Pathologische Störung / Überinterpretation des Gesagten

5 Antworten

Paranoia, wie hier bereits geschrieben wurde, kannst du schon mal ausschließen. Die Sache mit dem Mandelkern ist absolut richtig. Die Person verknüpft automatisch unterbewusst und unbewusst alte Erinnerungen miteinander, so dass es zu einer Fehlverknüpfung von alten Situationen und der aktuellen Situation kommt und somit die Emotionen der alten Situation, in einer davon unabhängigen aber ähnlichen Situation aktiviert werden. 

Beispiel: Eine Person wurde in der Vergangenheit von ihrem Partner enttäuscht, oder hat Situationen mit ihm erlebt, in denen eine starke Kränkung stattgefunden hat, oder sie sein Gesagtes so hart wie es war sehr ernst nehmen musste. Automatisch und instinktiv, wird diese Situation wieder erwartet um dafür gewappnet zu sein.

Nächster Punkt: Wir alle können uns nur bedingt in andere Menschen hineinversetzen und nehmen vorrangig unsere eigenen Positionen wahr. Oft merken wir nicht, dass wir Menschen kränken und vergessen, wie genau die selben Worte und  Taten, die von uns ausgehen, in umgekehrter Form uns selbst kränken würden.

Also: Jemand  der scheinbar überinterpretiert, erwartet nur, was er bereits erlebt hat, entweder mit der mit der gleichen Person, oder durch traumatische Erfahrung, von Kindheit bis aktuell. Und da wo er überinterpretiert, wird es nur deshalb wieder aktiviert, weil er dem Gesagten, bzw. dem, von dem es kommt, eine besonders hohe, vielleicht zu hohe Priorität einräumt und alte Verletzungen weckt.

Das ist alltäglich, jedem widerfährt das immer wieder. Erkärung: Ich bin keine "Fachfrau", aber da steckt eine ganz natürliche Unsicherheit hinter, die man nicht zugeben kann (will). Da kann man nur sagen: Das gesprochene Wort gilt !! " - Das hilft sowohl dem "Unsicheren", der es ausspricht, aber noch viel mehr dem Betroffenem, der sich "angegriffen" fühlt. Das ist die Erklärung dafür, nämlich ganz menschlich und bedarf keiner pathologischen Diagnose.

Ich rede nicht von alltäglichen Missverständnissen, ich rede von auffälliger Häufigkeit. Zu beurteilen, ob das einer entsprechenden Diagnose bedarf, überlasse ich explizit Fachleuten (Psychologen, Neurologen, Psychiatern), wie in meiner Frage bereits erläutert. Ich bitte das zu respektieren.

Das ist ein Erziehungsfehler/ anerzogene Fehlverknüpfungen, das Kind hat gelernt / anerzogen bekommen, aus dem real Gesagten eine falsche Interpretation zu machen.

Beispiel: Die Mutter sagt du darfst mit Freunden ins Kino, ist aber wütend, wenn das Kind tatsächlich geht.

Wenn man dir beigebracht hat , dass die Lampe Tisch heisst, ist es logisch, dass dich alle für verrückt halten, wenn du sagst lösche den Tisch.

Das geht in Richtung Manipulation und emotionalen Missbrauch, ein anerzogener Realitätsverlust.

Kann aber auch auf Borderline hinweisen.

Mit Verlaub - das ist Nonsense.

Solche Verhaltensmuster sind bekannt, liegen hier allerdings in der Form nicht vor. Danke dennoch.

Der erste Absatz ist absolut nicht beweisbar! Das ist eine reine Unterstellung! Wissenschaftlich betrachtet ohne Grundlage! Deine Überinterpretation!

also meiner Meinung nach hat es mit dem Mandelkern nicht viel zu tun, weil es nicht um Angsterscheinungen oder vegetative Reaktionen geht , sondern eher um eine Interpretation desjenigen , der immer alles anders versteht als es gesagt ist. Also eher eine Kognitionsstörung / fälschung. Das wiederum hängt doch eng mit der Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung zusammen. Also kann es doch eher in dem Bereich Psyche und psychische Verarbeitung von Informationen liegen. Eine Art Beeinträchtigung in diesem Feld kann ich mir nur in Zusammenhang mit der Hypophyse vorstellen, wo ja bekanntlich die emotionalen Eindrücke "gefiltert" werden.

Kurzum eine interessante Frage ,die auf meine Merkliste kommt.

Hallo Flumbo,

ich bin zwar kein Fachmann. Aber ich habe gelernt, dass man verschiedene Sachen mit "verscheidenen Ohren" hört.

So wurde mir das Vier-Ohren-Modell nahegebracht:

http://www.vier-ohren-modell.de/

Und daran wurde ich erinnert, als ich deine Frage las.

Ich selbst hatte auch immer alles viel zu sehr auf mich bezogen. Durch dieses Modell habe ich gelernt zu differenzieren. Mit manchen Sachen bin nicht ich gemeint, sondern lasse sie einfach so im Raum stehen. - Und bei mir war es auch kein Mangel an Selbstbewusstsein, sondern eher eine Wirkung meiner Depression.

Viele Grüße

Virginia

Was möchtest Du wissen?