Warum sticht man in Filmen mit Messern nie in den Kopf?

10 Antworten

Eine Metallklinge kann den Kopf zwar durchbohren, aber es ist viel leichter in den Torso zu stechen. Die Angriffsfläche ist größer, man braucht weniger Kraft und ein Lungenstich z.B. tötet auch schnell.

Dafür gibts mehrere Gründe. Erstmal, Messer können den Kopf schon penetrieren, kam schon mehrfach vor und die Dinger müssen dafür nichtmal sonderlich gut zum Stich ausgelegt sein. Das Problem ist eher: Stiche zum Kopf bergen das Risiko, dass die Klinge steckenbleibt, abgleitet oder abbricht. Und dazu sind Stichverletzungen ins Gehirn nicht so "gefährlich" (im Sinne von "stoppend") wie du denkst.

Vorsicht, aber hier wirds detailiert:

Viele, die ein Messer in den Kopf gesteckt bekamen konnten danach noch weiteragieren oder haben es nichtmal bemerkt. Dasselbe gilt z.B. für Menschen die sich versuchen mit einem Bohrer selbst zu töten, und sich in den Kopf bohren. Da gab es häufig Fälle, wo der Selbstmordkandidat mit einigen Löchern im kopf in die Notaufnahme gebracht wurde, teilweise sogar reinlief, und das ganze überlebte. Das liegt daran, dass Messer, und Stichwaffen allgemein wenig Energie ins Ziel übertragen und dadurch nur ein sehr kleiner Teil des Gewebes betroffen ist. Bei Schusswaffen wird hingegen die Geschossenergie ins Ziel abgegeben (Bei youtube mal den Channel "Brass Fetcher" eingeben für Zeitlupenaufnahmen von Munition die ins Ballistische Gelantine geschossen wird), was dazu führt, dass das Trauma im Gehirn größer ist (Pistolenmunition erschüttert da schon das ganze Gehirn, während bei Gewehrmunition recht oft der Kopf "aufplatzt") und das Ziel meist sofort "stoppt" (auch hier gibts Ausnahmen). Dadurch, dass mehr Gewebe zerstört wurde und nichts den Wundkanal verstopft (falls das Messer im Kopf steckt), ist auch die Blutung oft größer, was zum rascheren Tod führt.

Stiche zum Kopf mit einem Messer sind zu unzuverlässig und zu risikoreich um wirklich angewandt zu werden, also eines der wenigen Dinge wo Hollywood mal richtig liegt. Da gibts bessere Arten um jemanden schnell mit nem Messer auszuschalten.

Wenn man es manchmal garnicht bemerkt, wird man dadurch nicht weil ja zumindest etwas vom hirn geschädight wurde, vll geistig behindert?

@LordRob

Hirnschäden können bleiben, aber das variiert sehr stark, wie schlimm die sind. Das man das nicht bemerkt muss aber nicht am Hirnschaden liegen. In den meisten Messerstechereien (und vielen Schlägereien) merken die Opfer überhaupt nicht, dass sie gestochen wurden, sie spüren zwar den Aufprall der Hand, aber nicht den Stich selbst und das bis Stunden nach der Tat, dank Adrenalinausschüttung. Ich hatte 3 größere Messerverletzungen, alle weil ich ein Idiot bin und gespürt hab ich keine einzige, kein Schmerz, nichtmal als die Ärztin ohne Betäubung in der Wunde rumrubbelte zur Desinfektion. Allein das nähen ohne Betäubung war.....unvergesslich xD

Ich glaub da brauch man eine Menge Kraft damit es durch Knochen geht, beim Kopf dann sowieso. Glaub das ist auch nie so leicht wie es in Filmen aussieht

Na das Opfer kann diese oberen Stichversuche besser abwehren als untere Stiche. Ausserdem würde der Film bestimmt zensiert werden, weil es dann zu grausam ausschauen würde.

Weil der Oberkörper eine größere Angriffsfläche bietet und einfacher zu treffen ist. Im Mittelalter wurden mit Stich- und Hiebwaffen aber tatsächlich die meisten tödlichen Wunden am Schädel zugefügt. Was aber auch an der zum Teil schwer durchdringbaren Rüstung des Oberkörpers lag.

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