Hallo,

Cortison hat definitiv einen Einfluss auf die Schilddrüse. Viele Hashimoto-Patienten (auch ich) haben schwache Nebennieren (dort wird Cortisol ausgeschüttet), so dass man sogar ein Cortisonpräparat in physiologischer Dosierung einnehmen muss. Die Schilddrüse benötigt zum korrekten Arbeiten immer auch etwas Cortison.

Das Cortison bewirkt, dass das Schilddrüsenhormon vermehrt in die Zellen gelangt - Achtung! Das ist laienhaft ausgedrückt -. Je mehr Cortison man einnimmt, desto mehr Schilddrüsenhormon gelangt in die Zellen, d. h., es wird mehr Schilddrüsenhormon benötigt. Bei den hohen Dosen an Cortison, die Du bekommen hast, war völlig klar, dass fT4 und fT3 sinken und das TSH steigt, so dass es bei dir wohl sogar zu einer Unterfunktion gekommen ist.

Die Schilddrüsenwerte können sich aber nicht so schnell wieder erholen. Deshalb wäre mein Vorschlag, vorübergehend Dein Schilddrüsenhormon tatsächlich zu erhöhen und in 6 Wochen neue Blutwerte machen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten. Entweder, die Werte sind dann wieder sehr angestiegen und das TSH gefallen. Wenn dem so ist, kann man das Schilddrüsenhormon wieder etwas reduzieren.

Sollte alles im innerhalb der Norm sein, dann nach 6 Wochen nochmal zur Blutkontrolle.

Wenn sich Dein Befinden jedoch nicht verbessert, dann solltest Du Dich als Hashimoto-Patient einmal mit einer Nebennierenschwäche belesen. Es gibt Seiten im Internet dazu, die auch unter Adrenal Fatigue de zu finden sind.

Warum empfehle ich Dir das? Ich empfehle Dir das, weil Hashimoto-Patienten häufig mit dieser Problematik zu tun haben. Es gibt hier definitiv einen Zusammenhang. Vielleicht solltest Du auch mal im Forum www(.)ht-mb(.)de/forum nachlesen.

LG Catlyn

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Können sich nach Absetzen der Pille die Schilddrüsenwerte verändern?

2010 wurde meine Schilddrüse wegen Krebs nach 2 Op's entfernt. Nach 2 Radiojodtherapien wurde ich langsam auf 150 L-thyroxin eingestellt. Da es mir vor der hohen Dosis recht bescheiden ging und kaum mein Alltag mit 2 Kleinkindern bewältigen konnte, war ich zu frieden mit den leichten Überfunktionsbeschwerden. Mein supprimierter TSH steht seit dem bei 0,01. Ft4 und ft3 waren immer in der Norm. Mein Gewicht ging dabei paar Kilo nach oben, konnte es aber mit viel Sport wenigstens halten. Alles war bis Mitte 2017 gut, dann habe ich allerdings wegen einigen Beschwerden die Pille absetzen müssen und nach paar Wochen traten extreme Überfunktions sowie Unterfunktionsbeschwerden auf. Ich habe in kurzer Zeit 6 Kilo zu genommen, ich bin ab Mittag sooo müde und schlapp dass meine Arbeit darunter leidet. Aber in der Nacht rast mein Herz so stark, das nicht an Schlaf zu denken ist. Über Nacht; Schweissausbrüche, dann wieder Kälteempfinden und und und. Meine Werte zeigten eine leichte Überfunktion mit erhöhtem ft4, ft3 in der Norm, TSH weiterhin supprimiert bei 0,01.

Mein Arzt hat mich dann von 150 L-thyroxin auf 100 umgestellt und zusätzlich Thybon 20. Aber schon nach dem ersten Tag der Einnahme kamen Beschwerden auf, wie Kopfschmerzen ähnlich einer Migräne und jeden Tag fieberte ich zwischen 38,3 bis über 39. Bin nach 10 Tagen zum Arzt, da die Symptome nicht besser wurden. Nach einigem hin und her durfte ich das Thybon absetzten und sollte L-thyroxin 125 nehmen und die Blutwerte in 3 Wochen checken lassen, dass der TSH auch weiterhin supprimiert ist.

Jetzt frage ich mich ob das Absetzten der Pille das tatsächlich beeinflusst hat? Meinen Arzt konnte ich das noch nicht fragen, da ich erst seit 2 Tagen diese Vermutung habe. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Bin dankbar für jede Info.

Lieben Gruss, Louisa

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Hallo,

das Absetzen der Pille hat definitiv einen Einfluss auf die Schilddrüsenwerte. Es ist aber dennoch gut, dass du sie abgesetzt hast. Die Pille hat leider keinen guten Einfluss auf die Schilddrüse. Vielleicht muss sich dein Körper jetzt erst einmal an die neue Situation gewöhnen.

Liebe Grüße

Catlyn

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Hallo Wolfskind,

Du hast eine PN. Es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen. Melde Dich einfach bei mir :-)

LG

Catlyn

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Hallo,

ich habe auch Hashimoto und kann bestätigen, dass Verspannungen und vor allem Gliederschmerzen mit Hashimoto zusammenhängen können.

Die Schmerzen sollten aber bei richtiger Therapie langfristig wieder verschwinden. Bei mir verschwanden die Schmerzen erst, als neben der Gabe von Schilddrüsenhormon mein komplettes Hormonsystem ausbalanciert war und sämtliche Mängel bezüglich Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen ausgeglichen waren.

