Schwellung nach Zahnextraktion normal oder bedenklich?

2 Antworten

Hallo Raini76,

es gibt 5 Entzündungszeichen und zwar Schwellung, Schmerzen, Rötung, Überwärmung und eingeschränkte Funktion. Gemäß Deiner subjektiven Wahrnehmung hast Du (bislang) nur eine Schwellung. Dennoch halte ich es für sinnvoll, wenn Du quasi vorbeugend Mundspülungen mit verdünnter Kamillentinktur machst. Zusätzlich empfiehlt sich die Einnahme des Spurenelementes Zink (z. B. Unizink, rezeptfrei aus der Apotheke). Denn Zink ist wichtig für die Wundheilung, die Schleimhäute und das Immunsystem. Außerdem wirkt es entzündungshemmend.

Ganz wichtig ist auch, dass Du nach der Antibiotika-Therapie die Darmflora mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke (sog. Synbiotika wie z. B. Sitobact) wieder aufbaust. Denn die Darmflora ist u. a. immens wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Ich wünsche Dir gute Besserung!

Du hast in deinem Mund eine relativ grosse Wunde - stell dir vor, die Fläche der Zahnfächer wäre flach ausgebreitet. Und du hast in deinem Mund die meisten Bakterien, mehr als an jeder anderen Stelle in deinem Körper. Dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion in Wunden, das heisst, es kommt zu einer stärkeren Durchblutung und damit zu einer Schwellung. Das ist völlig normal. Dank deines Immunsystems und mit Unterstützung der Antibiotika wird dein Körper aber mit der Situation fertig.

Du kannst die Schwellung am Unterkiefer kühlen. Dazu ein Kühlpack in ein Tuch wickeln, 10 Minuten kühlen, 10 Minuten Pause. Sollte die Schwellung deutlich stärker werden, evtl. verbunden mit Schmerzen an der Wunde, geh bitte zum Zahnarzt, am Wochenende auch zum zahnärztlichen Notdienst.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Wundheilungsstörung nach gezogenem Zahn oder alles normal?

Hallo,

mir wurde Dienstag (also vor 72 Stunden) ein oberer Backenzahn gezogen. Allerdings aus einer akuten Entzündung heraus, was man ja eigentlich nicht machen soll, aber da ich die Tage drauf nicht wieder zum ZA hätte gehen können hat der Arzt den Zahn mit Nachbetäubung rausgezogen. War dann auch schmerzfrei und obwohl der Zahn wurzelbehandelt und offen war ist auch nichts gebrochen.

Die ersten zwei Tage waren - bis auf die "normalen" Schmerzen - problemlos (keine Nachblutungen o.ä.), aber die Wunde wollte einfach nicht anfangen zu heilen, es gab also keine Anzeichen dieser weißen Fibrinsubstanz. Ich habe daher Donnerstag beim Zahnarzt angerufen und ihn gefragt, ob ich vorbeikommen soll. Nein, sollte ich nicht, aber ich hätte doch noch ein Antibiotika da, was ich mal verschrieben bekommen aber dann nicht gebraucht hätte. Stimmt - "Amoxi 1000", 20 Tabletten. Das sollte ich nehmen.

Hab ich auch gestern früh mit angefangen (jetzt 4 von 20 Tabletten genommen) und seit heute habe ich stärkere Schmerzen. Und das, obwohl die Kiefersperre und Schwellung zurückgeht. Der Schmerz sitzt auch eher weiter oben, so auf Höhe der Nasenflügel und etwas höher, als direkt bei der Wunde. Fibrin gibts immer noch nicht. Ist das noch normal? Ein Zeichen, dass das Antibiotika anfängt zu wirken? So langam mache ich mir ja doch Sorgen, vor allem, da ich die neuen Schmerzen recht unlustig finde.

Hab übrigens definitiv nichts falsch gemacht - keine Milchprodukte, Wunde nicht ausgespült, gut gekühlt, mit Kamillentee nur nach dem Essen (Kartoffelbrei seit Tagen...) durch Kopf hin- und herbewegen eventuelle Essensreste sanft aus der Wunde bewegt. Ist ja nicht der erste Zahn, den ich verloren habe, aber der erste wo ich so Probleme habe.

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