Wurzelbehandlung verschieben??

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3 Antworten

Evtl. einmal etwas am Rande! Es geht  nicht nur um den Zahnnerv. Der Zahnnerv motzt weil da in der Zahnwurzel eine Entzündung drin ist die auf den Kieferknochen übergreifen kann. 

Die Folge es gibt jede Menge Bakterien die da am wirken sind. Wenn die in die Blutbahn kommen ist das für das Herz z.B. nicht ganz so gut. In der Folge kann es auch zu einer Herzbeutelentzündung kommen  Wenn es da noch "riecht" sind die Bakterien da noch voll am schaffen..

http://www.kzbv.de/wann-ist-eine-wurzelspitzenresektion-erforderlich.161.de.html

VG Stephan 

Lieber mal - auch über den Urlaub hinweg - mehrere Füllungen mit Medikamenten machen lassen und den Zahn vor allem vorher nicht endgültig verschließen lassen! LG

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@walesca

Da fällt mir gerade etwas ein...

In der Beschreibung fehlt mir etwas. Normalerweise sollte man auch eine antibiotische Therapie (z.B. mit Amoxicillin) in Erwägung ziehen. Das trifft insbesondere in dem Fall, wie Stephan ihn beschreibt, zu.

Wenn bei einer fortschreitenden Entzündung (die in fast allen Fällen rein bakteriell ist) nicht einschreitet, dann greift es in der Tat über.

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@Nic129

@Nic129: Eine antibiotische Therapie bringt im Falle einer Wurzelentzündung nichts! Der Grund: Ein oral eingenommenes AB kommt nicht bis zur Zahnwurzel, da kannst du jeden Zahnarzt fragen. Und soweit, dass die Entzündung eines Zahnes bis in den Blutkreislauf gelangt, sollte man es gar nicht erst kommen lassen.

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Dies stand bei mir auch an und dann wurde ich Schwanger  :-) Meine Gyn, meine Hebi und meine Zahnärztin waren sich jedoch einig das es, solange es nicht akut ist, also brutal schmerzt, auch noch bissel warten kann.

Ich würde deine ZÄ einfach mal fragen was sie meint und den Eingriff dann aber direkt nach deinem Urlaub machen lassen.

Wenn der Nerv gezogen ist, kann der Zahn nicht mehr schmerzen.

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@Zweimal

Ein Nerv wird nicht gezogen. Ein Nerv wird unter Zuhilfenahme der medikamentösen Einlagen, die im weiteren Verlauf eingelegt werden, abgetötet. Normalerweise sind das 2-4 Sitzungen, danach folgt die Wurzelfüllung. Manchmal kann es auch länger dauern....

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@Nic129

Habe ich auch nie behauptet. Bin schlicht und einfach auf die wesentliche frage eingegangen die gestellt wurde!

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@Lillypad

Auserdem können direkt nach der Behandlung allerdings Schmerzen auftreten z.B. Druckschmerz, oder wenn eine Entzündung auftritt.

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@Nic129

Sorry Nic129 dein Kommentar galt Zweimal, nicht mir! Hab mich verguckt :)

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@Zweimal

Hallo Zeimal, der Ansicht war ich auch, bis ich eines Besseren belehrt wurde. Bekam höllische Schmerzen an einem Zahn, dessen Nerv "gezogen" war. Der Zahnarzt meinte nur, das kann es schon geben, auch wenn der Nerv gezogen ist.

VG Sallychris

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@Nic129

Danke, Nic, da hätte ich mich konkreter ausdrücken müssen.

Ich wollte sagen, wenn die Pulpa mit ihren Nervenfasern entfernt wurde, so wie es z.B. auch hier beschrieben wird:

http://drdietzel.com/index.php/endodontologie.html

Aber Sallychris hatte offensichtlich trotzdem Schmerzen, was mir selbst zum Glück nach dieser Prozedur erspart blieb.

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@Sallychris

Das hat mich jetzt doch interessiert, vor allem, weil ich solche Erfahrungen nicht gemacht habe.