Stress spielt bei dieser Erkrankung leider auch eine sehr, sehr große Rolle und beeinflusst auch. Deshalb solltest Du versuchen, Stress zu meiden. Ich hatte das auch nicht so ernst genommen, aber Stress und Hashimoto ist wirklich fatal.

Schaue doch auch mal in das Forum www.ht-mb.de/forum rein. Du wirst staunen, was Hashimoto noch so verursacht.

Dir alles Gute und ganz liebe Grüße

Catlyn

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Seit L-Thyroxin ist alles schlecht...

Hallo zusammen,

ich bin wirklich am verzweifeln und weiß einfach nicht was ich noch machen soll... Vor zwei Jahren wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, da ich so müde und depressiv war und einen erhöhten TSH habe. Ich habe mit L-Thyroxin 25 angefangen und habe innerhalt der ersten 3 Monate dann etwa 10 kg zugenommen (von etwa 64 auf etwa 74 kg bei einer Größe von 1,70 m). Mittlerweile min ich bei 75 µg L-Thyroxin und mit meinem Gewicht passiert nichts! Wirklich nichts ich kann einfach nicht abnehmen! Ich habe absolut alles probiert und das über mehrer Monate... Es ist vollkommen egal ob ich wenig esse oder viel esse und nasche. Es passiert absolut nichts! Ich nehme auch nicht zu! Sport mach ich zwei mal die Woche, einmal einen Frauenkurs (Bauch-Beine-Po oder ähnliches) und einmal Joggen. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, ich möchte nur auf mein Ursprungsgewicht oder zumindest eine Veränderung auf der Waage sehen :( Zudem habe ich stärkere Körperbehaarung bekommen, besonders am Bauch, am Kinn und über der Oberlippe :( Einmal war ich laut TSH-Wert in der Überfunktion (hatten kurzzeitig auf 100 µg umgestellt, sind nun wieder auf 75 µg), seit dem habe ich unreine Haut, Schuppen und Haarausfall. Besonders Haarausfall! Ich könnte heulen! Ich verliere jeden Tag etwa 200-300 Haare (ich glaube besonders am Oberkopf)! Mein jetziger Arzt hat mich zum Gynäkologen überwiesen, da seitdem auch meine Periode unregelmäßig ist, was sie früher nie(!) war... Ich war mittlerweile bei zwei Ärtzen, doch keiner will mehr als den TSH Wert nehmen... Einer davon war Internist und sagt zu meinem Gewichtsproblem, dass meine Figur doch gut aussieht udn er kein Problem sieht... Und ob ich vielleicht vergesse was ich esse -.- Mein Termin beim Gynäkologen ist erst im September... Letzter TSH 2,46 Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll ich bin total verzweift und könnte nur noch heulen :(

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Hallo Lexiasa,

Du musst dringend andere Meinungen von verschiedenen Ärzten einholen. Wie hier schon geschrieben wurde, nutzt die alleinige Bestimmung des TSH gar nichts. Gehe bitte zu einem guten Endokrinologen und lasse einen kompletten Schilddrüsencheck vornehmen. Dabei sollten unbedingt die Blutwerte TSH, fT4, fT3, TPO-AK, TG-AK, TR-AK bestimmt werden und der Arzt muss sich die Schilddrüse mit Ultraschall ansehen, die Größe und die Gewebestruktur der Schilddrüse bestimmten.

Sehr wahrscheinlich wurde bei Dir noch nicht einmal die Ursache der Schilddrüsenunterfunktion untersucht. Ich vermute, dass Du die heute am häufigsten vorkommende Ursache hast, nämlich Hashimoto-Thyreoiditis. Das ist zwar eine Autoimmunerkrankung, aber keine Angst, man kann das behandeln. Leider ist es nur so, dass bei dieser Erkrannkung meist das ganze Hormonsystem in Mitleidenschaft gezogen werdenn kann, insbesondere dann, wenn die Schilddrüsenunterfunktion längere Zeit nicht oder falsch behandelt wurde. Weiterhin gibt es außer dem reinen Thyroxin auch noch Kombipräparate, in denen nicht nur Thyroxin (=T4), sondern auch T3 enthalten ist. Gerade das T3 spielt eine erhebliche Rolle bezüglich des Körpergewichtes.

Ich empfehle Dir nun zunächst einen Termin beim Endokrinologen geben zu lassen. Inzwischen wäre das Forum www.ht-mb.de/forum/ sehr empfehlenswert.

Ich selber hatte das Problem auch - allerdings mit einem weit höherem Ausgangsgewicht -. Nach einer korrekten Ausbalancierung ALLER Hormone, dem Ausgleich von Vitamin- und Mineralstoffmängeln und einer vernünftigen Ernährung hat die Gewichtsabnahme wieder funktioniert. Aber auch erst dann!

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir kompetente Ärzte (manchmal dauert es doch sehr lange, bis man kompetente Fachärzte gefunden hat).

Viele Grüße

Catlyn

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Augenringe und Jodmangel. Erfahrungen?

