Verteilen der Medikamente im Altenheim

5 Antworten

Das ist richtig normalerweise darfst du das nicht machen, nur wenn du einmal die medis einem Bewohner verabreichst die dir der exam a. Gibt ist es jetzt nicht so schlimm. Dauerzustand sollte es nicht sein.

Ganz fix mal an einen Arbeitsrechtsanwalt wenden! www.frag-einen-anwalt.de ist da schnell udn gut, kostet um die 30€, deine Frage.... tipp die frage dort, zitiere den Passus aus deinem Arbeitsvertrag und man wird dir sagen, ob das rechtens ist.

Ich rate dringend, Gewerkschaftsmitglied zu werden, auch die können dir helfen.

Jetzt macht doch daraus keinen Strafakt! Das Geld kann er sich doch sparen, soll einfach mit seinen Bedenken zum Chef maschieren. macht bestimmt mega Eindruck, wenn er mit Anwalt und Paragraphen argumentiert. Was nützt ihn hier die Gewerkschaft???

@Nelly010

Wer Tabletten verteilt, der es nicht darf (Helfer, Betreuer), macht sich STRAFBAR. Das ist sehr wohl eine Straftat. Wenn was schiefgeht, hat derjenige, der es verbockt hat, die Verantwortung. Darauf steht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren. Die Fragestellerin ist sogar verpflichtet, die Aufgabe abzulehnen. So hat mir das der MDK erklärt. Als ich denen erzählte, dass ich mich geweigert habe, meinte der Herr vom MDK: "Frau XY, Sie haben vor uns den größten Respekt. Es war Ihre Pflicht so eine Aufgabe abzulehnen, ansonsten hätten Sie sich strafbar gemacht:"

Wenn die Medis bereits fertig gestellt sind ,und Du sie nur verteilen musst, darfst Du das selbstverständlich. Gehe davon aus, das jeder Bewohner seine eigene Dose hat, die beschriftet ist. Wenn Du Dir nicht sicher bist, sage es Deinen Kollegen. Ich habe in einer Behinderteneinrichtung als Erzieherin gearbeitet. Alle unsere Klienten waren junge Leute und leider auf starke Medikamente angewiesen. Ich musste auch lernen, Medis zu stellen, obwohl ich keine entsprechende Ausbildung habe. Natürlich gibt es Fortbildungskurse auch im Altenheim. Aber glaub mir, Du kannst das unter Anleitung auch lernen. Damit Du Dir sicherer wirst,"laufe erst mal mit", d.h. frage eine Fachkraft, ob sie Dich einarbeitet. Aber konkret zu Deiner Frage, ja, Du darfst verteilen und abzeichnen, dass Du die Medis verabreicht hast. Medis stellen darfst Du erst, wenn Du eine entsprechende Einarbeitung erhalten hast. Das sind betriebsinterne Regelungen, die nicht alle im AV verankert sein können. Du darfst Dich auch , rechtlich gesehen, darauf verlassen, dass die Tabletten richtig gestellt sind. Andernfalls haftet derjenige, der gestellt hat. Wünsche Dir mehr Selbstbewußtsein und Eigenverantwortung und Hut ab vor Deiner Arbeit!

Ist der entscheidende Unterschied nicht schon das Medikamente-Stellen? Das darf natürlich nur eine examinierte Kraft tun, und so ist es ja auch. Deine Aufgabe ist ja nicht, dann zu kontrollieren, ob die Kollegin alles richtig zugeteilt hat, sondern in deiner Verantwortung liegt es, die Döschen beim Verteilen nicht zu verwechseln.

Ich würde darüber aber wirklich auch mit dem Arbeitgeber sprechen. Vielleicht hat er die Aufgabe, das Stellen der Medikamente zu kontrollieren, gar nicht bewußt als eine eigene Aufgabe gesehen und deshalb nicht zugeordnet? Rein praktisch wäre das natürlich beim Verteilen der Medis gut angesiedelt und sinnvoll.

Wenn Dir jemand etwas überträgt, was Du nicht kannst, dann muss er es Dir zeigen bis Du es kannst. Dafür gibt es genaue Medikamentenpläne, die der Arzt angeordnet hat.

Wenn Du es dann kannst, aber eigentlich nicht darfst , dann liegt die volle Verantwortung bei dem ,der Dir die Aufgabe übertragen hat.

Was folgt daraus? Du könntest das ruhig tun ,wenn du sicher bist, dass Du es kannst. Die Verantwortung für die Sorgfalt des Handeln wäre die Einzige, die dir bliebe. Sorgfältig handeln sollte man immer.

Ein Übernahmeverschulden oder Durchführungsverschulden liegt nie bei Dir ,da Du nach Deinen Aussagen zu nichts wirklich ausgebildet bist. Da müsste Dein Brötchengeber jede Handlung prüfen, überwachen und kontrollieren. So etwas macht der Arzt bei seinen Auszubildenden, die auch nicht wirklich verantwortlich sind, bis sie das Examen haben. Dann müssen sie das können wofür sie die Prüfung abgelegt haben. Aber auch nicht mehr.

Mach es nur , wenn du sicher bist und dann mach es perfekt. Verantwortlich bist Du in jedem Fall nur für die Patienten und zwar ethisch- moralisch. Strafrechtlich kann Dir niemand etwas, denn Du handelst auf Weisung und tust etwas, wozu Du weder befugt noch ausgebildet bist. Aber da s ist nicht Deine Sache, sondern der/die Verantwortliche, vielleicht rauen sie dir einfach die Aufgabe zu. Du kannst natürlich auch jederzeit in Kenntnis der Situation ablehnen, weil du es dir nicht zutraust oder Du dich nicht in diese Grauzone begeben willst. Es geht schließlich um Menschen. Alles klar? Entscheiden musst Du ! : )

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