Wieso stecken manche ihre Eltern in Altenheime?

5 Antworten

Es gibt Ehen, die zerbrechen unter der Last der Pflege. Denn die Pflege eines erwachsenen Pflegebedürftigen ist psychisch und physisch sehr anstrengend. Es ist ein Unterschied, ob jemand einfach nur alt oder pflegebedürftig ist. Ein Riesenunterschied. Und ein ganz entscheidender Punkt ist, dass es bei einem Baby immer vorwärts geht und bei einem pflegebedürftigen immer nur weiter rückwärts. Das ist sehr entmutigend, weil am Ende nur der Tod steht. 

Früher haben mehrere Generationen im Haus gewohnt, die Familie war eine Wirtschaftsgemeinschaft, es ging um das Überleben. Heute haben viele Paare Mühe, monatlich über die Runden zu kommen. Das Leben ist viel teurer und oft müssen beide arbeiten gehen. Es fehlt an Zeit. Ein Dementer oder an Alzheimer Erkrankter, ein chronisch Kranker oder körperlich Behinderter braucht Aufmerksamkeit rund um die Uhr. 

Und nicht zu vergessen ist die physische und psychische Kraft, die man braucht, um einen alten Menschen zu tragen, zu waschen, zu füttern, den Hintern auszuräumen (sowas gehört auch dazu). Erkundige Dich mal bei Familien, die jahrelang gepflegt haben, die dabei nicht viel Geld und Platz und Unterstützung hatten. Ich hatte Fälle in der Familie. Wenn viel Platz, viel Geld und Hilfe dabei ist, dann mag das was anderes sein, sofern der zu Pflegende das selber so will. Es gibt ganz sicher Ausnahmen, das streite ich nicht ab. 

Das hört sich alles leichter an, als es ist, aber es ist gut, wenn Menschen heute entscheiden können, das kann ich nicht oder auch, das will ich nicht. Denn was glaubst Du, kommt dabei raus, wenn man es machen muss? So wie früher. Wenn sich die Schwiegertochter endlich rächen kann bei der nun bettlägerigen Schwiegermutter, die sie ein Leben lang tyrannisiert hat. Wenn alle auf dem Feld bei der Ernte sein müssen, dann wird der Pflegefall eben angebunden im Bett und muss auch in selbiges machen, weil die Hände anderswo gebraucht werden. Pflegen müssen, wenn man nicht will oder kann, das ist schlimm für beide Parteien.

Es gibt keine Idylle beim Pflegen von alten Menschen. Das ist harte Realität. Da ist kein Platz für Gefühlsduselei. 

Ich für meinen Fall würde meinen Kindern das nie zumuten. Mein Mann und ich gehen eher freiwillig, als dass wir unseren Kindern das Leben kaputtmachen mit einer erzwungenen Pflege. Wir haben unsere Kinder nicht gefragt, ob sie auf diese Welt wollten. Und da sind sie. Wir haben sie für uns bekommen, weil wir eine komplette Familie sein wollten. Sie sind uns nichts schuldig, gar nichts. Unsere Kinder sind nicht dazu verpflichtet, uns zu pflegen, wenn wir alt sind. Unsere Kinder sind dazu da, ihren eigenen Kindern, unseren Enkeln, gute Eltern zu sein. Und ganz ehrlich, ich würde mir den Hintern lieber von einer fremden Person ausräumen lassen als von meinen Söhnen oder Schwiegertöchtern. Da bin ich ein bisschen eigen.

Ich verstehe Deine Argumentation und von Deinem jungen Blickwinkel aus hast Du auch völlig Recht, aber Vorstellung und Realität beißen sich oft. Was ist, wenn Deinen Eltern Deine Partnerwahl nicht zusagt? Wenn Du viell. Eheprobleme hast, vielleicht noch Kinder und dann pflegst Du Deine Eltern zu Hause. Oder nein, Du musst arbeiten und Geld verdienen, Deine Frau pflegt dann hauptsächlich, obwohl sie Deine Mutter nicht leiden kann.... Man sollte nie nie sagen, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 

Liebe Grüße und das ist nicht persönlich gemeint, ja? Es ist ja auch völlig in Ordnung, sehr löblich, was Du Dir vorstellst, ich wünsch Dir auch, dass es so kommt, wie Du es möchtest. 

Du hast ja schon eine Reihe guter Antworten bekommen.

Ich möchte noch auf einen besonderen Aspekt aufmerksam machen.

Die Pfege insgesamt krankt daran, dass es nicht genug qualifiziertes Personal gibt. Da die Plegeheime sich eine goldene Nase verdienen wollen (meine Oma und ihr Lebensgefährte teilten sich im Pflegeheim ein Zimmer. 20 m² mit Bad. Jeder der beiden mußte dafür 3000 DM im Moment blechen, also zusammen ca. 3000 € und lage in ihrem Kot im Bett.), wird das Personal mies bezahlt. Das hält viele davon ab, diesen Job zu machen.

