Durch Blutspende mitgeteilt möglicherweise mit HIV infiziert zu sein - was soll ich tun?

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4 Antworten

Bei mir war es genauso. Ich war regelmäßiger Blutspender und nach meiner 24. Spende bekam ich ein Schreiben vom DRK, dass ich dringend zum Arzt gehen soll und für künftige Blutspenden auf Lebenszeit gesperrt bin. Ein weiterer Hinweis stand in diesem Schreiben nicht! Voller Panik vereinbarte ich einen Termin beim Hausarzt, der eine Untersuchung meines Blutes veranlasste. Als die Laborwerte des großen Blutbildes plus HIV-Test kamen, waren alle relevanten Untersuchungen unauffällig - ich war kerngesund! Zwischenzeitlich hatte mein Hausarzt einen Brief vom DRK bekommen. In meinem Blut wurden offensichtlich Antikörper gegen Hepathitis entdeckt. Diese konnten bei der Untersuchung, die mein Hausarzt veranlasst hat, zwar nicht mehr nachgewiesen werden, trotzdem blieb ich weiterhin für Blutspenden gesperrt. Bis heute weiß ich nicht, woher diese vermeintlichen Antikörper gekommen sind und weshalb sie bei der gründlichen Untersuchung bei Meinem Hausazt verschwunden waren. Die Antwort auf deine Frage lautet aber, es hat nicht unbedingt etwas zu bedeuten, wenn man nach einer Blutspende ein solches Schreiben vom Roten Kreuz erhält.

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Es bedeutet, dass der Test nicht eindeutig war.  Zur sicherheit würde ich einfach mal einen erneuten HIV Test machen lassen. Das geht anonym und kostenlos beim Gesundheitsamt. 

Erst dann hast du Gewissheit. 

Und abgesehen von dem unklaren Ergebnis finde ich , dass es einfach falsch dort gelaufen ist. Wieso machen die keinen Bestätigungstest, wenn HIV als Verdacht im Raum steht? Schließlich ist HIV keine harmlose Infektion.

Sowas sollte man schon Ernst nehmen. Und egal ob nun positiv oder negativ finde ich es auch eine Frechheit nur so zwischen Tür und Angel zu erzählen. 

Diesen Blutspendedienst würde ich definitiv als mangelhaft einstufen. 

Aber wie gesagt, mach einfach mal zur Sicherheit einen Test beim Gesundheitsamt. 

Gruß

Katzenauge 

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Kommentar von KeenKitten
22.09.2016, 16:13

Das definitiv. Zwar waren im Wartezimmer noch dutzende weitere Spender, jedoch wurde mir eine mögliche Infektion einfach so nebenbei mitgeteilt. Auch auf Nachfragen wurde mir ausgewichen, ich solle mir keine Gedanken machen und auch meinem Freund noch nichts davon erzählen. Anschließend wurde ich hinaus geschoben, damit der nächste Spender untersucht werden konnte. Lediglich eine Telefonnummer vom Blutspendezentrum in Dresden wurde mir in die Hand gedrückt. 

Ich war ziemlich enttäuscht und verwirrt über die Art und Weise wie in diesem Fall mit mir umgegangen wurde.

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Das ist in jedem Fall nicht statthaft, wie es gelaufen ist. Unabhängig davon, ob Sie positiv sind oder nicht, darf Ihnen das Testergebnis nicht so beiläufig und unverbindlich von einer DRK-Fachkraft mitgeteilt werden. Das geht gar nicht.

Ein positives Testergebnis verlangt einen positiven Suchtest und einen positiven Bestätigungstest. Die Blutspendedienste testen zusätzlich auch das diagnostische Fenster mittels PCR, so dass bereits kurz nach der Blutentnahme eine definitive Aussage möglich ist. 

Dokumentieren Sie die Aussagen der DRK-Mitarbeiter möglichst mit Namen und das Zeitraster wie und wann Sie informiert wurden.

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Kommentar von KeenKitten
22.09.2016, 16:17

Die Namen konnte ich mir leider nicht merken, da ich mit solch einer Konfrontation nicht gerechnet hatte und auch ziemlich schnell dort rausgeworfen wurde. Allerdings werde ich Ort und Datum von den Tagen an denen ich dort war vermerken. Sollte ich nun tatsächlich auf HIV positiv getestet werden, sollte ich die zuständigen Fachkräfte melden, aufgrund dessen dass ich nicht sofort aufgeklärt wurde? 

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Die primäre Frage ist, ob bei dir ungeschützter Verkehr vorliegt.

Falls ja, steigt das Risiko einer Ansteckung mit der Anzahl der Sexualpartner.

Oder arbeitest du im Gesundheitswesen und hast Kontakt mit Überträgerstoffen von Infizierten?

Übrigens wirst du bei deinem Hausarzttermin nicht erfahren, ob du HIV hast. Den Test kostenlos gibt es m. W. nur bei gewissen Ämtern.


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Kommentar von KeenKitten
22.09.2016, 16:09

Bis jetzt hatte ich zwei Partner, bei denen ich solange geschützten Verkehr hatte bis durch Untersuchungen fest stand, dass beide Gesund sind. Selbiges galt auch für mich. Ich arbeite als Industriemechanikerin, auch bei meiner Nebentätigkeit als Feuerwehrfrau kam es bis jetzt bei mir nicht zu dem Fall, dass ich mit möglichen Infizierten in Kontakt kam, bei denen ich mich hätte anstecken können. Ich dachte nur dass ein Hausarzt in diesem Fall evt. die Infektion feststellen könnte. Ich werde mich auf jeden Fall informieren, wo genau bei mir in der Umgebung die Test's angeboten werden. 

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