Als Erklärung habe ich gefunden:

" Zahnschmerzen trotz entfernter Pulpa möglich:

Nach der Entfernung der Pulpa verlaufen im betroffenen Zahn keine Nerven mehr, folglich ist dieser Zahn abgetötet.

Dennoch kann es vorkommen, dass ein Patient trotz abgetöteten Nerv Zahnschmerzen spürt. Das kann zwei Gründe zur Ursache haben.

Zum einen verbleibt in manchen Fällen ein geringer Teil des Nervs trotz der Pulpa-Entfernung in der Zahnhöhle, weshalb noch immer Schmerzen gespürt werden können.

Alternativ besteht die Option, dass nach der Behandlung Phantomschmerzen einsetzen, weshalb trotz abgestorbenen Nerv die unangenehmen Zahnschmerzen möglich sind."

http://www.zahnersatzguenstig.com/Trotz-abgetoeteten-Nerv-Zahnschmerzen.html

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@Zweimal

Wollte es nur mal erwähnen. Wie es dann heißt, ist am Ende ja egal :-)

@Lillypad:

Lass Sie sich nicht zu vorschnell auf deine Wurzelspitzenresektion ein. Meine damalige Wurzelbehandlung hat fast ein 3/4 Jahr in Anspruch genommen. Und trotzdem konnte sie erfolgreich abgeschlossen werden.

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@Nic129

Da muss ich @Nic zustimmen! Auch bei mir haben einige Wurzelbehandlungen sehr lange gedauert, bis da Ruhe eingekehrt ist. 8-10 Behandlungen waren fast schon Standard! Auch wenn man denkt, dass jetzt Ende ist, kann es vorkommen, dass eine abschließende Füllung noch einmal aufgemacht werden muss! Also, bitte lieber einige Wurzel-Medikamenten-Füllungen mehr, als gleich mit dem Skalpell drangehen! Die Geduld zahlt sich wirklich aus! LG

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@walesca

Kurz und knapp, ein toter Zahn, also mit devitaler Pulpa kann nicht schmerzen! Was der Patient in dem Fall merkt, ist eventuell eine Entzündung, die weiter fortschreitet und auf den Kiefernknochen übergegangen ist oder eine Zyste. Durch den Druck, der dadurch entsteht, schmerzt der Bereich verständlicherweise immer stärker, wenn nichts unternommen wird.

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Hallo Lollipop96,

nicht vorschnell aufgeben. Mit den heute modernen Methoden ist Aussicht auf Erfolg recht hoch. Ich weiß nicht, wie modern Ihre Zahnärztin arbeitet. Viele erfahrene Zahnärzte der Endodontologie arbeiten mittlerweile mit Mikroskop und vielen anderen technischen Feinheiten, die einen Erfolg noch wahrscheinlicher machen.

Sie haben geschrieben, vor 4 Wochen hat ein Zahnarzt im Notdienst bei Ihnen eine Wurzelbehandlung begonnen. Jetzt den Zahn schon zu verschließen, ich weiß nicht.

Normalerweise bekommt man im Rahmen der Wurzelbehandlung in mehreren Sitzungen immer wieder medizinische Einlagen in den Zahn, der dann provisorisch verschlossen wird. Bei jedem Besuch wird das Provisorium herausgenommen, die Kanäle gereinigt und der Zahn gespült. Dann wieder ein Medikament und Provisorium.

Vielleicht sollten Sie wirklich mal einen Spezialisten aufsuchen. Leider, wie oben schon geschrieben, sind nicht alle Zahnärzte auf dem neusten Stand - was leider schade ist. Aber daran kann und darf die Behandlung nicht scheitern. Denn auch eine Wurzelspitzenresektion ist keine Garantie!

Deshalb sollte man es wirklich vernünftig versuchen - ggf. auch in mehreren Sitzungen und mehr Aufwand. Am Ende kann immer noch eine Resektion in Erwägung gezogen werden. Denn wenn auch die nichts nützt, bleibt nur noch eine Alternative. Extraktion des Zahnes. Und das muss nicht sein.

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