Hat jemand Erfahrung mit Methocarbamol (DoloVisano, Ortoton)?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Myotonolytika wie Ortoton wirken dämpfend auf das Zentrale Nervensystem, da ist die Müdigkeit nicht weit - Waschzettel hin oder her.

Erfahrungen gibt es zahlreiche bei sanego zu lesen:

http://www.sanego.de/Medikamente/Ortoton/

Danach bist Du nicht die einzige mit erheblichen Nebenwirkungen.

Ich denke, es ist eine Sache der Abwägung. Überwiegen die Vorteile die Nachteile? Sprich vielleicht noch einmal mit Deinem Arzt darüber.

Mir war mal ein gleichartiges Medikament (Mydocalm) empfohlen worden. Nach Rücksprache mit meinem Arzt habe ich auf die Einnahme verzichtet.

Auch wenn die Frage schon was länger her ist, könnte die evtl jemanden anderen beschäftigen. Ich habe letzten Monat Orthoton verschrieben bekommen, weil mein Nacken mich trotz guter manuellen Therapie in den Wahnsinn getrieben hat. Schon nach drei Tagen konnte ich wieder klar denken, und meinen Kopf bewegen. Ich war aufgrund meiner negativen Erfahrungen mit Muskelrelaxanten seeeeehr skeptisch.

Mydocalm, Tetrazepam - es war die Hölle. heftigste Magenschmerzen, Benommenheit, Müdigkeit...

Zu dem Beitrag von Winherby möchte ich nur sagen, dass man sich für die Einnahme derartigen Medikamente entscheidet nicht der Nachhaltigkeit und der vollständigen Erlösung von Rückenschmerzen wegen, sondern als symptomatische Behandlung. Nachdem die Muskulatur etwas entspannter ist, lässt sich auch Muskelaufbau als nachhaltige Maßnahme durchführen.



In mir kommt jedesmal unglaublicher Ärger hoch, wenn ich lese, dass ein Arzt solchen Müll als alleinige Behandlung verschreibt, so habe ich das jedenfalls verstanden. Oder hast Du neben diesem chem. Muskelrelaxanz noch andere Therapie bekommen?

Ich kenne keinen Fall, wo dieses Zeug eine nachhaltige! Wirkung entfaltet hätte, so meine Erfahrung bei meinen Patienten. Ist der Wirkstoff im Körper abgebaut, kommen auch schon die Beschwerden wieder. Die Nebenwirkungen, z. B. Schlappheit, herabgesetzte Reaktionsgeschwindigkeit,  halten sich nicht selten länger, als die eigentlich erwünschte Wirkung.

Die beste Hilfe gibt es durch Wärme, Massage, passive Dehnung, aktive Dehnung und dann Muskelaufbau, in genau dieser Reihenfolge - alles andere ist Humbug und fahrlässig.

Schickt er Dich mit diesem Zeug im Leib etwa auch noch auf Arbeit? Damit sollte man aber keinesfalls am Strassenverkehr teilnehmen, nicht als Radler und erst recht nicht als Autofahrer. LG

Ja, alleinige Therapie und ja, gehe arbeiten damit 

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@LillyCooper

Ich hab´s befürchtet, ich halte das für Wahnsinn. Warum verschreibt er wider besseren Wissens dieses Zeugs? War neulich der Pharmavertreter zu Besuch bei ihm.............? Ich bin sicher, er weiss dass die Möglichkeiten der Phsiotherapien und der physikalischen Therapien die nachhaltigeren Wirkungen haben, aber vermutlich hat er sein Heil- und Hilfsmittelbudget schon anderweitig verbraten. Irre dieses System, und Du bist die Leidtragende, lG

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Generell bin ich deiner Meinung, allerdings werde ich mir dieses Mittel verschreiben lassen. Nach 2 Bandscheiben OPs (Massenprolaps L5/S1) vor ein paar Jahren und chronischen Schmerzen durch das Narbengewebe hat sich meine Muskulatur im unteren Rückenbereich und an den Oberschenkeln dermaßen festgezogen, dass weder Wärme noch irgendwelche Dehnungsversuche etwas bewirken.Leider haben mir die Ärzte die ganzen Jahre nie alles erklären können oder widersprüchliche Aussagen gemacht. Jetzt wo mir die Wichtigkeit eines gedehnten Muskelapparates(auch durch die an Intensität zunehmenden Beschwerden) bewusst ist, werde ich mich wohl für ein muskelentspannendes Medikament für eine begrenzte Zeit entscheiden. Wenn alles so läuft wie geplant, werde ich während des Wirkungseintrittes vorsichtig aber intensiv in die Dehnung gehen und dann mit dem Sport anfangen. Die Tabletten sollen also nur als eine Art Starthilfe dienen, damit ich überhaupt in den Muskel komme. Ich glaube, dass nach dem Absetzen die Erfolge nicht komplett verschwinden, da ich danach weder mit der regelmäßigen Dehnung, noch mit dem Sport aufhören werde.

Ich denke, dass die Medikamente nur genommen werden sollten, wenn einem die Optionen ausgehen. Ansonsten sind präventive Maßnahmen (Sport, Ernährung, Massagen, Dehnung etc.) sowie eine Schmerztherapie ohne Medikamente das A und O.

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@Hackbraten83

So, wie Du es vorhast, ist das völlig ok. Ist ja im Prinzip auch deckungsgleich mit meiner Aussage in der Antwort. Aber nur als alleiniges Mittel verschrieben, so wie bei der FS ist irre.

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