Krampfadern (Varizen oder Varikozele) sind nicht gefählich. Auch Hämorrhoiden sind nichts anderes, die übrigens jeder hat, sonst wären wir nämlich hinten nicht dicht.

Die Venen befördern das Blut zum Herzen zurück und haben im Gegensatz zu den Arterien keine Muskulatur. Stattdessen sind darin in Abständen Segelklappen angeordnet, damit das Blut nicht durch meterlange Schläuche gepumpt werden muss. Die Klappen funktionieren in der Art von Ventilen, verhindern also ein Zurückfließen des Blutes in der Vene.

Varizen und Varikozele sind eine Alterserscheinung. Die Venen leiern mit den Jahren aus, und die Klappen darin können nicht mehr vollständig schließen. Deshalb weiten sich die Venen und das Blut kann sich darin stauen. Das ist ein langsam fortschreitender Prozess, der für sich selbst noch keinen Krankheitswert hat.

Erst wenn es extrem wird, die Krampfadern so weit aussacken, das sich darin große Mengen an Blut stauen, kann es zu Problemen kommen. In erster Linie gehören dazu Wasseransammlungen im Gewebe. Das Gewebewasser soll mit dem Blut abtransportiert werden, fleißt das aber nicht zügig, bleibt das Wasser im Gewebe zurück und die Folge sind geschwollene Beine.

Was du da hast, ist eine minimale Ausbuchtung, die wohl jeder Arzt als unauffällig durchwinken dürfte.

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Das sieht eher nach einer Trockenflechte aus. Dann fühlt sich die Haut an der Stelle trocken und rauh an, als hätte man dort rauhe Hornhaut. Meistens ist die Stelle rund oder oval und scharf abgegrenzt. Das kommt durch trockene Heizungsluft und gibt sich im Laufe des Sommers dann von ganz allein.

Auf unserer Haut leben ja ganze Kolonien von Bakterien usw. Normalerweise ist die Besiedelung ausgewogen. Bei Belastung wie im Winter, kann aber schon einmal eine Kolonie die andere outbirthen. Eigenlich halten sie sich alle gegenseitig in Schach, doch wenn das Gleichgewicht nicht mehr stimmt, bekommt eine Art Oberwasser, und es kommt z. B. zu so einer Trockenflechte.

Alles eincremen und jegliche Extra-Pflege hat keinen Zweck, behindert sogar eher die Selbstheilung, weil man die Haut mit Fett versiegelt. Unter der Fettschicht kann die Flechte dann gut geschützt vor sich hin brüten. Wenn deine Haut sonst gesund ist, bekommt sie das auch ganz allein in den Griff.

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Das kann Lippenherpes sein. Ungefähr 90% der Bevölkerung sind mit dieser Variante der Herpes-Viren infiziert. Zum Ausbruch kommt es meistens, wenn man körperlich besonders belastet ist oder gerade eine Erkältung hat. Schon ein ausgiebiges Sonnenbd reicht aus.

Die Bläschen auf der Lippe und am Lippenrand sind nur die Symptome. Die Herpes-Viren stecken im Rückenmark. Ist man körperlich nit gut drauf, ergreifen sie ihre Chance und breiten sich entlang der Nerven zur Haut aus. Meistens ist der Schmerz an der Stelle stechend.

Die Flüssigkeit in den Bläschen ist hoch ansteckend, also nicht daran herumfummeln, sonst steckt man sich woanders auch noch damit an. Vorsicht auch, damit das nicht in die Augen kommt. Durch Herpes kann man erblinden!

Bei Herpes auf jeden Fall Sonneneinstrahlung vermeiden!

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Du willst ja nur einen ständigen Überblick über die zu dir genommenen Kalorien haben, und ohne ständige Rechenkunststücke, für die man Taschenrechner dabei haben muss. Es geht auch einfach:

Ein Gram Fett, egal welsches, hat 8 ckal.

Ein Gram Kohlenhydrate, egal welche, haben 4 kcal.

Ein Gram Proteine, egal welche, haben 4 kcal.

Und damit schätzt du alles ab, was du zu dir nimmst. Damit rechnesst du dann Pi mal Daumen. Das geht so:

Zerleg die Sachen die du isst in die Bestandteile. Ob beim Kochen Wasser verdunstet ist dabei egal, das hat keine Kalorien. Such dir die wichtigsten Lebensmittel aus Kalorientabellen heraus und merk dir die gerundeten Werte.Fass dir da dann Gruppen zum Vereinfachen zusammen.

Bedenke dabei so simple Dinge wie: Nudeln sind aus Mehl, Honig setzt sich aus sieben sorten Zucker zusammen, Käse hat unterschiedlichen Fettgehalt von 15% bis 85%, 3,5% von einem Liter sind 35 g usw.

So ein paar Schluck Milch machen also nicht fett, ob Mager- oder Vollmilch, die paar Gram Fett bleiben schon beim Schmieren am Messer hängen. Mach dich mit so was also gar nicht erst kirre.

Ein Esslöffel Zucker, Honig, Marmelade, Mehl, Getreidekörner, ganz gleich welche, sind immer 25 g reine Kohlenhydrate. Jeder Esslöffel sind da also 100 kcal. Man könnte sich damit auch wuschelig rechnen, aber warum kompliziert, wenn es einfach geht?

Scheibe Brot, 30 g, (Mehl oder Körner ist egal, Hefe, Wasser) = Kohlenhydrate, also 120 kcal. Butter oder Margarine drauf, 20 g, (85% Fett), also fast pur Fett mit etwas Wasser, also (17 X 8 = 136 wäre das ganz exakt) 150 kcal. Scheibe Aufschnitt drauf, 15 g, Fleisch, also 60 kcal. Pi mal Daumen ganze Stulle also 320 kcal. (Hättest du da mal besser Quark mit Kräutern drauf getan)

Kartoffeln oder eine Portion Gemüse und Kräuter, fast egal welches, 100 g (ohne Zutaten) haben so etwa 25 kcsl. Das reicht zum Pi mal Daumen rechnen. Und immer schön die Zahlen rund halten!

