Durch Blutspende mitgeteilt möglicherweise mit HIV infiziert zu sein - was soll ich tun?

4 Antworten

Bei mir war es genauso. Ich war regelmäßiger Blutspender und nach meiner 24. Spende bekam ich ein Schreiben vom DRK, dass ich dringend zum Arzt gehen soll und für künftige Blutspenden auf Lebenszeit gesperrt bin. Ein weiterer Hinweis stand in diesem Schreiben nicht! Voller Panik vereinbarte ich einen Termin beim Hausarzt, der eine Untersuchung meines Blutes veranlasste. Als die Laborwerte des großen Blutbildes plus HIV-Test kamen, waren alle relevanten Untersuchungen unauffällig - ich war kerngesund! Zwischenzeitlich hatte mein Hausarzt einen Brief vom DRK bekommen. In meinem Blut wurden offensichtlich Antikörper gegen Hepathitis entdeckt. Diese konnten bei der Untersuchung, die mein Hausarzt veranlasst hat, zwar nicht mehr nachgewiesen werden, trotzdem blieb ich weiterhin für Blutspenden gesperrt. Bis heute weiß ich nicht, woher diese vermeintlichen Antikörper gekommen sind und weshalb sie bei der gründlichen Untersuchung bei Meinem Hausazt verschwunden waren. Die Antwort auf deine Frage lautet aber, es hat nicht unbedingt etwas zu bedeuten, wenn man nach einer Blutspende ein solches Schreiben vom Roten Kreuz erhält.

Hast du direkt den Satz im Schreiben gehabt, dass du gesperrt bist?

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Es bedeutet, dass der Test nicht eindeutig war.  Zur sicherheit würde ich einfach mal einen erneuten HIV Test machen lassen. Das geht anonym und kostenlos beim Gesundheitsamt. 

Erst dann hast du Gewissheit. 

Und abgesehen von dem unklaren Ergebnis finde ich , dass es einfach falsch dort gelaufen ist. Wieso machen die keinen Bestätigungstest, wenn HIV als Verdacht im Raum steht? Schließlich ist HIV keine harmlose Infektion.

Sowas sollte man schon Ernst nehmen. Und egal ob nun positiv oder negativ finde ich es auch eine Frechheit nur so zwischen Tür und Angel zu erzählen. 

Diesen Blutspendedienst würde ich definitiv als mangelhaft einstufen. 

Aber wie gesagt, mach einfach mal zur Sicherheit einen Test beim Gesundheitsamt. 

Gruß

Katzenauge 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin selbst HIV positiv

Das definitiv. Zwar waren im Wartezimmer noch dutzende weitere Spender, jedoch wurde mir eine mögliche Infektion einfach so nebenbei mitgeteilt. Auch auf Nachfragen wurde mir ausgewichen, ich solle mir keine Gedanken machen und auch meinem Freund noch nichts davon erzählen. Anschließend wurde ich hinaus geschoben, damit der nächste Spender untersucht werden konnte. Lediglich eine Telefonnummer vom Blutspendezentrum in Dresden wurde mir in die Hand gedrückt. 

Ich war ziemlich enttäuscht und verwirrt über die Art und Weise wie in diesem Fall mit mir umgegangen wurde.

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@Katzenauge87

Ja habe ich, sie sagte mir nur das mein Blut Auffälligkeiten zeigte, jedoch konnte sie mir nicht genau sagen ob ich nun HIV positiv bin oder nicht. Allerdings meinte sie zusätzlich, dass es auch einfach eine Kreuzreaktion wäre wenn ich zum Zeitpunkt meiner Spende erkältet gewesen wäre. Dass könnte nämlich solche Ergebnisse hervorrufen. Am Ende war ich schlauer wie vorher da ich immer noch keine eindeutige Antwort bekommen hatte.

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@KeenKitten

Und dir wurde nicht geraten erneut einen HIv test zu machen? Sehr mangelhaft. 


Wie gesagt mach nochmal beim Gesundheitsamt zur Sicherheit einen Test. Aber ich denke nicht dass du HIV hast, denn das hätte man dir definitiv mitteilen müssen. Es wirkt so als wüssten die Leute dort genau, dass es nicht HIV ist.  Denn sonst würden sie es ja nicht einfach so als Fehlerhaften Test abtun.


