Sehr starke Verstopfung?

5 Antworten

Mich wundert, dass du bei deinen ganzen Schilderungen nichts davon schreibst, dass du mal bei einem Gastroenterologen warst und z.B. mal eine Darmspiegelung gemacht wurde.

Das wäre m.E. der wichtigste Schritt: erst einmal herausfinden, ob es organische Ursachen gibt, vielleicht Engstellen im Darm o.ä. Und da der Gastroenterologe der Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen ist, wäre der der beste Ansprechpartner. M.E. erstmal auch besser als ein Proktologe. Denn der Gastroenterologe betrachtet das ganze Verdauungs-System. Es gibt neben der Spiegelung auch noch andere Untersuchungsverfahren, um festzustellen, warum der Darm so langsam arbeitet. Dieser Schritt, herauszufinden, woran es liegt, sollte vor einer Überlegung über irgendwelche Behandlungen stehen. Denn wenn die Ursache nicht behoben wird, wird sich auch langfristig nichts ändern. Und je nach Ursache ergeben sich dann auch Behandlungsmöglichkeiten. Wenn dein Darm z.B. grundsätzlich zu langsam arbeitet, könnten Prokinetika eingesetzt werden, Resolor ist z.B. ein Medikament speziell für Frauen mit chronischer Verstopfung. Aber wie gesagt ist davor eine umfassende Diagnostik notwendig.

Hinweise zu Ernährung und Bewegung hast du ja schon bekommen.

Ergänzend könntest du z.B. auch mal Movicol/Macrogol ausprobieren. Das ist kein Abführmittel im herkömmlichen Sinne, sondern es bindet das Wasser und macht den Stuhl weicher. Das kann man ohne Probleme dauerhaft anwenden, anders als normale Abführmittel, die auf Dauer "abhängig" machen können.

Ein Darmverschluss ist es ganz sicher nicht. Dann hättest du noch ganz andere Beschwerden, z.B. sehr starke Schmerzen, einen berührungsempfindlichen Bauch und würdest hier sicher nicht mehr schreiben sondern freiwillig zum Arzt gehen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vielen Dank für die Antwort!

Ich war letztes Jahr wegen chronischer Übelkeit bereits bei einem Gastroenterologen, bei mir wurde deshalb eine Magenspiegelung durchgeführt. Eigentlich war auch eine Darmspiegelung geplant, da ich zu dem damaligen Zeitpunkt unter Durchfall litt...leider habe ich die Abführmittel so schlevht vertragen, dass diese nicht durchgeführt weerden konnte...der Durchfall hat dann nach ca. 2 Monaten aufgehört und ich habe nur an manchen Tagen noch nach dem Frühstück Bauchgrimmen und dann auch machmal, Durchfall, was anscheinend nicht bedenklich ist...bei der Proktologin war ich im Dezember wegen einer Analfisur, die Verstopfung habe ich erst seit Anfang diesen Jahres so schlimm...ich kann mir auch nicht erklären, wodurch sie ausgelöst wurde...am 26.1. habe ich allerdings noch einen Nachkontrolletermin bei der Proktologin und werde da mal fragen, woran es liegen könnte...

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Nein, das ist kein Darmverschluss, der ist ein eigenständiges Krankheitsbild.

Das ausreichende Trinken ist gegeben, weitere Flüssigkeit nimmt der Mensch ja über seine Nahrung auf, selbst wenn die trocken erscheint.

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine gute Verdauung ist die Bewegung. Der Mensch hat sich als Nomade entwickelt, heißt die Urahnen vor mehreren hunderttausend und mehr Jahren waren ständig per Pedes unterwegs. Der gesamte Organismus, somit auch die Verdauung und der gesamte Stoffwechsel, sind auf viel Bewegung angewiesen, weil sich alles unter dieser Voraussetzung entwickelt hat. Damals musste der Mensch noch als Jäger seine Leben fristen, das war schwer, weil das Essen dauernd vor denen wegrannte. Aber auch später, als er diverse Viecher in Herde hielt, war er nomadisch unterwegs, z. T. ja heute noch in einigen Gebieten der Welt.

Und was machen wir Zivilisierten? Wir sitzen uns den Hintern breit, bewegen uns vergleichsweise kaum noch, essen überwiegend die falschen Sachen und wundern uns dann über diverse "Zivilisationskrankheiten". Dazu gehört auch die (chronische) Obstipation.