Pfannkuchen: ein Ei (Proteine), 60 g Mehl (Kohlenhydrate), 10 g Fett. Ganz genau bekommst du das nie ausgerechnet, weil es ein großes oder kleines Ei sein kann, beim Backen mehr oder weniger Fett daran hängen blieb usw. Dabei stellt sich dann heraus, dass ein Rührei auf auf zwei Scheiben Brot die selbe Menge an Kalorien hat!

Je simpler du deine Berechnungen anstellst, desto eher hast du im Kopf, wie veile Kalorien einzelne Gerichte so haben.

Und dann setzt du für dich Etappen fest. Bis Mittag 600 (ohne Frühstück keine Power), dann bis abends 500 dazu und zuletzt maximal 500, damit du nicht im Schlaf verhungerst, und fertig bist du mit der Chose.

Es spielt doch keine Rolle, ob es dann doch 1730 kcal. waren, oder doch nur 1560 wurden - Kopfrechnen macht nicht schlank ;-)

Für fast alle Süßigkeiten kann man kalorienarmen Ersatz finden: Gummibären - Paprikawürfel, Pralinen - Sherrytomaten, Man muss dazu im Supermarkt nur in einer anderen Abrteilung suchen ;-)

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Jo, das mit der Suche im <internet war ganz überflüssig. In der Über-Informations-Falle wird aus einer Verstopfung dann schon mal locker Darmkrebs.

Wenn man Vertstopfung hat, dann muss der fest Klumpen zuletzt doch irgendwie da raus. Wie kriegt man aber einen Ziegelstein durch einen Gartenschlauch, ohne dass er den dabei aufschlitzt?

Unser Körper ist ein Wunderwerk der Natur. Wenn die <peristaltik den gesammelten Stuhl im unteren Darmende nicht mehr bewegen kann, dann sondert die Darmwand einen weißen Schleim ab. Der soll dann als Gleitnittle dienen, und schon kann man wieder. Der Schleim kommt ja mit dem Stuhl zusmmen in der Toilette an, und sieht dann mehr oder weniger wieß, gelblich oder sogar braun aus. 

Das es dir dreckig ging, während sich die Vstopfung aufbaute, ist ganz verständlich. der Darm versucht da etwas vorwärts zu bewegen, und braucht mehr Kraft als üblich. Die Nährstoffaufnahme und die Elektrolytaufnahme aus dem Darm werdeb durch Verstopfug auch gestört. Das lässt einen sich krank fühlen.

Sorg für egelmößige Verdauung, und du hast die Probleme nicht mehr

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Was und wie und warum da bei dem einen auf den Zähnen kleben bleibt, beim anderen nicht, oder nur anderes hängen bleiben, werden wir wohl so leicht nicht ergründen können. Die Zahnoberfläche ist ja auch noch entscheidend. 

Hier eimal ein ganz anderes Beispiel zu Oberflächen und was daran warum "hängen bleibt", oder nicht.

Bei mir wurden die (20 Jahre alten) Kunststoffrahmen der Fenster immer wieder durch Blütenpollen, Autoabgase und was sonst noch an Feinstaub in der Luft ist elendig dreckig. Das Zeugs ist kaum herunter zu bekommen, und scheuern bei Kunststoff geht ja nicht. zerkratzter Kunststoff wird noch schneller dreckig. 

Auf einen Rat hin hatte ich meine Kunststoffrahmen der Fenster dann mit Glyzerin gepflegt. Man soll die saubere Oberfläche mit einer winzigen Menge Glyzerin und weichem Lappen polieren. Der Kunststoff wurde tatsächlich dadurch gepflegt und wirkte wie neu. 

Drei Wochen danach sehe ich dann die Bescherung: so gut wie alles aus der Luft war an den Rahmen nun kleben geblieben, Blütenpollen, Abgasstaub... Eine dreimal so dicke Schicht, ein schwarz-grüner  Schweinkram. Ich also die Fenster noch einmal herunter gewaschen und trockengerieben, poliert bis hoffentlich das Glyzerin wieder runter ist. 

Das ist drei Jahre her, und seither habe ich meine Fenster nur je zwei mal im Jahr mit kaltem Wasser abgespühlt und getrocknet. Es bleibt tatsächlich kaum etwas daran hängen und die Rahmen sind dank Pflege wieder super pflegeleicht geworden. Diesen Herbst war die Wirkung nicht mehr so gut, ich muss im Frühjahr die Grundpflege wohl wiederholen, dann aber wirklich nur mit einem Hauch von Glyzerin - drei Tropfen pro Fensterrahmen, und mehr nicht. 

Es gibt also etliche Faktoren zu deiner Frage: wie ist der PH-Wert des Leitungswassers? Wie lange wurde der Reis gekocht? Welche weiteren Stoffe sind im Kochwasser (Salz, andere Gewürze)?; 

Wie glatt ist die Oberfläche deiner Zähne? Wie lange zuvor hast du deine Zähne geputzt? Was ist schon drauf, bevor du den Reis isst? Wie setzt sich dein Speichel zusammen? Was isst du zu dem Reis dazu? Trinkst du Wasser zum Essen, Saft, Wein, gar nichts (PH-Wert)? und - und - und... 

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Richtig gefährlich ist eine Verstopfung nicht, und einen absolut regelmäßigen Stuhlgang, von wegen täglich 10 Min. nach dem Aufstehen, hat so gut wie niemand. Verstopfung ist auch etwas, das jeder mal hat. So lange sich das in Grenzen hält, ist alles in Ordnung, auch wenn man sich dabei unwohl fühlt. Ist dann alles in Schwung, geht es einem sofort besser.