Hallo an alle liebe Leute, die sich die Zeit nehmen, mein Anliegen durchzulesen. Und zwar bin ich weiblich, 22, ca. 1, 60 groß und wiege 50 KG. Ich habe ein ernstes Problem, was mich psychisch so belastet, dass ich meine Hoffnungen auf noch so kleine Diagnosen setze. Dunkle Augenringe (und zwar nicht wegen zu wenig Schlaf) Und zwar war ich im Baby und Kleinkindalter ein sehr lebhaftes Kind ohne Augenringe. Ab dem 7 Lebensjahr wurden sie immer dunkler und dunkler, dass die Leute mich auf der Straße ansprechen, ob ich Drogen nehme. Es wurde Neurodermitis diagnostiziert, der sich durch Ausschlag an den Armen und Beinen nach dem Verzehr von Schokolade verdeutlichte. Danach wurde ich, bis ich 15 wurde, mit Anweisungen von Dermatologen, mit allen möglichen Mitteln eingeschmiert, darunter auch Kortison. Mit zunehmenden Alter hat die ganze Therapie zumindest dazu geführt, dass ich nun eine weichere Haut habe und ich ganz normal Schokolade essen kann. Der Ausschlag ist nun kaum vorhanden. Auch war ich sehr oft in Krankenhäusern, da ich nebenbei wegen der trockenen Haut mit Abszessen zu kämpfen hatte. Vor gut einem Jahr war dann der letzte Eingriff, da ich danach zum Immunologen geschickt wurde. Es bestand ein selektiver IgA Mangel und Mangel im Komplementensystem (MBL-Mangel), darunter auch ein Vitamin D Mangel, wo man mir gleich Vitamin D Pillen verschrieb und ich ein Jahr genommen habe. Da meine Augenringe noch immer so stark waren (und in der Familie niemand mit so starken Augenringen zu kämpfen hatte, wie ich) Habe ich mir gleich die Schilddrüse untersuchen lassen. Meinen Vitamin D Mangel habe ich ausgeglichen, die Schilddrüse war auch in Ordnung, allerdings bestand jetzt ein Jodmangel, was sich ja auch unter anderem dadurch ankündigt, wenn Augenringe entstehen. Ich möchte wissen, ob vielleicht der Jodmangel tatsächlich an meinen Augenringen schuld ist und ob es Menschen unter euch gibt, die danach besser um die Augen aussahen, nachdem sie den Jodmangel beseitigt haben. Ich nehme seit ungefähr einer Woche jeden Tag 100 mikrogramm Jod zu mir und kann mir darunter sehr wenig vorstellen, da ich schon immer viel Fisch aß und das Essen mit Jod angereichert habe. Meine Hoffnungen, ein besseres, gesundes Aussehen zu haben, schwinden dahin - ich habe sogar eine Trinkkur gemacht, versuche so oft raus zu gehen wie Möglich, aber es wird einfach nicht besser. Und durch viel Schminken scheinen die Augenringe leider auch durch. Ich hoffe, ich finde viele glückliche Menschen, die gute Erfahrungen mit Jodtabletten gemacht haben.

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Hallo,

wie waren denn Deine Schilddrüsenwerte? Ich frage, weil in meinem Falle trotz grenzwertiger Werte immer behauptet wurde, dass alles in Ordnung sei. Ich vermute, dass bei Dir huer auch etwas im Argen liegen könnte. Der Vitamin-D-Mangel und der angebliche Jodmangel würden auch dazu passen. Wie wurde der Jodmangel festgestellt?

Dunkle Augenringe sind ein ganz typisches Zeichen bei einer Nebennierenschwäche. Wurdest Du darauf schon untersucht? Eine Nebennierenschwäche kommt sehr häufig bei Schilddrüsenpatienten vor. Die Nebennierebschwäche sollte anhand einer 24-Stunden-Urinprobe sowie einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Bereits niedrige Werte innerhalb der Norm sind problematisch.

Ich empfehle Dir, Dir eine Zweitmeinung bei einem GUTEN Endokrinologen einzuholen.

Liebe Grüße

Catlyn

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Hallo,

ich habe auch Hashimoto und habe 38 kg abgenommen. Es ist leider so, dass eine Gewichtsabnahme erst dann wieder möglich ist, wenn alle Hormone ausgeglichen sind. Gerade bei Hashimoto kann das gesamte Hormonsystem in eine Dysbalance geraten, so dass man nicht nur nach den SD-Hormonen schauen sollte, sondern nach allen Hormonen. Dazu ist es wichtig, dass man einen wirklich guten Facharzt als Begleitung hat (Endokrinologe).

Bei Hashimoto ist die Verarbeitung von Kohlenhydraten in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb sollte man diese in der Ernährung etwas reduzieren. Sojaprodukte, Süßes und Milchprodukte sind kontraproduktiv. Wichtig ist der moderate Verzehr von Eiweiß (Fisch, Fleisch, Eier), die Verwendung von guten Ölen und der Verzehr von Gemüse und Obst (nicht nur süßes).

Hashimoto-Patienten haben ganz häufig Vitamin- und Mineralstoffmängel (Zink, Magnesium, Vitamin D, Vitamin A, B-Vitamine, etc.). Das Spurenelement Selen sollte bei Hashimoto sowieso zugeführt werden. Diese Mangelzustände können die Gewichtsabnahme auch negativ beeinflussen.

Unter Berücksichtigung des soeben Geschriebenen und immer unter der Voraussetzung, dass die Hormone ausgeglichen sind, kann man auch abnehmen. Bei mir dauerte der Hormonausgleich ca. 6 Jahre (schwerer Fall). Letztendlich habe ich dann mit Weight Watchers abgenommen, da man damit frei in der Lebensmittelauswahl ist.

Schaue doch auch mal in das Forum ht-mb.de/forum .

