Rückenschmerzen und Harndrang - zum Neurologen oder Orthopäden oder doch zum Urologen?

3 Antworten

Also wenn ich nicht weiß, welcher Facharzt der Richtige für mein Problem ist, dann gehe ich zuerst zum Hausarzt. Der kann erstmal grob orientierend untersuchen und oft schon weiterhelfen. Der kann dann auch entscheiden, ob und wenn ja welcher Facharzt notwendig wäre. Ggf. kann der Hausarzt dann auch dafür sorgen, dass du beim Facharzt schneller einen Termin bekommst.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Deine Beschwerden sind nicht eindeutig einer bestimmten Diagnose zuzuordnen.

ich würde daher auch den Hausarzt als ersten Ansprechpartner nennen.

Der wird nach einer Untersuchung Dich zum richtigen Fachkollegen überweisen, sollte er nicht zuständig sein !

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Keiner der genannten drei Fachrichtungen. Ich empfehle Dir einen Neurochirurgen.

Es gibt Beschwerden die durch Nerven ausgelöst werden, dafür ist der Neurologe zuständig. Es gibt Beschwerden, die durch unseren Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Faszien, Knochen, Bänder) verursacht werden, dafür ist der Orthopäde der Fachmensch. Sind Beschwerden/Probleme am Bewegungsapparat derart gestaltet, dass dadurch Nerven gereizt werden, die ihrerseits dann zu eigenen Symptomen führen, dann ist der Neurochirurg der richtige Ansprechpartner.

Deine Symptome im unteren Rücken sind ein Hinweis auf Probleme an Deiner Wirbelsäule, die dann auf Nerven des unteren Bereiches drücken und diese reizen, - ich denke da an die versch. Äste des Ischiasnerves -, die dann als Folge die geschilderten Symptome an Blase, Becken, usw. verursachen. Daher ist mMn für Dich am ehesten der Neurochirurg zuständig.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Aber müsste der Schmerz bzw das Gefühl nicht dauerhaft da sein, wenn ein Nerv gedrückt wird?

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@SuperMann1

Nein, der Druck ist nicht zwingend konstant, sondern kann durch körperliche Haltungsänderungen variieren.

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Noch eine Frage dazu, ist nicht die Vorstufe vom Neurochirurgen der Neurologe? Chirurgie ist ja gleich die operative Behandlung oder?

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@SuperMann1

Nein, der Neurochirurg operiert nur dann, wenn die klassischen Methoden versagen, oder wenn ohne eine OP erfahrungsgemäß eine dauerhafte Nervenschädigung zu erwarten ist. An dem Postfix .......chirurg musst Du Dich also wirklich nicht stören.

Der Neurologe ist demnach auch nicht die Vorstufe eines Neurochirurgen, der Unterschied der beiden Fachrichtungen ist, dass der Neurochirurg die Ursachen der Befindlichkeitsstörung eher am Bewegungsapparat sucht, während der Neurologe sich dann eher mit dem Hirn beschäftigt, um eine Ursache zu suchen oder auszuschließen.

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@Winherby

Danke für die Info, wenn das schon mehrere Wochen besteht, könnte es dann sein, dass der Nerv schon dauerhaft beschädigt wurde? :-(

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@SuperMann1

Eher nein, denn die klar schädigende Wirkung tritt bei permanentem Druck auf den Nerv auf. Bei Dir wechselt der Druck offensichtlich, je nach Körperhaltung. Ich rate Dir alles für eine Entspannung der Rumpfmuskulatur zu tun. Wärme (Sauna, Thermalbad, heisses Wannenbad) , sowie tgl. ausführliche Dehnungsübungen sollten Deine Tagesroutine aufgenommen werden. Hier eine von vielen sehr guten Videoanleitungen dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=og2dLn-dF8k&t=31s

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