Regelmäßiger Alkoholkonsum und Blutspenden?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es wird auf dem Bogen nach Suchterkrankungen gefragt. Wenn dein Alkoholkonsum bereits suchtcharakter hat (bei so regelmäßigem Konsum würde ich davon sprechen) solltest du dir weniger Gedanken machen, ob du Blut spenden darfst, sondern eher, wie du aus dem Kreislauf heraus kommst (oder der entsprechende Verwandte). Man sollte, wenn man Blut spendet, auf Alkohl an den umliegenden Tagen verzichten. Durch die Blutspende verringert sich das Blutvolumen, dies muss durch Flüssigkeit ausgeglichen werden. Alkohol wirkt dabei kontraproduktiv!

Andere Medikamente sind nicht unbedingt ein Hinderungsgrund für die Spende. Nur bei chronisch Kranken und bei bestimmten Medikamenten darf man nicht spenden. Auch bei der Einnahme von Aspirin (blutverdünnende Wirkung) oder bei einer akutellen Behandlung (Arzt, Heilpraktiker oder Zahnarzt) sollte auf eine Spende verzichtet werden. Dies dient vor allem dem eigenen Schutz. Pille oder Schilddrüsenhormone sind kein Hinderungsgrund für eine Blutspende.

Wer allerdings unter 50 kg ist oder noch nicht volljährig, darf nicht spenden. Bei einem so geringen Gewicht hat der Körper nicht die Reserven zum spenden und in der Entwicklung darf nicht gespendet werden.

danke für Deine Antwort!

und heißt es dann, dass das Blut von jemandem, der süchtig ist, irgendwas enthält, was für den spendenempfänger schädlich wäre? oder gehte es einfach darum, dass ein süchtiger beim spenden nicht richtig nüchtern sein kann?

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@karoAs

"der gehte es einfach darum, dass ein süchtiger beim spenden nicht richtig nüchtern sein kann?" Es geht darum, dass Du mit 0,8 Promille Alkohol zu viel davon im Blut hättest. Genau ca. 0,8 Promille zuviel. Wenn auch noch Flüssigkeit entnommen wird, hast Du effektiv nachher einen noch höheren Alkoholgehalt.

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