MR-Befund Knie, unterschiedliche interpretation.

2 Antworten

Ich sehe es so, dass beide Recht haben. Es gibt nur eine leichte Interpretationsverwirrung. Der Arzt sagt keinen Sport machen, der Physio sagt keine Bewegung sei falsch. Keinen Sport machen heisst ja nicht, dass Du das Knie nicht bewegen darfst. Da wir hier nicht wissen welchen Sport Du betreibst, gehe ich mal davon aus, dass Dein Arzt es weiss und ihn aus gutem Grund verbietet, bei Fußball zum Beispiel.

Bewegung ist für den Gelenkknorpel sehr wichtig, sonst wird die Gelenkschmiere nicht produziert. Das dadurch entstehende Problem kennen Menschen die mal Gips am Bein hatten und das Gelenk für 3 Wochen still gelegt war, es ist steif. Also ist richtig, kein Sport wie Fußball o.ä., aber bewegen mit wenig Belastung. Da kannste z.B. auf´m Tisch sitzen und mit den Füßen in der Luft hinundher schlenkern. Oder in Rückenlage - noch morgens im Bett als Vorschlag -, die Hüfte hoch, mit den Händen abstützen und in der Luft radfahren. Oder schwimmen gehen, dabei aber beim Brustschwimmen den typischen Beinschlag nicht so kräftig durchführen, sonst besser Kraulen. Damit in der Knieschonungsphase die Muskeln nicht allzuviel abbauen, solltest Du auch immer wieder im Laufe des Tages isometrische Anspannungen machen. Die beugende und die streckende Beinmuskulatur gleichzeitig anspannen, dann bewegt sich das Knie nicht, aber die Muskeln sind belastet, - und bleiben dadurch leistungsfähig. Diese Übung geht im Sitzen genauso wie im Stehen oder Liegen. Gehen solltest Du nur in guten Sportschuhen, also flache Sohle, elastisch federnde Sohle. Eine ärztl. Zweitmeinung ist dann angebracht, wenn Du kein volles Vertrauen zu dem behandelnden Arzt hast, oder auch wenn Du einfach verunsichert bist. LG

Da sich alles scheinbar degenerativ verändert hat, kann man wohl von einer beginnenden Arthrose des Gelenkes ausgehen. Wenn der Knorpel erstmal weg ist, reiben die Gelenkflächen aufeinander und man spricht von Arthrose. Der Physiotherapeut hat Recht, keine Bewegung wäre schlecht, weil der Knorpel noch weniger versorgt werden würde. Am besten wäre es im Wasser, durch die Auftriebskraft kannst Du gelenkschonend ohne Belastung Deine Muskeln im Bein trainieren mit Aquajogging oder Walking. Wenn Du Übergewicht hast, solltest Du versuchen Dein Gewicht durch Ernährungsumstellung zu reduzieren, das entlastet ebenfalls die Kniegelenke.

Knieprobleme: MRT-Befund? Kniearthroskopie?

Hallo Ihr! :) Ich hab folgendes Problem: Seit etwa 3 Monaten habe ich dauerhafte Knieschmerzen (+Streckhemmung) und bin auch seit dieser Zeit beim Orthopäden in Behandlung. Soweit ich es in Erinnerung habe gab es keinen Unfall/keine Verletzung, die ich ernsthaft wahrgenommen habe! Dieser schickte mich zum Röntgen und zum Kernspin. Im Bericht steht folgendes: Regelrecht geformte und artikulierende Skelettelemente. Die Epiphysenfugen sind weitestgehend durchbaut. Knöcherne Stressreaktion am Tibiakopf dorsal medial akzentuiert. Kein Nachweis eines herdförmigen Fettsignalverlustes der dargestellten Skelettelemente. Ausreichend dicke Knorpelbeläge im medialen Gelenkkompariment. Regelrechte Konfiguration und Signalgebung des Innenmeniskus. Vorderes, wie auch hinteres Kreuzband durchgängig. Ausreichend dicke Knorpelbeläge im lateralen Gelenkkompartiment. Regelrechte Konfiguration und Signalgebung des Außenmeniskus. Regelrechter Strecksehnenansatz, wie auch Ansatz des Ligamentum patellae. Die Patella ist lateralisiert, jedoch nicht nach lateral gekippt. Die femoropatellaren Knorpelbeläge zeigen Signalinhomogenitäten in der peripheren Abschnitten der lateralen Facette. Kollateralbänder durchgängig. Kein gröberer Kniegelenkserguss. Plica mediopatellaris. Ödematöse Imbibierung angrenzend an das mediale Retinaculum und das mediale Kollateralband. Keine Baker-Zyste. Prä-, wie auch infrapatellares Subkutanödem. Was bedeutet das alles (so ungefähr..)? Beim Kontrolltermin beim Orthopäden stellte er mittlerweile auch einen starken Kniegelenkserguss fest und überwies mich anschließend ins Krankenhaus (1 Monat nach dem Kernspin), da er selber nicht mehr weiter wusste. Im Krankenhaus wurde nun Blut untersucht (war soweit ganz in Ordnung!) und die Kernspinbilder nochmals genauer untersucht. Mir wurde etwas von retropatellaren Knorpelschaden (?) gesagt und dass etwas mit der Kniescheibe nicht stimmt. Der Oberarzt hat mir zu einer Kniearthroskopie geraten, aber mit der bitte ich solle noch einen Termin beim Chefarzt ausmachen. Ist eine Kniearthroskopie nötig? Was muss ich mir darunter vorstellen? Muss man stationär im Krankenhaus bleiben? Ist das Laufen an Krücken danach notwendig? Wie sieht es mit Sport nach einer Kniearthroskopie aus? Allgemeine Erfahrungen von eurer Seite? :) (Die Fragen werde ich natürlich auch dem Chefarzt stellen...mag nur nicht ganz "nichtswissend" dort aufkreuzen und dass mich dann dort "der Schlag trifft" :)) Bin über jede Antwort dankbar! :) Lg :)

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