Hautveränderungen an den Fingern, weshalb & wie werde ich es los?

meine rechte Hand & die drei betroffenen Finger - (Schmerzen, Haut, Arzt)

4 Antworten

Lieber Fragesteller!

Ich, weiblich, 23, habe dasselbe Problem. Ich leide seit meinem 13. Lebensjahr unter Neurodermitis. Bei einem Praktikum in Küche/Service vor mehreren Jahren habe ich dieselben Fingerkuppen wie Sie bekommen. Es lag am vielen Wasserkontakt. Die Haut löst sich in Schichten von den Fingerkuppen und reißt schließlich wesentlich tiefer blutig ein, wie auf Ihrem Bild zu erkennen ist. Das Einzige, was mir geholfen hatte, war seit dem sehr wenig Kontakt mit Wasser zu haben. Nur Hände waschen, Dinge abwaschen, oder nur mit Handschuhen Haare waschen und putzen. Es liegt auch daran, dass die Hautbarriere sehr geschwächt ist. Im Allgemeinen sind ihre Fingerkuppen und vielleicht auch restliche Haut- wie bei mir- sehr empfindlich und anfällig gegenüber Abreibungen jeder Art. Für den Feuchtigkeitshaushalt der Haut hilft viel Eincremen. Wenn Sie zusätzlich Neurodermitis haben, dann auch Cortisoncremes. Mir hat damals an den Fingerkuppen kein Cortison der Welt geholfen, obwohl mir jene Salben seit Jahren zur Verfügung standen und in regelmäßiger, aber nicht zu häufiger Verwendung waren, da Cortison, wenn zu viel verwendet, die Hautbarriere dünner macht. Ich wünsche Ihnen alles alles Gute!!!

Beifügung zu obiger Antwort: Es ist keine Nickelallergie, die nur an den Stellen auftritt, wo unechter Schmuck getragen wurde. Ich selbst vertrage Modeschmuck schlecht und bekomme von Ohrringen nach 2 Tagen Tragezeit rote, entzündete Ohrlöcher. Von Ketten dieser Art nach Schwitzen juckt es am Hals, wo sie getragen wurde. Wenn Sie eine Metallallergie ausschließen möchten, gibt ein Metallallergietest darüber Auskunft. Mein Metallallergietest vor 1 Jahr war auf alle Metalle negativ.

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BelynnDa, entschuldige bitte aber es ist meiner Meinung nach eine Pilzerkrankung, wenn nicht sogar Nagelpilz, geh bitte zum Hautarzt und lass dieses Krankheitsbild abklären.

LG Bildchen :)

Ich war bereits bei verschiedenen Ärzten, darunter auch Dermatologen und Pilzerkrankung wurde ausgeschlossen :/ Weiss aber auch nicht was ich glauben soll...

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Wenn eine Nickelallergie vorliegt, kann dies durch einen Test herausgefunden werden. Die Hautrisse können durch viele verschiedene äussere Einflüsse eintstehen: starke Beanspruchung bei der Arbeit, häufiges Händewaschen, Unverträglichkeiten von Creme, Spülmittel, Waschmittel etc. Alles was irgendwie mit der Haut in Berührung kommt.

Unter http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1058 habe ich einen interessanten Artikel zum Thema gefunden:

Hautrisse effektiv behandeln

PZ Gerade in der kalten Jahreszeit sind Hautrisse an Händen und Füßen häufig. Fragen zur Entstehung, Prophylaxe und Behandlung von Rhagaden beantwortet Dr. Rudolf Schulte-Beerbühl, Dermatologe aus Dortmund.

PZ: Welche Hautveränderungen bezie-hungsweise Hautkrankheiten sind die häufigsten in der Praxis?

Schulte-Beerbühl: Neben den schon fast klassischen Erkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis und Akne finden sich in der Praxis häufig Probleme mit Hautmy-kosen oder bakterielle Entzündungen im Nagelbettbereich an Füßen und Händen wieder.

PZ: Welche Rolle spielen Hautrisse aus der Sicht eines Dermatologen?

Schulte-Beerbühl: Tiefe schmerzhafte Rhagaden sind Hautrisse, die entstehen, wenn die Elastizität der Haut herabgesetzt ist und die Haut überdehnt wird. Durch die Verletzung der Hautoberfläche können dann Pilze oder Bakterien eindringen und Entzündungen hervorrufen.

PZ: Was sind die häufigsten Ursachen für Hautrisse?

