Bandscheibenvorfall und Magendarmbeschwerden - hat jemand gleiche Erfahrungen?

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Hallo MrsBrightside88,

nun möchte ich doch auch Dir noch antworten. Natürlich hat Dein Arzt Recht, wenn er Deine Bandscheibenproblematik als gut mögliche Ursache für die Darmprobleme in Erwägung zieht. Ich habe als Physiotherapeut im Laufe der Jahre sehr viele Patienten behandelt, wo es vergleichbare Konstellationen gab. Gar nicht selten kamen diese Menschen zu mir wegen der Bewegungseinschränkungen durch die Rückenprobleme, die ich meist ( zum Glück ) erfolgreich behandelte. Dann erzählten mir die Pat. noch während einer der Behandlungen, dass die jahrelangen internistischen Störungen ( sehr unterschiedl. Art, die ich jetzt nicht einzeln erwähnen möchte ) nachließen, - oder gar weg seien, ob dies denn mit der Behandlung bei mir zu tun haben könne oder ob es eher Zufall sei. Ich habe es den Menschen dann mühsam erklären dürfen und sie haben es auch verstanden. Aus diesen vielen Erfahrungen bin ich dann vor Jahren bereits zu der Meinung gelangt, dass viele Menschen beim Internisten nicht optimal diagnostiziert wurden/werden. Es sollte vermehrt interdisziplinär untersucht werden, es musss mehr quer gedacht werden. Zu Deinem konkreten Fall brauch ich nichts weiter schreiben, lies Dir nur meinen Meinungsaustausch mit unserem @pferdezahn durch und evtl. die Links, dann sollte für Dich alles klar sein.

Bezüglich einer OP wird es wohl darauf hinaus laufen, dass die Neurochirurgen erst dann zum Skalpell greifen werden, wenn massive Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen auftreten, auf gestörte Verdauung nehmen die vermutlich keine Rücksicht, frag halt einfach mal.

In Sachen Sport dürfte bei diesen Schäden eigentl. nur noch Schwimmen / Bewegung im Thermalwasser in Frage kommen. Klar ist auch Gehen gut, aber nur so lange, wie es keine starken Schmerzen verursacht. Evtl. kann da der Sportmediziner mehr sagen.

Ein Ergotherapeut sollte Dir zeigen können, wie Du sowohl im privaten - , wie auch im beruflichen Bereich eine optimal rückenfreundliche Körperhaltung einnimmst. Ich bin ja auch betroffen, habe mir ein elektrisches Lattenrost mit einer Spezialmatratze gekauft, habe mir einen Wagen gekauft in dem man erhöht einsteigt und aufrecht sitzt , daher einen VAN und kein SUV ! Ich habe mir einen eigenen Sessel für´s Wohnzimmer besorgt, der zu meiner Körperlänge und -proportion optimal passt und den Rücken unten reichlich unterstützt. Ich schleppe keine Mineralwasserflaschen mehr kistenweise heim, sondern habe mir den Sodastream gekauft. Das Tragen von Taschen auf zwei Seiten verteilt und das Heben größerer Sachen aus den Knien heraus sollte selbstverständlich sein. Ich habe auch Schröpfgläser gekauft und schröpfe mich selbst, auch das hilft bei stärkeren Schmerzen der Rückenmuskeln. Naja und noch so einige Kleinigkeiten auf die man als Schmerzpat. verstärkt achtet. Vielleicht konnte ich Dir etwas helfen, alles Gute wünscht Winherby

Ganz ganz großes Dankeschön. Ich schreib eine email!

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Ich krame die Frage einfach mal wieder raus - weil ich dazu tatsächliche und wirklich eigene Erfahrungen schreiben kann. Das Internet ist ja super und ich finde es toll, aber leider gibt es einige, die sich nur wichtig tun wollen, also hier mal meine Erfahrungen dazu:

Vor etwa 6 Jahren wurde bei mir von einem "Facharzt für Orthopädie" eine Entzündung im rechten Hüftgelenk diagnostiziert. Natürlich wurde mir sofort eine Behandlung mit Hyaloronsäure und Eigenblut etc. pp. angeboten ( für etwa € 400 pro Behandlung, die aber leider alle 3 - 6 Monate nötig gewesen wäre. Ein lukratives Geschäft also für den Onkel Doktor.

Nein, ich habe dieses dankend abgelehnt und mir gedacht, das geht auch so.
Ging es auch bis etwa März 2017 ... die Schmerzen im Hüftgelenk wurden immer schlimmer, aber alle Orthopäden ( Kassenärzte ) haben mir nach den Untersuchungen stets das Gleiche gesagt - die Hüfte ist vollkommen ok.

Ich also einfach mal in eine Privatklinik und mir dabei gedacht - Scheißegal - ich bin noch nicht mal 50 und so kann es einfach nicht gehen, dann zahle ich die Kosten eben selber......

Der Arzt, bei dem ich war, hat sich wirklich Zeit genommen und mir folgendes auf den Weg gegeben und nein, ich habe keine Rechnung bekommen!!!!:
Ganz oben dran steht die Phsyche eines jeden Menschen - danach kommt die physische Verfassung und dann erst die tatsächliche Diagnose des Gesundheitszustandes.
Ich sollte mir von meinem Orthopäden eine Überweisung geben lassen zum MRT der LWS - habe ich getan und nun die Diagnose: BSVF LS5/S1 - mit dem ich seit über 5 Jahren lebe und mich damit zurecht gefunden habe.

Seitdem ich aber die Diagnose kenne, habe ich ( für mich unerklärliche, für mein Unterbewusstsein aber sicher volkommen ok) Krankheiten wie dauerhaften Durchfall, Kopfweh, Rückenschmerzen etc. pp.

Ich freue mich, dass endlich mal jemand die Ursache gefunden hat, warum ich seit Jahren mit Schmerzen leben muss, mein rechtes Bein fast dauerhaft "schläft" und ich an sich keinerlei Lebensqualität habe. Am 29.06.2017 ( sind so ziemlich genau 6 Jahre nach der anfänglichen Diagnose) habe ich einen Termin in der besagten Privatklinik zur Beratung, wie man den BSVF behandeln kann.



Gern berichte ich weiter, insofern gewünscht.



PS: Ich bin immer arbeiten gegangen und tu dies auch weiterhin. Meine Arbeit hilft mir, damit umzugehen - die Schmerzen zu vergessen.


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