Hypochondrie oder reale Angst (Psychose)?

Hallo zusammen! Ich leide seit einiger Zeit unter starkem Grübelzwang und einer generalisierten Angststörung (zerbreche mir über alltägliche Kleinigkeiten den Kopf). Desweiteren haben sich bei mir eine regelrechte Hypochondrie und Depression entwickelt. Bis anhin zerbrach ich mir den Kopf über physische Krankheiten, nun sind es jedoch psychische Krankheiten. Ich habe Angst, mich im Prodromalstadium einer Schizophrenie zu befinden, was dazu führt, dass ich ununterbrochen mich mit dem Gedanken beschäftige eine Schizophrenie entwickeln zu können und im Internet recherchiere. Was mir insbesondere Sorgen macht, ist, dass ich vertrauten und fremden Leuten gegenüber starkes Misstrauen hege (Angst vor Intrigen etc.). Aufgekommen sind teils regelrechte Beziehungsideen (Auto verfolgt mich, Leute schauen mich komisch an/ lachen über mich). Von diesen kann ich mich (noch) gut distanzieren und finde sie teils auch grotesk. Habe Angst, dass diese Beziehungsideen regelrecht in einen Wahn übergehen könnten. Mein Therapeut hat mir versichert, dass ich mich nicht im Prodromalstadium befinde (hat aber nicht begründet weshalb). Im Prodrom tauchen doch depressive Symptome/ Ängste/ Sorgen/ Zwänge/ Misstrauen/ Vergesslichkeit auf, welche allesamt bei mir vorzufinden sind? Nun zu meinen Fragen: - Kann durch das intensive Beschäftigen mit der Schizophrenie und der Angst davor die Entwicklung einer solche begünstigen? Können Angststörung/ Zwangsstörung Vorläufersymptome sein wie in meinem Falle? - Wie seht ihr meine Vulnerabilität für die Entwicklung einer Schizophrenie (habe keine bekannten Verwandten mit einer Schizophrenie), jedoch habe ich mit der Angststörung ein Neurotransmitterungleichgewicht? Bin sonst eher sensibel, jedoch sozial und auch in der Schule gut (mache nächstes Jahr mein Abi). - Können SSRI eine Schizophrenie triggern? - Wie kann ich mich beruhigen, wenn diese Angst wiederkommt? Habe oft gelesen, dass solange man Angst vor einer potentiellen Psychose hat, diese weder bekommt noch hat. Das beruhigt mich leider nur bedingt :/ - Wie kann man einer Schizophrenie vorbeugen? BTW: ich bin momentan 17 Jahre alt. Danke für eure Antworten!

Angststörung, Depression, Psychiatrie, Psychologie, Psychopharmaka, psychose, Schizophrenie, Zwangsstörung, psychische Störung
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Psychopharmaka: wie am besten "ausschleichen" und Studien über Nebenwirkungen bei Langzeit-Einnahme

Hallo, meine Fragen: a) gib es Studien über die Nebenwirkungen bei Patienten, welche über viele Jahre hinweg Paroxetin (oder ähnliche Antidepressiva) eingenommen haben? b) gibt es Erkenntnisse, wie man sich am Besten nach so langer Zeit "ausschleichen" kann und was man noch dabei beachten sollte? Der Hintergrund: ich habe über 10 Jahre täglich Paroxetin 20mg eingenommen. Dann habe ich festgestellt, dass ich (ohnehin schon hochsensibel und sehr dünnhäutig) bei Stress-Situationen, speziell bei Beziehungsproblemen, immer häufiger verzweifelte, lebensmüde Gedanken hatte und manchmal auch wirklich einen Suizid in Betracht gezogen habe. In der Packungsbeilage ist unter Nebenwirkungen vermerkt: "Bei Patienten mit Depression erhöht Paroxetin das Risiko suizidalen Verhaltens signifikant.Diese Gefahr besteht vor allem bei Patienten bis ca. 30 Jahren in den ersten Wochen der Einnahme. Eine engmaschige Überwachung der Erkrankten ist deshalb notwendig." 30 Jahre bin ich nicht mehr alt, sondern fast 50. Und es sind auch nicht die ersten Wochen der Einnahme, sondern es waren schon über 10 Jahre. Trotzdem kam dann auch die Neurologin zu dem Schluss, statt Paroxetin solle ich künftig Mirtazapin einnehmen. Ich habe dann ca. 1,5 Wochen lang versucht, mich aus Paroxetin auszuschleichen, indem ich nur noch eine halbe Tablette genommen habe. Anschließend habe ich einmal täglich Mirtazapin 15mg eingenommen, was ich aber überhaupt nicht vertragen habe. Ich wurde derart benommen und schläfrig, dass ich kaum noch im Alltag zu recht kam. Daraufhin habe ich dann Mirtazapin auch abgesetzt und versuche nun seit über 1 Woche ganz ohne Psychopharmaka auszukommen. Die Suizid-Gedanken hatte ich in dieser Zeit 1mal wieder, nach einem heftigen Ehekrach. Ansonsten stelle ich fest, dass ich sehr gereizt bin, einen ziemlich voluminiösen Blähbauch und ca 8-10 mal am Tag (festen) Stuhlgang habe. Meine Fragen: siehe oben (in Fettschrift markiert) Für hilfreiche Antworten: vielen Dank im Voraus!

