Ich glaube, ich werde langsam verrückt...

Support

Liebe/r macadamia19, Deine Situation klingt besorgniserregend. Aber auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen. Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule sein. Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüsse

Barbara vom gesundheitsfrage.net-Support

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Macadamia,

natürlich kann keine Antwort im Internet eine angemessene Behandlung Deiner Erkrankung ersetzen, dennoch möchte ich Dir etwas mit auf den Weg geben:

1. Du bist definitiv nicht schuld!

2. Jetzt lehne ich mich ein wenig aus dem Fenster, denn Ferndiagnosen über das Internet gehen eigentlich nicht wirklich, und ich kenne Dich nicht persönlich, aber Deine Schilderung ist so plastisch, dass ich es dennoch wage - zum Hintergrund: Ich bin Psychotherapeutin, weiß also zumindest, wovon ich spreche: Du bist ziemlich sicher in der Kindheit komplex traumatisiert und hast in Folge anscheinend eine Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt. Das ist typisch nach kindlicher Traumatisierung. Du schilderst sehr relevante Leitsymptome: Die Stimmungsschwankungen, das Schwarz-Weiß-Denken, Idealisieren und Klammern an einzelne Personen bei gleichzeitig großer Angst vor wirklicher Nähe (unter diesem inneren Konflikt leiden alle Borderliner), die Impulskontrollverluste (z.B. gegenüber Deinem Pferd), selbstschädigendes Verhalten bis hin zu Selbstverletzung und parasuizidalem Verhalten (das riskante Autofahren), Selbstwertprobleme und Schuldgefühle, Todessehnsucht ... Es passt alles. Außerdem leidest Du offensichtlich unter einer Essstörung, Essanfällen mit Süßigkeiten sind typisch für die Kompensation emotionaler Probleme, Binge-Eating-Störung mit anscheinend aktuell Neigung zur Bulimie (Essanfälle mit selbstinduziertem Erbrechen). Sekundär könntest Du eine Depression und/oder Angststörung haben oder eine Traumafolgestörung mit Angst und Depression gemischt.

3. Du bist kein Einzelfall, und Du bist nicht alleine. Es gibt Hilfe. Du solltest nicht zögern, sie aufzusuchen. Such Dir einen Psychotherapeuten, oder vielleicht sogar eine Klinik. Du brauchst wirklich eine kompetente Behandlung! Für einen Klinikaufenthalt brauchst Du eine Einweisung von einem Arzt. Gibt es einen Arzt Deines Vertrauens, an den Du Dich wenden könntest? Wenn Du keinen Psychotherapeuten findest, kannst Du noch alternativ versuchen, eine Institutsambulanz (Uni oder Psychotherapeuten-Ausbildungsinstitut) oder eine Klinikambulanz zu finden, falls es sowas in Deiner Nähe gibt, da kommt man schneller dran. Oder Du versuchst es über das Kostenerstattungsverfahren in einer Privatpraxis. Infos dazu gibt es entweder im Internet auf der Webpage der Psychotherapeutenkammer oder bei den Privatpraxen selbst. Das ist eine Ausnahmeregelung, die einige gesetzliche Krankenkassen mitmachen (eigentlich auch mitmachen müssen, wenn Du in einer zumutbaren Wartezeit keinen Psychotherapeuten findest).

4. Vorsicht mit Internettests! Die sind meist keine wissenschaftlich evaluierten Tests, sondern selbstgestrickt, und am Ende hat man alles. Aus Deiner Schilderung geht keinerlei Hinweis auf eine Schizophrenie hervor, und ich glaube nicht, dass Du "verrückt" bist, aber es fühlt sich vielleicht so an ...

Such Dir so schnell wie möglich Hilfe! Viel Glück!

Hallo,

Mein Rat: Suche dir einen guten Psychiater, am besten mit der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie". Diese Zusatzbezeichnung, damit du sicher sein kannst, dass er sich nicht nur psychiatrisch, sondern auch mit anderen psychischen Erkrankungen ausreichend auskennt. Er könnte dann Medikamente, falls nötig, verordnen.

Meiner Ansicht nach solltest du dringend eine Therapie - eine Traumatherapie-, machen. Kannst dir Adressen unter www.emdira.de suchen. Dort sind TherapeutInnen verzeichnet, die auch EMDR anbieten. Das kann bei Traumatherapie hilfreich sein. Kannst ja auch mal "Luise Reddemann" und "Willy Butollu" googeln, das sind gute Traumatherapeuten, die versch. Arten von Traumatherapie entwickelt haben. Die Essstörung muss man wahrscheinlich gesondert angehen - sie ist ein "Symptom", das du als Schutz entwickelt hast.

