Ab wieviel abgenommenen Kilo sehe ich einen unterschied?

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5 Antworten

Hallo Simon

Ein regelmäßiges Muskeltraining, - gleichzeitig zur Diät, besser ist dauerhafte Ernährungsumstellung -, verhindert von vorn herein den Muskelabbau. Wer hungert ohne gleichzeitiges Training, der verliert schnell Muskelmasse. Das kommt daher, dass die Muskeln viel besser durchblutet sind, als das Fett. Somit ist die im Muskel gespeicherte Energie besser/leichter verfügbar. Also vergreift sich der Organismus zuerst an der leicht zu beschaffenden Energie im Muskel.

Daher ist das gleichzeitige Training enorm wichtig. Optisch wirst Du im Spiegel beobachten können, dass sich Deine Figur strafft. Dabei kommt es nicht selten vor, dass der Mensch sogar an Gewicht zulegt, obwohl er Fettanteile verliert. Der Muskel der trainiert wird braucht viel Energie, oft holt er es sich vom Fettdepot, wenn gleichzeitig die Nahrung knapp ist. Der Muskel hat ein höheres spezifisches Gewicht. Wenn also Fett abgebaut, gleichzeitig Muskel aufgebaut wird, kann es zu dem Phänomen kommen, dass der Mensch einerseits schlanker und sportlich straffer wird, gleichzeitig aber schwerer wird.

Daher ist es viel sinnvoller das Aussehen der Figur /Haltung zu beobachten, als nur auf eine Waage zu starren.

Wie schnell sich das Geschehen auch optisch bemerkbar macht, hängt von diversen Faktoren ab, wie: Wie hoch ist zu Beginn der Maßnahme der Körperfettanteil, wie hoch der Muskelanteil, bist Du als Typ ein Leptosom oder ein Pykniker oder ein Athlet, in welcher Form stellst Du die Ernährung um und noch so ein paar genetische Gegebenheiten.

Wenn Du schneller abnehmen willst, dann verzichte komplett auf Kohlehydrate in der Nahrung, - aber zumindest aber am Abend keine Kohlenhydrate. Heisst: Keinen Zucker, nichts Süsses trinken, keine Kuchen, Nudeln, Hefeklöse, Brote, Pizza, halt alles wo Zucker und Mehl drinne ist weg lassen. Ein guter Zuckerersatz ist Xylit, ein natürlicher aus Holz oder Mais gewonnener Zuckerersatz.

Zusätzlich speckt sehr schnell ab, wer regelmäßig zum Schwimmen geht. Mit regelmäßig ist z. B. 2 x pro Woche gemeint, nicht etwa 2x im Jahr (was ja auch regelmäßig wäre) . Achte aber immer darauf, dass Du viel Wasser trinkst und der Kreislauf stabil bleibt. Schwindelattacken können auf zu rasches Abspecken hinweisen, dann etwas nachlassen mit den Bemühungen. LG

Erstmal vielen dank für die ausführliche Antwort.

Meine erste Frage ist was ich alles essen sollte und wie oft. (Hinweis ich bin Vegetarier aber esse Fisch) 

Meine zweite Frage ist wie viel Sport soll ich machen würde täglich 30 min Joggen reichen oder gibt es auch bessere Methoden Muskeln aufzubauen?

Ich hoffe du beantwortest meine Fragen und schon einmal vielen Dank :)

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@Simon2001

Nun, das Joggen ist eher ein Sport um die Ausdauer (Herz/Kreislauf) zu trainieren. Nur wer spindeldürre Spinnenbeinchen hat, der wird mit dem Gejogge anfänglich ein paar Muskeln aufbauen. Aber sonst eher nicht, schau Dir nur mal die Marathonläufer aus Kenia oder Äthiopien an, die haben Beinchen zum Mitleid kriegen, man möchte denen ja fast die Krücken reichen.