Viele Grüße

Catlyn

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Hallo Kati,

ich habe auch Hashimoto und so einiges hinter mir. Meiner Meinung nach müsstest Du sowohl die Schilddrüsendosierung als auch die HC-Dosierung steigern. Warum? Mit der Gabe von T3, ganz besonders mit der Gabe von Schweineschilddrüsenhormon, gehen bei einer NNS sogut wie immer die Nebennieren in die Knie, wenn man es nicht sehr, sehr langsam einschleicht. Und selbst dann kann (wohlgemerkt: kann) es sehr lange dauern, bis die NN dies tolerieren. Hat der Körper aber wenig Cortisol zur Verfügung, so können daher die Panikattacken herrühren. Wie gesagt, ich würde beides erhöhen. Mit HC würde ich auf 20 gehen. Die physiologische Dosierung mit HC geht bis 30.

Welches Schweineschilddrüsenhormon nimmst Du? Das deutsche Präparat von Receptura (Thyroid-Hormonkapseln)? Oder das amerikanische (Armour Thyroid)? Oder das kanadische (von Erfa)? Oder ein Generika? Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass alle 3 Präparate unterschiedlich wirken. Am verträglichsten empfinde ich Armour Thyroid. Im Erfa ist leider sehr viel mehr T3 enthalten und das deutsche Präparat wird wohl nicht so sehr gut vom Körper resorbiert (eigene Erfahrung).

Warum teilst Du das Schwineschilddrüsenhormon auf morgens und abends auf und wie lässt Du damit Dein Blut kontrollieren? Ich frage deshalb, weil man bei der Blutabnahme idealer Weise 24 Stunden ohne Schilddrüsenhormon sein sollte. Nimmt man aber abends nochmal einen Teil ein, dann liegen nur ca. 12 Stunden zwischen Einnahme und Blutentnahme. Damit werden die Werte unbrauchbar.

Wurden bei Dir denn auch schon einmal die Hormone DHEA, Östrogen, Progesteron, Testosteron und Pregnenolon - evtl. noch Melatonin - bestimmt? Das ist extrem wichtig, denn sehr häufig werden durch Hashimoto ALLE Hormone in Mitleidenschaft gezogen (ist bei mir so). Wichtig wäre z. B. ganz besonders das DHEA. Hat man eine NNS, dann muss auch das DHEA angesehen werden, denn auch hier gibt es eine Verbindung zur NN.

Du schreibst, dass Deine Vitalstoffe in Ordnung sind. Wie wurden diese bestimmt? Im Serum oder im Vollblut? Es ist sehr wichtig WIE die Blutwerte bestimmt wurden, denn es ist bei einigen Werten extrem wichtig, ob sie im Vollblut oder im Serum bestimmt wurden. (Der Hausarzt macht immer alles im Serum ...) Das macht durchaus oftmals einen ganz erheblichen Unterschied. Neben Magnesium, Kalium, Natrium, Ferritin (Achtung! Nicht Eisen, sondern Ferritin) und Vitamin D - Clacium ist eher nebensächlich, da der Anteil im Blut extrem gering ist und bereits geringste Schwankungen ein falsches Ergebnis liefern - fehlen jedoch noch einige. Vitamin A ist sehr wichtig bei Hashimoto-Patienten, da diese das Beta-Carotin nicht richtig in Vitamin A umwandeln können. Zink (im Vollblut) ist auch extrem wichtig. Es ist bei Hashimoto-Patienten meist zu niedrig. Das Spurenelement Selen fehlt ebenfalls (im Vollblut).

Wie sieht es mit Deiner Vitamin-B-Versorung aus? Sogut wie alle Hashimoto-Patienten sollten einen hoch dosierten Vitamin-B-Komplex einnehmen, einerseits, weil durch die Erkrankung die Versorgung nicht so gut funktioniert, wie bei einem Gesunden, andererseits weil sich ein Vitamin-B-Komplex günstig auf die Erkrankung und das Wohlbefinden auswirken. Um gleich einer Frage vorzubeugen: Nein, man kann das leider nicht durch Ernährung alleine ausgleichen. Bedenke: Wir haben Hashimoto und sind nicht gesund.

Nimmst Du ein Omega-3-Präparat? Wenn nicht, kann ich auch nur dazu raten, denn es wirkt sich bei der Erkrankung gut auf das Immunsystem aus.

Noch ein Wort zu Selen: Da Du von einer Konversionsstörung (gestörte Umwandlung von T4 in T3) betroffen bist, wäre die Einnahme eines Selenpräparates dringend anzuraten. Selen fördert die Umwandlung.

Man könnte noch so viel dazu schreiben, aber vielleicht kannst Du mir vorher die Fragen noch beantworten?

Ansonsten emfphehle ich Dir das Forum www.ht-mb.de/forum/ . Dort bist Du für den Anfang gut aufgehoben.

Du fragst, was mit Dir los ist? Du hast einfach "nur" Hashimoto. Das ist eine Autoimmunerkrankung mit ganz komplexer Symptomatik. Du brauchst keine Angst haben, auch nicht vor dem Herzstolpern. Sobald Du richtig eingestellt bist, wird sich das legen (ist bei mir auch so).

Ganz liebe Grüße und auf in den Kampf

Catlyn

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Hallo,

bei einer Schilddrüsenentzündung handelt es sich nicht um eine herkömmliche Entzündung und kann somit auch nicht anhand des CRP-Wertes nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Bei einer Schilddrüsenentzündung handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Sie ist eher bekannt unter dem Namen Hashimoto-Thyreoiditis oder Autoimmunthyreoiditis.

Bei dieser Erkrankung zerstört der Körper im Laufe der Zeit nach und nach die eigene Schilddrüse.

