Hyperaktive Senioren: kann man das ADHS-Syndrom etwas dämpfen?

Hallo, unser Opa ist 84, geistig und körperlich fit, abgesehen von ein paar kleinen Wehwehchen. Nach allem was ich gelesen und recherchiert habe, hat er das ADHS-Syndrom. Dieses gibt es nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Bei ihm macht sich das so bemerkbar, dass er fast ständig in Bewegung ist. Wenn er nicht beschäftigt wird, springt er alle 2-3 Minuten auf, kontrolliert ob die Wäsche trocken ist, schaut aus dem Fenster, ob jemand vorbeigeht, kontrolliert ob der Elektroherd aus ist, usw, usw. Auch während des Essens springt er immer wieder auf (oft isst er auch im Stehen oder Gehen), wenn ihm irgendetwas einfällt was er noch erledigen will oder wenn er vor dem Fenster jemand hergehen sieht. Wenn andere Angehörige mal in Ruhe fernsehen wollen, springt er ca 10-20 mal in einer einzigen Stunde von seinem Sessel auf. Wenn die Türklingel geht, springt er auf und rast im Laufschritt zum Türdrücker. Eigene Hobbys und Interessen hat er leider überhaupt keine. Freunde und nahe Verwandten auch kaum. Für Lesen oder Fernsehen hat er keine Geduld, dafür redet er fast ohne Unterbrechung, läuft dauernd herum und kann keine 5 Minuten stillsitzen. Aber er ist sehr neugierig und will immer alles von anderen wissen. Am liebsten würde er den Tag herum laufen oder erzählen, oder sich unterhalten. Wenn man ihn beschäftigt, z.B. dass er etwas reparieren soll, ist er mit Feuereifer dabei und sehr hilfsbereit. Und wenn man ihm ein Stichwort gibt, was noch zu erledigen ist, dann kümmert er sich sofort darum, auch wenn es überhaupt nicht eilt. Es ist sehr schön, dass er noch so fit ist und seine Hilfsbereitschaft und andere gute Eigenschaften mögen wir sehr an Ihm. Nur diese permanente Hektik und Unruhe nervt unglaublich. An einer Schilddrüsenüberfunktion liegt es anscheinend nicht. Früher war er auch schon recht aktiv, aber diese permanente Hektik und Hyperaktivität ist in den letzten Jahren, seitdem er Rentner ist, immer auffälliger geworden. Neben dem ADHS vermute ich auch, dass er so eine Art Helfer-Syndrom hat. Er will in seinem Leben unbedingt noch etwas Gutes tun und anderen helfen (nur seinen Angehörigen, Hilfsorg. mag er nicht). Sich selber schadet er mit seiner ständigen Hektik und Überaktivität auch. Er hat deutlich abgenommen in den letzten Jahren und inzwischen auch schon Untergewicht. Frage: wie kann man das ADHS-Syndrom bei Erwachsenen, speziell bei Senioren, etwas eindämmen? Oder kann man seine überschäumende Energie sinnvoll kanalisieren? Ich such schon ständig Sachen, die er für mich reparieren kann, aber oft fällt mir auch nichts mehr ein. Für hilfreiche Antworten: danke im Voraus!

ADHS, Psychologie, Senioren
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Regelmäßige Blutentnahme bei alten Menschen, wer ist zuständig?

Meine Oma ist Marcumarpatientin. Mit 87 ist sie nicht nur dement, sondern durch ihre diversen Erkrankungen auch relativ häufig im Krankenhaus. Zuletzt zum Beispiel, weil sie Blut im Urin hatte. Fast jedes Mal ist es notwendig, das Marcumar abzusetzen. Das heißt dann, wenn sie wieder zuhause ist (auf dem Dorf in dünn besiedeltem Gebiet), dass sie alle 2 Tage zum Blutabnehmen muss, um den Quick für die erneute Einstellungen zu messen. Grund fürs Marcumar ist Vorhofflimmern und Zustand nach tiefer Beinvenenthrombose. So nun zu meiner eigentlichen Frage: Meine Mutter hievt meine Oma immer mit viel Mühe ns Auto und schleppt sie fast zum Arzt, es geht, aber alles andere als gut und wird auch immer schwieriger. Auf die Bitte meiner Mutter, dass meine Oma bitte nicht mehr in die Praxis muss, sondern Hausbesuche bekommt, hat der Hausarzt gemeint, Hausbesuche macht er nicht. Was ist aber, wenn meine Oma wirklich überhaupt nicht mehr ins Auto reinkommt? Wird ihr dann einfach kein Blut abgenommen? Das ist doch unterlassene Hilfeleistung, oder? Ich weiß schon, dass das für alle Beteiligten sehr aufwendig ist, aber der Hausarzt kann doch nicht die Augen vor diesem Problem verließen! Übrigens: Tipps "Wie Hausarzt wechseln" gelten für Mecklenburg-Vorpommern nicht, da macht nämlich eine Praxis nach der anderen zu und die wenigen niedergelassenen Ärzte haben zum großen Teil "Einstellungstopp" für Patienten.