Menge, Häufigkeit und Konsistenz hängen zum größten Teil davon ab, was man isst, und dann noch, ob man auch genug Bewegung bekommt. Was der Körper aus der Nahrung an Nährstoffen aufnimmt, sind ungefähr 6-8 Esslöffel voll, mehr nicht. Und es wäre eine sehr zähe Masse, aber so etwas ließe sich nicht durch die Darmwindungen kneten. 

Deshalb brauchen wir Ballaststoffe, in denen die Nährstoffe dann drin sind, und als Lösungsmittel Wasser dazu. Unser Verdauungssystem ist ja keine moderne Erfindung, sondern hat sich in der ganzen Evolution entwickelt. Ganz gleich wo wir lebten, essen konnten wir immer nur, was vorhanden war, für uns leicht erreichbar ist. Deshalb hier die Tipps mit eingeweichten Backpflaumen, Leinsamen usw. Das sind ballaststoffhaltige Nahrungsmittel.

Morgens zwischen 5:00 und 7:00 Uhr ist der Dickdarm am aktivsten. deshalb empfiehlt es sich, eine Gegenmaßnahme immer früh am Morgen zu starten. 

Die einfachste Sofort-Abhilfe ist Wasser, und zwar ein großes Glas möglichst warm in einem Rutsch trinken. Am besten klappt das früh morgens gleich auf nüchternen Magen. Im Wasser ist nichts drin, das der Körper aufnehmen könnte, anwärmen muss er es auch nicht, und so stürzt es durch Magen und Dünndarm hindurch und wirkt wie Abflussfrei. 

Wenn du häufig "nicht auf den Pott kannst", solltest du deine Ernährung überprüfen. Zucker und zuckerhaltige Getränke können zu Verstopfung führen. Zucker tötet wie ein Antibakterium die Darmflora, und schon kann nichts mehr richtig zerlegt werden und bleibt stecken. Weißbrot, Toastbrot, Kuchen, Süßigkeiten, Schokolade... haben so gut wie keine Ballaststoffe. Und wo nichts ist, kann nichts weitergeschoben werden. 

Obst, Gemüse, Vollkornbrot und Nüsse haben da mehr zu bieten. Und damit Ballaststoffe richtig aufquellen können, brauchen wir auch genug Flüssigkeit. Man sollte täglich zwischen 1,5 und 2 Liter Wasser trinken, um alles im Fluss zu halten.  

Gefährlich wird eine Verstopfung erst dann, wenn der Darm "das Handtuch wirft", aufhört zu arbeiten, einfach weil er seinen Job nicht mehr machen kann.  Dann ist alles zu voll, der Brei trocknet an den Darmwänden fest, dazu gehört aber einiges... Das nennt sich dann Darmlähmung, ist ein akuter Notfall. Damit würde man nicht mehr im Internet surfen, sonder geht sofort und freiwillig in die nächste Notaufnahme.

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Alvesco Spray selbst kenne ich nicht, habe aber vergleichbare Erfahrungen, nicht nur mit Notfallsprays gemacht. 

Es sind Wechselwirkungen zwischen Alvesco und anderen Arzneimitteln bekannt.

Wenn eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, setzen Sie das Arzneimittel ab und sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt:Und dann kommt so ungefähr, was du beschrieben hast. Du hast also alles richtig gemacht, nur dem Arzt hat das wohl nicht gepasst. 

Ich darf das Salbutamol-Spray gar nicht verwenden, weil es bei mir sofort einen heftigen akuten Asthmaanfall mit Atemnot auslöst. Ich reagiere darafu hoch allergisch. Das Formoterol darin habe ich auch in anderen Medikamenten und vertrage das hervorragend. Es ist ja in diesen Sprays nicht nur der Wirkstoff darin, sondern auch ein Gas, das für die Verneblung sorgt. Und das muss man auch vertragen. 

Alvesco Spray enthält: 

•Aktiver Wirkstoff: Ciclesonid (Glucocorticoid)

•Sonstige Bestandteile: Ethanol (Alkohol) Norfluran (Tetrafluorethan)

Ich inhaliere jahrelang schon erfolgreich Foradil-Kapseln. Meine Krankenkasse möchte, dass ich ein (günstigeres) Generikum nehme. Davon bekomme ich Herzprobleme, nicht aber beim Original. Es ist eben ein wenig anders zusammengesetzt als das Original. Deshalb verschreibt mir der Arzt immer explizit das Original.  

Inzwischen habe ich über die Jahre etliche Lösungen zum Inhalieren mit Vernebler zum Schleimlösen durchprobiert. Bei etlichen Medikamenten bekommen mir die Zusatzstoffe darin einfach nicht. Manchmal muss man eben lange herumprobieren, bis man das richtige gefunden hat.

Lass dir vom Arzt nichts erzählen, wenn du ein Medikament nicht verträgst, dann verträgst du es eben nicht. Dass der das noch nie gehört hat, macht doch gar nichts. Nun hört er das eben zum ersten Mal von dir, so what?!

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Ist stark zunehmendes Schlafbedürfnis bei COPD IV normal?

Bei meinem Mann wurde 2010 COPD Gold IV festgestellt. Der damalige behandelnde Arzt gab ihm noch zwei Jahre. Nun, er ist immer noch da, war einige Male auf Intensiv, mit schlechter Prognose und hat sich wieder berappelt. Im letzten Jahr bekam er einen Elektrorollstuhl mit dem er dann sehr viel am Nachmittag unterwegs war.

In diesem Jahr hat er den Stuhl nur ein einziges Mal im Mai benutzt: Und auch zu einem kleinen Aufenthalt in den Garten konnte ich ihn nicht bewegen (kurze Distanz, ca. 15 m von seinem Bett entfernt). Ausnahme war der einwöchige Klinikaufenthalt zur Beatmungskontrolle. Kurz - er hat das Haus kaum verlassen und verbringt seine Tage mit Sitzen auf bzw. Liegen in dem Bett. Zur Toilette (ca. 7 m) geht er ca. 3 mal am Tag, das erfordert aber auch schon seine ganze Kraft.

