Benötige dring Hilfe von einem Hautarzt/Dermatologe, war bereits bei mehreren Ärzten

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So wie du das schilderst, fing es wohl an als bei dir, wie bei fast jedem andern auch, das Immunsystem im Herbst/Winter in den Keller ging. Auf unserer Haut lebt trotz bester Hygiene so einiges in trauter Eintracht beisammen. Eine ausgewogene Hautbesiedelung hält sich gegenseitig in Schach. Das verträgt die Haut auch sehr gut, bis...

Bei dir werden Staphylokokken über winzige Verletzungen in die unteren Schichten der Haut gelangt sein. Das führt zu der hoch ansteckenden Impetigo. Da ist Cortison nicht das Medikament der ersten Wahl, weil es die Haut belastet und ihre Selbstheilungskräfte untergräbt.

Hygiene nun sehr wichtig, aber genug ist auch genug. Bei jedem Waschen und Desinfizieren wird die Hautbesiedelung durcheinander gebracht. die widerstandsfähigeren Staphylokokken gewinnen dann die Oberhand, denn ihre Widersacher sind fast alle ausgemerzt.

Die gelbe Kruste bildet die Haut, damit sie darunter in Ruhe heilen kann. Das Jucken ist ein spürbarer Nebeneffekt der Heilungsprozesses. Die Kruste fällt von selbst ab, wenn die Haut ausgeheilt ist. entfernt man sie zu früh, pult da vielleicht noch herum, "pflügt man den Acker" für die Staphylokokken, und über winzige neue Verletzungen wird die Haut erneut infiziert, und kann mit der Heilung wieder von vorn anfangen.

Wer 'etwas mit der Haut hat' sollte nur Kleidung aus Naturfasern tragen. Synthetische Textilien kann man nur schonend waschen, eben lauwarm, sie sind nicht saugfähig, daher nehmen sie Schweiß nicht gut auf. Hervorragend geeignet ist Baumwolle, die man auch kochen und heiß bügeln kann. Ein gebügeltes Geschirrtuch z. B. ist eine viel hygienischere Wundauflage als eine Mullbinde, die wer weiß wie lange schon im Medizinschrank lag.

Dann ist es auch wichtig, dass in der Kleidung keine Waschmittelrückstände zurückbleiben. Auch Weichspülmittel sind Tenside, die durch Schweiß aus der Kleidung gelöst werden und einen Film auf der Haut bilden. Tenside sind "Futter" für etliche Arten Mikroorganismen, daher auch für die Besiedelung unserer Haut. Man denke nur an überdüngte Flüsse und Seen durch Tenside.

Wichtiger als Waschen ist also spülen. Statt Weichspüler sollte man die Spülgänge mit 2 oder 3 Esslöffel Essigessenz durchlaufen lassen. Das löst Lauge, Seife und Tenside aus den Fasern und desinfiziert die Wäsche sogar etwas. Gut gespülte Wäsche wird beim Trocknen nicht brettig und braucht keine zusätzlichen Duftstoffe, weil nichts mehr darin ist, das in Verbindung mit anderen Rückständen dann müffeln könnte.

Wie @StephanZehnt schon schrieb, wird dein Immunsystem geschwächt sein. Anti - Bio = Gegen das Leben. Unsere Darmflora ist auch biologisch und wird von Antibiotika genau so gekillt, wie Krankheitserreger aller Art. Wir brauchen die Darmflora aber, um aus der Nahrung sämtliche Mikronährstoffe herausholen zu können.

Verzichten solltest du auf Glutamat, das in Fondor, Instant Brühe, -Suppen und -Soßen, "Heiße Tasse", "Noodel-Pot" usw. als Geschmacksverstärker enthalten ist. Auch die darin enthaltenen Konservierungsmittel schaden der Darmflora

Dein Juckreiz kann bei dir auch durch Histamine verstärkt sein, und zwar weil deine Abwehr geschwächt ist. Es muss keine Histamin-Intoleranz sein, eben nur eine momentan erhöhte Empfindlichkeit.

