kann man remergil (mirtazapin 30 mg) nach bedarf nehmen?

5 Antworten

Hallo,

der Wirkstoff Mirtazapin (Remergil) ist sogenanntes tetrazyklisches Antidepressivum, was zur Behandlung von depressiven Episoden zugelassen ist.

Da das Medikament müde macht, wird es häufig außerhalb der eigentlichen Indikation auch bei Einschlafstörungen verordnet. Wird Mirtazapin regelmäßig eingenommen, lässt die Müdigkeit durch das Medikament nach einigen Wochen nach und der antidepressive Effekt setzt ein. 

Das Medikament kann also sehr wohl auch nur bedarfsweise eingenommen werden, sofern es nur gegen die Schlafstörungen eingenommen werden soll.

Wenn es jedoch zur Behandlung einer Depression verordnet wird, muss es regelmäßig genommen werden, da das Medikament sonst keinen konstanten Wirkstoffspiegel im Blut aufbauen kann.

Ob bei Ihrem Fall die Einnahme von Mirtazapin im Bedarfsfall angezeigt ist, muss jedoch der behandelnde Arzt entscheiden!

Liebe Grüße 

Medicus92

Also ein Antidepressivum als Schlafmittel  was dazu noch häufig Kopfschmerzen und Schwindelgefühle erzeugt,  dazu evtl. noch Essstörung schwierig vorzustellen!  -> (30mg)

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@StephanZehnt

Der Punkt ist, dass Remergil hat kein Abhängigkeitspotenzial hat, wie die sonst zum Schlafen eingesetzten Benzodiazepine! Jedes Medikament hat eine Wirkung und eine Nebenwirkung. 


Dabei eignet sich Mirtazapin aufgrund seiner sedierenden Wirkung vor allem bei Betroffenen, die gleichzeitig an Schlafstörungen leiden.

https://www.dr-gumpert.de/html/mirtazapin.html
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Antidepressiva wie Remergil müssen regelmäßig über einige Wochen genommen werden, um einen Spiegel im Blut aufzubauen, ansonsten können sie ihre Wirkung nicht entfalten. Sie bei Bedarf einzunehmen, ist i.d.R. Unsinn. Als reines Schlafmittel bei Bedarf eignen sich eher andere Wirkstoffe wie z.B. Doxlaminsuccinat.


Ich nehme das Zeug um runter zu kommen und gegen Einschlafprobleme und dafür eignet es sich m.E. sehr gut, weil es mich total müde macht, also die gewünschte Wirkung erzielt. Ich kann auch nur für mich sprechen, jeder Organismus reagiert schließlich anders auf sowas. Wollte halt bloß wissen, ob das soweit unbedenklich ist und die Bestätigung habe ich weiter oben ja bereits bekommen. Dennoch danke für die Antwort.

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noch zur Ergänzung: ich habe Remergil eine ganze Zeit lang regelmäßig genommen (war vom Arzt so verordnet) habe aber bereits nach wenigen Wochen so gut wie keinen Effekt mehr gespürt; Müdigkeit war weg, Einschlafprobleme wieder da. Sedierende Wirkung war gleich null. Ne dauerhafte Einnahme kommt für mich demnach nicht mehr inFrage. Bei mir funzt es einfach besser wenn ich sie nur gelegentlich mal schlucke. Da hab ich wesentlich mehr von.

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Ich schätze das kann man einmal bei Analgetika (Schmerzmittel) machen, wenn es keine Schmerzmittel für starke /sehr starke Schmerzen sind. .

Bei einem Antidepressivum könnte es deutliche Probleme geben. Wenn der Wirkstoffspiegel  ständig wechselt könnte es zu oft zu Entzugserscheinungen kommen.

Gruss Stephan

Würde mich wundern, wenn der behandelnde Arzt das gutheißt, also keine wechselnde Dosis.

Der Patient sollte die nötige Dosis gemeinsam mit dem Arzt abstimmen.

Hallo Cascope,

es gibt deutlich bessere und vor allem gesündere Wege, Schlafprobleme zu lösen, wie z. B. das Erlernen von Entspannungtechniken - Autogenes Training, Muskelentspannung nach Jaccobsen  (im Grunde das, was Remergil künstlich erzeugt), Meditation, Yoga etc.

Ein Beruhigungstee (z. B. sogar der preiswerte von Aldi) wirkt gut. Das alt bewährte Glas Milch mit Honig ebenfalls. Ein bestimmter Ablauf abends in Verbindung mit Ritualen läßt den Geist ebenfalls zur Ruhe kommen.

Die Selbstsuggestion "Ich lasse diesen Tag jetzt los und gleite in einen friedlichen Schlaf, in dem Wissen, dass morgen für alles gesorgt ist." mehrfach im Geiste vor dem Einschlafen wiederholt kann bei regelmäßiger Anwendung wahre 'Wunder' wirken.

Alles Gute

Buddhishi

Psychopharmaka und co. werden von den Ärzten nicht ohne Grund verschrieben. Was glaubst du wohl warum ich das Zeug nehme? Aus Spaß an der Freude? Bei einer schweren Persönlichkeitsstörung/Depression helfen auch kein Beruhigungstee und nette Gedanken. Es muss schließlich nicht immer alles nur von der Psyche her rühren und der inneren Einstellung, blabla. So eine Erkrankung kann sehr wohl auch physische (neurologische) Ursachen haben. Mag sein das ihr Heilpraktiker und Esoteriker das etwas anders seht, aber das entspricht nun wirklich nicht meinem Weltbild. Dennoch, danke für deine Antwort.

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@Cascope

Sorry, aber das war aus der Frage leider nicht ersichtlich.

Selbstverständlich können neurologische Ursachen nicht mit den von mir vorgeschlagenen anderen Wegen therapiert werden - da bin ich ganz Deiner Meinung.

Ich bin allerdings auch der Ansicht, dass die Dosis eines Medikamentes grundsätzlich mit dem jeweiligen Verordner abgesprochen sein sollte.

Alles Gute

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