Meine Mutter weiß keine Lösung und ich hoffe, dass sich hier ein Hausarzt rumtreibt, der weiß, was in diesem Fall zu tun ist. Danke für eure Unterstützung!

Hausarzt, Marcumar, Senioren, Pflegebedürftigkeit
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Was ist mit meinem Opa los ?

Hallo,

ist mir klar, dass wir hier alle kein medizinisches Fachwissen haben, aber Vermutungen o.ä kann ich ja durchaus verlangen.

Mein Opa ist 80, wir im November 81. Nicht mehr der Jüngste, das ist mir klar, aber dennoch kein Alter. Leider ist er unbelehrbar und geht nicht zum Arzt. Da bringt auch viel drauf einreden nichts.

Er ist ziemlich vergesslich, dies nahm in letzter Zeit aber zu. Man erzählt ihm etwas und nach 3 Minuten weiß er davon nichts mehr. Hören tut er schon seit längerem nicht mehr gut. Er hat z.B sein Telefon auf laut stehen, hört es aber manchmal dennoch nicht. Zudem fiel mir letzte Zeit auf, dass er nicht mehr so deutlich spricht, wie vorher. Man versteht ihn schon, aber es ist nicht normal, so wie ich spreche, sage ich mal.

Dann fällt er letzte Zeit öfter hin. Er hat sich letztens das Knie gestoßen und das hat ihm jetzt gute 3 Wochen wehgetan. Zudem isst er nichts mehr. Er macht sich jeden Mittag Suppe, für sich, nicht viel. Morgens trinkt er nur Kaffee, Abends isst er auch nichts. Sein Appetit hat stark nachgelassen. Gestern sagte er meinem Vater, dass er nichts mehr schmeckt. Er kann sich kochen was er möchte, es schmeckt alles gleich.

Ich mache mir (Enkelin, 17 Jahre bald 18) langsam große Sorgen. Er ist mein einziger Opa, den ich noch habe und ich liebe ihn wirklich über alles.

Was könnte los sein?? Beginnende Demenz ? Was anderes ?

Natürlich sollte er zum Arzt, aber er wird nicht gehen, das kann ich vergessen.

Er ist alleinlebend. Meine Oma, seine Frau ist schon lange, über 10 Jahre, tot.

Ich haeb wirklich Angst um meinen Opa!

Danke.

Demenz, Senioren
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Pflegebedürftig

Es geht um ein pflegebedürftiges Ehepaar. Was kann man tun wenn diese nicht einsichtig sind daß sie Pflege brauchen? Ambulante Hilfen werden abgelehnt und trotz Organisation wieder abgesagt bzw. vergrault. Zur Zeit sind die Leute vorrübergehend im Pflegeheim untergebracht in der Kurzzeitpflege aber sie bestehen darauf danach wieder in ihre Wohnung zu gehen. Eine Person hat Demenz im fortgeschrittenem Stadium. Bei der anderen gibt es ebenfalls schon Aussetzer aber es steht noch keine exakte Diagnose fest. Vorsorgevollmachten sind vorhanden, eine betreuung soll (noch) vermieden werden. Es ist ganz offensichtlich daß die Versorgung zu Hause nicht mehr gewährleistet ist obwohl das rigoros bestritten wird. Aus dem Grund waren auch schon Krankenhausaufenthalte (Austrocknung und Unterernährung) nötig aber die Gründe dafür werden abgestritten und behauptet die Ärzte würden lügen. Was gibt es für Möglichkeiten? Macht die Familie sich strafbar wenn sie die Beiden nach Hause lassen? Von der Familie kann keiner die Pflege übernehmen und ambulante Hilfe wird abgeschmettert. Angeblich würde alles alleine klappen. Das stimmt aber nicht. Es wurde vermutlich in einem Chaos enden. Man soll sich auch nicht in die Angelegenheiten mischen obwohl vor der Kurzzeitpflege alles besprochen wurde daß sich um alle Formalitäten gekümmert werden soll. Ist es unterlassene Hilfeleistung wenn man dem Wunsch nachgibt?

Senioren, Pflegebedürftigkeit
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