Hier eine Liste der Potentiell unverträgliche Nahrungsmittel aus Wikipedia

Histamin entsteht in bakteriell fermentierten Nahrungsmitteln, wie:

  • geräuchertes Fleisch, Salami, Schinken, Innereien
  • viele Fischprodukte, insbesondere Fischkonserven, Meeresfrüchte
  • gereifte Käsesorten („Hartkäse“), je höher der Reifegrad, desto höher der Histamingehalt
  • Sauerkraut, Spinat, Bier
  • Essig, essighaltige Produkte wie Senf sowie in Essig eingelegte Lebensmittel (z. B. eingelegtes Gemüse)
  • Rotwein, je höher der Reifegrad, desto höher der Histamingehalt. Trockene Weißweine enthalten praktisch kein Histamin, Sekt ist ebenfalls zu empfehlen. R. Jarisch warnt hingegen[9] vor französischem Champagner mit seinen 670µg/l Histamin (Champagner wird teilweise aus roten Trauben hergestellt.).
  • Schokolade: Schokolade enthält zwar kein Histamin, aber die anderen biogenen Amine Tyramin und Phenylethylamin. Diese Amine stammen aus dem Kakao. Bei der Minimierung der Histaminaufnahme durch die Nahrung sind auch Kakaogetränke und Schokolade (in diversen Süßspeisen) zu meiden.[9][10]
  • Pilze, auch Schimmelpilze (z.B. Edelschimmel auf verschiedenen Käsesorten)
  • Tomaten, Ketchup und Pizza[9]
  • Andererseits soll es Nahrungsmittel (wie z. B. Ananas, Papayas, Nuss- und Kakaoprodukte[11]) und Medikamente geben, die den Abbau von Histamin verzögern[10] oder sogenannte Histaminliberatoren (z.B. gehören dazu bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe), die verstärkt Histamin im Körper freisetzen.[11]
  • Alkoholkonsum steigert die Durchlässigkeit der Zellwände und senkt damit die Histamintoleranzgrenze, weshalb insbesondere beim Mischen von Alkohol und histminreicher Nahrung (z.B. Rotwein und Käse) überaus starke Reaktionen auftreten können.

Gibt es in Deiner Nähe eine Hautklinik? Wenn ja, würde ich mich dorthin stationär einweisen lassen.

Hallo..,

ich nehme einmal an das Deine Haut inzwischen so aussieht ? (de.wikipedia.org/wiki/Datei:Impetigo_elbow.jpg)

Dein riesen Problem ist, dass die Flüssigkeit in den Bläschen hochansteckend ist. Das heißt es juckt und man kratzt sich und trägt die Erkrankung weiter auf Hautflächen die noch nicht betroffen sind. Also wenn schon dann Kosmetiktücher odgl. benutzen. Nun ist Erythromycin wie Du schon angenommen hast ein Antibiotikum. das Du auch anwenden so lange das Problem besteht und es Bläschen gibt.

Das von Dir erwähnte Glucocorticoide ("Cortison" in Diprogenta) sollte man nur begrenzt nehmen.weil es die Haut dünn macht.
Du schreibst von Deiner Ernährung - hast Du schon einmal etwas von natürlicher Antibiotika gehört? So z.B. Ingwer oder Meerrettich udgl. möglichst roh in Salaten odgl. so etwas kann bei solch einer Erkrankung unterstützend wirken.

Hier einmal etwas mehr zum Thema ziemlich unten stehen Möglichkeiten der Behandlung bekommt man da auch einen Teil ohne Rezept (> in Absprache mit Arzt verwenden).

http://www.derma-experte.de/krankheiten-liste-der-artikel/52-impetigo-contagiosa/64-impetigo-contagiosa?showall=1

Also absolute Hygiene - der Versuch das Immunsystem etwas zu unterstützen natürliches Antibiotika -- was kann man noch in Absprache mit dem Arzt verwenden siehe Link . Wenn sich eine Kruste bildet und langsam abfällt wird es besser .....

Gute Besserung Stephan

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