Viele Pfegeheime sind in sogenannter kirchlicher Trägerschaft. Obwohl natürlich die Kosten durch die Patienten bzw. den Staat oder eine Pflegekasse übernommen wird.

Die Kirchen fordern aber von Mitarbeitern in solchen Jobs ein religiöses Bekenntnis. Wer das nicht abgibt oder sich sonstwie gegen die absurden Anforderungen des kirchlichen Arbeitsrechtes vergeht (z.B. Scheidung und Wiederheirat, Homosexualtität), wird entlassen oder gar nicht erst eingestellt.

Diese unglaubliche Praxis trägt einen Teil zum Pflegenotstand teil.

Das hat meistens eher was mit Überforderung, als mit Herzlosigkeit zu tun.

Es gibt viele, die versuchen ihre Eltern so lange wie es geht zu pflegen, aber für viele , die nicht eine Ausbildung in entsprechender Richtung gemacht haben, ist irgendwann die Grenze erreicht, sie sind seelisch und körperlich fertig.

Ein Kind kann man schließlich noch erziehen, was man bei alten Menschen nicht mehr kann, und bei vielen sind bestimmte Verhaltensmuster im Alter noch stärker ausgeprägt als vorher.

Was die Pflege im Heim betrifft, es wird nicht in allen Heimen somit alten Leuten umgegangen, und die Altenpfleger haben nun einmal ein gewisses Pensum an Zeit , wo bestimmte Dinge gemacht werden mussten.

Viele die in der Altenpflege arbeiten würden viele Dinge gerne anders machen, aber meist dürfen sie nicht , Anweisung von der Chefetage.

Und auch in diesem Bereich erreichen einige irgendwann ihre Grenzen, auch viele die mit Freude diesen Beruf erlernt haben ,weil sie helfen wollten, und meist zu wenig eingestellt werden, und viele die Arbeit für 2 machen müssen.

Hallo biocemat, 

du bist 16 Jahre und siehst die Welt noch ein bisschen idealistisch. 

Klar läuft nicht alles in den Pflegeheimen so, wie es sein sollte. Dazu gibt es zu wenig Personal. Und da werden die Alten eben ruhig gestellt, dass sie nicht noch mehr Ansprüche stellen. Bei meiner Mutter kann ich das allerdings nicht bestätigen. Sie wurde nicht ruhig  gestellt. Und der Schwiegervater meiner Tochter auch nicht. 

Das war wohl eher wieder mal so ein Bericht mit gezielter Meinungsmache. Nicht immer gibt es nur schwarz-weiß. Es gibt auch eine Grauzone. 

Warum kam meine Mutter ins Pflegeheim? 

Sie war hochgradig pflegebedürftig und wäre in ihrem Haus nicht mehr zurecht gekommen. Auch mit Pflegedienst nicht. Und sowohl meine Schwester als auch ich sind beide berufstätig und alleinstehend. Sind also auf unser Einkommen angewiesen. So konnten wir beide die Pflege nicht übernehmen. Und sie war dort besser aufgehoben. 

Der Schwiegervater meiner Tochter ist auch hochgradig pflegebedürftig. Seine Lebensgefährtin lehnte die Pflege ab. Und wollte auch nicht, dass ein Pflegedienst in die Wohnung kommt. Und sowohl mein Schwiegersohn als auch meine Tochter sind zu jung, um die Pflege zu übernehmen. Sie haben zwar eine schöne Wohnung, aber im dritten Stock. Der Schwiegervater käme nicht mal die Treppe hoch. 

Und ich stelle mich darauf ein, dass ich auch mal in ein Pflegeheim kommen werde. 

Also sieh dir auch die Beweggründe der Kinder an, bevor du sie verteufelst. 

Alles Gute

Virginia

Es mag zwar Altenheime geben bei denen die Zustände vllt weniger gut sind aber es gibt auch viele bei denen sich die Mitarbeiter liebevoll um die Menschen dort kümmern, mit ihnen Spiele spielen, Spazierengehen, wöchentliche Veranstaltungen etc

Ob man für seine Eltern sorgen kann bzw ob das sinnvoll ist hängt vom genauen Gesundheitszustand und den Rahmenbedingungen ab;

wenn die Eltern schwer krank sind und rund um die Uhr medizinische Versorgung brauchen ist das sehr schwierig, dieser Versorgung ambulant gerecht zu werden.

Wenn ich gleichzeitig noch weitere Familie (also Partner, Kinder etc) habe und einem Job nachgehen muss um diese zu versorgen wird es auch sehr schwierig und wenn, dann ist das maximal eingeschränkt möglich.

 

Und jeder der hingeht und sagt, dass er das nie tun würde, weiß nicht wie schwierig und auch anstregend, das im Einzelfall sein kann.

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Hallo,

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LG

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