Mein Schwager hat am 6.5.2017 eine neue Hüfte bekommen. Wäre es jetzt sinnvoll mit EMS Training zu beginnen?

2 Antworten

Meine Oma hat auch eine künstliche Hüfte und trainiert mit großem Erfolg seit über einem Jahr EMS bei Emsly in Düsseldorf. Da trainieren auch richtig viele ältere Menschen. Das ist die wohl gelenkschonenste Trainingsform überhaupt. Übrigens werden da keine Stromstöße durch den Körper gejagt, sondern leichte Elektroimpulse die man von der Elektrotherapie kennt. Ich selber mache das schon über 3 Jahre und habe seither keine Rückenschmerzen mehr.

Der Schwager sollte den behandelnden Arzt fragen, ob dieses EMS überhaupt in Frage kommt. Denn immerhin wird da Strom durch den Körper gejagt und Endoprothesen sind ja nunmal aus Metall. Und die meisten Metalle leiten nunmal Strom, - mehr oder weniger gut.

Außerdem muss der Schaft hundertprozentig fest sitzen, die noch vorhandene Knochendichte muss künftige Belastungssicherheit gewährleisten. Denn das Training ist ja nicht nur mit Stromstößen und entsprechender Muskelkontraktur verbunden. Er muss ja auch noch Übungen dabei machen. Diese Übungen beinhalten u. A. die genau gegenläufige Haltung/Anspannung zur elekto-Kontraktion, er macht quasi isometrische Übungen/Kontraktionen. Das kann die Achse des Knochens der trainierten Region gehörig unter Spannung bringen, besonders wenn die zu trainierenden Muskeln eine erhöhte Dysbalance aufweisen. Wenn dann ein Gelenkersatz nicht supergut hält, dann kann er sich mit solcherart Trainiererei den Schaft lockern. 

Also  ich  würde das Training nicht machen, aber das soll beim Schwager natürlich der Arzt entscheiden. 

Bevor die nächste Frage kommt, weil der Schwager sich was neues "leichtes" ausgedacht hat: Ein Training auf einem sog. Vibro Shaper ist ebenfalls nicht zu empfehlen. 

Es geht halt nix über die gute, natürliche, altbewährte Methode des Muskelaufbautrainings: anspannen, entspannen, anspannen, entsp.......
VG

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