  • Ausreichend trinken,
  • viel mehr bewegen und
  • Nahrung mit sehr viel Grünzeug / Obst essen, der vielen Ballaststoffe wegen, möglichst wenig Fleisch/Wurst konsumieren, kein Weißbrot mehr, sondern nur noch Vollkornbrot essen, das alles sollte helfen einen fluffigen Kot zu erschaffen. Flohsamenschalen und ähnliches zum Quellen und als Ballaststoffanreicherung wirst Du sicher bereits erfolglos versucht haben. Wenn aber nichts hilft, dann würde ich nicht mit den Fingern im After rumbröckeln, sondern zum Miniklistir greifen, - zumindest in Ausnahmefällen. So kannst Du Dir vermute ich, weitere Analfissuren ersparen.

Solltest Du die drei weiter o. g. Dinge (bereits) beherzigen und es klappt nicht, dann ist wohl der Gang zum Proktologen unumgänglich. Er kann und wird wohl herausfinden, was die Ursache für Dein hartes Problem ist.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich ernähre mich fast vegan, also ab und zu Mich, Käse, etc. viel Gemüse und Obst, Leinsamen, Haferkleie, deshalb verstehe ich nicht, woher dieses Problem auf einmal kommt...mehr bewegen müsste ich mich auf jeden Fall, das stimmt. Mir bleibt wahrscheinlich nichts anderes als ein erneuter Termin bei Proktologen übrig...

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@Laila22

Ach so... , ja, ...Du warst ja bereits beim Proktologen, hab ich überlesen. Hat sie Dir denn keine weitergehenden Tipps i. S. Nahrung etc. geben können?

Kann es sein, dass Du schwanger bist, oder sonst eine Hormontherapie durchführst, oder jetzt neu die Pille nimmst? Hormonelle Schwankungen können die Verdauung auch beeinflussen, - soweit ich das in Erinnerung habe. Die Schilddrüse ist OK? Hast Du Dein Körpergewicht verändert? Und wie bereits gesagt, immer so ein -zwei Fläschchen Miniklistir in Griffnähe haben, das kommt besser als der Finger im Po.

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@Winherby

Sie hat mir Flohsamenschalen empfohlen, welche mir allerdings nicht helfen...im Dezember hatte ich allerdings auch noch nicht so starke Probleme...

Schwanger kann ich auf keinen Fall sein und da ich kein Fan von unnötigen Medikamenten, die auch noch Hormone enthalten, bin, nehme ich die Pille nicht...

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, bin allerdings schon seit Jahren in Behandlung und laut Arzt gut eingestellt...

Keine Gewichtsschwankungen, derzeit 52kg bei 170cm (ich weiß, dass das zu wenig ist, bemühe mich auch zuzunehmen)

Zu dem Miniklistir werde ich mich informieren...

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Bei einer akuten Verstopfung mit starken Bauchschmerzen, geblähtem Bauch, Fieber, Erbrechen und Übelkeit kann ein Darmverschluss bestehen. In diesem Fall muss du sofort zum Arzt bzw. einen Notarzt rufen. Ein Darmverschluss kann lebensgefährlich sein.

Vielen Dank für die Antwort!

Fieber und Erbrechen habe ich eigentlich nicht...wenn ich den Kot manuell entfernen konnte, kann es dann trotzdem ein Darmverschluss sein? Ich hatte eher das Gefühl, dass der Stuhlgang so hart ist, dass er einfach setecken bleibt (auf halben Weg nach draußen)

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@Laila22

Nein, es wird kein Darmverschluss sein. Da würde es dir so schlecht gehen, dass du freiwillig zum Arzt/ins Krankenhaus gehen würdest und nicht erst noch hier fragen würdest.

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Dennis, lese mal über Darmverschluss. Eine Verstopfung wird nicht dazu führen. Das wird gerne immer erzählt, damit die Leute Abführmittel nehmen. Aber ein Darmverschluss ist das organische abriegeln vom Darm was bei einer Verstopfung nicht möglich ist. Was du meinst ist ein Kotstau.

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Ja,Du bist hier richtig. Ob man das ,was Du beschreibst,schon als Darmverschluss bezeichnet,kann ich nicht ssgen. Würde vorsichtshalber nochmal zum Arzt. Ich habe meine Oma gepflegt,war dement und hatte orthopädische Problrme,künstliche Hüfte,etc. Hat sich fast gar nicht mehr bewegt und sehr wenig gegessen u getrunken. Musste bei ihr oft das anwenden,was Du geschrieben hast,eben auch so Kügelchen. Das tat ihr oft leider weh,aber es musste ja raus. Hab ihr dann Neda Früchtewürfel,Dörrpflaumen,Laktulose u Buttermilch gegeben. Dann ging es meisst wieder.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ok, vielen Dank! Denken Sie ein Termin am 26. Januar ist früh genug? Leider bekomme ich nächste Woche auch noch meine Periode und ich schäme mich sowieso wahnsinnig für das Problem, dann möchte ich nicht auch noch meine Tage haben...