Besser ist mMn das Radfahren immer im möglichst großen Gang damit es schön schwer ist, oder mit dem Hollandrad, schön hoch aufrecht sitzend, gegen den Wind, das geht in die Beine, mannoman. Aber im Winter und bei Regen würde ich ins Gym gehen und die Beinpresse nehmen, sowie die Abduktoren (Grätsche) und die Adduktoren trainieren.

Übrigens, falls Du es nicht weißt, falls Du mal Muskelkater bekommst, dann setze solang mit dem Training aus, bis der Kater restlos ausgeheilt ist. Muskelkater bedeutet eine Verletzung innerhalb der  Muskelzellen, das muss ausheilen. Wer diese Heilungsphase durch tgl. weitertrainieren behindert, der riskiert eine Schwächung des Muskels.

So, nun zum Essen. Fisch ist wg der Proteine im Eiweiss schon mal sehr gut. Auch Milchprodukte wie Käse, Butter, Quark, usw. ist zu empfehlen, wegen dem Fett als hervorragendem Brennstofflieferant. Also keinen Magerquark, Margarine,  oder dieses fettreduzierte  "du darfst" - Gedöns essen.

Du darfst bei Deinem intensiven Training ruhig ordentlich viel essen, aber nur wenn, ja wenn Du die Mehlpampesachen weglässt, die habe ich oben in der Antwort bereits aufgezählt. Nur diese Mehlprodukte führen zum Fettansatz. Wer solche Kohlehydratbomben isst, der muss dann an anderer Stelle sehr, sehr zurückhaltend sein. Also besser 2 Steaks ohne Nudeln, als nur ein Steak mit Nudeln. Mit Fisch kannste nicht soviel verkehrt machen, aber wenn möglich nimm Salzwasserfische. Draussen im kalten Meer produzieren die mehr Fischtran mit viel gutem Omega3 Fett. Machs gut, aber übertreibe nichts, Winherby


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Du solltest erstmal wissen, dass das rauf und runter beim Gewicht in erster Linie zu mehr Fett führt. Denn wie du ganz richtig feststellst, nimmt man zuerst viel Wasser ab, aber auch Muskelmasse, wenn man nicht auf ein richtiges Training achtet. Der Stoffwechsel wird gedrosselt, wenn man weniger ist und wenn man wieder mehr isst, dann bleibt der Stoffwechsel oft unten und der Körper setzt viel in Fett um, um für dürre Zeiten vorzusorgen. So hat man mehr Fett, obwohl das Gewicht vielleicht noch geringer ist. Du solltest aufpassen, was du isst und trinkst, aber regelmäßig essen und dich viel Bewegen. Bewegung treibt den Stoffwechsel an und Muskeln verbrennen Fett. Versuche mal hier einiges zu ändern. Ohne Fleiß, kein Preis!

Aber wenn als erstes die Muskeln und dann das fett abgebaut wird und ich währenddessen viel Sport mache, dann werden doch die Muskeln abbgebaut und dann gleich wieder aufgebaut, das bringt doch dann nichts oder?

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@Simon2001

Wenn du Sport machst, werden eben keine Muskeln abgebaut, sondern nur wenn du einfach nur zu wenig isst.

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Ich hab jetzt die letzten 3 Wochen sehr wenig gegessen und 8 kg abgenommen.

Bei 1,75 Größe solltest du etwa 67 kg wiegen, das wäre ein gesundes Gewicht für dich. Es kommt auch nicht so genau auf jedes Pfund an. Es kommt auch darauf an, woraus die kg bestehen. Wenn man durch Sport mehr Muskeln bekommt, wiegt man dann auch mehr, macht aber trotzdem eine bessere Figur. Das liegt daran, dass eine Hand voll Speck viel leichter ist, als eine Hand voll Muskeln. Aber lieber einen knackigen Po, als einen Schwabbela*sch, nicht wahr? Das gefällt übrigens dem anderen Geschlecht auch besser.