Lebensbedrohliche Phasen gab es dieses Jahr Gott sei Dank nicht. Das Pulsoximeter zeigt in der Regel Sauerstoffwerte zwischen 89 und bis manchmal sogar 95 an.

Jetzt ist es so, dass er seit ca. fünf Wochen immer länger schläft. Heute zum Beispiel seit etwa 4.00 früh - bis jetzt - 19.45 Uhr - und er schläft immer noch. Dazwischen sind dann wieder einzelne Tage, wo er kaum schläft, doch in der Regel bekommt er vom Tag keinen Sonnenstrahl mit.

Mir macht das große Sorge. Ich lasse ihn schlafen, weil ich denke, er regeneriert sich dann von den Strapazen des Tages. Sauerstoff nimmt er rund um die Uhr. In den Wachphasen über die Nasenbrille 2,5 - 3 ltr. und wenn er schläft die gleiche Menge über die Vollmaske. Was bedeutet diese enorme Zunahme der Schlafphasen (letztes Jahr um diese Zeit wurde er so zwischen 12.00 und 14.00 Uhr mittags wach)? Gibt es Dinge auf die ich vermehrt achten muß?

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Wenn der Sauerstoffwert bei 95% liegt, ist das ein ausgezeichneter Wert für jemand mit COPD GOLD IV, der sich zudem kaum bewegt. Die Messung mit dem Oximeter zeigt aber nur den Sauerstoffgehalt des Blues an, also dass genug Sauerstoff zugeführt wird.

Es ist aber nicht so, dass wir einfach nur Sauerstoff einatmen, wir müssen auch Kohlenstoffdioxid abatmen. Und das muss ja erst einmal aus dem gesamten Organismus in die Lunge gelangen. Es muss über das Blut zur Lunge transportiert werden, was auch ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität erfordert. 

Der Facharzt sollte mal die Gaswerte des arteriellen Blutes untersuchen. Das kann man leider nicht von zuhause aus machen. Dazu muss er wirklich in einen Praxis oder Klinik. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Atmung

Atemsteuerung der Säuger:Gesteuert wird die Atmung durch das Gehirn beziehungsweise das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark. Ausschlaggebend ist dabei die Reaktion von Chemorezeptoren auf den Kohlenstoffdioxid-Gehalt des Blutes. Übersteigt dieser einen gewissen Schwellenwert, setzt der Atemreiz ein. Rezeptoren, die auf den pH-Wert des arteriellen Blutes sowie einen Sauerstoffmangel reagieren, haben nur eine zweitrangige Bedeutung als Atemreiz.

Über die sensiblen Fasern des Nervus vagus wird auch die Ausdehnung der Lunge erfasst. Überschreitet diese ein gewisses Maß, so wird die Respiration reflektorisch begrenzt.

Bei COPD ist nun einmal das Ausatmen erschwert. Wenn man dann nicht regelmäßig tief ausatmet, dann verbleibt zuviel Kohlenstoffdioxid im Körper zurück. Und weil die Lunge ohnehin schon überdehnt ist, wird vom Vagusnerv dann die Ausatmung zusätzlich noch begrenzt. Man atmet noch weniger tief ein und aus. Weil man sich nicht bewegt, atmet man noch flacher... Dann erst bleibt auch der Schleim in den Bronchien stecken, das Atmen fällt noch schwerer... 

Was deinem Mann nicht gut tut, ist zu viel Ruhe bzw. kein Anreiz mal kräftiger zu atmen und vor allem die Lunge leer zu atmen. Was ihn so müde macht wird das überschüssige Kohlenstoffdioxid im Blut sein. Das ist ein Teufelskreis, der sich da durch zu viel "Schonung und Ruhe" aufschaukelt. 

 Deshalb ist auch die regelmäßige Bronchialtoilette so wichtig, damit die Atemwege immer frei und die Bronchien weitgestellt sind. Er wird dafür entweder einen Flutter oder eine PET-Maske bekommen haben. Das sollte er mehrmals täglich auch anwenden, um Schleim los zu werden, die Atemwege zu weiten. Andernfalls wird da aus dem Schleim der Nährboden für eine Lungenentzündung. 

Was bei COPD auch wichtig ist, dass man genug Kalorien zu sich nimmt. Die Atemarbeit allein ist dann nämlich schon Schwerstarbeit und erfordert auch Kalorien wie für einen Schwerarbeiter. 

Gerade bei COPD muss man täglich immer wieder an seine Grenze gehen, damit die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. Bewegt man sich nämlich gar nicht, bilden sich alle Muskeln zurück, auch die Atemmuskulatur. 

Vielleicht ist es für ihn außerhalb des Bettes nicht interessant genug? 

Vielleicht ist das auch eine depressive Einstellung. Das kann schon dadurch kommen, dass ihm Vitamin D fehlt (war den ganzen Sommer nicht an der Luft). Ohne Sonnenschein bilden wir kein Vitamin D. Das kann man schon für wenig Geld rezeptfrei in der Apotheke bekommen.

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Als Faustregel für das Gewicht gilt: Körpergröße in cm minus 100, und davon 10 % abziehen. Für dich also: 59 - 5,9 macht ungefähr  53 kg. Es kommt dabei nicht auf die letzten Gram hinterm Komma an. 

MIt 52 kg bist du also längst da, wo du hingehörst. Dein Bauch wird auch schon kein Schwabbel sein, das ist bei Normalgewicht nämlich gar nicht möglich. Dadurch dass du recht schnell viel Gewicht abgenommen hast, wird die Muskulatur hier noch nicht so weit sein, dass sie deine Bauchdecke straff hält. 

Selbst der Dünnste hat auf dem Buch immer noch eine polsternde Speckschicht von 6 Zentimetern. Die werden auch gebraucht, um die Organe darin zu schützen und warm zu halten. 

