Neid auf Ärzte

8 Antworten

Du kannst ein Studium nicht mit der Ausbildung vergleichen. Vergiss bitte nicht, du hast auch noch keine Berufserfahrung (die Ausbildung zählt nicht!). Und gehe bitte nicht davon aus, das du die ganze Arbeit alleine machst und "die Ärzte" machen nichts. Denn das stimmt nicht, Ärzte arbeiten ebenfalls hart.

Mir scheint eher, das du den typischen Pflegekräften gehörst, die immer nur meckern und jammern, aber den Hintern nicht hochbekommen. Du willst mehr Geld? Dann engagiere dich! Werde politisch aktiv, setz dich für die Pflege ein.

Pflegekräfte verdienen mehr Geld, ja. Aber wenn man nur jammert, dann wird sich nichts ändern.

Der Beruf des Krankenpflegers verdient Respekt und ist auch nicht angemessen entgolten, aber: es wundert mich wirklich, dass du trotz des Umgangs mit Ärzten nicht siehst, zu welchen Konditionen auch sie arbeiten und welche Arbeit und Geld in dem Studium steckt.
Zudem sollte dir nicht engangen sein, dass Assistenzärzten sofort eine gr. Verantwortung aufgebürdet wird.

Auf der anderen Seite des Zauns , ist es immer besser.

Da ihr an Tarife gebunden seid und das Gesundheitswesen von der Politik vernachlässigt wird, wird es keine Erhöhung geben.

Es gibt für dich die Möglichkeit mit deiner Ausbildung noch Medizin zu studieren. Aber willst du das wirklich?

NamikaNirname  26.08.2014, 13:14

schön auf den punkt gebracht, bravo.

Hallo, ich arbeite in einem Krankenhaus

Respekt.

und bin tierisch neidisch auf die Ärzte

Tja, Pech.

Als Berufseinsteiger ohne jegliche Erfahrung im Kopf: ca. 4000€ brutto

Genau. Und die Tatsache, dass ein Medizinstudium bedeutet, bis wenigstens Mitte bis Ende 20 keine abgeschlossene Berufsausbildung und somit auch keinen nennenswerten Verdienst zu besitzen, unzählige unbezahlte Praktika und Sonderschichten zu schieben, die jenseits von Gut und Böse anzusiedeln ist, zählt natürlich nichts, was?

Ich bin im ersten Nachlehrjahr und komme auf nur ca. 2000€ brutto (nach 3 Jahren Lehre!!).

Dann hättest Du eben Abitur und Studium machen sollen. Deine Entscheidung.

Also bitte, wer macht denn die ganze Arbeit?

Die Beschäftigten. Und?

Was kann ich gegen diese Ungerechtigkeit tun?

Geld sparen, berufsbegleitend das Abitur nachholen und/oder als Quereinsteiger Medizin studieren. Oder Lotto spielen.

Könnte ich vielleicht sogar irgendwie eine Gehaltserhöhung rausschlagen?

Zweifelsohne, bei entsprechender Weiterbildung.

  1. Verdienst Du gar net mal so schlecht und 2. solltest Du Dir vor Augen halten, dass die Ärzte studiert haben dafür - in der Zeit sehr viele Einbussen hatten - Studiengebühren z. B. zurückzahlen müssen während ihrer Laufbahn, meist schon älter sind als diejenigen, die eine normale Ausbildung fertig haben - also später erst gutes Geld verdienen. Die Ärzte haben Verantwortung, die möchte net jeder haben - davon mal ab. Also ich möchte sowas jetzt nicht mit unseren grottigen Politikern und einigen fiesen Managern vergleichen ;-) Und gerecht ist natürlich nichts mehr seit Schröder (vorher schon Kohl) der besch. Agenda 2010 und der erbärmlichen Euro und EU-Politik - es läuft aus dem Ruder............
FordPrefect  19.07.2014, 13:01

Ja, genau. Zurück in die gute alte Zeit der 80er, wo täglich aufgrund überbordendem Sozialstaat Firmen pleite oder ins Ausland gingen, während der einzige Zuwachs hierzulande in der Zahl der Arbeitslosen lag.

Mann, Mann, Mann...

Muss wohl die Hitze heute sein.

FordPrefect  21.07.2014, 08:20
@Panikgirl

Ich bezog mich auf das platte Statement:

Und gerecht ist natürlich nichts mehr seit Schröder (vorher schon Kohl)

Das zeugt dermaßen von völliger Unkenntnis der Tatsachen respektive der Auswirkungen, dass es schon wehtut.

Ja!, Du könntest z.B. die nächsten ~7 Jahre Medizin studieren gehen und Arzt werden.