Der Arzt hat eine Magenentleerungsstörung bei mir diagnostiziert. "Motilium" hilft mir nicht dagegen. Kennt jemand alternative Behandlungsmöglichkeiten?

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Magenentleerungsstörungen sind häufiger als man glauben mag. Die Ursachen dafür sind ebenfalls sehr vielfältig wenngleich bei Diabetikern besonders häufig.


Neben operativen Therapien (z.B. von Magenschrittmacher bis Magenverkleinerung) stehen vor allem konservative Ansätze sowie die Gabe sogeanannter Prokinetika (die Magenbewegung anregende Medikamente) im Vordergrund.

  • Umstellung auf mehrere kleinere Mahlzeiten
  • Ernährungsumstellung (z.B. weniger Fett, leichter verdauliche Lebensmittel, ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, ggf. passierte/zerkleinerte Nahrung bzw. sehr gutes Kauen)
  • ausreichend Bewegung zur Anregung der Magen-/Darmuskulatur
  • und (was nach meinen Erfahrungen als Gesundheitsberater die Patienten immer weit von sich schieben) die Klärung/Besitigung von psychischen Stressfaktoren

  • abschließend, und gerade in deinem Fall wohl sehr wichtig, sollten bestehende Medikationen überprüft werden.

Hier sollten nicht nur die Dosierungen überprüft werden sondern auch die Einnahmeschemata (d.h. z.B. Medikamente die die Magenmotilität beeinflussen tenedentiell eher abends einnehmen) und letztlich die Medikamente selber (z.B. alternative Wirkstoffe diskutieren, auch andere Konzepte zur Schmerzstillung ausprobieren).

Danke für deine ausführliche Antwort.
Leider sieht es im Moment so aus, als ob ich das Motilium nicht so gut vertrage, und merke zudem auch keine Wirkung (habe trotzdem Übelkeit, obwohl es ja auch dagegen wirken soll...). Dennoch nehme ich es natürlich weiter, scheue mich aber aufgrund der NW die Dosis zu erhöhen (der Arzt hatte gesagt, das sei möglich).
Vom Essen her achte ich jetzt noch mehr als vorher schon darauf, was ich esse und auch die Mengen habe ich schon noch weiter reduziert. Im Moment ist mir sogar ein Brötchen zu viel... Allerdings habe ich etwas Angst, dass ich so noch weiter abnehme, wo ich doch dringend zunehmen müsste (hab nur noch gerade 50 kg bei 1,70 m)
Bei der Psychotherapeutin hatte ich die Tage auch nochmal einen Termin, aber die sieht auf ihrem Feld keinen Behandlungsbedarf.
Sicher ist mein Schmerzmittel auch ein möglicher Faktor, aber das nehme ich schon in der geringstmöglichen Dosis und kann das auch nicht weglassen. Auch trotz aller begleitenden Therapien (KG, manuelle, Wärme, Entspannung etc.) nicht. Das habe ich mit dem Arzt, der mich wegen meiner Schmerzen behandelt, schon besprochen.
Und der Arzt im KH meinte auch, dass es zwar denkbar sein, dass es vom Schmerzmittel kommt, aber dann hätte ich diese Problematik schon viel eher haben müssen, da ich die Tabletten ja schon seit fast 6 Jahren nehme...

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Hallo Lexi77!

Bei akuten Reflux-Beschwerden habe ich gute Erfahrungen mit Gaviscon-advance-Suspension gemacht. Das legt sich wie ein Schaumteppich auf den Mageninhalt und verhindert so den Rückfluss. Vielleicht ist das ja mal einen Versuch wert!?

Ihre Nebenwirkungen der Medikamente sind ja so heftig, dass Sie ernsthaft überlegen sollten, diese zu wechseln. Für jede Pille gibt es eine Menge Altenativen, die Sie ja vielleicht sehr viel besser vertragen!! Manchmal ist die Suche danach auch recht langwierig, aber Sie sollten die Hoffnung nicht aufgeben und hartnäckig weiter suchen!! Auch Ihr Schmerzmittel sollten Sie unbedingt wechseln, denn schwere Nebenwirkungen (die Sie ja schildern) sind durchaus auch noch nach jahrelanger Einnahme möglich!!! Diese Erfahrungen habe ich selbst bei Reflux-Medikamenten und auch Augentropfen gemacht. Fordern Sie bei Ihrem Arzt ganz selbstbewusst andere Medikamente ein, auch wenn das ggf. nicht jedem Arzt passt. denn Sie müssen ja die Nebenwirkungen "ausbaden"! Ausserdem empfehle ich Ihnen, mal die Intenet-Seiten "Zwerchfellbruch-OP Dr.med.Löhde" anzusehen. Da sind sehr gute Informationen zum Thema Reflux zu finden!

Gute Besserung wünscht walesca

Einer solchen langen Verweildauer kannman auch mit der Art der Ernährung begegnen: Je niedriger die Osmolarität, je kalorienärmer und je kleiner (in Partiekln) die Nahrung ist, desto kürzer bleibt sie im Magen.

ähm... was ist denn Osmolarität???
Auf leichte und leicht verdauliche Kost habe ich in der letzten Zeit wegen des Sodbrennens sowieso immer schon geachtet (und esse ich auch eh lieber als einen fetten Braten ;-) ). Und große Mengen esse ich auch nicht, weil ich ja immer gleich das Gefühl habe satt zu sein und dass alles wieder hochkommt...

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hartnäckiger Reflux und sehr starke Beschwerden -> was hilft jetzt noch?

Bei mir ist Reflux bekannt, zum Glück noch ohne Schädigung der Speiseröhre (nur leichte Rötung). Außerdem eine chron. Gastritis aufgrund von Schmerzmitteleinnahme, was jedoch nötig ist und nicht weggelassen werden kann.

Seit März habe ich wieder massive Magenbeschwerden und Sodbrennen. Weil es letzte Woche wieder ganz schlimm war - heftigste Schmerzen, starkes Sodbrennen und Brennen oberhalb des Magens, Übelkeit, dazu Kreislaufprobleme, etc. - hatte mich mein Arzt zur Kontrolle zur Magenspiegelung ins KH eingewiesen.

Dabei kam heraus, dass die Speiseröhre nicht entzündet ist und der Magen im üblichen bekannten Maß. Mehr - eigentlich ja zum Glück - nicht. Also kein Geschwür, kein Helicobacter o.ä.

Das Problem ist aber, dass ich trotzdem massive Beschwerden habe. Ich kann kaum noch was essen, bekomme danach starke Magenschmerzen und Übelkeit. Und habe immer das Gefühl, das Essen kommt wieder hoch. Selbst bei absoluter Schonkost und sogar nur bei Tee.

Dadurch habe ich alleine übers WE knapp 2 kg abgenommen und bin deutlich im Untergewicht (50 kg bei 1,70 m - BMI 17,3).

Das Problem ist, das eigentlich nichts hilft. PPI ist bei 2x40 mg/Tag, habe aber das Gefühl, das bringt nichts. Bekomme zusätzlich Domperidon, merke da aber auch (noch) keine Besserung. Hochlagerung, Ernährung etc. wurde alles ausprobiert - keine Wirkung.

Was kann ich noch tun? Wohin wenden?

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