Seit Monaten bekomme ich immer wieder einen Würgereiz bei Aufregung und Stress, der mich sehr einschränkt. Woher kommt er, und wie werde ich ihn wieder los?

5 Antworten

Auch wenn schon älter, aber da es sich hier nicht um einen Einzelfall handelt, möchte ich meine Erfahrungen teilen.

Auch ich litt an einen ständigen Würgereiz in Situationen, die nicht gewöhnlich waren. Außerhalb meiner vier Wände führte ich auch ständig Kaugummis oder Bonbons mit. Unter extremer Belastung halfen diese aber auch nicht. Eine extreme Belastung war schon eine Situation, in der ich unter Beobachtung anderer Menschen stand, mit der Angst, was diese wohl denken wenn ich mich jetzt übergeben muss. Und dann wurde es von Minute zu Minute immer schlimmer.

Ich war weder im Stande mit meinen Kindern etwas zu unternehmen, noch war ich wirklich Leistungsfähig im Job.

Erstmalig trat dieser auf, nachdem ich einen turbulenten Lebensabschnitt abgeschlossen habe, und einen angestrebten Lebensabschnitt betreten habe.

Nach vielen Arztbesuchen war ich im bilde, dass ich körperlich top fit bin, und mir war unklar was das eigentliche Problem ist. (Rauche auch nicht und trinke nicht)

Eine kurze Verhaltenstherapie hat mir geholfen Klarheit zu bekommen.

Sobald alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen sind, handelt es sich um ein psychisches Problem.

Kann sein, Leistungsdruck, versteckte Depression aufgrund verdrängter Probleme, oder wie bei mir, man macht sich zu viele Gedanken was andere Menschen über einen denke könnten (Fachbegriff fällt mir nicht ein)

Das alles ich für den Körper purer Stress!!! Wozu wir zum Auslöser Würgereiz kommen.

Einige bekommen Bauchweh, andere Kopfweh, und wir halt einen Würgereiz.

Wichtig ist, aus dem Kreislauf auszubrechen, denn das Problem tritt auf, bevor das eigentliche Problem (Würgereiz) eintritt.

Frag dich:

Warum solltest du würgen?

Was sollte passieren, wenn du würgst?

Warum sollten die Menschen die in dem Moment bei dir sind, schlecht über dich denk? Wie würdest du über den jenigen denken?

Hilf dir selbst, indem du alleine spazieren gehst und die Kaugummis und Bonbons nicht dabei hast. Such dir ein richtig schäbiges Wetter aus, indem du damit beschäftigt bist, dass dir kalt ist oder das du nass wirst. Dann wirst du erstmalig verstehen, dass dein Problem psychischer Natur ist, weil du eher daran denkst schnell nachhause zu kommen anstatt auf die Straße zu kotzen.

Definitiv wird das Problem nicht von heute auf morgen weg sein, aber mit Geduld, Arbeit und Zeit wird es schwinden. Wenn es weg sein wird, wirst du daran denken und dich fragen wieso es da war. Bei der nächsten Übelkeit wirst du wahrscheinlich wieder daran denken, dann musst du dich daran erinnern das es nur psychischer Natur war!! Wenn es sich bessert, pack die Bonbons gerne mal wieder mit ein, sonst wirst du im Umkehrschluss nämlich immer wenn ein Bonbons oder Kaugummis siehst an das Problem denken :)...

Denk daran, was in deinem Kopf herein kommt, kann auch wieder gehen!

Wenn du die Angst vor der Angst zu Würgen besiegst, ist alles gut.

Eine Verhaltenstherapie kann helfen, das eigentliche Problem was zum Auslöser geführt hat zu identifizieren und wie du damit umgehen kannst.

Ich hab das Thema im Alltag besiegt. Unter ENORMEN Stress kommt es wieder, in diese Situation brauche ich auch ein Minzbonbom (Fishermens Friend beseitigen den Reiz definitiv).

Habe festgestell, das ich hyperventiliere. Ruhig atmen, Zähne zusammenbeißen, und Ruhe bewahren. Dann geht es mit Leichtigkeit!! Ist nunmal bei mir Nervosität bedingt.

Aber ganz ehrlich, ein Reizdarm wäre doch schlimmer?! Unter Stress reagiert der Körper bei jedem Menschen halt anders.

Andere Menschen leiden unter viel schlimmeren Symptomen bei stress.

WICHTIG: Schließt euch nicht ein, stellt euch dem Problem. Sonst wird es nicht besser....

hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen helfen.





