Knorpelschaden Arthrose Sprungelenk

1 Antwort

Hallo selli,

da Du erst 22 Jahre alt bist, und laut Befund bereits jetzt schon die ersten Verschleisserscheinungen am Sprunggelenk aufzeigst, kann ich nur raten mit diesem Sport aufzuhören. Das ist genau die Antwort, die Du nicht hören wolltest, - ist mir schon klar. Aber ich sehe Dein Problem aus der Ferne und völlig objektiv und rational und - aus berufl. Erfahrung, während Du als Betroffener die Sache überwiegend mit sehr viel Emotion betrachtest. Eine kluge Entscheidung ist mMn aber nur rational zu treffen.

Ist der Grund des Beckenschiefstands bekannt? Ungleich lang gewachsene Beine? Oder ein Problem im Beckenring? Wie auch immer, diese Ursache muss beseitigt werden, denn das re. Sprunggelenk ist evtl. durch dieses Beckenproblem über all die Jahre überlastet worden. Da nun bereits in jungen Jahren erste Verschleiss- und Überlastungsprobleme am Sprunggelenk aufgetreten sind, sollte spätestens jetzt die mögliche Ursache, der BSS, beseitigt werden.

Gleichzeitig profitiert die Wirbelsäule davon, denn auch eine Skoliose wird in den allermeisten Fällen durch den Beckenschiefstand hervorgerufen. Die Skoliose ist also eine völlig natürliche Korrektur des Beckenschiefstands, -sonst würde der Mensch ja mit schräg stehendem Oberkörper durch die Gegend lustwandeln.

Bleibt der Beckenschiefstand so wie er ist, dann sind Sprunggelenk, Knie, Hüftgelenk, Bandscheiben und die kl. Wirbelgelenke weiterhin überbelastet, entsprechender frühzeitiger Verschleiss werden die Folge sein.

Du hast im 3. Punkt Recht, die O-Beine belasten die lateral liegenden Anteile des Sprunggelenkes verstärkt, aber auch die medialen Teile des Kniegelenks z.B. den Innenmeniskus. Die O-Beine sind bei vielen Fussballern typisch, bekanntestes Beispiel ist unser Litti. O-Beine bedeutet aber nicht, dass die knöchernen Anteile verbogen gewachsen sind, sondern dass die Adduktoren des Beines zu stark anspannen (Flitzebogeneffekt) , bzw. dass die Abduktoren nicht genügend Gegenspannung aufbauen. Eine recht typische Muskel-Dysbalance. Nun kannst Du Dir den Rest vermutlich schon denken: Die Abduktoren gehören verstärkt trainiert und aufgebaut, im Gegenzug müssen gleichzeitig die Adduktoren entspannt und gelockert werden.

So, wenn Du nun einigermaßen clever bist im Oberstübchen, dann hast Du auch verstanden, dass all diese dringend nötigen Maßnahmen nicht mit dem Fußballsport zu vereinbaren sind. Daher meine eingangs erwähnter gut gemeinter Rat mit dem Fußballspiel aufzuhören. Den Trainer kannst Du aber mti entsprechender Vorsicht weitermachen.

und übe sehr viele verschiedene Sportarten aus, u.a. bin ich aktiver Fußballer und Fußballtrainer. Desweiteren gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio.

Du nennst die anderen sehr vielen Sportarten nicht im Einzelnen, aber für die gilt analog das Gleiche wie für den Fußball. All die Sportarten nicht mehr machen, was das Sprunggelenk und die Wirbelsäule belasten. Zumindest solange nicht machen, bis der Beckenschiefstand behoben ist. Im Fitnessstudio ( Kraftsport oder Kurse ? ) hast Du die Möglichkeit an den passenden Geräten die O-Beine zu "begradigen".

Maßnahme die Du zur weiteren Vorbeugung tun kannst: Versuche Sport immer so zu betreiben, dass er Deinem Körper nützt, dass er Deinem Körper die Gesundheit erhält, deshalb versuche nie zu "gewinnen" . Wer Sport nur deshalb betreibt, - weil er sein Ego befriedigen will, - weil er besser als die Anderen sein will, - weil er den Rausch des Sieges genissen will, - weil er den Adrenalinkick spüren will, der hat Sport falsch verstanden und schadet sich und seiner Gesundheit. Der Wettbewerb, das Gewinnenwollen, die Sucht der Beste sein zu wollen, das ist es, was den Körper zu Höchstleistung befähigt, - aber gleichzeitig den Körper früh schädigt und verschleisst.

