Wie lange nichts Essen nach Blinddarm- OP?

2 Antworten

Hallo zusammen,

also ich bin laparoskopisch operiert worden als ich den Blinddarm entfernt bekam. Das war um 1.00 Uhr nachts weil NotOP und ich durfte dann bereits am OP - Tag gegen Mittag wieder was essen. Habe da ein wenig Brot mit Aufschnitt bekommen, wovon ich aber nur ein kleines Stück trocknes Brot gegessen habe, da ich einfach keinen großen Hunger hatte. Am Abend gab es dann wieder Brot mit Aufschnitt und am nächsten Morgen auch. Am OP - Tag durfte ich mir dann schon das Essen aussuchen vom Speiseplan, was ich am nächsten Tag essen wollte. Mir hatte der Arzt gesagt, dass ich das essen soll, auf das ich Hunger bzw. Appetit habe, denn ich habe dem Arzt geschildert, dass mir mein Körper immer sagt was mir fehlt bzw. was ich essen kann und so habe ich dann die Freigabe erhalten, dass ich essen durfte worauf ich Hunger hatte. Und ich muss sagen, es hat sehr gut funktioniert. Ich muss aber sagen, das wird nicht bei allen Patienten funktionieren, denn viele haben nicht mehr so das Gefühl dafür, was sie wirklich essen können unter welcher Situation. Also wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann ess nach der OP etwas wenn du die Freigabe dafür bekommst, das Gleiche gilt auch fürs Trinken und du wirst dann auch nur das bekommen, was du vertragen wirst. Also ich hatte mir für den Tag nach der OP Kartoffeln mit Putenmedallions und einer leckeren Soße bestellt und das hat mir auch sehr gut geschmeckt und es bekam mir auch sehr gut. Ich habe zwar nicht direkt Alles aufgegessen, sondern ich habe immer nur kleine Portionen gegessen. Ich habe mir dann nach ner Zeit wenn ich wieder etwas Hunger bekam in der Stationsküche das Essen in der Mikrowelle erwärmen lassen und habe so immer kleine Portionen gegessen wenn ich Hunger hatte. Das trägt auch einen großen Teil dazu bei, dass man sich dann nicht das Essen nochmal ansehen muss. Außerdem habe ich darauf geachtet, dass ich mir immer ein Schmerzmittel geben lassen habe, sobald Schmerzen durchkamen, denn Schmerzen fördern bei mir ebenfalls die Übelkeit bzw. das Erbrechen.

Allerdings wie das mit dem Essen in einer Klinik gehandhabt wird, das hängt immer intern von den Ärzten selber ab. Die einen Ärzte sagen, dass man essen darf sobald man Hunger hat, dann aber Schonkost, manche geben dann direkt die ganze Kost frei, manche sagen, am OP-Tag nix essen, manche auch am Tag danach noch nix, sondern nur trinken. Außerdem hängt das auch vom Patient selber an, in wie weit die Narkose vertragen wurde, wie er Hunger bzw. Appetit hat, was für Ernährungsgewohnheiten bzw. auch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. -allergien.

Fazit: Der Arzt entscheidet von Fall zu Fall neu. Es gibt zwar auf jeder Station Richtlinen wann ein Patient nach einer OP wieder essen und trinken darf, allerdings kann ein Arzt auch davon abweichen und anders entscheiden.

Die Frage wird nur sein: In wie weit wirst du nach der OP Hunger bzw. Appetit haben, denn eine OP am Bauch ist was völlig Anderes wie eine OP am Knie oder im Kieferbereich habe ich festgestellt. Während ich nach meinen KnieOPs und der KieferOP direkt danach Hunger hatte und auch gegessen und getrunken habe (weil ich Hunger hatte), so habe ich nach der BlinddarmOP zuerstmal keinen Hunger gehabt, sondern nur ein wenig Durst und da reichte mir dann auch erstmal ein leckerer Pfefferminztee. Ich habe mir dann am Nachmittag von meinem Freund noch leckere Joghurts mitbringen lassen, da die die Darmtätigkeit anregen und ich vorher schon kaum zum Stuhlgang auf die Toilette konnte und ich dann etwas Verstopfung hatte. Das hat auch sehr gut geholfen und so konnte ich dann meinen Bauch leer machen, was dann auch gegen die Bauchschmerzen nach der OP etwas geholfen hat. Aber bitte lasst euch bei OPs was ihr vorher bzw. hinterher essen dürft vom behandelnden Arzt beraten. Wobei wenn der Blinddarm rauskommt, das meistens so passiert, dass man das nicht planen kann. Allerdings wenn man mit dem Blinddarm Probleme hat, dann hatte man die Tage vorher meist auch schon keinen richtigen Appetit und Hunger und somit ist dann der Magen dann nur wenig gefüllt, so dass man dann schon fast als nüchtern gilt. Ansonsten gilt vor allen OP`s die unter Narkose geschehen: 6 Stunden vor der OP darf die letzte feste Nahrungsaufnahme sein, allerdings keine schwer verdaulichen Sachen mehr, sondern nur noch eine kleine schonende Mahlzeit. Bis zu 2 Stunden vorher darf noch ein wenig Wasser oder Tee getrunken werden, aber keine Milch oder Ähnliches mehr. Außerdem sollte man nach Möglichkeit schon am Vortag der OP auf Alkohol und Zigaretten verzichten, da durch Alkohol das Risiko erhöht wird, dass Mageninhalt die Speiseröhre hochkommt und in die Luftröhre und in die Lunge kommen kann (je nachdem wann das passiert und welche Technik zur Beatmung eingesetzt wird). Durch Rauchen werden die Messwerte verfälscht und können unter Umständen zu falschen Alarmen und somit zu falschen Handlungen führen.

Alles Gute

Eure Vendettina

Hallo! Ich bin konventionell, also mit Bauchschnitt operiert worden (und es war wohl kurz vor einem Durchbruch). Ich durfte am Tag nach der OP wieder was essen und trinken (war am Vortag erst Nachmittags gegen 17.00 Uhr operiert worden), allerdings in den ersten Tagen nur leichte Kost, was im KH wo ich war an allen Tagen aus Kartoffelpüree (sollte es zumindest sein ;-) ) mit Soße bestand. Am 4. Tag gab es dann noch so Gemüsestäbchen (wie Fischstäbchen) dazu. Erst danach durfte ich auch wieder normales Essen, aber sollte trotzdem darauf achten, leichte Kost zu mir zu nehmen. Zum Frühstück und Abendessen gab es Weißbrot.

Alles Gute!

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