Ich habe es auch seit einigen Jahren schon Bei mir ist es noch mit meist lautem aufstoßen verbunden so als würde ich Luft hoch würgen. War auch bei vielen Ärzten Bei mir taucht es bei jeder Aufregung auf also auch bei positiven Ereignissen. Aber auch bei Schlafmangel z.b. nach dem Nachtdienst. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch und versuche trotzdem alle Aktivitäten zu machen meine Guten Freunde kennen dies und haben da auch kein Problem damit. Leider habe ich bis jetzt noch keinen guten Psychologen gefunden Der sich damit vielleicht auskennt. Ich möchte nicht mit irgendwelchen Medikamenten vollgepumt werden da dies für mich keine dauerhafte Lösung ist.

Hallo Blaaa99

Bei mir war es sehr ähnlich. Vor knapp 3 Jahren hatte ich zum ersten Mal, einen mir vollkommenen unerklärlichen Würgereiz, der aber nur dann auftauchte, wenn ich bei der Arbeit war. Mir wurde zwar nicht übel oder gar schlecht, es war einfach „nur“ dieser Würgereiz. Nach ca. 10 Wochen ist er dann genauso plötzlich verschwunden, wie er gekommen ist. Dann war ca. ein halbes Jahr ruhe. Anfang 2010 kehrte der verdammte Würgereiz wieder zurück und wurde immer schlimmer. Genau wie bei dir, trat er jetzt bei jeder Gelegenheit auf. Vor oder während der Arbeit, beim Arzt, bei jeglichen Freizeitaktivitäten mit Freunden oder auch wenn ich nur zum Einkaufen wollte. Es war echt schlimm. Und auch genauso wie du, konnte ich das Haus nur mit einer Flasche Wasser und einer Packung mini Salzbretzelchen verlassen. Hatte ich meinen „Notfallkoffer“ mal vergessen, wurde es so schlimm dass ich mich nicht mehr einkriegen konnte und sofort nach Hause musste. Dadurch war mir aber klar, dass es sich um einen Psychischen Auslöser handeln musste. Zuerst war ich natürlich beim Hausarzt und danach beim HNO (Hätte damals bei der Untersuchung fast ins Sprechzimmer gek….), aber ein körperlicher Auslöser konnte natürlich nicht festgestellt werden. Also begab ich mich in Psychologische Behandlung, wo mir dann mit Psychopillen und einem Medikament das Fluspi heißt, der Würgereiz weggespritzt wurde. Durch die Medikamente ging es mir um einiges besser, aber ganz verschwunden ist der Würgereiz nie und die Angst vor dem nächsten „Anfall“ war auch immer da. Und weil man mir sagte das Fluspi nicht unerhebliche Nebenwirkung haben kann, wurde das Medikament nach einem halben Jahr wieder abgesetzt und sofort war der Würgereiz wieder voll da. Anfang 2011 war ich dann in Kur, was mich echt weiter gebracht hat. Allerdings muss ich noch sagen, ich habe seit knapp 9 Jahren MS, mit einem sehr aktiven Verlauf und leider habe die Krankheit nie richtig angenommen, sondern immer nur von mir weggeschoben, was ich heute wohl als Auslöser für den Würgereiz ausmachen würde. Naja, auf jeden Fall wurde ich mit der Diagnose einer Angststörung mit Depressionen aus der Kur entlassen, mit dem anraten auf eine weiterführende Psychotherapie. Zu dieser Weiterführung ist es aber leider nicht gekommen, weil ich kurz nach der Entlassung meinen nächsten Schub (kommt von der MS) hatte, auf den dann noch zwei weitere folgten und ich somit 2011 fast überhaupt nicht mehr aus dem Haus kam. Natürlich ging dadurch meine Arbeitsstelle flöten und auch der größte Teil meines Freundeskreises hat sich aufgelöst, wodurch ich aber wenigstens festgestellt habe wer meine wirklichen Freunde sind und wer eben nicht, aber es sind leider wirklich wenige. Heute komme ich so einigermaßen klar, allerdings schlucke ich aber auch wieder Psychopharmaka und durch das was ich der Kur gelernt habe, kann ich mich heute selbst ganz gut beruhigen, was aber leider nicht immer klappt. Bis heute habe ich immer meinen Rucksack mit Wasser und Bretzeln dabei. Da man aber trotzdem den Kopf nicht hängen lassen soll, bin ich jetzt wieder auf der Suche nach einem guten Psychologen der mich weiter begleitet und mir hilft über diesen Wahnsinn hinweg zukommen.

