Nach Kreuzband-OP Schmerzen im hinteren Oberschenkel - was ist das?

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Die Kreuzbandplastik stammt von der Semitendinosus-Sehne (manchmal auch die Gracilis-Sehne) und diese verläuft nunmal von der inneren Knieseite hoch in den (hinteren) Oberschenkel.

Die Sehne wird zwecks Kreuzbandplastik geteilt (geschält), manche Ärzte entnehmen auf gleiche Art zusätzlich noch Material von der Gracilissehne. Daraus wird Dein neues Kreuzband "gedengelt".

Sobald Du Dich setzt wird die geteilte Sehne belastet und durch die Verletzung (des Teilens) entsteht der (Wund-)Schmerz.

So gesehen hat der Arzt alles richtig gemacht, nur an seiner Kommunikation zum Patienten muss er wohl noch arbeiten.

Release nach OP

Hallo ihr,

ich hatte vor 6 Monaten eine MPFL Rekonstruktion und seit dem sehr starke Schmerzen an der Ankerseite, sprich an der Seite wo das Ganze fest gemacht wurde. Noch hinzu kam dass der Druck der Kniescheibe enorm stark zunahm.

Ich kann nur mehr sehr selten einen Tag ohne Schmerzmittel leben. Treppen steigen etc ist sehr unsicher. Muskeln wurden aufgrund von Schmerzmitteln und dementsprechenden Training ( da man zuerst glaubte es lege am Vastus) wieder zu 95% aufgebaut. Keine Dybalancen. Trotz allem spüre ich die Reibung der Kniescheibe auf der einen Seite.

MRT ergab dass der Zug der neu implantierten Sehne zu stark ist da die Patella deutlich auf die Seite zieht. Zudem hatt sich durch die Belastung mein Knorpel stark verändert ( Anscheinend von Grad 1.-2 auf Grad 3).

Mein Arzt will nun ein Release machen. Kein Leterales, sondern nur die Sehne die implantiert wurde einkerben und somit verlängern. Er zieht eine Athroskopie in dem Sinne vor, kann mir aber nicht versprechen ob er nicht die Narbe neben der Kniescheibe öffnen muss um deren Gleitverhalten zu beurteilen.

Für mich stellen sich jetzt folgende Fragen:

Ich finde betreffend der Nachbehandlung nur LETERAL release sachen, das es ja bei mir nicht ist. Hat wer Erfahrungen mit einer ähnlichen OP gemacht? Nachbehandlung?

Wie sieht es mit dem Sport aus? Man liest alleine bei der Arthroskopie von 3 -8 Wochen alles.

Ich habe Mitte April eine berufliche Fortbildung auch mit körperlicher Belastung die ich antreten MUSS. Mitte /Ende Juni habe ich Sportprüfungen darunter auch ein Hindernislauf.

Ich weiß niemand ist ein Arzt, ich spreche auch mehr die Erfahrungen an und besonders die der Sportler hier. Ich habe gute Oberschenkel, trainiere auch trotz Schmerzen enorm und werde das auch bis zur OP tun.

Für mich stellts sich jetzt nur noch die zusätzliche Frage: ist es im erreichbaren dass ich bis dort hin wieder genese (dass ich Schmerzmittel zur Prüfung brauche ist mir klar, zudem soll ich vom Arzt noch eine Donjoy bekommen) oder muss ich es riskieren und in diesem Zustand zur Prüfung zu gehen (und riskiere somit eine Schlittenprothese da ich auch schon am Femur einen Knorpelschaden 3. Grades habe).

Ich habe 13 Jahre nun auf diesen Moment gewartet... und will nicht so kurz vor dem Ziel aufgeben.

Kann mir jemand helfen bzw einen Rat geben?

Lg

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