Frage von bobmitzer, 1.988

Os naviculare externum operative Entfernung?

Hallo liebe Community!

Ich bin 20 und leide seit knapp vier Jahren an Schmerzen an der Innenseite meines rechten Fußes, direkt am Kahnbein. Als 10-jähriger verschrieb mir mein Hausarzt orthop. Einlagen, da ich an deutlichen Senkspreizfüßen litt. Damals noch ohne Schmerzen.

Mit 16/17 Jahren begannen dann die Schmerzen je nach Belastung, neue Einlagen wurden verschrieben, jedoch ohne deutliche Verbesserung/Linderung der Schmerzen. Der Schmerz wurde die Jahre über immer schlimmer, ich kann nach dem Joggen bzw. nach längerer Belastung (fünf Stunden+) meinen Fuß vor Schmerzen kaum bewegen, laufe dann bevorzugt auf der Außenkante und humpel (bis der Schmerz erträglicher ist). Selbst beim Liegen und Sitzen kann ich manchmal die Schmerzen spüren. Einlagen haben meines Erachtens wenig zur Stützung meines Fußgewölbes beigetragen.

2010 wurde dann durch ein MRT ein Os naviculare accessorium Typ II diagnostiziert. Laut Befund mit leichtgradiger entzündlicher Verhärtung des umgebenen Gewebes und Beteiligung der Sehneninsertion des Musculus tibialis posterior.

Mein Orthopäde erwägt nun eine OP als Lösung. Allerdings wartet er die Meinung eines Fußchirurgen noch ab (Termin ist erst im Dezember 2013).

Zu meiner Frage: Hat jemand aus der Community schon selber Erfahrung mit dieser Diagnose gemacht? Oder eine OP durchzogen? Bringt Krankengymnastik Hilfe in meinem Fall?

Vielen Dank und Grüße aus Rostock

Bob

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von walesca, 1.910

Hallo bobmitzer!

Hier kann ich Dir nur die Untersuchung in einem spezialisierten Fußzentrum empfehlen. Ob dazu nur ein Fußchirurg ausreicht, weiß ich nicht. Aber der hat doch i.d.R. nur seine OPs im Blickfeld. Vielleicht gibt es ja auch noch eine andere Lösung für Dein Problem. Schau bitte mal in diesen Tipp hinein. Solche Experten gibt es doch sicher auch bei Euch in der Nähe.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/staendig-schmerzen-in-den-fuessen-das-muss-...

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von gaskutscher, 111

Hallo, nun sind ja einige Jahre vergangen und vermutlich wurde bei dir nacheinander operiert. Wie ist es dir ergangen? Bist du nun völlig beschwerdefrei? Ich hatte das gleiche Beschwerdebild wie du und gestern meine zweite Operation gehabt.

Kommentar von bobmitzer ,

Hi! Ich habe mich dann im Dezember bei einem Spezialisten für Fußchirurgie (Sprunggelenk) vorgestellt und auch ziemlich schnell einen Termin für die OP bekommen. Ich hatte nur eine OP. Er hat mir das kleine Sesambein entfernt und etwas vom Überbein am Kahnbein abgesäbelt und die Sehne mit einer Schraube wieder fixiert. Ich glaube, ich war nach 3 Tagen wieder (auf Krücken und mit Vacopedschuh) draußen und innerhalb weniger Wochen konnte ich meinen Fuß mit einer neu angefertigten Einlage und ein bisschen Krankengym wieder voll belasten. Bin seit der OP  beschwerdenfrei. 

Wieso musste man bei dir eine 2. OP ansetzen? Darf ich fragen in welcher Klinik du behandelt wirst? Ich wünsche dir gute Besserung und Beschwerdefreiheit in der Zukunft! 

Antwort
von bobmitzer, 1.619

Hier noch ein Foto, der orange Kreis deutet auf die besagte Stelle

Kommentar von gaskutscher ,

Hi! Danke für die Rückmeldung. 

Freut mich sehr, dass du es gut überstanden hast und jetzt beschwerdefrei bist. 

Also bei mir handelte es sich an beiden Füßen um den "Typ 3" sprich ich hatte ein sehr weit ausgeprägtes Kahnbein. 

Das Ganze sah noch etwas heftiger als auf deinem Foto aus. Mir hat das schon seit 25 Jahren Probleme bereitet, ständig Schmerzen und Instabilität am Fuß, auch durch die Beeinträchtigung der Sehne. Ich war über die Jahre hinweg bei verschiedenen Orthopäden, aber bis auf das verschreiben von Einlagen kam keiner auf die Idee, dass man operativ Abhilfe schaffen könnte. 

Meine Partnerin hat mich dann zum Fußzentrum Herford geschleppt, wo mir der Arzt D. X. Lopes dann mitteilte, dass in meinem Fall eine OP angebracht wäre. Die erste OP hat er dann direkt nach Ostern 2016 erledigt, indem er das Kahnbein auf ein normales Maß gekürzt und die Sehne neu "verwurzelt" hat. Anschließend wurde der Fuß für sechs Wochen eingegipst und danach langsam wieder belastet. Insgesamt konnte ich nach zehn Wochen wieder voll körperlich arbeiten. Ich bin absolut froh, dass ich mich zur Op entschieden habe, denn die Schmerzen sind am rechten Fuß völlig weg und der Fuß hat mehr Stabilität. 

Der linke steckt nach der zweiten Operation aktuell noch für weitere vier Wochen im Gips. Ich bin aber überzeugt davon, dass ich dort den gleichen Erfolg haben werde. 

Ein Spaziergang war und ist es sicher nicht, denn besonders mit dem Gips stehe ich auf Kriegsfuß, aber bei mir hat das ständige Instabile laufen schon Auswirkungen auf Hüfte und Rücken gehabt. 

Die Entscheidung für eine Korrektur in jungen Jahren wie du sie machen lassen hast, halte ich für einzig richtig. 

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