Und das ist auch das einzige was ich dir raten kann, such dir einen fähigen Psychologen/in, mit dem du über deine Sorgen und Ängste sprechen kannst. Es wird dir bestimmt helfen! Gerade weil du noch so jung bist, denke ich, hast du ganz gute Chancen schnell darüber hinweg zu kommen. Vielleicht ist dein Auslöser ja der Wechsel von Schule auf Arbeitsplatz? Und was die Lehrstelle angeht, das wird bestimmt nicht einfach, weil man mit so einer Störung schnell als Spinner oder Psycho von seinen Mitmenschen abgestempelt wird, obwohl man ansonsten eigentlich ganz „normal“ ist. Natürlich ist in der heutigen Zeit eine gute Ausbildung verdammt wichtig und auch ein guter Ausbildungsplatz ist nicht gerade leicht zu finden und es wäre natürlich echt schlecht wenn du deshalb deine Lehrstelle verlierst. Für außenstehende mag das schwer nachzuvollziehen sein, aber ich kann es voll verstehen, was für eine Hölle du gerade durchmachst! Und deshalb: Wenn es nicht geht, geht es nicht. Erst wenn du wieder selbst mit dir klar kommst, wirst du die nötige „Power“ haben, um eine Ausbildung zu bestehen.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Erfahrungen ein bisschen weiterhelfen und ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Glück auf deinem weiteren Weg!

LG RD

wow ist das ne tolle Antwort :) vielen Dank ! ich bin echt froh, mit diesem Problem nicht ganz alleine zu sein .. es hört sich echt genau so an wie bei mir. Naja du hast ja auch schon ganz schön viel durch gemacht :/ das mit der Arbeitsstelle und deinen Freunden tut mir richtig Leid :( Ja, ich denke ich werde erstmal bei der Psychologin bleiben :) aber ich verstehe einfach nicht wieso ich diesen würgreiz bekommen habe. Auf meine Schilddrüse sind wir eigentlich nur gekommen, weil meine Mom auch eine Unterfunktion der Schilddrüse hat. Also so eine Unterfunktion habe ich ja schon mal & vielleicht hat das ja irgendwas damit zu tun. Hab mich auch schon den ganzen Abend durch's Internet und alle mögichen Foren durchgelesen und bin schon echt weiter gekommen :) und dein kommentar bei shannys Beitrag : vielleicht hat das bei dir ja auch mit der Schilddrüse zu tun ? Was heißt hier auch, ich bin mir nicht mal bei mir selber sicher ._. naja aber checken lassen solltest du dich auch unbedingt mal ! :) vielleicht kommst du ja dann auch weiter und wir können auch mal wieder ohne unser Trinken, die Kaugummis, oder Salzbrezeln aus dem Haus gehn ! :) Ach und das mit der Arbeit .. also das ist so. Ich hab ja jetzt meinen Realschulabschluss und da ich durch diesen ganzen Schulstress (auch durch die ständigen Würgreize vor Referaten usw.) keine Lust mehr auf die Schule hatte, hab ich mich für eine Art duale Ausbildung entschieden .. geht allerdings nur 1 Jahr, muss dann 3 Tage arbeiten und habe 2 Tage Schule :) nur dumm dass ich mich jetzt auch noch vor dem Arbeiten verrückt mache ._. muss eben jetzt schon in den Ferien anfangen, um meine Stunden zusammenzubekommen, wobei ich mich gerne mal 6 Wochen von dem ganzen Stress erholt hätte. Aber naja das werd ich hoffentlich auch noch irgendwie überstehen :)

Du hast mir sehr geholfen, schon alleine durch das Gefühl nicht alleine diesen Wahnsinn hier durch machen zu müssen :)

Danke das wünsch ich dir auch ! Liebe Grüße auch von mir :) Würde mich ja echt interessieren ob vielleicht auch du nach einiger Zeit mit deinem Problem etwas weiter gekommen bist ! Viel Glück dabei :)

