Sehtest mit Tropfen zur Pupillenerweiterung wirklich sinnvoll?

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3 Antworten

Mit 35 hatte ich meine erste Netzhautablösung. Sie wurde mittels Laser wieder "festgetackert" und seither muss ich alle halbe Jahre zur Kontrolle zum Augenarzt. Einmal jährlich ist deswegen auch die Pupillenerweiterung fällig, eine Untersuchung, die ich auch immer als unangenehm und beschwerlich empfinde. Trotzdem, "wat mutt dat mutt" - in Kürze werde ich meine (geschätzt) 40. Pupillenerweiterung haben und bin immer noch dankbar für diese Vorsorgeuntersuchung, die mir meine Sehkraft bewahrt.

Nun hat Deine Hausärztin Dir "vorzeitig" diese Vorsorgeuntersuchung für Dich veranlasst. Vorzeitig deshalb, weil die Krankenkassen das eigentlich erst "ab 40" bezahlen, wenn sonst kein Anlass besteht. Ein Anlass wäre beispielsweise starke Kurzsichtigkeit oder Grüner Star in der Familie. Wenn Du nicht weißt, welcher Grund bei Dir vorliegt, eine solche Untersuchung anzuordnen, dann frag einfach Deine Hausärztin.

Ich gebe Dir recht, dass ein Sehtest nach Pupillenerweiterung wenig Aussagekraft hat. Dementsprechend ist es auch übertrieben, sich wegen der Aussage der Ärztin, zum Autofahren bräuchtest Du eine Brille, aufzuregen oder gar "geschockt" zu sein. Wenn Du meinst, keine Sehschwäche zu haben, dann vergiss doch diese Bemerkung einfach. Bedenke, dass Sinn und Zweck dieses Augenarztbesuches nicht die Sehkraftbestimmung war!

Für die Zukunft empfehle ich, auch bei unangenehmen Untersuchungen einen kühlen Kopf zu bewahren und alle Fragen, die Du Dir über Sinn und Zweck stellen magst, gleich "vor Ort" zu stellen.

Du hast jetzt einen kleinen Roman über etwas Selbstverständliches geschrieben. Die Tropfen für die Pupillenerweiterung sind normal. Ich verkneife mir, Dir zu sagen, was für Tropfen das sind. Dann wärst Du nämlich noch unruhiger. Der Hinweis, dass man danach nicht mit einem Fahrzeug fahren soll, ist auch normal. Den Hinweis auf eine Autobrille hat die Ärztin nicht aus Jux und Dollerei gegeben. Das hat sie diagnostiziert. Und Fernsehen, Kleingedrucktes  und Navi sind etwas ganz Anderes, als das "Fern"sehen im Auto. mach Dich mal schlau zu Kurz- und Weitsichtigkeit, dann kennst Du den Unterschied. Wenn Du der Ärztin weniger vertraust, als dem Internet, dann ist Dir weder zu raten, noch zu helfen. Was glaubst Du übrigens, wieviele Autofahrer(vor allem-innen) glauben, keine Brille zu brauchen? Spätestens wenn Du eine auf der Nase hast, merkst Du den Unterschied; und das kann Unfälle vermeiden.

Ich mußte auch einmal einen Sehtest mit getropften Augen machen, allerdings gab man mir dazu ein Stück Papier mit einem Loch darin (Nadelstich). Und tatsächlich konnte ich dadurch richtig klar sehen.

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