Was passiert, wenn ich meinem Hausarzt erzähle, dass ich mich ritze?

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6 Antworten

Das klingt sehr nach Depression, das ist eine Krankheit und muss unbedingt behandelt werden. Such mithilfe deiner Eltern einen geeigneten Arzt und keine Angst, er darf nichts tun, was du oder deine Eltern nicht wollen. Wenn du 18 bist entscheidest du ganz allein.

Hey, ich bin 16 und schneide mich seit 4-5 Jahren.Erst habe ich mich geritzt..Genau wie bei dir hat mich allein der Gedanke daran beruhigt.Seit 3 Jahren werde ich behandelt. Die erste Diagnose war eine Depression,über Burn-Outs,ect. Ich habe Wege gefunden,mit dem Stress anders umzugehen. Irgendwann habe ich jedoch angefangen zu schneiden,so tief,dass ich oft in der Notaufnahme saß.Ich kann dich nur warnen und dir den Tipp geben,dir Hilfe zu holen und die auch über einen längeren Zeitraum anzunehmen.Ritzen sieht scheiße aus,aber die Narben verschwinden wieder.Wenn du jedoch anfängst dich tiefer zu schneiden,dann hat das nicht nur optische Folgen.Manchmal sind meine Hand und mein Arm taub,ect.Ich habe mir die Nerven teilweise kaputt geschnitten.Außerdem verschwinden die Narben vom Schneiden kaum noch oder gar nicht,das kommt auf die Haut an,zudem tun die Narben anhaltend weh und spannen.Ich wünsche dir alles Gute und hoffe,dass ich dir ein bisschen helfen konnte.LG Anna

Hallo du,

Ich bin 19 und kann dich echt gut verstehen. So ähnliche Erfahrungen habe ich auch mit 16/17 gemacht.. bei mir war es so das ich eigentlich wegen Magenproblemen zu meiner Hausärztin gegangen bin, die dann aber darauf bestanden hat, dass ich mich bei einem Jugendpsychologen vorstelle. Dort wurde dann Magersucht und Depressionen festgestellt.. inzwischen bin ich wieder normalgewichtig und bin meiner Hausärztin sehr dankbar dafür, dass sie mich zum Psychologen geschickt hat.

Und das was du da erläuterst klingt ebenfalls stark nach Depressionen! Dein Arzt kann dich nicht einfach in die Klinik stecken, er wird erstmal das Gespräch mit dir suchen, dich zu einem Psychologen schicken für ein Gespräch und vielleicht musst du dann z.B. 1 mal die Woche zu diesem Psychologen und ihm erzählen wie es dazu kam das du dich geritzt hast etc, er sucht dann mit dir zusammen nach einer Lösung.

Auch wenn es anfangs "krank" klingt, ich kann es dir echt empfehlen und da ist nichts wo du dich für schämen müsstest, wenn du zum Psychologen gehst.

Ich nehme zum Beispiel Anti Depressiva seit fast 2 Jahren und mir hat das sehr gut geholfen. Vielleicht bekommst du das auch und kannst es dann nach paar Monaten wieder absetzen. Das ist denke ich auch die einfachste Lösung, denn du hast keine Schmerzen, musst nicht in die Klinik, wirst durch Tabletten mehr oder weniger "geheilt".

Ich wünsche dir ganz viel kraft!

totalschaden 02.02.2012, 20:06

sprich das thema auf jeden fall an! je früher du dir hilfe suchst, desto besser. und keine angst, in eine klinik kann man dich nicht so einfach stecken. hör dir erstmal an, was dein arzt vorschlägt. ich fänd es allerdings sehr wichtig, dass du in therapeutische behandlung kommst. schließlich hat es ja tiefere gründe, die dringend besprochen werden müssen.

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Geh unbedingt wieder zum Arzt und zum Psychologen - das hat Dir ja gutgetan. Keine Sorge, ins Krankenhaus kann Dich in dem Fall keiner zwingen.

Dann wird er Sie hoffentlich überweisen zum Psychologischen Psychotherapeuten und Sie beginnen eine Therapie.

Infos zu Selbsthilfe gibt es hier: http://www.rotelinien.de/

gehe auf jeden fall zu ihm! er kann dir weiter helfen!

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