Sehtest mit Tropfen zur Pupillenerweiterung wirklich sinnvoll?

1 Antwort

Mit 35 hatte ich meine erste Netzhautablösung. Sie wurde mittels Laser wieder "festgetackert" und seither muss ich alle halbe Jahre zur Kontrolle zum Augenarzt. Einmal jährlich ist deswegen auch die Pupillenerweiterung fällig, eine Untersuchung, die ich auch immer als unangenehm und beschwerlich empfinde. Trotzdem, "wat mutt dat mutt" - in Kürze werde ich meine (geschätzt) 40. Pupillenerweiterung haben und bin immer noch dankbar für diese Vorsorgeuntersuchung, die mir meine Sehkraft bewahrt.

Nun hat Deine Hausärztin Dir "vorzeitig" diese Vorsorgeuntersuchung für Dich veranlasst. Vorzeitig deshalb, weil die Krankenkassen das eigentlich erst "ab 40" bezahlen, wenn sonst kein Anlass besteht. Ein Anlass wäre beispielsweise starke Kurzsichtigkeit oder Grüner Star in der Familie. Wenn Du nicht weißt, welcher Grund bei Dir vorliegt, eine solche Untersuchung anzuordnen, dann frag einfach Deine Hausärztin.

Ich gebe Dir recht, dass ein Sehtest nach Pupillenerweiterung wenig Aussagekraft hat. Dementsprechend ist es auch übertrieben, sich wegen der Aussage der Ärztin, zum Autofahren bräuchtest Du eine Brille, aufzuregen oder gar "geschockt" zu sein. Wenn Du meinst, keine Sehschwäche zu haben, dann vergiss doch diese Bemerkung einfach. Bedenke, dass Sinn und Zweck dieses Augenarztbesuches nicht die Sehkraftbestimmung war!

Für die Zukunft empfehle ich, auch bei unangenehmen Untersuchungen einen kühlen Kopf zu bewahren und alle Fragen, die Du Dir über Sinn und Zweck stellen magst, gleich "vor Ort" zu stellen.

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