Die Diagnostik ist leider nicht so einfach. Für eine Diagnose müssen die Blutwerte TSH, fT4, fT3 sowie die Antikörperwerte TPO-AK (veraltet: MAK), TG-AK (veraltet: TAK) und TR-AK bestimmt werden. Weiterhin ist ein Ultraschall nötig, bei dem man sich vor allem die Gewebestruktur und Größe der Schilddrüse betrachtet. Begriffe wie echoarme oder inhomogene Bereiche sind dabei immer alarmierend.

Leider gibt es jedoch Menschen, die die Erkrankung haben, jedoch keine Antikörperwerte aufweisen (seronegativ). Und hier tun sich die Ärzte sehr, sehr schwer. So kommt es in vielen Fällen zu einer nicht erkannten und somit nicht diagnostizierten Hashimoto-Thyreoiditis. In meinem Fall brauchten die Ärzte weit mehr als 10 Jahre, um zu einer Diagnose zu kommen. Eine Unterfunktion ist immer nur das Symtpom und die Ursache muss gesucht werden. Eine Behandlung mit Jod ist bei einer Hashimoto-Thyreoiditis extrem kontraproduktiv, bei einem NACHGEWIESENEN Jodmangel jedoch richtig.

Ich kann Dir nur empfehlen, Dir mehrere Meinungen bei verschiedenen Endokrinologen einzuholen und auch aktiv im Forum http://www.ht-mb.de/forum/ mitzulesen. Eine Unterfunktion ist ernst zu nehmen und sollte auf jeden Fall (richtig) behandelt werden! Wie gesagt, eine Diagnose mittels CRP ist definitiv nicht brauchbar.

Alles Gute und viel Glück

Catlyn

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Leider ist es so dass eine Langzeiteinnahme von jodhaltigen Präparaten kontraproduktiv sein kann und durchaus auch eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse auslösen kann. War bei mir so. Später wurde mir von einem kompetenteren Arzt erklärt, dass es keinen Sinn mache, ein jodhaltiges Präparat länger als 2 Jahre einzunehmen und er diese Verordnung nicht nachvollziehen könne. Ich nahm die Jodtabletten weit mehr als 10 Jahre und zum Schluss noch Thyronajod, was in etwa Jodthyrox entspricht. Das hat mir sozusagen den Rest gegeben. Richtig gewesen wäre die Gabe von Schilddrüsenhormon ohne Jodzusatz (z. B. L-Thyroxin, etc.).

Ist bei Dir damals vor der ersten Einnahme und auch mal zwischendurch eine ordentliche Schilddrüsendiagnostik beim Endokrinologen vorgenommen worden? Damit meine ich den Nachweis eines Jodmangels und den Ausschluss einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse? Ich vermute nicht. Denn nur, wenn diese Untersuchungen gemacht wurden, keine Autoimmunerkrankung vorlag und der Jodmangel nachgewiesen wurde (per 24-Stunden-Urintest und Blutprobe), kann ein jodhaltiges Medikament verordnet werden. Alles andere ist lichtfertig und kann nach hinten losgehen. Ich kann Dir nur empfehlen, eine zweite Meinung bei einem Facharzt (Endokrinologe, NICHT Hausarzt) einzuholen, der dann die Diagnose noch einmal neu stellt.

Was ich vermute: Deine Symptome (Herzrhytmusstörungen, Schwindel, etc.) können die Auswirkung von zuviel Jod sein. Es kann sein, dass auch bei Dir eine Autoimmunerkrankung der SD durch das Jod ausgelöst wurde. Das würde erklären, warum Du die Tabletten erstmal komplett weglassen musst. Bei Deinem nächsten Besuch würde er Dir dann die Tabletten ohne Jod verordnen.

All das sind Schlussfolgerungen aufgrund meiner eigenen Erfahrungen. Es muss bei Dir nicht so sein, aber bei mir war das so und es ist naheliegend. Auf jeden Fall würde ich noch einen anderen Arzt konsultieren, denn mit dem bisherigen Arzt bist Du nicht gut gefahren.

Wenn Du auch Tipps von anderen Betroffenen bekommen möchtest, dann solltest Du Dir immer eine Kopie des Befundes aushändigen lassen. Ein gute Forum dafür ist http://www.ht-mb.de/forum/ .

Viele Grüße

Catlyn

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Schwindel, Übelkeit, Zungenbrennen, Kribbeln etc.

Hallo einmal! :) Also, ich fang an meine ganze Geschichte zu erzählen, das wird jetzt etwas länger aber ich hoffe ihr könnt mir helfen, denn ich bin schon langsam am verzweifeln!