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@blaaaa99

Ich danke dir. Ich finde es sehr gut, dass du nach den letzten 10 Monaten nicht den Kopf hängen lässt und weiterhin an dich glaubst! Das und eine generell positive Einstellung zum Leben sind bestimmt sehr wichtig. Aber wenn deine duale Ausbildung nur ein Jahr dauert, würde ich mich an deiner Stelle gar nicht verrückt machen und würde mir die 6 Wochen Auszeit mit ruhigem Gewissen gönnen. Wenn du nur ein Jahr „verlierst“, finde ich das nicht so tragisch. Außerdem kommt es ja auch immer auf den Blickwinkel an, vielleicht gewinnst du ja in diesem Jahr mehr, als du verlierst. Ohnehin ist es für dich wichtiger wieder „hoch“ zu kommen und dich nicht durch eine Ausbildung zu quälen, die du dann vielleicht nicht schaffst, weil du nicht 100% deiner Leistung bringen kannst.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass du mit professioneller Unterstützung, bald wieder ein normales Leben führen kannst! Und so wie du hier schreibst, wird es für dich sicher kein Problem sein, nach dem Jahr Auszeit, mit neuen Kräften eine neue Lehrstelle zu finden!

Ich weiß zwar noch nicht genau wie das hier alles funktioniert, werde dich aber gleich mal als Freund anklicken. Vielleicht können wir uns ja wirklich noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt austauschen. Würd mich freuen!

Alles Gute RD

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Ich finde es wahnsinn, dass es mehr Leute da draussen gibt, die dieses Problem haben. Ich kämpfe seit einem Jahr mit ständiger Übelkeit, Würgereiz, Darmproblemen... Es wurde so schlimm, dass ich nachts heulend aufgewacht bin und mein Freund mich nur langsam beruhigen kann. Ich habe mich nicht mal mehr zum einkaufen getraut, geschweige denn ins Kino, in nen Club oder um was trinken zu gehen. Bin auch von Arzt zu Arzt gewandert, Magenspiegelung, Bluttest etc. Ergeben hat sich nur, dass ich eine Laktoseintoleranz habe... Aber so viel besser ist es dann auch nicht geworden. Nun gehe ich seit zwei Monaten zur Therapie und mache eine Verhaltenstherapie. Ich muss sagen,dass es mir hilft, ich aber sehr viel Geduld brauche... Es gibt richtig gute Wochen, aber wie diese zum Beispiel, richtig schlechte, wo ich mich am liebsten am Bett fest krallen will und das Haus nicht verlassen möchte und dann entsteht dieser Würgereiz... Ich hoffe, dass die Therapie mir langfristig helfen kann und ich damit nicht auch irgendwann meine Beziehung aufs Spiel setze, weil ich immer wieder schlechte Tage habe!!! Weiß jemand, ob man einfach an eine Kur rankommt? Ich denke, ein paar Tage fernab von allem mit professioneller Hilfe, würde mir auch gut tun.

Liebe/r Putschi85,

das Schreiben von Antworten sollte sich darauf konzentrieren, dem Fragesteller mit seinem ganz persönlichen Problem weiter zu helfen. Gern kannst Du eine eigene Frage eröffnen, damit die Community sich speziell Deiner Suche nach Rat widmen kann. Wenn du sie in Form einer Antwort stellst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gesehen wird, eher gering. Sie ist dann auf der Startseite für jeden als Frage sichtbar und du wirst sicher eine Menge guter Antworten bekommen.

Viele Grüße

Emily vom gesundheitsfrage.net-Support

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Hallo blaaaa, meiner Meinung nach ist der Würgreiz ein Symptom einer Angststörung, vielleicht auch Sozialphobie oder ängstlicher Persönlichkeitsstörung. Wenn du schon bei einer Psychologin bist solltest du das Problem ansprechen falls du es noch nicht getan hast. Der Würgreiz könnte sich bessern wenn du dabei bleibst und längerfristig eine Therapie machst. Die Termine bei der Psychologin müssen dir nicht unangenehm sein. Es ist keine Schande sich helfen zu lassen und, glaub mir, sie hat sicher Verständnis für deine Beschwerden. Es geht bloss nicht von heute auf morgen und man muss ganz viel Geduld haben und nicht so schnell aufgeben!! Alles Gute und LG

Danke für deine Antwort ! :) werd mich gleich mal drüber informieren und sprech das vielleicht auch bei dem nächsten Termin an. Naja immerhin schleif ich das schon seit letzten September oder Oktober mit mir rum ._. wüsste eigentlich nicht wieso ich eine Persönlichkeitsstörung oder so haben sollte und hab auch noch gar nicht an sowas gedacht .. aber vielleicht hast du ja recht :) danke nochmal !

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@blaaaa99

Mh aber wie soll ich das dann mit der Arbeit nächste Woche machen ? Die werden mich doch für vollkommen bescheuert halten :D

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