Schulte-Beerbühl: Infrage kommen äußere Einflüsse wie Verletzungen, berufliche Tätigkeiten, Hobbys und klimatische Bedingungen. Gerade im Winter trocknet die Haut schneller aus und ist damit anfälliger für Rhagaden und Fissuren.

Wer zu trockener Haut neigt, ist ohnehin häufiger von Hautrissen betroffen als andere. Denn letztlich gründen Hautrisse auf einem zu geringen Feuchtigkeits- und Fettgehalt der Haut. Sie wird rissig, sobald der Feuchtigkeitsgehalt auf weniger als 10 Prozent sinkt und der Verlust des natürlichen Hauttalgs, der epidermalen Lipide, eintritt. Daneben gibt es natürlich auch Hautkrankheiten wie chronische Ekzeme, Neurodermitis und Psoriasis, die Hautrisse verursachen.

PZ: Wer leidet besonders unter Hautrissen?

Schulte-Beerbühl: Grundsätzlich bekommen ältere Menschen schneller Hautrisse als Kinder, da es zum natürlichen Alterungsprozess gehört, dass die Haut mit den Jahren Feuchtigkeit verliert und weniger epidermale Lipide produziert. Bei Menschen, die körperlich arbeiten, besteht eine höhere Verletzungsgefahr; arbeiten sie zusätzlich im Freien, trocknet die Haut schneller aus und ist gefährdeter für Risse. Auch durch häufigen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln verliert die Haut schneller Feuchtigkeit und Talg. Friseure gehören ebenso zu den Betroffenen wie Krankenschwestern, die zudem oft mit Desinfektionsmitteln in Berührung kommen.

PZ: Wie kann man vorbeugen?

Schulte-Beerbühl: Falls die verursachenden Tätigkeiten nicht zu vermeiden sind, sollte die Haut intensiv gepflegt werden. Wenn möglich, sollten Betroffene Schutzhandschuhe tragen und regelmäßig Feuchtigkeit spendende und rückfettende Hautschutzcremes verwenden.

PZ: Worin unterscheiden sich Hautrisse von anderen Wunden in der Behandlung?

Schulte-Beerbühl: Das Spezielle an Hautrissen ist ihre Hartnäckigkeit. Die Wunde ist zwar relativ klein, aber ausgesprochen schmerzhaft. Da die eigentliche Problematik nicht in der Wunde, sondern in der sie umgebenden Haut zu suchen ist, steht die Pflege und Rückgewinnung der Elastizität an erster Stelle. Empfehlenswert ist, eine harnstoffhaltige Salbe auf die belasteten Areale aufzutragen. Gerade bei den am häufigsten betroffenen Händen können Patienten die Salbe gut okklusiv wirken lassen. Dazu ziehen sie einen Handschuh über die eingecremte Hand und lassen die Salbe kurzfristig einwirken.

Zeitgleich sollte die Wunde zum Abheilen gebracht und geschützt werden. Dies kann am besten über ein flüssiges, wasserresistentes Pflaster gewährleistet werden. Es wird direkt auf den Riss aufgetragen und schützt so vor äußeren Einflüssen wie Irritationen und Wasser. Auf der Innenseite erhält der Film ein feuchtes Wundmilieu, wodurch der Haut optimale Heilungsbedingungen geschaffen werden. Neue flüssige Pflaster verfügen zusätzlich über heilungsfördernde Wirkstoffe wie etwa Vitamin E in Urgo direct. Vitamin E hat hautregenerative Eigenschaften und fördert und beschleunigt den Heilungsprozess.

PZ: Was kann passieren, wenn Hautrisse nicht behandelt werden?

Schulte-Beerbühl: Es ist möglich, dass Bakterien wie Streptokokken eindringen und zu schwerwiegenden Infektionen der Unterhaut insbesondere an der unteren Extremität (Erysipel, Wundrose) führen. Im Übrigen sind Rhagaden und Fissuren sehr schmerzhaft und behindern häufig schon bei täglichen Handlungen wie Hemdknöpfen, Schreiben und Computerarbeit. Daher ist eine Therapie auf jeden Fall empfehlenswert.

Wenn Sie unter 'Hautrisse Hände' googlen, finden Sie auch viele Produkte, die dagegen helfen sollen.

Hi BelynnDa!

ich wüßte gerne, ob Du die Geschichte in den Griff bekommen hast? Habe das gleiche Problem...

Hallo! 

Nein ich habe es immer noch...es hat nichts geholfen. Versuche meine Hände oft einzucremen, wegen den Rissen. Benutze nur rückfettende Seifen usw. 

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