Gewicht bei EKG angeben

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3 Antworten

Hallo, hier ist die Antwort (habe ich für Dich gegoogelt): Es wird bei einem EKG u.a. eine Messung vorgenommen, die nennt sich "Niedervoltage", diese ist bei adipösen Patienten ganz normal, einfach weil mehr Substanz zwischen dem Herzen und den Elektroden liegt. Bei einem sehr schlanken Menschen kann sie z.B. einen Pericarderguss anzeigen. Die modernen EKG-Messgeräte haben Menüpunkte, die die Arzthelferin Punkt für Punkt eingeben muss, dazu gehört auch das Gewicht. Wahrscheinlich kann man nicht einfach einen der Menüpunkte überspringen. lg Gerda

Das ist nicht so tragisch, wenn Sie da etwas "herunterkorrigieren". Im Routinebetrieb in der Klinik werden diese Daten häufig gar nicht berücksichtigt.

Wie Gerda geschrieben hat, kann Adipositas zu einer sogenannten "Niedervoltage" führen, das bedeutet, dass die Amplituden der Zacken meist in den ersten 6 Ableitungen niedrig sind. Da dieses Phänomen verschiedene Ursachen haben kann, hilft es dem auswertenden Arzt bei der Interpretation, wenn er weiß, dass eine Adipositas vorliegt. Der Befund einer Niedervoltage, wenn sie nicht neu aufgetreten ist (Pericarderguss !) hat sonst aber keine diagnostische oder therapeutische Konsequenz. Die EKG-Diagnosen, die lebensrettend sind (Infarkt, Rhythmusstörungen) sind von den Angaben zu Gewicht und Größe unabhängig.

Die Angaben dienen der Einschätzung. Man muss doch wissen, mit was für einem Körper man es zu tun hat, wenn man die Funktionen messen will.

Auf zwei oder drei Kilo wird es da nicht ankommen, aber wenn jemand bei 1,65 m 90 kg wiegt, und behauptet, es seien nur 80 kg, dann wird der Untersuchende das sicher nachwiegen.

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