Alles begann, vor ca. 1 Monat.. Nach dem fortgehen abends kam ich nach hause und hatte fürchterliches Herzstechen bzw Herzbrennen.. Ich hatte richtige Angst, hatte gleich an einem Herzinfarkt gedacht. Das ging 3 Tage so, (da kam aber noch kribbeln in den händen dazu) bis ich dann zum Hausarzt gegangen bin, der hat bei mir EKG gemacht und Blut abgenommen.. In dieser Zeit wo ich auf den Befund wartete machten wir einen Schulausflug für 3 Tage. (Mittwoch fuhren wir weg und Montag bekamen wir den Befund. ) Am letzten tag, also Freitag, im Bus Richtung Heimwärts fing meine Zunge an brennen.. Und es kam so als hätte ich einen Kloß im Hals. Dadurch wurde ich ganz nervös, und plötzlich bekamm ich schwer Luft. Ich musste raus aus dem Bus! Draußen, angehalten auf einer Raststation kamen mir schon die tränen, ich bekam wieder keine Luft, dazu verspürte ich ein Kribbeln in den Händen und im Nasen- Mundbereich. Wartend darauf dass mich meine Mutter abholte (wollten dann eigentlich ins Krankenhaus fahren) beruhigte mich meine andere Lehrerin, dass das einfach eine Angststörung war. Und das kommt und geht. Mir ging es dann wieder gut und dachte das alles in Ordnung wär. Aber dann nächsten Tag hatte meine Großmutter ein Fest und ich sagte zu meiner Mutter, dass ich heimgehe und was hole. Auf den Weg nach Hause merkte ich dass etwas anders is. Ich fühlte mich wie in einem Fremdkörper.. Meine füße wurden immer schwerer, ich konnte nicht mehr weiter gehn, es war so ein starker schwindel.. ich setzte mich völlig zitternd und in Panik auf den Gehsteig und rufte meine Mutter an. So schnell wie möglich holte mich meine Mutter ab und wir fuhren ins Krankenhaus. Die konnten mir aber nur sagen dass das der Kreislauf wäre und ich mehr trinken soll. Die Tage lag ich nur im Bett, weil ich mich nicht fortbewegen konnte wegen dem starken Schwindel. Am Montag beim Arzt wurde herausgestellt dass ich "Hashimoto" (chronische entzündung der Schilddrüse) habe. Seitdem nehme ich 50mg Euthyrox am tag. Mein Problem ist aber, jetzt 3 Wochen danach geht es mir zwar besser, aber der Schwindel ist leicht noch da, ich habe noch immer leichtes Herzstechen, manchesmal ist mir eiskalt. Manchmal fühl ich mich dann aber als würd ich innerlich verbrennen(als hätt ich fieber). Das Kribbeln ist noch immer da. viel anfälliger auf Grippe. UNd ich habe sehr oft Kopfschmerzen & Übelkeit. Schlafstörungen. Ich renne schon 3 Wochen zu verschiedene Ärzte, das einzige was sie sagen ist: Kreislauf oder es hat was mit der Psyche zu tun! Was ist das? Ich habe

Ich bin schon richtig verzweifelt :( da es mir ja nicht gut geht

Ach ja, an dem tag wo das anfing fing meine Menstruation an.. Vielleicht liegt es an den Hormonen? Ich habe jeden Tag Angst vor dem morgigen, was da passieren könnt!:( ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen?

danke! :)

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Hallo Megsi,

Hashimoto-Thyreoiditis hat viele, viele Facetten, auch die, die Du beschreibst. So, wie Du das beschreibst, liegt bestimmt auch eine Schwäche der Nebennieren (adrenal-fatigue.de) vor (Ausschüttung von wenig Cortisol), denn dadurch entstehen die Kopfschmerzen, Schwindel, Panikattacken ...).

Hashimoto ist nicht in drei Wochen richtig eingestellt, sondern benötigt viel, viel Zeit. Diese Erkrankung stellt die Geduld auf eine harte Probe, denn die Schilddrüsenhormondosierung (Euthyrox) muss erst richtig angepasst werden. Trotzdem war die Einstiegsdosis von 50 µg zu hoch. Wenn die Nebennieren schwach sind, dann kann das bei einer hohen Einstiegsdosis noch verschlimmert werden.

Als erstes: Lasse Dich nicht in die Psycho-Ecke schieben! Symptome einer (noch) nicht richtig eingestellten Hashimoto-Thyreoiditis können Depressionen, Panikattacken, etc. sein. Diese sind aber nicht durch Psychotherapie wegzubekommen, sondern nur und ausschließlich durch eine gute Hormoneinstellung und richtige Ernährung.

Ich habe diese Erkrankung auch und fand keinen Arzt, der "meine" komplizierte Hashimoto-Thyreoiditis so behandeln konnte, dass es mir gut ging, so dass ich im Ausland in Behandlung bin. Natürlich gibt es auch Menschen, die nach Gabe von Euthyrox (oder L-Thyroxin, ...) keinerlei Probleme mehr haben. Gehört man aber nicht zu der "einfachen" Gruppe, dann hat man echt ein Problem, Hilfe zu finden.

Als erstes solltest Du darauf achten, möglichst kein Jod zu Dir zu nehmen. Das ist schwierig, da sogut wie alle Lebensmittel jodiert sind. Weiterhin solltest Du Milchprodukte und vor allem zuckerhaltige Lebensmittel vermeiden. Ich weiß, dass dies schwer ist, aber es hat leider auch ziemlich großen Einfluss auf die Erkrankung.

Vermeide unbedingt Stresssituationen, denn Stress ist einer der Mitauslöser Deiner Erkrankung! Wie ich oben schon schrieb vermute ich, dass Deine Nebennieren (oder genauer: die Nebennierenrinde) schwach sind. Die Nebennieren schütten u. a. das Stresshormon Cortisol aus. Cortisol wird auch zur Verarbeitung der Schilddrüsenhormone benötigt. Schüttet der Körper nur wenig von diesem Hormon aus (kann aber durchaus alles noch im Normbereich sein), dann hast Du ein Problem und somit Deine Symtpome. Man kann hier versuchen, zuerst einmal durch alternative Mittel (Details über PN) versuchen, die Nebennieren zu stärken.

Hashimoto bringt leider auch sehr oft den gesamten Hormonhaushalt durcheinander (Östrogen, Progesteron, Testosteron, DHEA, Cortisol). Deshalb muss sich der Arzt auch hier auskennen. Der richtige Ansprechpartner für diese Erkrankung ist ein Endokrinologe. Dennoch ist es sehr, sehr schwierig, einen wirklich kompetenten dafür zu finden.