Ich vermute bei dir eher, dass du falsch stehst, und deshalb dein Bauch nicht flach erscheint. Bei einem Rundrücken hält man die Schultern nach vorn und den Kopf eingezogen und das Becken nach hinten weggekippt. 

Das ist zuerst nur eine Fehlhaltung. Behält man diese Haltung aber als "normal" bei, so wächst man dann in diese Haltung hinein. Der Mensch wächst eben immer so, wie er sich hält.

Keine Panik, das lässt sich auch wieder rückgängig machen, ist nur mühsam und dauert etwas und erfordert Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, denn man bekommt im ganzen Leben keinen neuen Rücken; ist von der Natur einfach nicht vorgesehen. Man muss sich selbst bzw. dem Körper seine optimale Haltung "wieder angewöhnen".

1. Immer wieder daran denken "Napoleon-Haltung einnehmen! Also Kopf aus den Schultern ziehen, hoch mit dem Kinn und den Blick auf den Horizont richten, Hände mit den Daumen nach außen drehen, (dadurch rollen die Schultern ganz von allein nach hinten) und dabei das Becken nach vorne kippen. 

Das kann man am besten üben, wenn man sich mit den Hacken ganz nah an einen Pfosten oder Türrahmen stellt. Man wird dabei auch feststellen, dass die Bauchmuskeln den Bauch so noch am effizientesten stützen können.

2. Beim Gehen, Joggen, Walken oder ähnlichem die Hände immer so halten, dass die Daumen nach außen zeigen, also Handflächen nach oben. Damit drehen sich die Schultern automatisch so hin, wie sie auch gehören.

3. Beim hinsetzen darauf achten, dass man dann auch "auf dem ganzen Hintern" sitzt. Dazu beim Hinsetzen nicht als erstes den Rücken an die Lehne werfen, sonder den "Allerwertesten" zuerst möglichst weit hinten auf die Sitzfläche strecken. Beim Platz nehmen kippt das Becken so automatisch in die optimale Stellung. Auch ohne dass man seinen Rücken anlehnt, kann man so stundenlang ermüdungsfrei sitzen. 

Besonders am Anfang ist das alles anstrengend, weil der Körper umerzogen werden muss. Erst wollen die Muskeln noch nicht und man mag zunächst auch das Gefühl haben, dass die Napoleon-Haltung sehr anstrengend sei. Wenn man das aber konsequent, richtig, oft und lange macht, geht das in Fleisch und Blut über und man wird feststellen, dass diese Haltung einfach optimal ist.

Es sieht nicht nur selbstbewusster aus, sondern wirkt sich auch tatsächlich so aus. Der Blick ist frei, Lunge und Herz haben mehr Platz, Magen und Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse werden nicht mehr eingequetscht und die Wirbelsäule kann in sich selbst ruhen. 

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Brust,Rücken,Schulter,Oberarm

Also dort, wo regelmäßig Kleidung auf der Haut liegt. 

Das kann einfach eine Allergie sein: neues Deo, neues Duschgel, neues Parfüm, neues Shampoo benutzt, mit irgend etwas neuem eingecremt? Möglicher Verursacher kann auch jede Art von Raumsprays sein. Vor allem Parfümstoffe, aber auch andere Zusatzstoffe in Hygieneartikeln verursachen häufig allergische Reaktionen, die als Pickel auftreten können. Da hilft nur, den Übeltäter wegzuwerfen und nie wieder anzuwenden. 

Hast du vielleicht eine neue Waschmaschine zuhause, die nicht so gut spült, wie die alte? Wird ein anderes Waschmittel und/oder Weichspüler als sonst benutzt? 

Seifenrückstände in Textilien können vom Schweiß angelöst werden, gelangen dann als Film auf die Haut und können zu solchen allergischen Reaktionen führen. Und Weichspüler sind nichts anderes als Tenside und Duftstoffe, die wie Seife den Textilien extra hinzugefügt werden. Die kann man getrost weglassen, denn gut gespülte Wäsche ist von sich aus weich genug. 

Also dafür sorgen, dass die Wäsche immer gut gespült wird, notfalls alle Spülgänge noch einmal mit einem Schuss Essig ins Waschpulverfach durchlaufen lassen (nur nicht für Wolle und Seide geeignet). Die schwache Säure löst Seife aus Textilien. Danach sind sie auch weich, und sogar etwas desinfiziert, und es kann ohne Seife zwischen den Fasern keine Trockenstarre geben.

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Noch immer Enddarmschmerzen

Hallo liebe Experten u. Vielwisser. Nun habe ich schon seit vier Jahren ( seit weglassen von Abführmittel eine Analfissur bei 12 Uhr) diese teils unerträglichen Schmerzen.Auch oft noch den Tag nach dem Stuhlgang. Liegen ist oft nur auf dem Bauch möglich u. sitzen geht gar nicht. War vor einer Woche nun das vierte mal in einem großen End u. Dickdarmzentrum. Dort war ich bei dem Proktologen der mich auch vor zwei Jahren untersuchte. Es wurden jedes Mal REKTOSKOPIE und PROKTOSKOPIE gemacht. Diagnose: Stuhlentleerungsstörung bei spastischen Beckenboden ;Interner Rektummukosaprolaps bei Beckenbodeninsuffienz. Befunde: INSPEKTION : Kleiner hautdefekt 6 SSL keine Analfissur, PALPATION: Diffuser intraanaler Druckschmerz mit reflektorisch erhöhtem Spinktertonus. REKTOSKOPIE: Unauffällige Schleimhaut bis 12cm ano. PROKTOSKOPIE: Keine Fissur. verntraler Rektumkosaprolaps. Therapieversuch mit Muskelrelaxierender Salbe, Stuhlgangregulierung mit Macrogol . Vermeidung des Presssens. Leider hat man sich nicht viel Zeit genommen u. so sind viele Fragen offengeblieben wie warum so drücken müssen auch bei flüssigen u.breiigem Stuhlgang u. warum wird so etwas nicht operiert. Zudem wo ist der Unterschied zwischen Fissur u. Hautdefekt? Nehme jetzt die Salbe mit einem kleinen Dehner aber es tut sehr weh, bin wohl zu verkrampft. Mein Leben ist dadurch sehr eingeschränkt . Esse seit längerem jeden Tag einen Natur Joghurt, meist mit Pflaumenmus u. täglich Gemüse Brot u. Fleisch geht auf Grund fehlender Zähne derzeit nicht, jedoch hatte ich auch die Jahre wo ich nochmal kauen u. essen konnte die gleichen Beschwerden. Auch ( ist mir peinlich ) brennt es oft zusätzlich im Enddarm wenn ich abgehende Winde habe. Nehme seit einigen Jahren 1,5 Beutel Macrogol täglich dadurch ist der Stuhlgang sehr dünn, ohne dem zu fest. Mit Flohsamen u. viel Wasser trinken ( mache ich ohnehin ) bin ich nicht klargekommen Für eine Erklärung u. Rat im voraus vielen Dank!! Mfg. Leila8

