Migräne und Schule

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Hallo Lea,

bei leichten Kopfschmerzen kann man normalerweise in die Schule gehen. Bei einem starken Migräneanfall ist es jedoch unmöglich sich zu konzentrieren, so dass es keinen Sinn hat den Unterricht zu besuchen – man könnte sich sowieso nichts merken und müsste auch unnötig leiden…

Eine starke Migräneattacke („mir war schlecht, ich konnte nicht mehr richtig gucken, extreme Kopfschmerzen usw.“) ist also schon ein Grund um zu hause zu bleiben oder sich von der Schule befreien zu lassen. Ob du dich dann lieber abholen lässt oder noch alleine heimgehen kannst, musst du selbst entscheiden.

Menschen mit Migräne machen das - sinnvoller Weise - so:

  • Einen Untersuchungstermin beim Facharzt für Migräne – einem Neurologen machen. Er kann feststellen, ob es sich wirklich um Migräne handelt und er kann das auch schriftlich bestätigen, falls die Schule ein Attest wegen häufigen Fehlens verlangen würde.
  • Vom Facharzt die richtigen Migränemedikamente verschreiben lassen. Es gibt spezielle Migräneschmerzmittel – Triptane (z. B. Sumatriptan) - die normalerweise zuverlässig gegen die Kopfschmerzen und die Begleitsymptome wie Übelkeit helfen. Die Triptane, die am besten wirken, sind verschreibungspflichtig.
  • Über die Migränevorbeugung informieren. Bei Migräne veranlagten Menschen gibt es bestimmte Auslöser (Trigger), die man oft vermeiden kann, damit man keine Migräneattacke bekommt.

Mir hilft bei meiner Migräne die Vorbeugung gut, indem ich die möglichen Migräneauslöser vermeide:

Bestimmte Nahrungsmittel sind häufig Auslöser von Migräne. Das können bei jedem Migräniker andere sein - man muss einfach beobachten, was man in den Stunden vor einer Attacke gegessen oder getrunken hat.

Häufig sind Geschmacksverstärker wie Glutamat Migräne auslösend. Sie sind in den meisten Fertigprodukten enthalten: Tütensuppen, Chips, xxx-fix - Kochhilfen, Fertiggerichten, Gewürzmischungen, usw.

Auch Stress kann ein Auslöser sein. Wobei die Migräne häufig erst nach der Stressphase in der Entspannungsphase auftritt. Die Vermeidung von Stress ist wichtig. Regelmäßige Entspannungsübungen und leichter Ausdauersport können vorbeugend helfen.

Menschen mit einer Veranlagung zu Migräne reagieren sehr sensibel auf Veränderungen, deshalb kann bei ihnen ein regelmäßiger Schlaf-/Wachrhythmus und ausreichend Schlaf der Migräne vorbeugen. Man sollte auch einen geregelten Tagesrhythmus haben und vor allem die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen (keine Mahlzeit auslassen). Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig!

Weitere (nicht immer vermeidbare) Auslöser der Migräne sind: Wetterumschwung, Hormonschwankungen (Menstruation oder eine Pille, die Östrogen enthält), grelles oder flackerndes Licht.

Der erste Weg sollte aber immer erst mal zum Neurologen sein - für die Diagnose und zur Verschreibung der speziellen Migräneschmerzmittel (Triptane, z. B. Sumatriptan).

LG Emelina

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Als langjährige Migränepatientin bin ich gut informiert

Vielen Dank für deine Antwort:)) Das hat mir wirklich sehr weiter geholfen. Ich hatte gestern abend leichte Kopfschmerzeb und habe daher dje Frage gestellt, denn bei mir werden die Schmerzen immer schlimmer, sodass ich die ganze Nacht nicht schkafen kann und morgens bin ich total müde und steh neben mir usw. Zum Glück waren sie aber heute morgen weg und ich bin zur Schule. Aber jetzt weiß ich ja für sas nächste Mal Bescheid, danke:) Lg Lea

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Hi Lea, bei mir ist es so ich bin selber migränepartient und meine eltern meinen immer so schlimm kann es gar nicht sein wobei es sie nicht mal wissen wie schlimm es ist weil sie nicht in deinem körper stecken. Ich würde sagen es ist auf jeden fall ein grund zu hause zu bleiben bzw. sich abholen zu lassen. Bei mir ist es so das ich trotzdem zur schule muss aber alle eltern machen es wieder anders. LG

In so jungen Jahren sollte bei einer Migräne, mit dem Hausarzt besprochen werden, ob es Alternativen zu den sonst üblichen Medikamenten gibt. Z. b. Akkupunktur, Autogenes Training und Ohrenkerzen.

Sind das Nebenwirkungen der Kopfschmerztabletten?

Hallo,

ich lag gestern die halbe Nacht wegen starker Kopf- und Nackenschmerzen wach.

Ich nehme normalerweise Sumatriptan ein, doch die sind mir leider ausgegangen. Als ich es morgens immer noch hatte, holte ich von der Nachbarin 1 Tablette Dolormin Migräne. Da diese doch nach 2 Stunden keine Wirkung zeigte, fragte ich nach noch einer. Sie hat mir dann aber Thomapyrin intensiv gegeben, 2 Tabletten, die ich auch gleich zu mir nahm, da ich die Schmerzen nicht mehr aushielt. Nach ca. 1 Stunde hatte ich Wahrnehmungsstörungen, Atemnot, Herzrasen, Herzstolpern, Schwächegefühl, Angstgefühl. Ich habe dann gleich eine Kleinigkeit gegessen, viel getrunken und einen Würfel Zucker mit Kreislauftropfen gegessen, da ich das Gefühl hatte, ich klappe jeden Moment zusammen.

Ich wollte ein Rezept für Sumatriptan holen, doch mein Arzt hatte geschlossen.

1. Frage : Woran lag es? Hätte ich zwischen der ersten Tablette und den anderen zwei mehr Zeit lassen sollen ?

Jedenfalls haben die 3 Tabletten nichts gebracht. Und diese Nacht war es noch schlimmer mit den Schmerzen (nur linke Kopfhälfte). Ich habe insgesamt 2 Stunden geschlafen. Bin gleich um 9 Uhr zum Arzt gegangen und habe ein Rezept für Sumatriptan geholt. Leider waren sie nicht vorrätig in der Apotheke (kann sie erst ab 15 Uhr holen). Ich konnte aber nicht mehr so lange aushalten. Ich habe dann Naratriptan gekauft. Die Kopfschmerzen sind weg (juhuu :) ) Hatte aber danach ein Engegefühl in der Brust, Atemnot und Rückenschmerzen.

2. Frage : Hatte ich diese Nebenwirkungen, weil ich kaum geschlafen habe und einfach kaputt bin von den 2 tagen mit dem Schmerz?

Danke für die Antworten! Sorry das der Text so lang ist.

Allen ein schönes Wochenende.

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