Antidepressiva, Nebenwirkungen, Neurologie, Psyche, Psychologie, Psychopharmaka, absetzen, Ausschleichen, Suizidgedanken
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wie kann ich meine psychiaterin überzeugen, das medikament zu wechseln?

ich bekomme seit 2 jahren das neuroleptikum seroquel wegen verdacht auf borderline persönlichkeitsstörung (stimmungsschwankungen, svv) und depressionen (wobei es auf vor allem auf ersteres anspricht). ich habe es damals in der klinik bekommen und wurde damals sorgfältig ausgesucht (war das dritte medikament, die ersten zwei haben bei mir nicht richtig gewirkt). es wirkt stimmungsstabilisierend und beruhigend und war damals ein segen um einfach mal von meinem gefühlschaos runterzukommen. damals hatte ich 300 mg (Retardtabletten).

nach dem klinikaufenthalt bin ich nun in ambulanter psychotherapie in kombination mit psychopharmaka (seroquel). allerdings wirkt das medikament zu sehr sedierend und ich habe das gefühl, dass es mich in der entwicklung meiner therapie eher behindert, bzw. dass alles einfach bleibt wie es ist. ich habe zwar kaum stimmungsschwankungen mehr gehabt, allerdings oft eine sehr gedrückte stimmung. das habe ich meiner psychiaterin dann auch gesagt und sie meinte, wir sollten die dosis reduzieren. das haben wir dann auch gemacht und sind von 300 auf 200 runter. in den ersten tagen merkte ich, dass meine stimmung im schnitt weniger depressiv war, allerdings die stimmungsschwankungen wieder zurückkamen. nach ein paar wochen verflog der positive effekt allerdings wieder und es war wie vorher, nur mit zusätzlichen stimmungsschwankungen. bei weiteren reduktionsschritten ist genau das selbe passiert: nebenwirkungen blieben, eigentliche wirkung des medikamentens verschlechterte sich. mittlerweile bin ich bei 75 mg (25 mg Mittags, 50 Abends)

nun zu den eigentlichen fragen:

irgendwie finde ich, das bringt nichts mehr so weiter und habe das gefühl, dass es sinnvoll ist, das medikament zu wechseln. es soll zwar stabilisierend wirken, allerdings nicht sedierend, sondern eher stimmungsaufhellend. gibt es sowas?

wie kann ich meine psychiaterin überzeugen, dass ich ein anderes medikament will? sie tendiert meiner meinung nach mittelfristig gesehen eher zu absetzen, wovor ich allerdings grosse angst habe und ich glaube, dass es nicht klappen wird - noch nicht jetzt. ich will ihr eigentlich nicht einfach sagen: "ich möchte das medikament wechseln". vielleicht hat sie dann das gefühl, dass ich glaube, sie macht ihre arbeit nicht richtig. ich habe mich mit der medikation von psychopharmaka etwas eingelesen, habe mir ein paar bücher fachliteratur besorgt, da mich das thema irgendwie interessiert. ich weiss natürlich, dass diese entscheidungen meine ärztin zu treffen hat, allerdings finde ich einfach, seroquel ist nicht mehr das richtige medikament für mich. ich habe auch angst, dass sie mich nicht richtig ernst nimmt, da ich erst 16 bin. und noch die letzte frage: welche medikamentengruppe wäre für mich am ehesten geeignet? wenn ich ihr vielleicht einen vorschlag bringe, nimmt sie mich vielleicht eher ernst, da sie merkt, dass ich mich informiert habe und es mir wichtig ist.

vielleicht kann mir ja jmd. ein paar anregung für mich.

Medikamente, Neuroleptika, pharmakologie, Psychiatrie, Psychologie, Psychopharmaka, Seroquel
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