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wo ist der Unterschied zwischen Fissur u. Hautdefekt?

Bei einer Analfissur ist Muskelgewebe mit eingerissen und bei einem Hautdefekt ist "nur" die darüber liegende Haut eingerissen. Deshalb wird da nicht operiert. (spröde Lippen können auch aufplatzen bzw. einreißen, was man doch auch nicht nähen würde.)

Stuhlentleerungsstörung bei spastischen Beckenboden... bei reflektorisch erhöhtem Spinktertonus

Hast du schon mal ausprobiert was passiert, wenn du Magnesium nimmst. Das ist der Stoff, der dafür sorgt, dass sich Muskeln entspannen bzw. Nerven nicht sinnlos Muskeln angespannt halten bzw. sich der Muskeltonus verringert. Das ist auch der Grund dafür, dass es "abführend" wirkt. Tatsächlich hat es aber den Effekt, dass die Darmanspannung "mal loslassen" kann.

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Verstecken wird ja nicht klappen. Auch wenn du einen dicken Verband drum wickelst, wird sie sicher dazu irgend etwas sagen. Und genau so gut kannst du auch irgend etwas antworten. Da hat es ihr zu genügen, wenn du sagst, "das hat ja mit der Schulter nichts zu tun" und das Thema sofort wechselst, auf deine Schulter-Probleme zurückkommst.

Je weniger du dabei zusammenzuckst, herumstotterst, dich windest etc., desto eher wird sie die Ritzwunden abhaken und um so weniger wird sie sich daran aufhalten oder wieder davon anfangen.

Aber mal ehrlich; sie würde dich das gar nicht als Ärztin fragen, sondern als Mensch. Schon mal darüber nachgedacht, dass du doch einen anderen Menschen brauchst, der dir mit dem Ritzen hilft? Für dich kann das doch nicht immer so weiter gehen. Was machst du, wenn du die Armen durch hast? Geht es dann an den Beinen weiter?

Ich kenn dich ja nicht ein bisschen, irgendwo habe ich gelesen, dass du 16 und mit @xblume16 wohl ein Mädchen bist und nicht bei deinen Eltern wohnst. Mehr weiß ich nicht von dir. Und trotzdem kann ich dir von hier aus genau sagen, warum du heulen musst, wenn du mit jemandem über dein Ritzen sprichst.

Eine Heulsuse bist du ganz bestimmt nicht. Aus Schwachheit kommen dir da ganz sicher nicht die Tränen. In so einem Moment passiert etwas ganz anderes, und zwar ganz, ganz tief in dir drinnen:

Das winzig kleine Hoffnungsflämmchen "es könnte alles wieder gut werden" hat einen leisen Luftzug bekommen. Puste es doch nicht gleich wieder aus, gib doch jemandem die Chance, dir zu helfen. Es wird nämlich um so schwerer, je länger du so weiter machst.

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Es spricht nichts dagegen, diese Hornhaut einfach abzuschneiden, nur nicht zu tief geraten. Es ist doch einfach nur tote Zellen, die nur noch nicht von selbst abgefallen sind. Was ich nicht empfehlen kann ist ein Hornhauthobel. Damit kann man sich viel zu leicht verletzen.

Wegschneiden halte ich sogar für besser, als das allseits empfohlene einweichen und herunter raspeln, mit Urea behandeln etc. Beim Abschneiden wird die lebende Schicht drunter am wenigsten gereizt und damit angeregt, erneut Hornhaut zu bilden.

Würden wie wie seit Millionen von Jahren noch barfuß laufen, hätten wir so etwas gar nicht. Es wird also an Schuhen/Strümpfen liegen. Irgend etwas wird da drücken oder reiben.

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Lies mal hier nach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hustenreflex

Das kann durchaus eine "Angewohnheit" sein. Mir war vor Jahren einmal bei meinem Bruder aufgefallen, dass er sich jedes Mal räusperte, wenn er auf der 7. oder 8. Treppenstufe angekommen war, ob rauf oder runter; wenn er eine Tür auf oder zu machte... Er war kerngesund, für das Räuspern gab es gar keinen Grund. Dann hatte ich ihn einmal darauf aufmerksam gemacht, und nachdem er dann selbst längere Zeit darauf geachtet hatte, war er das Räuspern los. Er hatte sich das einfach angewöhnt, und dann wieder abgewöhnt.

Ein gesunder Mensch räuspert sich etwa 3 - 10 Mal am Tag, einfach um den Rachen frei zu bekommen. Unsere Atemluft ist ja nicht frei von Staub und anderen feinen Partikeln. Die sammeln sich in den Bronchien und werden mit Schleim nach und nach durch Flimmerhärchen (Zilien) zum Rachen befördert. Ist genug beisammen, kommt es zu einem Hustenreiz, und das Räuspern befördert den Schleim/Schmutz dann durch den Kehlkopf nach draußen. Deshalb beginnen wir bei Staub oder Rauch in der Luft auch zu husten und niesen.

