Psychologie: gibt es eine wirksame Therapie bei negativen Affirmationen und Selbstbeschimpfungen?

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4 Antworten

Hallo,

ein probates Mittel gegen negative Affirmationen ist das Ersetzen durch positive Affirmationen. Diese Selbstsuggestionen helfen, wenn sie wiederholt und langfristig benutzt werden dabei, die negativen Aff. aufzulösen.

Deine Mutter hat da ein Pflänzchen in Dir hinterlassen, dem Du über die o.g. Selbsttherapie die Nahrung entziehen kannst und dadurch freier und selbstbestimmter, ergo auch gesünder, Dein Leben gestalten kannst.

Gute Anregungen dazu bietet das Buch von Louise L. Hay 'Heile deinen Körper'. Bei zu hohem Blutdruck empfiehlt sie z. B. die Affirmation: "Freudig lasse ich die Vergangenheit hinter mir. Ich bin im Frieden." Das paßt doch gut, oder?

Ein empfehlenswerter Weg ist auch mit dem Buch 'Mudras - Yoga mit dem kleinen Finger' von Gertrud Hirschi zu gehen. Sie kombiniert diese Fingerstellungen (= Mudras) mit Affirmationen und Imaginationen. Dazu gibt sie jede Menge zusätzliche Informationen. Wirklich gut!

Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft und wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung.

Alles Gute

Buddhishi

Stell Dir mal vor, Du hättest einen guten Kumpel, der immer fleißig ist, jeden Tag acht Stunden oder länger arbeitet. Du besuchst ihn um die Mittagszeit und er macht Dir total verpennt und verstrubbelt die Türe auf und sagt: "Tschuldige meinen Aufzug, aber ich hatte mich grad ein Stündchen hingelegt!" und Du motzt ihn noch an der Tür an: "du fauler Hund, du fauler Sack. Millionen Menschen arbeiten jetzt gerade während du hier faulenzt Steh wieder auf und arbeite, du faule Sau!"

Das würdest Du nie sagen bzw. tun, weil Du Deinen Freund ja kennst und weißt, dass er keine faule Sau ist?! Ja, zum Teufel - warum machst Du es dann bei Dir selbst? Kannst Du Dich selbst nicht leiden, oder was?!

Aber nehmen wir einfach mal an, Du würdest das zu ihm sagen. Wie würde Dein Kumpel wohl reagieren...? Vermutlich würde er Dich verblüfft anstarren und sagen: "Sag mal - hast du sie noch alle??! Du weißt genau, dass ich ein Arbeitstier bin und nach meiner Mittagspause bis abends wieder durchackern werde. Also halt die Klappe und schleich dich, wenn du hier nur rummeckern willst!!" Na, und ehrlich mal: Recht hätte er...

Siehste, und das ist auch mein guter Rat für heute: Wenn Dein inneres Gezeter wieder losgeht, sagst Du einfach "Halt die Klappe!!" und machst weiter mit dem, was Du gerade vorhast - ohne schlechtes Gewissen.

Ich vermute mal, Du hattest eine strenge Mutter, die in Deiner Kindheit für Sauberkeit, Zucht und Ordnung gesorgt hat. Das kann ganz schön prägen... aber es ist nicht nur übertrieben, sondern auch völlig überflüssig, solchen Erinnerungen zu erlauben, dass sie Dein jetziges Leben mitbestimmen.

Sollte die zeternde Stimme in Deinem Kopf zufällig die Tonlage Deiner Mutter haben, lächelst Du sie im Geiste an und sagst ganz freundlich: "Liebe Mutter, ich bin inzwischen ein großer Junge und wann, was und wie viel ich sch..., geht dich nichts mehr an. Ich kann mich auch selber abputzen...! Also setz Dich in Deinen Sessel da auf Wolke 7, mach das Himmelsfernsehen an und guck ne interessante Soap. Und lass mich künftig damit in Ruhe, ja?!"

Probier's mal...! :o)

Glaubenssätze, die man in der Kindheit ständig von Eltern gesagt bekommt, können schon ganz schön prägen und werden unbewusst in die Grundeinstellung übernommen. Dann wirken sie im Erwachsenenalter weiter, auch wenn die Eltern längst tot sind.

Als Akademikerin halte ich persönlich von psychologischer Trivialliteratur wie Murphy & Co. sowie "Psychotricks" wenig. Wenn es so einfach wäre, dass Du Dir nur einen anderen Satz entgegensetzen müsstest und dann wäre alles ausgelöscht, dann hättest Du das längst tun können.

Mach lieber eine seriöse Psychotherapie. Kognitive Verhaltenstherapie beschäftigt sich mit der Veränderung von Grundeinstellungen mit wirksamen wissenschaftlich überprüften Techniken. Für so tief sitzende Gedanken braucht man meist ein Gegenüber, das einem hilft, das zu verändern, alleine ist es schwierig.

Viel Glück!

Ich denke, dass du aus deinen intellektuellen Erkenntnissen positive Affirmationen formen solltest, die du gegen die negativen einsetzt.

Z.B. du hast erkannt, dass dir ein Mittagsschläfchen gut tut. Also sagst du dir, wenn die Selbstbeschimpfungen wieder auftauchen: "Ich brauche jetzt die Pause, damit ich nachher und auch in den nächsten Jahren noch voller Energie weiter arbeiten kann." Und damit musst du dein schlechtes Gewissen, die Glaubenssätze, die dir deine Mutter eingepflanzt hat übertönen. Du musst stärker sein und mit der Zeit bist du es dann auch wirklich.

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