Mirtazapin (Antidepressivum) als Einschlafhilfe! Wann soll ich es einnehmen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ich nehme seit ca 2 Jahren Mirtazapin als Einschlafhilfe und kann mich nicht beklagen von der Wirksamkeit her. Natürlich ist nicht jeder Tag gleich. Ich habe jedoch das Gefühl, das der Schlaf nicht so erholsam ist. An manchen Tagen merke ich noch am Vormittag eine gewisse Müdigkeit. Ich nehme Mirtazapin ca eine Stunde vor dem Schlafen. Die Wirkung setzt dann langsam aber sicher ein und bin zufrieden. Das wünsche ich dir auch, wenn es ohne Hilfe nicht geht.

Liebe Grüße

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Viele DANK.

Das hilft mir wirklich sehr weiter. Jetzt weiß ich, wie ich das "angehen" kann und auch, was ich zu erwarten habe. Ich nehme es jetzt seit ca. 10 Tagen und denke, ich muss auch erstmal abwarten wie sich das "einspielt".

Herzlichen Dank auch für die guten Wünsche.

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@Oubyi

In welcher Wirkstoffstärke nimmst du Mirtazapin? 15mg? Wichtig ist auch noch, das du nach der Einnahme dich nicht mehr ans Steuer setzt.

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@sonne123

Ja, ich nehme 15 mg und nein, ich fahre danach nicht mehr.
Im Moment spüre ich aber auch kaum eine Wirkung außer manchmal eine zeit lang unruhige Beine (RLS), was sich aber nach ca. einer halben Stunde gibt. Damit könnte ich "leben". Aber müde werde ich kaum davon. Das alles ist aber noch ziemlich unregelmäßig. Anfangs hatte ich auch einen trockenen Mund und leichte Kopfschmerzen, was jetzt ganz weg ist. Ich hoffe das spielt sich alles noch etwas ein und wird mir helfen.
Nochmal DANKE für Deine Hilfe.

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@Oubyi

Danke für den ⭐(。◕‿◕。

Sollte die erwünschte Wirkung nicht so langsam eintreten, dann würde ich doch noch einmal den Arzt aufsuchen. Manchmal ist die Dosis zu schwach. Den Tinnitus hast du abklären lassen oder?

Liebe Grüße

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@sonne123

Gern geschehen, hast Du verdient.
[Cooles Smiley]
Danke für den Tipp mit der Dosiserhöhung. Ich werde erst nochmal etwas "rumprobieren", aber DEN Tipp im Hinterkopf behalten.
An meinen Tinitus ist wohl nichts zu ändern. Den ersten davon habe ich auch schon seit über 20 Jahren. Auslöser war bei den ersten beiden eine Otosklerose (habe inzwischen Stapesplastiken, die sehr gut funktionieren).
Der dritte ist ungeklärt, aber eher "harmlos".

Nochmal DANKE für Deine Hilfe.

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@Oubyi

20 Jahre, das ist eine sehr lange (Leidens)zeit. Es kann auch sein, das Mirtazapin die Geräusche verstärkt. Hast du den Eindruck?

Vielleicht wäre leise Musik im Hintergrund noch eine Möglichkeit das Einschlafen zu erleichtern.....oder alternativ autogenes Training.

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@sonne123

Danke für den Tipp.
Musik, (auch spezielle und mit Subliminals) und Geräusche habe ich schon ausprobiert, vor längerer Zeit habe ich mich auch mit AT beschäftigt. Ich habe auch viele andere Tipps aus dem Netz ausprobiert und auch viele pflanzliche Hilfsstoffe. Alles ohne Erfolg. Verstärkt wird der Tinnitus durch das Medikament nicht.
Unter den Tinnitus leide ich auch nur insoweit, wie es um das Einschlafproblem geht. Tagsüber konnte ich die - glücklicherweise - von Anfang an sehr gut ignorieren. Wenn nichts hilft, werde ich auch mit meinem Einschlafproblem leben können. Jetzt ist einfach nur der Zeitpunkt gekommen, wo ich noch einen letzten Versuch starte. Es ist nicht so, dass mich dieses Problem total "fertig macht". Es ist halt nur sehr nervig immer 2 - 3 Stunden zum Einschlafen zu brauchen.

