Was alter Frau geben, wenn sie nicht mehr isst?

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6 Antworten

Es ist traurig, das so zu schreiben: Ganz oft ist es ein Zeichen, dass es Zeit ist, diese Welt zu verlassen wenn Hochbetagte das Essen verweigern.

Wurde denn bereits eine erfahrene Altenpflegerin dazu befragt? Gibt es jemanden, der sich professionell auskennt und die alte Dame mitbetreut? Ich fände es wichtig, diese Experten in dieser Frage dazu zu ziehen. Hier ist es wichtig zu unterscheiden, ob der Zeitpunkt zu sterben gekommen ist - oder ob es wichtig ist, noch zu handeln.

Wahrscheinlich ginge es um - zumindest vorübergehend - flüssige Nahrung wenn es ums weiterleben geht.

Ich nehme an, die Oma Deiner Freundin hat ihr Leben gelebt und mag nicht mehr. Was kann sie sonst tun, ausser das Essen zu verweigern? Man möge ihr zu trinken geben, bis sie auch das verweigert.

Durch Hausarzt oder Pflegedienst sollte natürlich sichergestellt sein, dass sie keine Schmerzen o. a. hat, die sie am Essen hindern. Kann sie sich denn noch selbst äußern?

Bei einem Bekannten war dies ähnlich. Dieser lag zum Schluss etwa 2 Jahre im Bett. Er hatte sich in dieser Zeit vorweigend von flüssiger Nahrung ernährt.

Habe erst vor Kurzen einen Artikel darüber gelesen: http://www.apotheke-marienbrunn.de/meineapotheke/sortiment/22-spezialnahrung Ist so etwas wie Astronautennahrung. Der Vorteil dabei ist halt, dass die ölteren Menschen nicht so viel zu sich nehmen müssen. Es muss zudem wenig gekaut werden und das Essen dauert nicht so lange. Dennoch sind nahezu alle Nährstoffe enthalten. Man sollte sich bewusst sein, dass dies nicht unbedingt die reizvollste aller Ernährungen ist. Aber wenn es das Leben verlängert bzw. angenehmer macht, ist es ggf. eine Alternative!

Bei einem Bekannten war dies ähnlich. Dieser lag zum Schluss etwa 2 Jahre im Bett. Er hatte sich in dieser Zeit vorweigend von flüssiger Nahrung ernährt. ... Man sollte sich bewusst sein, dass dies nicht unbedingt die reizvollste aller Ernährungen ist. Aber wenn es das Leben verlängert bzw. angenehmer macht, ist es ggf. eine Alternative!

Mit ein wenig Fantasie kommst Du sicherlich drauf, dass ein solches Leben nie "angenehm" ist und daher auch gewiss kein Wunsch auf Verlängerung seitens des Patienten besteht.

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@evistie

@ Leilalise: Die Frage ist aus Juli 2012. Glaubst Du ernsthaft dass die Oma noch lebt?

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Man sollte ihr nur das zu Essen geben, was sie velangt. Mit 95 Jahren muss man daran denken, dass die Lebenszeit zu Ende geht. Wenn sie sich absolut weigert, zu essen, muss man das, so schwer es fällt, akzeptieren.

Der Energiebedarf ist dann sehr gering. in diesem Fall reicht eine Scheibe Brot z.B. für einen ganzen Tag. Es wird ja nur noch der Grundumsatz gebraucht.

Wenn sie also nichts mehr bei sich behalten kann, sollte es nur noch flüssige Nahrung sein. Meine Oma bekam zuletzt nur noch Vanillepudding, oder Haferflocken in Milch, weil nichts anderes mehr ging. Hauptsache was im Magen.

Flüssigkeit bleibt weiter wichtig. Alte Leute empfinden kaum Durst, auch wenn sie bereits dehydriert sind. Da muss man dann nachhelfen.

Wir haben erst vor wenigen Tagen eine ähnliche Entscheidung treffen müssen. Ich denke, man sollte die Entscheidung des Menschen akzeptieren und dafür Sorge tragen, dass er schmerzfrei seine letzten Tage verbringen kann. Wer würde einem jungen Menschen vorschreiben wollen, wann und wieviel er essen soll?

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