Ebene und Schlagrichtung liegen für jede Zilie fest. Während des kraftvollen Vorschlages ist die Zilie gestreckt. Der langsamere Rückschlag erfolgt gekrümmt, wobei eine Biegungswelle von der Zilienbasis bis zur Zilienspitze läuft, wodurch die Zillie wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeführt wird. Dabei kann gleichzeitig eine Kurve im Raum durchlaufen werden.

Jede einzelne Zilie in einer Reihe schlägt gegenüber der vorhergehenden um einen Bruchteil später. Man nennt dies metachrone Bewegung. Der kollektive Bewegungsablauf ist dabei wellenförmig, vergleichbar einem im Wind wogenden Kornfeld.

Die Schlagfrequenz einer Zilie kann je nach Umweltbedingungen zwischen 5 und 20 Schläge pro Minute betragen. Dabei gibt es Faktoren, die die Frequenz beschleunigen können, wie einige Medikamente oder auch Wärme. Andere Faktoren hemmen dagegen die Frequenz und führen sogar zum Stillstand.

Wer ständig einen Hustenreiz verspürt, sollte dem nicht immer wieder sofort nachgeben, sondern lernen, das "eine Weile auszuhalten". Anstatt immer wieder ineffizient "herumzuhüsteln" sollte man seltener aber regelmäßig gründlich abhusten, damit die Bronchien dann richtig gereinigt werden.

Jedes Räuspern heizt nur den nächsten Hustenreiz an, weil in den Bronchien nicht wirklich etwas passiert. Dagegen helfen auch keine Hustenbonbons, Hustenstiller oder Gurgeln, denn das Problem sitzt unterhalb des Kehldeckels, wo deren Wirkstoffe gar nicht hin kommen.

Ständige kleine, leise Räusperer befördern auch nicht genug Schleim aus den Tiefen der Bronchien. Um mehrmals täglich effizient abzuhusten dann nicht die Schultern hochreißen, einen großen Happen aus der Luft beißen, um dann wie Karo der Hofhund herumbellen, sondern in Etappen abhusten.

Dazu in Aufrechter Haltung fast ganz ausatmen, kräftig räuspern - fünf Atemzüge später etwas weniger weit ausatmen, kräftige räuspern - noch fünf Atemzüge später noch etwas weniger weit ausatmen, kräftige räuspern - usw. Nach einigen Malen ist fast aller Schleim aus den Bronchien bis vor den Kehldeckel befördert, und kann dann mühelos abgehustet werden.

Das nennt sich auch Bronchialtoilette. Danach sind die Bronchien nämlich wieder für eine Weile wirklich frei, und es kommt nicht mehr so schnell zu einem neuen Hustenreiz.

Kein Arzt kann, um den Auslöser zu finden, in die richtige Richtung untersuchen, wenn er nur diffuse Angaben bekommt. Für Hustenreiz gibt es verschiedne Ursachen, die man nur selbst vorher schon eingrenzen kann und beseitigen sollte:

Ist man ständig von einer "Duftwolke" aus Deo, Festiger, Haargel, Haaspray, Parfüm, Cremes und Lotion, Weichspüler und Waschmittelresten in der Wäsche, Räucherstäbchen, Duftkerzen, Duftlaterne, Lufterfrischer, blühende Zimemrpflanzen... umgeben, können solche ständig eingeatmeten Duftpartikel, die für die Bronchien Fremdkörper sind, logischerweise auch zu Hustenreiz führen.

Husten gleich nach dem Aufwachen und wenn man es sich gerade im Bett/auf dem Sofa gemütlich gemacht hat, kann auf Hausstauballergie hindeuten.

Husten 10-15 Min. nach Aufnahme größerer Mengen Flüssigkeit kann auf zu zähen Bronchialschleim hindeuten, oder eine generell nicht ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.

Rauchen und Regelmäßiger Alkoholkomsum verringert die Beweglichkeit der Zilien in den Bronchien, weil das Nikotin und auf lange Sicht auch Alkohol sie zum Stillstand bringen.

Bakterielle Infekte legen ebenfalls die Zilien lahm. Es kann also eine latente Bronchitis der Grund sein.

Ganz ohne andere Ursache entsteht bei Bronchitis bronchiale und bei COPD (chronisch verstopfte Atemwege) und Mucoviszidose schon grundlos mehr Schleim, der die Bronchien verlegt und bei kleinster Anstrengung schon zu Hustenreiz (Anstrengungshusten) führt.

Mehr fällt mir jetzt nicht ein.

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Das Bromelain in Anans enthält mehrere sulfhydrylhaltige, proteolytische Enzyme, ein Peroxidase-Enzym, ein saures Phosphatase-Enzym, mehrere Proteaseinhibitoren sowie Calcium. Es sind zwei weitere Cystein-Proteasen aus der Ananas bekannt, mit dem Namen Ananain und FB31.

Bromelain verwendet man auch als "Fleischzartmacher".

Bei der biochemischen Analyse von Proteinen verwendet man das Bromelain um Proteine in kleinere Untereinheiten zu spalten, deren Struktur leichter aufzuklären ist als die des intakten Proteins.

Bromelain wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend. Es hilft beim Abbau von Fibrin, einem Eiweißstoff im Blut, der die Blutzirkulation herabsetzen kann.

Bromelain wird auch zur Lederaufbereitung sowie zum Stabilisieren von Latexfarben verwendet

Und das ist nun alles deiner Zunge passiert ;-)

Bei Ananas aus der Dose wäre das nicht passiert, da die proteolytisch wirksamen Enzyme darin durch Pasteurisieren deaktiviert wären.

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Das ist sicher Rasurbrand - aber heftig.