Ich denke, es gibt bereits genügend Sportinvalide, z.B. Profifußballer, aber die haben nicht selten dabei immerhin Millionen gescheffelt. In diesem Sinne machs gut, Winherby

Super Antwort - DH!

LG, Alois

1
@Alois

@Alois:

Vielen Dank für´s Kompliment, und das aus solch berufenem Munde. Auch für die vielen DHs von Dir danke. Werde heute die Nase etwas höher als sonst tragen, lG

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nach Sprunggelenkbruch: Schmerzen bei starker Belastung.

Guten Abend,

zur Vorgeschichte: wie im Titel erwähnt habe ich mir vor nun sechs Jahren links das Sprunggelenk gebrochen. Weis nicht ob es sich um Weber A,B oder C handelte. Ursache war ein Autounfall in Folge eines Sekundenschlafes. Bin kurz vor dem Aufprall mit ca. 70Km/h (etwa 2,5m dicker Baum) wach geworden und habe noch Versucht mit aller Gewalt zu bremsen.

Versorgung: Der Sprunggelenksbruch wurde Operativ behandelt. Für den Rechten Fuß bekamm ich eine Aiscastschiene, später auch links. Durfte mich die erste Woche nicht bewegen. Erst nachdem die Schwellung weg war wurde Operiert: Schraube durch Knöchel, Nagel quer durch Schienbein etwa eine Handbreit oberhalb des Knöchels und einen Draht um den Knöchel herum. Und ruhiggestellt mit Gipsschiene.

Vier Tage nach der Operation begann das Lauftraining, auf den Gehhilfen. Nach 2 Tagen Lauftraining wurde ich entlassen. - insgesammt zwei mal 16 Std. Physiotherapie. - Nach 4 Wochen Gehgips, Teilbelasten(etwa 25%), - Nach weiteren 4 Wochen durfte ich zu 50% belasten - nach 4 Wochen vollbelastung

Nach der Behandlung: Nach insgesammt 4 Monaten wurde ich ungeduldig. Ich habe meinen Hausartzt beknetet das er mich wieder Arbeiten lässt. Mein Artzt lies mich, nach langem hin und her dann. Allerdings unter eine Bedingung: NUR eine Sitzende Tätigkeit. Das dilema war das ich gelernter Stuckateur(Bau) bin und das Arbeitsamt mich rigoros dort einsetzten wollte. Ich stellte einen Antrag auf Umschulung.

Die Sachbearbeiterin lies mich ewig in der Luft. Das Gutachten sei noch nicht fertig. Zwichenzeitlich fand ich Arbeit, bei einer Zeitarbeitsfirma in der Produktion. Dies ging auch gut bis ich eine Woche in das Lager sollte. Nach zwei Tagen tragen von etwa 15-20Kg schweren Paketen kamm es dann. Der Fuß wurde Steif tat SEHR weh, die Hüfte unbeweglich und schmerzten auch sehr. Ende vom lied 2 Wochen Krank. Zwei Wochen später(Unfall nun 9 Monate her) fragte ich beim Amt nochmal nach. Ergebniss: Nach Akteneinsicht ect. kamm der Medizinichedienst zur erkenntniss: - Leichte Tätigkeiten: uneingeschränkt möglich - mittelschwere Tätigkeiten: kurzzeitig möglich - schwere Tätigkeiten: kaum möglich - Leitern und Gerüste besteigen: kaum möglich, verletzungsgefahr Die Fau sah darin keine Veranlassung für eine Umschulung. Ich sei doch voll Arbeitsfähig in meinem Beruf.

Konnte damals nicht mehr als 2 Km gehen. Heute kann ich bis zu 15-18Km mit pausen gehen und im Haushalt normal Arbeiten. Fuß und Hüfte schmerzen regelmäßig mehrere Tage. Hatte auch einen Ermüdungsbruch im betroffenen Fuß. Bis heute habe ich jeden Morgen erstmal für ne halbe bis dreiviertel Stunde schmerzen im Fuß und es ist fast nicht möglich ihn zu bewegen.

Jetzt bin ich wieder Arbeitslos und habe heute ein Probearbeiten auf einer Baustelle wegen Schmerzen abgebrochen. Termin beim Ortopäden habe ich schon. Mein Hausartzt sprach von einer möglichen Früharthrose. Wie warscheinlich ist dies? Werde auf jedenfall diesmal kämfpen.

Danke für Antworten

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