Was kann ich machen wenn mir beim Sturz auf Steißbein und Rücken das Treppensteigen schwerfällt?

3 Antworten

Hi gabri,

Dass es schwerfällt kann durchaus sein, wahrscheinlich hast du dir dadurch eine Prellung zugezogen die Schmerzt. Bei Belastung kann der Schmerz intensiver werden dadurch dass die betreffende Körperregion ja in Bewegung ist und somit arbeitet.

Falls du aber physisch tatsächlich nicht mehr die Treppe hochkommst und es nicht nur an den Schmerzen liegt solltest du falls nicht bereits geschehen den Arzt aufsuchen und dich ggf. Röntgen lassen. Nicht dass da mehr passiert ist als eine Prellung.

Was du dagegen machen kannst? Nicht mehr viel, wenn es sich um eine Prellung handelt wäre es wichtig gewesen sofort zu intervenieren um die Prellung durch Kühlen in der Entstehung abzuschwächen. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist solltest du dich schonen und so wenig bewegen wie möglich damit das betreffende Arreal zur Ruhe kommt.

Alles Gute!

Steißbeinprellung ist eine langwierige Angelegenheit. Ich mache immer nach solchen Stürzen ein Essigbad. Auf eine Wanne eine Tasse Essig und dann heißes Wasser zulassen, so gut man es verträgt.

10 Minuten drin bleiben, dann Wasser abstreifen und in ein Badetuch wickeln und abschwitzen, kann bis zu einer halben Stunde dauern, dann anziehen oder ins Bett gehen.

Auch sehr gut ist die Infrarotlichtlampe für 10-15 Minuten auf die Stelle richten und dann mit Arnika Salbe oder Grünlippmuschelbalsam einreiben.

Wenn es nicht besser werden sollte, zum Arzt gehen.


Das Fallen aufs Steißbein ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann die Statik Deines ganzen Körpers schwer beeinträchtigen, was - gemäß Deiner Schilderung - vermutlich geschehen ist.

Erster Weg ist zum Orthopäden.

Ich an Deiner Stelle würde unbegedingt einen Osteopathen aufsuchen. - Nach einer Vollbremsung eines Busses (ich saß drin) hatte ich ein Schleudertrauma in der gesamten Wirbelsäule. "Meine" Osteopathin half mir mit wenigen Sitzungen. Auch bei anderen Störungen meines Bewegungsapparates half sie mir.

Ein Sturz aufs Steißbein kann so die Statik beeinflussen, dass es sogar zu Kopfschmerzen kommen kann, was sich die Patienten dann oftmals gar nicht erklären können. Denn irgendwelche Beeinträchtigungen am Kopf hatten sie nicht, aber (vielleicht schon vor Monaten oder Jahren) hatten sie einen Sturz aufs Steißbein.

Osteopathie ist das beste Schmerzmittel, oder besser: Keine-Schmerzen-mehr-Mittel, das ich kenne. Damit wird allgemein nicht das Symptom, sondern - ganz oder soweit wie es möglich ist - die Ursache beseitigt, indem die Balance im Körper wiederhergestellt wird. - Hier ein sehr guter Artikel zur Osteopathie:

Osteopathie - Blockaden erspüren und lösen
http://www.ugb.de/bewegung-sport/osteopathie-blockaden-erspueren-loesen/

.

Alles an und in unserem Körper ist mit Haut umgeben, also auch jedes Organ,
jeder Knochen, jedes Blutgefäß usw., die Faszien genannt werden.
Sämtliche Faszien sind irgendwie miteinander verbunden. Also wenn Du zum
Beispiel Dein Knie anhebst, verlagern sich ganz leicht sämtliche Faszien bis
hin zum Kopf.

Osteopathen arbeiten viel mit den Faszien. Was Faszien sind und wie sie
Beschwerden machen können, erfährst Du in dieser Dokumentation:

Geheimnisvolle Faszien - Neues vom Rücken

https://youtube.com/watch?v=l-54tCnMlsU

.

Zur Osteopathie gleich mehr. - Wenn der Körper aus der Balance geraten
ist, ist an verschiedene mögliche Schwachstellen im Halteapparat zu
denken.