Hab von so einem Verhalten  noch nie gehört.

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@Katzenauge87

Ich finde es trotzdem, auch wenn ich nun kein HIV haben sollte, dass man mir gleich hätte sagen sollen, dass Folgetests negativ waren.

Ich war heute mit meinem Partner bei meiner Hausärztin und habe dort eine Blutprobe abgegeben. Mein Ergebnis wird mir dann voraussichtlich am Donnerstag mitgeteilt.

Es ist so oder so etwas schief gelaufen. Selbst wenn dieser Test negativ ausfallen sollte, ist es nicht so einfach meine Sperre beim DRK für das Blutspenden wieder aufzuheben.

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@KeenKitten

Da bin ich ganz deiner Meinung. Das ganze wurde völlig falsch angegangen. 

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@Katzenauge87

Habe heute meine Testergebnisse erhalten. Es ist so wie Sie gesagt hatten, mein Ergebnis fiel Negativ aus. Trotz meiner Erleichterung bin ich immer noch verärgert dass ich in der Zeit keine Ruhe hatte. 
Wie dem sei, ich bedanke mich, Liebe Grüße

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@KeenKitten

Na also. Kann man also wieder beruhigt schlafen :) 

Immer wieder gern . 

LG

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Das ist in jedem Fall nicht statthaft, wie es gelaufen ist. Unabhängig davon, ob Sie positiv sind oder nicht, darf Ihnen das Testergebnis nicht so beiläufig und unverbindlich von einer DRK-Fachkraft mitgeteilt werden. Das geht gar nicht.

Ein positives Testergebnis verlangt einen positiven Suchtest und einen positiven Bestätigungstest. Die Blutspendedienste testen zusätzlich auch das diagnostische Fenster mittels PCR, so dass bereits kurz nach der Blutentnahme eine definitive Aussage möglich ist. 

Dokumentieren Sie die Aussagen der DRK-Mitarbeiter möglichst mit Namen und das Zeitraster wie und wann Sie informiert wurden.

Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, da ich mit solch einer Konfrontation nicht gerechnet hatte und auch ziemlich schnell dort rausgeworfen wurde. Allerdings werde ich Ort und Datum von den Tagen an denen ich dort war vermerken. Sollte ich nun tatsächlich auf HIV positiv getestet werden, sollte ich die zuständigen Fachkräfte melden, aufgrund dessen dass ich nicht sofort aufgeklärt wurde? 

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@KeenKitten

Wenn Sie tatsächlich im April positiv auf HIV gestestet wären und das Ergebnis Ihnen nicht zeitnah verbindlich mitgeteilt wurde, dann wäre das ein unglaublicher Skandal. Das ist so verrückt, dass ich es mir eigentlich gar nicht vorstellen kann.

Wenn es so wäre, wie Katzenauge vermutet hat, dann wäre das ebenfalls nicht statthaft, weil das Testergebnis des ELISA allein ohne einen Bestätigungstest dem Patienten nicht mitgeteilt werden darf. Das ist eigentlich ganz klar geregelt und die Blutspendedienste machen auch den Westernblot/PCR.

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Die primäre Frage ist, ob bei dir ungeschützter Verkehr vorliegt.

Falls ja, steigt das Risiko einer Ansteckung mit der Anzahl der Sexualpartner.

Oder arbeitest du im Gesundheitswesen und hast Kontakt mit Überträgerstoffen von Infizierten?

Übrigens wirst du bei deinem Hausarzttermin nicht erfahren, ob du HIV hast. Den Test kostenlos gibt es m. W. nur bei gewissen Ämtern.


Bis jetzt hatte ich zwei Partner, bei denen ich solange geschützten Verkehr hatte bis durch Untersuchungen fest stand, dass beide Gesund sind. Selbiges galt auch für mich. Ich arbeite als Industriemechanikerin, auch bei meiner Nebentätigkeit als Feuerwehrfrau kam es bis jetzt bei mir nicht zu dem Fall, dass ich mit möglichen Infizierten in Kontakt kam, bei denen ich mich hätte anstecken können. Ich dachte nur dass ein Hausarzt in diesem Fall evt. die Infektion feststellen könnte. Ich werde mich auf jeden Fall informieren, wo genau bei mir in der Umgebung die Test's angeboten werden. 

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