rechts mittel- bis hochgradige, links hochgradige knöcherne Foramenstenose.

Zusammenfassende Beurteilung:

Es liegt (Anmerkung: im Vergleich zur Untersuchung vor einem Jahr) eher eine leichte Größenzunahme des intra- und extraforaminal links gelegenen Bandscheibenvorfalls im Segment L2/L3 vor. Zunahme degenerativer Veränderungen im Rahmen einer jetzt fortgeschrittenen Osteochondrose Typ Modic ll zwischen L4/L5. Keine signifikante höhergradige Einengung des knöchernen lumbalen Spinalkanals. lm Wesentlichen unveränderter Befund des intra- und des extraforaminal gelegenen Bandscheibenvorfalls L3/L4 rechts. Teilweise aktivierte Spondylarthrosen innerhalb der LWS beidseits. 2. Hochgradige knöcherne Foramenstenose im Segment L4lL5 links, hier ist postoperativ der Spinalkanal erweitert, unveränderter Befund einer ödematösen Verbreiterung der Nervenwurzel L5 links intraspinal mit weiterhin bestehendem Verdacht auf eine etwas vermehrte Narbenbildung L4lL5 links epidural.

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