Elektrische Schmerzen bei gestreckter Hand im Finger nach Operation am Nerv. Ist das normal?

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1 Antwort

Deine Vermutung ist mMn völlig richtig, die Narbe reizt den Nerv, da ist ja auch nicht sooooviel Platz. Aber Du brauchst erst mal nix zu machen, nur abwarten. Versuch die Streckung des Fingers passiv durchzuführen, also mit der anderen Hand den Finger aufbiegen. Mach dies idealerweise im Warmwasserbad, also in z.B. einer ausreichend großen Schüssel, z.B. Wäschewanne. Führe die Bewegung des Fingers nur soweit aus, dass es bei der Streckung nicht jedesmal zum "el. Schlag" kommt, dies würde den Nerv zu stark reizen. Du wirst nach 4 bis 6 Wochen merken, dass die Aufbiegbewegung immer weiter klappt ohne den Schlag. LG

Moin Winherby,
danke für deinen Tipp! Habe die letzten Tage deinen Vorschlag umgesetzt und meinen Finger unter warmen Wasser (beim duschen z.B.) mit der anderen Hand gestaucht und gestreckt. Die Beweglichkeit wird zunehmend besser und das Narbengewebe weicher. Die Hand wird auch zunehmend unempfindlicher. Das einzige Problem, was ich neben dem fehlenden Gefühl jetzt noch habe, ist eine Art "Huckel" der an der Seite des Fingers entsteht, da die Wundkanten hier nicht exakt aneinander ausgerichtet waren, als sie zusammengenäht wurden. Daher überlappt die eine Seite die andere und das ganze ist jetzt mit Haut überwachsen. Die Stelle reibe ich mir regelmäßig unfreiwillig durch den Kontakt mit dem anliegenden Finger auf, daher werde ich in dieser Sache noch einmal zum Arzt gehen... Vielleicht kann man diesen "Hügel" ja entfernen.
Nette Grüße und danke fürs helfen!
F.

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@TOGUS

Es gibt eine spezielle Massagetechnik, die wulstige Narben weicher und weniger wulstig werden lässt.

Du kannst mit ein wenig Übung auch selbst gute Erfolge erzielen.

Nimm ein gutes Öl, z.B. Freiöl oder Neo Ballistol, betupfe die Narbe mit soviel Öl, dass es einerseits gut flutscht, andererseits nicht tröppelt. Nun greifst Du den Finger mit der re. Hand so, dass sich der rechte Daumen auf der Wunde befindet. Biege den Finger nötigenfalls soweit auf, dass er möglichst gestreckt ist. Nun brauchst Du nur noch mit sanftem Druck den Daumen längs auf der Wunde hin und her zu bewegen, aber bitte ausschließlich in Längsrichtung, nie zur Querachse der Narbe. Der Druck des Daumens ist dabei so zu dosieren, dass einerseits kein Schmerz, keine Wundreizung oder Nervreizung entsteht, andererseits sollte die Haut doch etwas mit dem Daumen mitgehen, also sich leicht verschieben, hin und her verschieben.

Allerdings wird es zu Beginn der Massage noch recht flutschig sein, aber das Öl wird nach wenigen Min. immer mehr einmassiert sein, die Haut wird also stumpfer. Und dann klappt es auch mit dem Verschieben der Haut immer besser, also nicht etwa nachölen.

Durch diese Art der Massage löst sich die Narbe langsam aber sicher vom darunter befindlichen Bindegewebe, die Verklebung wird gelöst, was sich wiederum positiv auf die Beweglichkeit des Fingergelenkes auswirken wird. Desweiteren wird sich der Stoffwechsel in dem gestörten Hautgewebe verbessern, die Haut wird deutlich elastischer, dies beeinflusst die "Entwulstung" der Haut, da sich die Zellerneuerung und die "Reparatur" des Narbengewebes unterstützt. Da die Durchblutung des Fingers erhöht wird, profitiert auch der beschädigte Nerv von der Massage.

Das ganze kannste abends beim Fernsehen machen, da ist prima Gelegenheit. Aber bitte nicht übertreiben, auf welche Art auch immer, nicht zu fest, -oft, -lang. Warnung gibt ein Schmerz, bleib immer in der schmerzfreien Zone. Es soll ja auch helfen, nicht abschrecken.

Als mechanischen Schutz würde ich tagsüber ein Wundpflaster um die Narbe, also um den Finger kleben. Dann scheuert der andere Finger primär am Pflaster, nicht an der Narbe.

Ich wette, dass der Doc die Narbe nicht nachoperieren wird,oder was auch immer Du Dir vorstellst, was er da machen kann. Eine Narbenbeseitigungsoperation würde die Sache vermutlich eher verschlimmbessern.  Ein guter Doc. wird Dir dies absagen, aber evtl. gibt er Dir ein Rezept für die o.g. Narbenmassage.

Nun frisch ans Werk, weiterhin gute Besserung, Winherby

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Heilung durchtrennter Nerv?