Wenn der nicht nach kurzer Zeit abklingt, kommt es zu einer längerfristigen Entzündung der Haarfollikel. Die bekommt man vor allem dann, wenn das abgeschnittene Haar nicht gerade nach außen wächst, sondern (zumindest zeitweise) unter der Haut weiterwächst – dieses Problem betrifft insbesondere Menschen mit natürlich gelockten und kräftigen Haaren.

Ich würde für eine Weile dort auf das Rasieren verzichten. Auch jegliches Aftershave würde ich jetzt strickt meiden, besser nur mit warmem Wasser gründlich spülen. Morgens und abends einen dünnen Film Penaten-Creme hilft der Entzündung beim Abheilen, weil sie die Haut schützt und antibakteriell ist.

Und @StephanZehnt hat da schon ein paar gute Hinweise gegeben. Nimmst du eine Stumpfe Klinge, wird aus Schneiden übrigens Rupfen. Dann sind die Haarenden "ausgefranst", und die Haare können leichter einwachsen.

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Im Grunde genommen muss jeder Mensch seine Depression selbst angehen. Die Ursache bleibt ja die eigene Denke, die eigene Grundeinstellung zur Realität usw.

Jeder Mensch fühlt sich hin und wieder deprimiert, für niemand ist das Leben stets nur Sonnenschein. Ein deprimierter Mensch zieht sich vorübergehend in sich selbst zurück, sieht sich sein Umfeld nicht so genau an, sieht für eine Weile alles grau in grau. Er erträgt die Emotionen anderer, die positiver sind als seine eigenen vorübergehend nicht. Ist Enttäuschung, Trauer... überwunden, geht es ihm wieder gut.

Ein depressiver Mensch dagegen zieht sich permanent so weit zurück, dass er nichts positives mehr erkennt. Für ihn ist gewohnheitsmäßig alles grau in grau. Deshalb kann er sich "Unbeschwertheit" zuletzt gar nicht mehr vorstellen. Und wer keine Farben sieht, kann ja auch keine in sein Leben bringen.

Therapeuten können raten, dabei helfen einen anderen Blickpunkt, eine andere Sichtweise einzunehmen. Medikamente können die Auswirkungen mildern, die Stimmung aufhellen, aber kurieren muss man sich wirklich selbst. Und das kann eine Menge Kopfarbeit erfordern.

Ich persönlich halte gar nichts von wahllos zusammengestellten Selbsthilfegruppen. Eine Gruppe von Nichtschwimmern wird sich ja auch nicht gegenseitig retten, sondern jeder nur auf seine Weise jammern und schreien. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie nun sich gegenseitig das Schwimmen beibringen werden.

Will man einen Nichtschwimmer retten, muss man selbst ausgezeichnet schwimmen können, damit man nicht aus Panik von dem anderen ertränkt wird. Genauso ist für einen leicht depressiven der Umgang mit einem schwer depressiven ein "nach unten gezogen werden".

Es kommt wohl darauf an, was für ein Typ sie ist. Für den einen ist eine Selbsthilfegruppe, also der Umgang mit Personen mit vergleichbaren Problemen sinnvoll, und andere dagegen zieht das nur noch weiter runter. Wenn deine Freundin das Gefühl hat, dass sie in der Tagesklinik nur "ihre Depression hätschelt", sie zu der Erkenntnis gelangt, dass "andern geht es noch schlechter" sie nirgendwo hin bringt, ist das nicht das richtige für sie.

Aber sie muss das selbst wissen, da kann ihr niemand raten und so ganz wirklich nicht einmal ein Therapeut.

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Wenn dich aufregt, in welche Richtung du denkst, dann ändere doch die Richtung deines Denkens. Wenn sich deine Gedanken im Kreis drehen, dann sag doch einfach stopp, und denk mal im Sechseck.

  • Vergangenheit ist nicht änderbar
  • Wer sich genau und bewusst umsieht, kommt im Hier und Jetzt an.
  • Man kann sich nur auf das konzentrieren, auf das man seine Aufmerksamkeit lenkt.

Es gibt keine Pille, die glücklich oder mutig macht, Ängste besiegt, oder Trauer auflöst, deine Kommunikation, Gedächtnis, Intelligenz oder Wahrnehmung verbessert. Psychopharmaka sollen nur dafür sorgen, dass du in die Lage versetzt wirst, dich selbst zu heilen. Das wird aber nicht passieren, wenn du irgendwo herumhängst und fantasierst.

Ich stelle mir deinen Tagesablauf etwa so vor: Bett, Klo, Dusche, Bett, Küche, Bett… Ein bisschen kleiner Aktionsradius. Riecht schon richtig nach Gruft, wenn du mich fragst. Und das mit 19! Da musst du raus! Das Leben kommt nicht zu dir an die Bettkante!

Schnapp dir mal einen Rucksack, pack dir ein Fresspaket ein, nimm genug zu trinken mit, und dann mach dich bis 20:00 Uhr auf den Weg. Wo du hingehst, ob du dabei Leute triffst, wie schnell du gehst, wie weit du kommst, ob du dir unterwegs noch irgendwo etwas kaufst, oder nicht, spielt alles überhaupt keine Rolle.

Auf deine Füße brauchst du dabei auch nicht zu starren, die kennst du ja schon. Dich interessieren dabei nur Dinge, die mindestens 10 Meter von dir entfernt sind. Ob du zählst, wie viele weiße Autos du zu sehen bekommst, oder ein paar Kindern auf dem Spielplatz zusieht, spielt auch keine Rolle.

Hauptsache, du kommst aus deiner Gruft heraus!

Diese Überlegung hilft weiter und hinaus:

Man hat es immer so, wie man es haben will. Will man es anders haben, dann muss man etwas ändern.

Also einmal nachdenken:

  • was muss ich tatsächlich ändern
  • wie will ich es tatsächlich ändern
  • was könnte ich noch ändern
  • was kann ich nicht ändern
  • was kann so bleiben

Dann kann man daran gehen und Schritt für Schritt seine Situation ändern. Vielleicht muss man erst üben, aber das ist die Therapie.

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