Mit deinen 64 kg, die du jetzt wiegst, bist du schon unter deinem Idealgewicht. Alles was du jetzt noch abnimmst, wäre tatsächlich Körpersubstanz. Selbst der Dünnste hat auf dem Bauch immer noch eine polsternde Speckschicht von 6 Zentimetern. Die werden auch gebraucht, um die Organe darin zu schützen und warm zu halten. 

Ich vermute bei dir eher, dass du falsch stehst, und deshalb dein Bauch nicht flach erscheint. In krummer Haltung können die Bauchmuskeln auch nicht richtig ziehen und abstützen. Deshalb siehst du am Bauch wohl auch keinen Erfolg:

Bei einem Rundrücken hält man die Schultern nach vorn und den Kopf eingezogen und das Becken nach hinten weggekippt. Das ist zuerst nur eine Fehlhaltung. Behält man diese Haltung aber als "normal" bei, so wächst man dann in diese Haltung hinein. Der Mensch wächst eben immer so, wie er sich hält.

Keine Panik, so etwas lässt sich auch wieder rückgängig machen, ist nur etwas mühsam, dauert etwas und erfordert Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, denn man bekommt im ganzen Leben ja keinen neuen Rücken; ist von der Natur einfach nicht vorgesehen. Man muss sich selbst bzw. dem Körper seine optimale Haltung "wieder angewöhnen"

1. Immer wieder daran denken "Napoleon-Haltung einnehmen! Also Kopf aus den Schultern ziehen, hoch mit dem Kinn und den Blick auf den Horizont richten, Hände mit den Daumen nach außen drehen, (dadurch rollen die Schultern ganz von allein nach hinten) und dabei das Becken nach vorne kippen. Das kann man am besten üben, wenn man sich mit den Hacken ganz nah an einen Pfosten oder Türrahmen stellt. Man wird dabei auch feststellen, dass die Bauchmuskeln den Bauch so noch am effizientesten stützen können, und schon ist der flach.

2. Beim Gehen, Joggen, Walken oder ähnlichem die Hände immer so halten, dass die Daumen nach außen zeigen, also Handflächen nach oben. Damit drehen sich die Schultern automatisch so hin, wie sie auch gehören.

3. Beim hinsetzen darauf achten, dass man dann auch "auf dem ganzen Hintern" zu sitzen kommt. Dazu beim Hinsetzen nicht als erstes den Rücken an die Lehne werfen, sonder den "Allerwertesten" zuerst möglichst weit hinten auf die Sitzfläche strecken. Beim Platz nehmen kippt das Becken so automatisch in die optimale Stellung. Auch ohne dass man seinen Rücken anlehnt, kann man so stundenlang ermüdungsfrei sitzen.

Besonders am Anfang ist das alles anstrengend, weil der Körper umerzogen werden muss. Erst wollen die Muskeln noch nicht und man mag zunächst auch das Gefühl haben, dass die Napoleon-Haltung sehr anstrengend sei. Wenn man das aber konsequent, richtig, oft und lange macht, geht das in Fleisch und Blut über und man wird feststellen, dass diese Haltung einfach optimal ist.

Es sieht nicht nur selbstbewusster aus, sondern wirkt sich auch tatsächlich so aus. Der Blick ist frei, Lunge und Herz haben mehr Platz, Magen und Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse werden nicht mehr eingequetscht und die Wirbelsäule kann in sich selbst ruhen. 

Hab einfach etwas Geduld. Es ist natürlich von Mensch zu Mensch anders. Aber du wirst es sicher auch bald sehen. Und wahrscheinlich spürst du es ja schon um die Taille. Halte durch und mach weiter. Es wird sich sicher lohnen.

Hallo  Simon.

Das kann man sooo paoschal nicht beantworten. jeder nimmt an einer anderen unterschiedlich stark ab.Deshalb find ich, sei zufrieden mit dir und oft isses so, dass andere es schneller bemerken als du selber.

LG

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