Hallo ihr Lieben,

ich hatte vor 2 Jahren einen ziemlich unglücklichen Unfall und habe seither recht damit zu kämpfen. Bei einem Wellness-Urlaub rutschte ich auf dem nassen Fußboden aus, während ich ein Glas in der Hand hielt. Ich stürzte und fiel mit der linken Hand genau auf den Stiel des zerbrochenen Glases, wodurch ich mir eine sehr tiefe Schnitt-/Stichverletzung zuzog. Sofort bemerkte ich ein Taubheitsgefühl in den Fingern. Die Rettung wurde gerufen und brachte mich in ein Krankenhaus. Der behandelnde Arzt machte ein Röntgen, vernähte meine Wunde und schickte mich wieder heim. Leider reagierte niemand darauf, dass meine Finger sich taub anfühlten, obwohl ich dies den Rettungssanitätern, dem Arzt der mich nähte, einer weiteren Ärztin und einem Pfleger mitteilte. Da sich das Taubheitsgefühl nicht besserte, suchte ich am Montag (der Unfall ereignete sich an einem Samstagabend) meinen Hausarzt auf. Nun begann ein ziemlich mühsamer und langer Ärztemarathon. Kurz zusammengefasst dauerte es knapp einen Monat bis ein Neurologe eine genaue Untersuchung machte und herausfand, dass ich wohl meine Nerven durchtrennt hatte. Ich wurde 33 Tage nach dem Unfall operiert. Eine direkte Nervennaht war nicht möglich und es musste ein Implantat eingesetzt werden. Leider führte die OP zu keinem Erfolg und ich wurde vor 2 Wochen nochmals operiert. Diesmal wurde ein Nerv aus meiner linken Wade entfernt und in meine Hand verpflanzt. Außerdem wurde eine Sehne vom Ringfinger in den Daumen verlegt. Ob die OP erfolgreich war, sollte sich in etwa 200 Tagen zeigen.

So, nun meine eigentliche Frage: Gibt es Statistiken, die zeigen wie gut die Heilungschancen bei einer direkten Naht der Nerven im Vergleich zu einer OP zu einem späteren Zeitpunkt mit Verwendung eines Exponat/einer Nerventransplantation sind? Jeder Arzt meint nun im Nachhinein, dass die OP sofort durchgeführt werden hätte sollen aber ich würde gerne wissen, wie gut meine Heilungschancen bei einer direkten Naht der Nerven gewesen wären. Dazu gibt mir leider jeder eine andere Auskunft.

Danke für eure Hilfe.

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Nerven Erkrankung?

Ich weiss, dass ich schon viele Fragen zu Sulcus Ulnaris gestellt habe, aber meine Neurologin meint, dass ich dieses Syndrom garnicht habe.

Ich habe immernoch weniger Kraft in der linken Hand, aber sie schläft so ziemlich garnicht mehr ein. Nur,nur wenn ich in meinem  Bett liege und dann mein Oberarm/Teil des Ellbogens flach auf der Matratze liegt. Ich bemerke es so ziemlich nie, dass dann mein Finger einschläft , weil ich nichts spüre. Ich kann ihn nicht bewegen und meine ganze Hand ist schlaff, weil sie wirklich null Kraft hat. Der Finger fühlt sich an als wäre es nicht meiner, ich verspüre keine schmerzen und auch wenn ich drüber fahre. Es ist einfach ein sehr kalter Finger (wie abgestorben, wenn ich das so nennen kann). Es kribbelt auch nicht und er bleibt lange in diesem Zustand. Ah und sorry habe ich vergessen :) Ich bemerke es indem ich einen ziemlich starken zieh Schmerz bekomme, der von der Hand in den Ellbogen geht.

Und jetzt bevor alle kommen, dass ich nicht abstützen soll, ich weiss das selber aber, denke nicht immer daran und das Bett ist ja eigentlich eine weiche Unterlage.

Nicht dass meine Hand genug wäre, bekam ich es jetzt auch am rechten Fuss aber viel stärker (vor ca. 1 Monat). Bereich: 5. und 4. Zeh bis vor meinem Knöchel. Die Erste Woche konnte ich nichtmal richtig gehen, da der Fuss so stark eingeschlafen war und ich spürte nichts, wenn man ihn berührte. Jetzt ist es einfach so, dass ich nichts spüre und ich manchmal beim gehen einen "elektrischen" Schlag durch diese Region bekomme, welcher ziemlich unangenehm sein kann.

Deshalb ging ich wieder zur Neurologin und sie versuchte meinen Nerv zu messen, der diese Region versorgt. Links war alles Perfekt. Auf dem Bildschirm des Messgerätes schlug es Links etwa 5-6cm aus und immer wieder. Rechts dagegen nicht. Diese "Messungslinie" schlug nur 3 mal einbisschen aus etwa 2cm, also viel zu wenig. Ich verspürte rechts auch während diesen Messungen keinen normalen "Stromschlag" wie links. Es war einfach ein sehr starkes und unangenehmes Kribbeln, das sehr lange anhielt.

Hie und da, aber sehr selten habe ich auch ein kurzes Kribbeln in meiner rechten Wange und ich weiss nicht, ob ich es meiner Neurologin sagen soll, vielleicht weiss jemand, ob das "normal" ist :)

Die Neurologin geht von einer Nervenentzündung aus und hatte deswegen auch Blut abgenommen. Sie fand halt auch alles ziemlich ungewöhnlich, da ich ja erst 14 bin.

Ich hoffe ihr könnt alles einwenig einschätzen und vielleicht eine Ferndiagnose machen, obwohl das ziemlich schwer ist.

Vielen Dank & mfG

Abby

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