Ist man mit einem Spacer (Platzhalter) nach der Entfernung der Prothese mobil ?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Sportsfrau,

ich fürchte das ist ein großes Thema wenn es Probleme nach einem Einbau eines künstlichen Hüftgelenks.

  • Metallabrieb (wenn Metall auf Metall...) schwerste Entzündungen und mehr...
  • Metallvergiftung z.B. durch Kobalt
  • allgemeine Wundinfektionen

Ich würde in diesem Fall das künstliche Gelenk entfernen lassen nur so kann man zumindest einigermaßen sicher sein das hier nicht sehr bald das gleiche Problem wieder auftaucht.

Ich habe zu dem Thema etwas gefunden bei Krankenschwester.de (von Miriam M.)

Nach septischen Implantatlockerungen und der damit oftmals verbundenen zweizeitigen Revision ist der Spacer einen Zwischenlösung. Man baut das infizierte/lockere Implantat aus und setzt einen Spacer ein. Die Spacer (Knie-, Hüft-, Pfannenspacer) bestehen aus Knochenzement (Pallacos) und den Zement gibt es mit Antibiotika-Beigabe (zur Therapie vor Ort). Mit einem Spacer wird der Platz für ein neue Implantat freigehalten, das dann nach der Therapie implantiert.

Zweizeitige Revisionen bei** infizierten** Kunstgelenken sind die Therapie der Wahl. Methode:** Infizierte** Kunstgelenke werden explantiert und durch einen speziellen intraoperativ angefertigten antibiotikahaltigen Pallacos-Spacer ersetzt. Pallacos = Knochenzement Die Spacer werden in eigens angefertigten Gussformen in Form von Hüft- oder Kniegelenken hergestellt. Nach Infektsanierung erfolgte der Spacerausbau und die Reimplantation des Kunstgelenks. Die antibiotikahaltige spezielle Interimsprothese aus Pallacos gewährleistet eine gute Gelenkfunktion, verhindert die Weichteilschrumpfung in der Interimsphase und führt zu einer Sanierung des Infekts.

Ich weis nicht wie alt Du in etwa bist - spricht ob man in Deinem Fall ein künstliches Gelenk benutzt hat mit Kurzschaft (je nach Alter).

Ich habe nun einiges etwas dicker geschrieben darunter das der Platzhalter aus Knochenzement ist, dass heißt für eine größere Belastung gar nicht geeignet ist und bei einer solchen Belastung brechen kann. Das heißt alles von vorn....

Nun es muss nicht so ausgehen wie hier beschrieben http://www.endoportal.de/forum/huefttep-ausbau-infektion

Was schon sehr heftig ist Du solltest unbedingt vor der Einsetzung des Platzhalters, abklären ist eine vernünftige Schmerzmittelversorgung abgeklärt. Ja und was Du sonst noch für Fragen hast - schreibe sie am besten auf ..... Eine Zweitmeinung wäre in dem Fall auch nicht schlecht!

Ich füge unten etwas an die Angaben müssen nicht zu 100 Prozent über einstimmen es kann auch statt der genannten sechs Wochen ein zwei Wochen länger dauern. Dies hängt zusammen mit dem Ausmaß der Entzündung usw..

Ja und macht Euch in der Zwischenzeit schlau über das Thema Endoprthesen. Es gibt Keramik und wenn ich richtig gelesen habe sogar Plastik. (siehe oben die drei Punkte...).

Wenn Du dazu Fragen hast kann Dir bestimmt bobbys usw. ein Stück weiterhelfen. So hier ist Schluss ....

Alles Gute Stephan

PS. dafür müsste man eigentlich einen Kaffee verlangen (lach).

Mit Sahne ??? Lecker !!!

3

Hallo Stephan, vielen Dank für Deine ausführliche und fundierte Antwort. Die ist nicht nur einen Kaffee mit Sahne wert, dafür bekommst Du auch Kuchen. Ich schreibe meine Antwort jetzt zum 3. Mal - mein Laptop spinnt, dauernd ist der Text weg. Also, aller guten Dinge sind 3. Ich habe das Problem seit dem Heilgen Abend ganz plötzlich (war wohl ein Weihnachtsgeschenk) ohne Anlass. Notfall-Ambulanz meinte, das kommt von der Wirbelsäule im Röntgenbild war nichts zu sehen. Eine Arzt-Odysee begann. Röntgen der Hüfte am 3. Jan. - alles in Ordnung. Die Zwischenstation erspare ich Dir. Am 6.2. war ich beim Operateur und da kam die Diagnose, die Hüfte "schwimmt". Der Prof. hat das Medizinische genau erkärt, aber ich habe nicht daran gedacht, zu fragen, wie das in der Praxis aussieht. Es wurde gleich punktiert und das Punktat muss 7 Tage bebrütet werden. Am Donnerstag oder Freitag erfahre ich das Ergebnis. Eine Infektion wäre für mich der SUPERGAU! Gehhilfen kann ich nicht benutzen, ich habe rheumat. Arthritis in den Händen. Ich werde mich erstmal nicht aufregen und hoffen, dass es nicht so schlimm ist. Ich habe zu dem Thema eine Doktorarbeit und eine Studie gelesen - es gibt viele Varianten. Den Link schaue ich mir auch an. Nochmals vielen Dank , das war richtig prima. Wenn Du 3 Antworten erhältst, hast Du 3 Variationen zu einem Thema.Liebe Grüsse Sportfrau

0

Seit 3 Monaten Antibiotika

Hallo, ich bin 165 cm groß, 58 kg schwer und 26 Jahre alt. Seit nun etwa 3 Monate erleide ich eine Infektion nach der anderen. Es fing im November mit einer Angina an, diese wurde mit Antibiotikum behandelt. Drei Wochen später kehrte sie zurück, wieder erfolgte die Behandlung mit Antibiotikum. Zwei Wochen darauf wurde ich stationär auf beidseitige Nierenbeckenentzündung behandelt, wieder mit Antibiotikum Es vergingen zwei Wochen, da musste ich wieder mit einseitigen Flankeschmerzen in die Klinik gebracht werden, Nierenstau, aufgrund Nierensteine. Es wurde eine Notoperation durchgeführt und ein DJ (Stent) eingesetzt. Die Therapie verlief wieder mit Antibiotikum und nur zwei Wochen darauf bekam ich ein Harnwegsinfektion, diese wieder mit Schmerzmittel und Antibiotikum behandelt wurde. Diesmal wirkte das Antibiotikum nicht und ich musste eine andere Sorte nehmen.
Ich frage mich ob das noch normal ist, ich werde von täglich schwächer und es zerrt an meinen Nerven. Ist das viele Antibiotikum (in der kurzen Zeit) überhaupt gesund? Was kann ich noch tun, wie kann ich meinen Körper selbst stärken und kennt jemand das Problem. Mein Immunsystem muss wohl arg im Keller sein, was mich sehr beunruhigt. Selbst der Gang in die Küche ist eine Belastung. Ich bin ein sehr sportlicher Typ, trieb regelmäßig Sport (joggen, schwimmen etc.) Nun ist mein Ruhepuls bei 98-103 :-( Danke jedem der mir Tips geben kann, wie ich der Genesung bei wirken kann.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?