Depression durch Rauchstopp?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo zugilu, ein Rauchstopp kann durchaus eine leichte bis mittelschwere und auch behandlungsbedürftige Depression auslösen. Bei Menschen, die mal an einer Depression (ich rede nicht von einer depressiven Verstimmung) gelitten haben bzw. depressiv sind ist das Auftreten einer Depression nach dem Rauchstopp durchaus eine Begleitsymptomatik. In der Regel kann die Depression bis zu 6 Wochen und auch länger dauern, das hat etwas mit den Endorphinen (Glückshormone) zu tun. Nikotin bringt die Endorhinproduktion des Körpers zum Erliegen. Durch den Rauchstopp erhält der Körper quasi keine "Glückshormone mehr" und bis der Körper wieder mit der eigenen Produktion von Endorphinen anfängt, dauert es etliche Wochen. Deswegen fällt manchen Rauchern das Aufhören auch so schwer. Ich kenne deine Geschichte nicht. Falls du unter Depressionen leidest oder mal gelitten hast und du jetzt sehr unter der Depression leidest, dann gehe bitte zu deinem Arzt und bespreche das. Je nach Ausprägung der Depression wird auch mit einem Antidepressiva gegen gesteuert.

Hallo, oft kommt es auch auf die Methode an mit der man aufhört.

Neuerdings gibt es Methoden, die bestimmte Energiepunkte am Kopf und an den Händen stimuliert, die mit dem Rauchen eng verknüpft sind. Ziel ist es, die körperlichen Entzugssymptome zu minimieren und das Verlangen nach Nikotin zu neutralisieren.

Hier mehr Infos dazu: https://swamoo.com/eintrag/details/36066/relaser

Ja, es kann durchaus sein, dass man depressiv wird, wenn man auf diese Droge verzichtet. Allerdings ist auch die Depression - in Maßen - eine Erscheinung, die zum Leben gehört; gerade in schlechten Zeiten. Und sieh doch: Es ist ja auch eine schlechte Zeit, die Du durchmachst - zumindest für Deinen Körper und sein Nervensystem; denn Du führst Dir ja jetzt etwas nicht mehr weiter zu, was Du jahrelang als gut und bereichernd empfunden hast. Und vielleicht kann Dir Deine Depression genau deshalb jetzt in gewisser Weise auch nützlich sein: Sie macht Dich aufmerksam auf den Abschied vom blauen Dunst, macht Dir täglich klar, wie schwer es ist, das geliebte Rauchen los zu lassen, ich sag's mal schmalzig: Du musst jetzt trauern um den Verlust. Dich damit beschäftigen. Dich an einigen Stellen Deines seelischen Dachstuhls selbst etwas umbauen. An Dir werkeln, wirken! Begreif' es vlt. als einen anatomischen Vorgang, so als ob Dir ein neues Bein wächst, das würde vielleicht auch sehr weh tun und schmerzen, zumindest würde es nicht unbemerkt an Dir vorübergehen (also jetzt nicht das neue Bein ;) ). Erst wenn Du Deine Qual des Ablösens jetzt durchstehst und aushältst, kommst Du überhaupt in die Nähe davon zu erahnen, was es heissen wird, aufs Rauchen langfristig zu verzichten. Und dann kannst Du's auch schaffen... Dabei viel Glück. Denn das braucht man ja für alles. Übrigens: Aufs Rauchen langfristig zu verzichten wird u.a. heissen, weiterhin Verzicht zu üben. Denn Du bist süchtig, und musst jeden Tag aufs Neue darum kämpfen, "clean" zu bleiben. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Es wird leichter mit der Zeit, das zu ertragen...

Eine Depression ist keine "Erscheinung, die zum Leben gehört", sondern eine schwerwiegende Erkrankung!

Du (und auch zugilu) meinst wahrscheinlich eine "depressive Verstimmung", die aber mit einer behandlungsbedürftigen Depression nicht gleichzusetzen ist.

0
@Auskunft

Bei Menschen, die unter Depressionen leiden oder mal gelitten haben, ist eine behandlungsbedürftigte Depression als Begleitsymptomatik auf einen Nikotinstopp keine Seltenheit.

0

bin so deprimiert und brauche dringend einen rat.. bitte um hilfe

hey Leute,

ich habe ein riesiges Problem und zwar bin ich seit längerem ziemlich oft meist grundlos deprimiert. Ich bin 17 Jahre alt und hatte eigentlich immer ein super Leben. Habe mich immer gut gefühlt. Seitdem vor zwei Jahren zwei wichtige Familienmitglieder und drei Bekannte gestorben sind (alle nacheinander durch Krankheit) und ich letztes Jahr meine Freundesclique verloren habe (das mich ziemlich verletzt hat) fühle ich mich nicht mehr so wie ich einmal war. Ich bin seitdem sehr oft deprimiert und fühle mich müde. Seit kurzem stelle ich auch noch fest das sich meine Gedanken total verändert haben. Damit meine ich das ich tausende von Gedanken in meinem Kopf habe und nicht mehr klar denken kann. Ich kann mich nicht mehr auf eine Sache konzentrieren und es fällt mir sehr schwer jemandem zuzuhören, weil ich mich darauf einfach nicht so gut konzentrieren kann (muss mich anstrengen zuzuhören). Weil ich mich nicht mehr so gut konzentrieren kann, muss ich das 11 Schuljahr jetzt auch noch wiederholen, da meine Noten sehr schlecht geworden sind. Außerdem kann ich mir Dinge nicht mehr so leicht merken und ich fühle mich als wäre ich manchmal in einer ganz anderen Welt. Ich habe große Angst meine Freunde zu enttäuschen und zu verlieren, weil ich so still geworden bin. Ich war ein ziemlich lustiger Mensch und konnte viel erzählen, aber das ist irgendwie nicht mehr so. Bin so still geworden, obwohl ich es gar nicht möchte. Mittlerweile fühle ich mich einfach nur noch dumm und wertloser als alle anderen. Wenn ich Nachts im Bett liege würde ich einfach mal gerne losweinen und alles rauslassen, aber irgendwie kann ich seit längerem nicht einmal mehr darüber weinen. Ich würde so gerne wissen was los ist, weil so langsam bringt mich das in Verzweiflung. Ich bekomme nichts mehr wirklich geregelt und habe so große Angst jemand weiteren zu verlieren oder das jemand auf mich sauer wird.

Kann mir vielleicht irgendjemand sagen was das sein könnte und was ich machen kann? Ich hab Angst das es schlimmer wird. Tut mir Leid für den langen Text. Hoffe auf Antwort. Danke!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?