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@Laila22

Wenn Du es mal mit meinen genannten Mitteln versuchst,und es nicht schlimmer wird,gehe ich davon aus,das es reicht. Und schreib ruhig Du. Wir dutzen uns hier im Normalfall alle. Alles Gute.

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@Niels80

Ok, vielen lieben Dank! Das beruhigt mich ein bisschen...

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Du bist mit der Trinkmenge nicht gut. Versuche auf 2 1/2 Liter, besser 3 Liter zu erhöhen.

Ein Darmverschluss ist es nicht. Das wäre eine echte Darmverschlingung oder eine organische Abriegelung, z.B. bei einem Leistenbruch.

Versuche mild mit Macrogol 1A-Pharma, ein Generikum zu Movicol, abzuführen. Nutzt es nichts, kannst du mit Laxans AL (gutes Generikum zu Dulcolax) nehmen. Ist das auch hilflos, bist du auf rektale Abführmittel angewiesen. Klistier oder Freka Clyss von jeweils Kabi würden helfen. Auch kannst du mild und trotzdem heftig Mini-Einlauf von Zikulin probieren. Das bekommst du in der DM-Drogerie und in der Apotheke.

Ok, vielen Dank für die Ratschläge!

Eigentlich hatte ich die Menge, die ich täglich trinken soll/muss extra berechnet, maximal 1800-2000ml täglich, da man ja auch noch über die Nahrung Flüssigkeit ausnimmt...ich weiß nicht, ob 3l gesund sind...

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@Laila22

Die normale Trinkmenge ist 2,5-3 Liter. Beim Abnehmen um der Gicht zu entgehen, t. B. bei Dr. Desaga in Lindenfels, sollst du 4 Liter mindestens trinken. Zu viel Flüssigkeit wird über die Nieren ausgeschieden. Schädlich wird es so über 7 Liter. Bedenke, dass du über den Schweiß auch Flüssigkeit verlierst.

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@kllaura

Interessant, ich habe überall gelesen, dass man täglich ca. 2,5 - 3 l Flüssigkeit benötigt, allerdings davon nur etwa 1,5 - 2 l getrunken werden sollen, da man den Rest über die Nahrung (v.a. Obst, Gemüse) aufnimmt. Eigentlich habe ich mich wirklich zu dem Rhema Trinken informiert, ich weiß jetzt auch nicht, was richtig ist...

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@Laila22

Mag sein, ausreichend ist aber nicht gut. Für die Nieren wäre die höhere Trinkmenge wichtig. Nachts verschwitzt du etwa 2-3 Liter Flüssigkeit und ein Liter Urin- also Primärhahn sind etwa 4-5 Liter Hahn. Würde der Primärhahn nicht gebildet, hätte man einen Diabetes insidipus. Dieser kann extrem günstig gegenüber dem Diabetes melitus behandelt werden, würde aber bald zum Austrocknen führen. Diabetes melitus ist der "süße Durchfluss". Das andere ist der "hinterlistige Durchfluss", der auch recht schnell tödlich werden kann. Aber Nieren sollten gut gespült werden um die Nierensteinbildung zu vermeiden. Den mit niedriger Trinkmenge höherer Säuregehalt kann auch zu Blasensteinen auf Dauer führen. Darum ist Trinken in großer Menge erst ab einer sehr großen Menge schädlich.

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@kllaura

Wieviel würdest du mir denn dann pro Tag empfehlen? Reichen 2,2l? Oder 2,5l größere Menschen brauchen ja mehr Flüssigkeit, also für mich eher die Untergrenze?

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@Laila22

Und noch eine Frage, da du dich ja bei dem Thema Trinken auszukennen scheinst...ich habe das Gefühl, je mehr ich trinke, desto mehr Durst habe ich...ist das normal?

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@Laila22

Generell sollte man 2,5-3 Liter trinken und wenn man fastet 4 Liter um die Säure zu reduzieren. Wichtig, trinke bei Hitze mehr.

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@Laila22

Wenn du meinst, du hättest mehr Durst, trinke mehr. Ab 5 Liter lasse dann dein Blutzucker untersuchen. Denn erhöhter Blutzucker sorgt für höheres Harntreiben und damit auch für höhen Durst.

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