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Mirtazapin als Einschlafhilfe : Eigentlich gar nicht !

Wenn Du aber Deinem Hausarzt da unbedingt folgen willst, folge ihm doch auch in dieser Anweisung.

Sonst : 1 Stunde vor dem Schlafen.

Ich mache bei Bedarf vorher Autogenes Training !

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Danke für Deine Einschätzung.

"Richtige" Schlaftabletten will er - noch - nicht verschreiben und pflanzliche Mittel und auch viele andere Tipps habe ich im letzten Jahr ausprobiert und brauche immer noch im Schnitt zwei Stunden zum einschlafen. Da hat nichts geholfen.

Ich werde es wohl erstmal mit 1 Stunde vorher probieren.

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Hallo, also mein Neurochirurg, ich hatte eine OP an der Halswirbelsäule, hat gerade letzte Woche noch erzählt, dass es in den letzten Jahren sehr stark zugenommen hat, dass Hausärzte älteren Menschen, die Schlafprobleme haben, ein Antidepressivum verordnen. Wörtlich sagte er: und schwups- schlafen die alten Leute wieder und sind zufrieden. Ich lehnte es im Zusammenhang mit Nervensschmerzen kategorisch ab, als mein Neurologe es mir als Zusatzmedikament verordnen wollte.

Diese Medikamente machen auch sehr stark abhängig und Du hättest beim absetzten deutliche Entzungserscheinungen. Ich habe nach 10 Monaten Lyrica abgesetzt und konnte wochenlang sehr schlecht schlafen.

Danke für Deine Einschätzung.

und schwups- schlafen die alten Leute wieder und sind zufrieden

DAS wäre natürlich schön 😊.
Allerdings ist das bei mir nicht die typische Schlaflosigkeit älterer Leute, sondern, wie gesagt, das Problem mit meinen drei Tinnitus. Aber ich drücke mir mal die Daumen 😉.
Dass es abhängig macht und Nebenwirkungen hat, ist mir klar, aber guter Schlaf ist mir auch sehr wichtig und die stundenlange "Quälerei (übertrieben)" beim Einschlafen bin ich einfach leid.
Mein Hausarzt meinte von "richtigen" Schlafmitteln würde ich auf Lebenszeit abhängig, könnte sie also gar nicht mehr absetzen. Da schreckt mich wochenlanger schlechter Schlaf nicht ab, das bin ich ja gewöhnt.

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Hallo,

ein Antidepressivum als Einschlafhilfe zu nehmen steht für mich absolut nicht im Verhältnis.Du nimmst quasi die Nebenwirkung des Medikaments als Hilfe, aber hast Du mal die vielen anderen, eigentlichen Nebenwirkungen bedacht?
Nach zu lesen in der Packungsbeilage.

Viele Grüße

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke!

Ja, natürlich, das ist mir durchaus klar.
Aber ich habe wirklich schon sehr viel versucht. Ich leide seit Jahren an einer Schlafstörung aufgrund meiner drei Tinnitus. Ich brauche im Schnitt zwei Stunden zum einschlafen, oft eben auch länger und das geht mir auf die Dauer auch wörtlich "auf die Nerven". Ich habe auch ausführlich mit meinem Hausarzt gesprochen. Er will mir einfach noch keine "richtigen" Schlafmittel verschreiben, von denen ich dann - seiner Aussage nach - mein Leben lang abhängig wäre. Ein Antidepressivum ist wohl seit langem als "bessere" Möglichkeit üblich. Und Schlaftabletten haben natürlich genauso Nebenwirkungen wie Antidepressiva. Das muss man natürlich genau beobachten. Auch deshalb frage ich hier nach Erfahrungsberichten und Hilfe.

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Einnahme 1 Stunde vor dem Einschlafen/Zubettgehen ist üblich. 4 Studen vorher scheint mir unrealistisch bzw. nur bei Minimaldosis (7,5 mg???) möglich zu sein. Besser wäre aber nochmal Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

Danke für den Tipp.

Ich werde einfach mal rumprobieren und versuche es erstmal eine Woche lang mit 1 Stunde.

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