Darf ich fragen, wie alt Du bist? Welcher Arzt hat Dich bisher behandelt? Der Hausarzt? Ein Endokrinologe? Ein Internist? Ein Nuklearmediziner? Hast Du Dir Deine Werte vom Arzt geben lassen?

Ich möchte Dir aber dennoch etwas Mut machen. Die Krankheit ist behandelbar und die Symptome kann man auch zum Verschwinden bringen. Man muss aber den richtigen Arzt mit dem entsprechenden Wissen finden. Solltest Du nicht weiterkommen, kann ich Dir eigentlich nur meinen ausländischen Arzt empfehlen (ist aber auch eine Kostenfrage).

Ein Forum für Deiner Erkrankung gibt es auch: http://www.ht-mb.de/forum/

Dort findest Du viele Betroffene, die durch ihre Erfahrung auch gute Ratschläge geben können.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Viele Grüße Catlyn

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Hallo,

dies ist sehr unterschiedlich. Die Einstellung der Schilddrüse kann zu einer Geduldsfrage werden. Es gibt Menschen, die bereits nach einem Vierteljahr keine Probleme mehr haben. Andere benötigen ein Jahr. Es gibt auch Fälle, bei denen Symptome bleiben.

Welche Ursache hat Deine Unterfunktion? Wurde bei Dir eine Autoimmunerkrankung der SD ausgeschlossen? Die Antwort Deiner Frage im Posting hängt auch davon ab, wie die Antworten auf die Fragen aussehen.

Gruß Catlyn

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Hallo Kiara,


Du hast leider eine äußerst unschöne Diagnose bekommen. Bei Dir wurde eine Szintigraphie gemacht. Der TC-Uptake ist zu niedrig. Er sollte sich normalerweise zwischen 5 - 2 % bewegen. Die Gesamtfläche Deiner Schilddrüse beträgt 20,9 ml und ist für eine erwachsene Frau zu groß, sollte bei ca. 18 ml liegen. (Was das bedeutet, siehe unten).


Zu den Werten fT4 und fT3 kann man wenig sagen, da Du weder die Normbereiche noch die Einheit der Werte angegeben hast. Deshalb kann ich hier nur kurz schreiben, wie Optimalwerte bei verschiedenen Einheiten aussehen würden:


fT4: 16,7 - 23,2 pmol/L

fT4: 1,3 - 1,8 ng/dl

fT3: 3,9 - 5,2 pmol/L

fT3: 2,5 - 3,4 ng/L


Das TSH von 2,83 ist zu hoch und deutet bereits auf eine Unterfunktion hin (Grund siehe unten). Die TSH-Obergrenze zur Unterfunktion liegt bei 2,5. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH von 2,0.


Tja, und dann sind noch die TPO-AK (bzw. Anti-TPO) angegeben. Hierbei handelt es sich um Antikörper. Diese sind mit 87 zu hoch.


So, nun erkläre ich Dir diese Ergebnisse. Du hast sicherlich gelesen, dass auch das Wort Immunthyreopathie auftaucht. Das ist Deine Diagnose. Die oben erwähnten TPO-AK (=Antikörper) sind erhöht und zeigen an, dass Du eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse hast (Immunthyreopathie ist der Oberbegriff). Es handelt sich dabei um die sogenannte Autoimmunthyreoiditis oder auch Hashimoto-Thyreoiditis genannt. Bei dieser Erkrankung zerstört der Körper die eigene Schilddrüse im Laufe der Zeit. Durch die Zerstörung der Schilddrüse (SD) entsteht eine Unterfunktion, die behandelt werden muss. Die Unterfuntion wird durch das erhöhte TSH und die freien SD-Werte angezeigt. Deshalb bekommst Du auch L-Thyroxin. Die Einstiegsdosis sollte so niedrig wie möglich erfolgen, damit sich der Körper langsam daran gewöhnen kann. Steigerungen immer nur langsam.


Eine vergrößerte Schilddrüse kommt zu Beginn der Erkrankung häufig vor oder es handelt sich um die hypertrophe Verlaufsform der Erkrankung.


Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber behandelbar. Du wirst sie ein Leben lang haben. Mehr Informationen findest Du unter der Webseite hashimotothyreoiditis und ein Punkt-de angehängt. Weiterhin gibt es ein gutes Forum für die Erkrankung: http://www.ht-mb.de/forum/ . Dort bekommst Du gerne Fragen von anderen Betroffenen beantwortet.


Ich wünsche Dir alles Gute und bei Fragen, einfach nochmal posten oder per PN schreiben.


Viele Grüße Catlyn

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Hallo,

ja, ich kenne Gynokadin. Scheinbar hast Du einen guten Arzt, der Dich mit naturidentischen Hormonen behandeln möchte.

Eine Empfehlung für Hormone kann man so einfach jedoch nicht aussprechen. Man muss erst einmal einen Hormonstatus machen, am besten über Speicheltest. Jenachdem wie dieser aussieht sollte auch noch mit Progesteron (Utrogest) mitbehandelt werden.

Ansonsten kann ich das sehr empfehlen. Ich nehme das gleichartige belgische Produkt schon seit Jahren. Funktioniert äußerst gut. Bin jedoch noch nicht in den Wechseljahren, sondern habe durch eine Autoimmunerkrankung Hormondefizite.

Viele Grüße Catlyn

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Hallo Lalilia,


die Symptome kommen mir sehr bekannt vor. Da liegt noch ein großes Stück Arbeit vor Dir.


Du hast Recht. Alleine mit Schilddrüsenhormonen wirst Du die Sache nicht in den Griff bekommen. Das war bei mir auch so.