Gib die Suche nach einer guten TherapeutIn nicht auf, es gibt nicht ausreichend, aber von einer Therapie kannst du wirklich profitieren.

Man kann auch stationär Traumatherapie machen,  der Rahmen ist geschützter, und in bestimmten Fällenmöglich, z.B. auch, wenn du keine Therapeutin in deiner Nähe findest, oder wenn du zwischendrin Pausen brauchst. Das entscheidet der Therapeut/Arzt der Klinik. Solche stationäre Therapien gibt es meist in psychiatrischen Kliniken. Es sind eigene Stationen oder Häuser, du hast z.B. nicht mit psychotischen oder and. akut psychisch erkrankten Menschen zu tun.

Ich wünsche dir für deinen Lebensweg alles gute! Und versuch, ob du wegen deinem Pferd Hilfe bekommen kannst. Hole dir eine(n), falls es finanziell möglich ist, Trainer(in) oder versuche es selbst mit Reittherapie (kannst du unter "tiergestützte Ergotherapie" verordnet bekommen.

Herzliche Grüße

Hallo,

Wie schon die Vorposterin schrieb, kann eine Antwort im Internet eine angemessene Behandlung ersetzen.

Trotzdem würd ich vorschlagen, dass du dich auf das Positive konzentrierst (auch wenn es dir im ersten moment schwer fällt) und dich mit den Affirmationen und Videos von Louise Hay beschäftigst. Auf youtube findest du einige videos über affirmationen und wie gesagt könnte die Werken Louise Hay helfen.  

Das ist natürlich kein Ersatz für ein persönliches Gespräch mit einem Fachmann aber es könnte dir helfen, positiver zu denken und ruhiger zu werden.


Ich meinte natürlich: eine Antwort im Internet kann eine angemessene Behandlung NICHT ersetzen. :)

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Krebs!? Aber ich bin doch erst 13! :S

Hey !

Ich bin 13 Jahre alt und weiblich. Ich habe schon seit Wochen (2-3 Monate) Husten und oft auch Probleme beim Atmen. Ich hab mit meinen Eltern noch nicht dadrüber gesprochen. Ich habe mich informiert und viele Anzeichen treffen bei mir zu. :/ In unserer Familie hatte oder hat jeder von der Seite meiner Mutter aus Krebs, außer sie selbst und zwei ihrer Schwestern (d.h. ihre Mutter hatte Krebs, ihr Vater ist an Krebs gestorben, ihr Bruder hat Krebs, ihr anderer Bruder hatte Krebs), das soll anscheinend das Risiko erhöhen. Ich hab mit meinen Elter nicht dadrüber geredet, weil ich ihnen keine Probleme machen wollte, da sie schon genug haben (Bruder meiner Mutter kämpft noch gegen den Krebs an) und ich nicht wollte, dass sie mich am Ende für einen Hypochonder oder so halten... Außerdem bin ich doch erst 13 und habe nie geraucht, getrunken oder sonstige Drogen zu mir genommen. Ich hab aber eine Freundin, die raucht. Ich war nie dabei, wenn sie geraucht hat, aber sie raucht auch vor dem Unterricht und ich sitze neben ihr und wenn sie mit mir spricht, bekomme ich ja schon etwas ab... Ich will sie jetzt aber auch nicht verpetzen oder so. Was soll ich denn jetzt tun? Klar, jeder normale Mensch würde sagen: "Geh zum Arzt!". Ich will aber nicht. Ich will zwar wissen, ob ich Krebs habe, aber ich will auch nicht, dass wir zum Arzt fahren und ich dann keinen Krebs habe und ich mir hinterher irgendwelche dummen Sprüche anhören darf. Was soll ich tun? Ich will ja meine Eltern nicht nochmehr belasten...

(Also die Rede ist von Lungenkrebs)

Danke im Voraus !

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Bruder schlägt meine Mutter Was kann man tun?

Hallo!

Also mein Bruder ist 20 Jahre alt und meine Mutter 48. Das Problem ist, das wenn sie sich streiten, es meistens ziemlich heftig zu geht. Es war früher zwar heftiger, aber trotzdem schockt mich das jedesmal wieder. Manchmal denke ich mir, wenn ich nicht zu Hause bin, das es vielleicht passieren könnte, das mein Bruder meiner Mutter was an tut. Ja, ich habe auch schon daran gedacht, das er mal aus rastet und sie verletzt oder sie bei einer Handgreiflichkeit stirbt.

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Bitte helft mir.

P.S. Ich bin 18 Jahre alt

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