Denke deshalb auch an das Kiefergelenk. Wenn mit dem Kiefergelenk etwas
nicht stimmt, wirkt sich das auf den gesamten "Halteapparat" des Körpers
aus, unter anderem mit der Folge von Schmerzen. - Hier eine sehr gute
Beschreibung der Zusammenhänge von Lexi77:

https://www.gesundheitsfrage.net/frage/rueckenschmerzen-durch-falsches-kauen-beissen#answer136322

Und sieh Dir dieses Video dazu an:

Funktionsstörung des Kiefers

https://youtube.com/watch?v=vfOpsgQIMiU

.

Bei Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen,
Wirbelsäulenschmerzen muss man auch immer an die gesunde Statik
der Füße
denken, dazu:

http://www.fussgesundheit.info/

.

Hast Du auch schon an Akupunktur gedacht? Lies dazu diesen Artikel:

Akupunktur hilft bei Rückenschmerzen am besten
http://www.welt.de/gesundheit/article3746958/Akupunktur-hilft-bei-Rueckenschmerzen-am-besten.html

.

Zur Klassischen Homöopathie bekommst Du mehrere Infos, wenn Du googelst
mit

chronische rückenschmerzen klassische homöopathie
(die Wörter genau so)

.

Lies auch

Rückenschmerzen: Was die Krankenkasse zahlt
http://www.aponet.de/service/nai/2012/4b/rueckenschmerzen-was-die-krankenkasse-zahlt.html
(Leider sehe ich kein Datum beim Artikel, ich habe diesen Link schon
etwas länger. Geh auf die Homepage Deiner Krankenkasse und schau da
mal nach. Oder erkundige Dich telefonisch bei Deiner Krankenkasse oder
direkt in einer Filiale vor Ort.)

.

Nun wieder zur Osteopathie: Google mit

rückenschmerzen osteopathie erfahrungen

so werden Dir viele Berichte gezeigt. - Google auch mit

wirbelsäule bandscheiben osteopathie

und klick Dich geduldig durch die Infos. - Lies auch in den gezeigten Foren,
in denen von Erfahrungen berichtet wird.

.

Hier habe ich von Erfahrungen mit osteopathischer Behandlung geschrieben:

https://www.gesundheitsfrage.net/frage/spinemed-methode?foundIn=list-answers-by-user#answer-94218
(Lass Dich nicht von der Fragestellung irritieren. - Meine Antwort besteht
aus mehreren Teilen, also auch die Kommentare darunter anklicken.)

Als die Ärzte nicht mehr weiterwussten, sollten meine Schwester an der
Wirbelsäule operiert werden. Nach ein paar Behandlungen bei einer
Osteopathin mit "Goldenen Händen" war von Operation keine Rede mehr.

Auch auf Begleitthemen, durch die Probleme mit der Wirbelsäule
verursacht werden können, gehe ich in meiner dreiteiligen Antwort ein.

Osteopathen sind Krankengymnasten mit entsprechender Zusatzausbildung,
einige Heilpraktiker spezialisieren sich mit solch einer Zusatzausbildung und
auch einige Ärzte.

Die Berufsbezeichnung "Osteopath" ist (noch) nicht geschützt. Um an
einen gut ausgebildeten Osteopathen zu kommen, ruhig den Therapeuten
fragen, wie lange er / sie Osteopathie gelernt hat. So um fünf Jahre
sollten es sein. - Ich empfehle, mit einem Osteopathen / Osteopathin
Kontakt aufzunehmen für ein informelles Erstgespräch, in dem Du Deine
Fragen stellst, auch zu den Kosten. Nach dem telefonischen Erstkontakt
kann das Informationsgespräch in der Praxis sinnvoll sein, auch was die
Kostenübernahme betrifft.

Manche Krankenkassen übernehmen Kosten für osteopathische Behandlung
(so zum Beispiel die Techniker). Google mal mit
osteopathie
und füge Deine Krankenkasse hinzu, um zu erfahren, ob die Kosten
übernommen werden. Auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht
übernimmt, mach mit dem Osteopathen / Osteopathin (der zugleich
Krankengymnast ist)
ein Erstgespräch in der Praxis.


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