Warum plötzlich keine Tablette mehr.

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VERMUTLICH liegt es daran nicole, dass die dosiserhöhung unten beschriebenes ausgelöst hat ?


Der menschliche Körper ist sehr anpassungsfähig, so dass er sich während der Hypothyreose an die mangelnde Versorgung mit Schilddrüsenhormonen gewöhnt und sich darauf einstellt. Werden dann von außen plötzlich Schilddrüsenhormone zugeführt, kann es in dem Moment zu viel sein. Dann treten kurzzeitig Überfunktionssymptome wie Unruhe, Herzrasen, Schwitzen oder Durchfall auf obwohl eigentlich noch eine Unterfunktion besteht. Oft hilft es die aktuelle Schilddrüsenhormondosis vorrübergehend etwas (12,5 od. 25 µg) zu reduzieren. Einige Tage warten, bis die Überfunktionssymptome abgeklungen sind. Und dann in kleineren Schritten erneut langsam die Dosis erhöhen. Es ist ganz wichtig, dem Körper immer wieder ausreichend Zeit zu geben sich an die neue, höhere Dosis zu gewöhnen.

Jodthyrox enthält meines Wissens 100 µg Jod und 100 µg L-Thyroxin. Kein Wunder, dass du da eine Steigerung von einer halben Tablette (50µg Jod und 50µg L-Thyroxin) auf anderthalb Tabletten (150 µg Jod und 150 µg L-Thyroxin) nicht vertragen hast. Deine Ärztin dürfte dich damit in eine handfeste Schilddrüsenüberfunktion geschossen haben. Normalerweise steigert oder senkt man bei Schilddrüsenhormonen die Dosis immer nur um 25 µg.

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Leider ist es so dass eine Langzeiteinnahme von jodhaltigen Präparaten kontraproduktiv sein kann und durchaus auch eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse auslösen kann. War bei mir so. Später wurde mir von einem kompetenteren Arzt erklärt, dass es keinen Sinn mache, ein jodhaltiges Präparat länger als 2 Jahre einzunehmen und er diese Verordnung nicht nachvollziehen könne. Ich nahm die Jodtabletten weit mehr als 10 Jahre und zum Schluss noch Thyronajod, was in etwa Jodthyrox entspricht. Das hat mir sozusagen den Rest gegeben. Richtig gewesen wäre die Gabe von Schilddrüsenhormon ohne Jodzusatz (z. B. L-Thyroxin, etc.).

Ist bei Dir damals vor der ersten Einnahme und auch mal zwischendurch eine ordentliche Schilddrüsendiagnostik beim Endokrinologen vorgenommen worden? Damit meine ich den Nachweis eines Jodmangels und den Ausschluss einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse? Ich vermute nicht. Denn nur, wenn diese Untersuchungen gemacht wurden, keine Autoimmunerkrankung vorlag und der Jodmangel nachgewiesen wurde (per 24-Stunden-Urintest und Blutprobe), kann ein jodhaltiges Medikament verordnet werden. Alles andere ist lichtfertig und kann nach hinten losgehen. Ich kann Dir nur empfehlen, eine zweite Meinung bei einem Facharzt (Endokrinologe, NICHT Hausarzt) einzuholen, der dann die Diagnose noch einmal neu stellt.

Was ich vermute: Deine Symptome (Herzrhytmusstörungen, Schwindel, etc.) können die Auswirkung von zuviel Jod sein. Es kann sein, dass auch bei Dir eine Autoimmunerkrankung der SD durch das Jod ausgelöst wurde. Das würde erklären, warum Du die Tabletten erstmal komplett weglassen musst. Bei Deinem nächsten Besuch würde er Dir dann die Tabletten ohne Jod verordnen.

All das sind Schlussfolgerungen aufgrund meiner eigenen Erfahrungen. Es muss bei Dir nicht so sein, aber bei mir war das so und es ist naheliegend. Auf jeden Fall würde ich noch einen anderen Arzt konsultieren, denn mit dem bisherigen Arzt bist Du nicht gut gefahren.

Wenn Du auch Tipps von anderen Betroffenen bekommen möchtest, dann solltest Du Dir immer eine Kopie des Befundes aushändigen lassen. Ein gute Forum dafür ist http://www.ht-mb.de/forum/ .

Viele Grüße

Catlyn

Danke Catlyn,für deine Antwort,war wirklich sehr Aufschlußreich. Was hattest du eigentlich für SYMTOME? Eine Schildrüsendiagnostik ist bei mir vor 12 Jahren gemacht worden. da wurde bei mir Jodmangel festgestellt. Meinst du das dürfte einem gutem Arzt nicht Passieren?

Beste Grüße Nicola.

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@Nicola

Hallo Nicola,

die Frage ist, WIE der Jodmangel festgestellt wurde. Eine spontane Urinprobe ist nicht aussagekräftig, wird aber sogut wie immer gemacht. Eine Blutanalyse alleine ist auch nicht aussagekräftig genug. Um die Blutnanalyse zu untermauern hätte auch ein 24-Stunden-Urintest gemacht werden müssen.

Die Frage, ob einem Arzt Fehler unterlaufen dürfen, ist eine schwierige Frage. Bei mir sind den Ärzten weit über 10 Jahre immer wieder Fehler unterlaufen. Trotzdem konnte ich habe in den letzten 20 Jahren trotzdem 2 wirklich gute (Schilddrüsen-)Ärzte finden, einer davon im Ausland.

Meine Symptome kamen ganz schleichend, so dass man sie erst gar nicht bemerkt hat. Nach weit über 10 Jahren waren das dann: Cholesterinspiegel unter Norm, Blutdruck extrem niedrig, Herzstolpern, Frieren ohne Ende, Müdigkeit, Antriebsschwäche, Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Haarausfall, trockene Haut, Stimmungsschwankungen, und, und, und. Eigentlich die ganze Palette.

Viele Grüße Catlyn

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@Catlyn

Catlyn,bei mir ist der Jodmangel durch eine Szintigraphie und Blutabnahme festgestellt worden. Meine Beschwerden sind seit 3 Jahren: Schwindel,Blutdruckschwankungen, Gereiztheit,frieren-Wärmegefühl. Schmerzende Fingergelenke,
Schmerzen u. Druckgefühl im Hals, Angst Gefühl,Herzrhytmusstörungen, Schwankender Blutdruck, Beschleunigender Puls(in Ruhe) Hatte auch schon Blutbeimengungen im Speichel,vor einiger Zeit,jetzt aber nicht mehr.Weiß nicht ob es damit etwas zu tun hatte.

               Gruß Nicola.
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@Nicola

Hallo Nicola,

mit einer Szintigraphie kann man keinen Jodmangel nachweisen. Wie soll das gehen? Eine Szintigraphie der Schilddrüse gibt Aufschluss über den Aktivitätszustand des Schilddrüsengewebes. Mit Hilfe radioaktiv markierter Stoffe (Radionukliden) wird die Schilddrüse sowie deren Funktions- und Durchblutungsverhältnisse in einem Bild sichtbar gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Die von Dir geschilderten Symptome können auch eine Reaktion auf Jod sein. Ich bin mir da sogar relativ sicher.

Gruß Catlyn

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@Catlyn
                   Hallo Catlyn

Ich habe 12 Jahre die Tabletten Jodthyrox genommen. Hatte die letzten 3 Jahre beschwerden,vorher nicht. Warum kamm das vorher nicht?

    Gruß Nicola
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