Ich würde Thybon im Moment NICHT erhöhen. Hierzu muss ich etwas ausholen. Du schreibst, dass die Müdigkeit mit Einnahme von Thybon verschwunden war. Das ist verständlich, da Thybon (=T3) das aktive Schilddrüsenhormon ist. Danach hast Du DHEA dazu bekommen. 25 mg ist für eine Frau eine ziemlich hohe Dosis. Daraufhin bist Du wieder müde geworden.


  1. Durch die Einnahme von T3 wird die Nebenniere (NN) mehr als gewöhnlich gefordert, Cortisol zu bilden. Cortisol ist notwendig, um die Schilddrüsenhormone richtig verarbeiten zu können, laienhaft ausgedrückt: Um sie an die richtigen Stellen im Körper zu befördern (z. B. in die Zellen). In Deinem Falle hast Du das aber scheinbar gerade noch so toleriert.

  2. Die Gabe von DHEA drückt bei bereits geschwächten NN die Cortisolproduktion ebenfalls nach unten. Das DHEA + T3 zusammen war demnach zuviel für Deine NN, so dass sie nicht ausreichend Cortisol produzieren können! Es ist ein ärztlicher Kunstfehler, DHEA zu verordnen, ohne vorher durch einen 24-Stunden-Urintest sowie einer Blutwertbestimmung des "freien Cortisols" eine NN-Schwäche auszuschließen.


Aus den Gründen 1 und 2 ergibt sich, dass eine weitere Steigerung von T3 Deine Symptome, vor allem Deine Müdigkeit noch sehr viel mehr steigertn würde, denn die NN würden dadurch noch mehr "in die Knie" gehen.


Zu wenig Cortisol verursacht unendliche Müdigkeit und Leistungsunfähigkeit. In Deinem Falle wirst Du sehr wahrscheinlich nicht ohne Hydrocortison, Methylprednisolon oder Prednisolon auskommen. Was Du im Alleingang schon jetzt tun könntest wäre, Deine NN durch alternative Mittel zu unterstützen. Z. B. wären da: Magnesium hoch dosiert mehrmals über den Tag verteilt, hochdosiertes Vitamin B5 und C; Adrenplus 300, Cytozyme AD, ADR-Formula, Adrenal, Ashwagandha-Extrakt, Rhodiola Rosea, etc.


Außerdem müssen die niedrigen Vitamin- und Mineralstoff-Level aufgefüllt werden! Ein Eisenwert sollte bei Hashimoto-Patienten mindestens bei 100 liegen! Die Untergrenze bei Ärzten geht meist bis 30. Alles was auch nur knapp drüber ist, wird als "nicht behandlungsbedürftig" angesehen. Gute Ärzte wissen aber, dass die Werte höher liegen müssen. Ein Eisenpräparat aus der Drogerie ist nicht ausreichen. Man muss schon zu wesentlich höher dosierten Mittel wie z. B. Ferro sanol duodenal greifen. Der Vitamin-D-Wert sollte mindestens mittig im Referenzbereich liegen! Das muss aufgefüllt werden.


Nun zu Deinen restlichen Symptomen, wie Haarausfall, Libidoverlust, Akne, etc. Diese Symptome weisen auf ein Ungleichgewicht der Sexualhormone hin. Zur Akne muss ich noch anmerken, dass DHEA Akne verursachen kann, besonders in einer so hohen Dosierung, wie Du sie einnimmst! Aus DHEA werden insbesondere die männlichen Hormone gebildet.


Ein Gynäkologe wird bei Dir wahrscheinlich gar nicht richtig weiterhelfen können. Gynäkologen verschreiben eh nur synthetische Hormone, die aber überhaupt nicht gut sind. Man sollte hier mit naturidentischen Hormonen behandeln. Normalerweise müßtest Du zu einem Endokrinologen gehen, das ist ein Hormonspezialist.


Den Versuch mit Progesteron kannst Du gerne machen, aber bitte nicht mit synthetischen Hormonen (Google mal nach Progesteron 3% nach Dr. Lee). In Deinem Falle denke ich aber nicht, dass das ausreichend ist. Es ist eher ein einseitiger Versuch. Ich habe vor Jahren in Eigenregie diesen Versuch auch gemacht. Er hat Besserung gebracht, aber war nicht die alleinige Lösung.


Du musst Dir bewusst machen, dass Du nicht einfach nur eine Schilddrüsenpatientin bist, sondern eine Hormonpatientin. Es gibt in Deutschland leider nur weniger als eine Handvoll Ärzte, die damit einigermaßen richtig umgehen können. Gerne kannst Du mir hierzu eine PN schreiben, denn die Nennung von Namen würde hier den Rahmen wohl sprengen.


Ich hoffe, dass ich Dir ein bißchen richtungsweisend sein konnte und stehe Dir gerne über PN für zusätzliche Infos zur Verfügung.


Viele Grüße Catlyn

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Du müßtest mehr Informationen geben, um hierzu etwas sagen zu können. Welche Symptome hast Du denn noch? Wie ist Dein Befinden?

Betrachtet man die Werte losgelöst vom Befinden würde ich LT erhöhen. Ich habe bei mir selber aber festgestellt, dass Werte niemals das Befinden widerspiegeln. Sie können nur ab und zu ein kleiner Anhaltspunkt sein.

Bitte schreibe doch noch etwas zu Deinem Befinden und was Du sonst noch einnimmst - auch an Vitaminen und Mineralstoffen. Vielleicht kann man dann mehr helfen.

Viele Grüße Catlyn

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