Fortbildung Ernährungsmedizin sinnvoll?

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Ich denke, dieser Sektor wird immer interessanter und "beliebter", denn mehr Menschen machen sich Gedanken um die richtige Ernährung.

Aber gehen sie deshalb extra zu ihrem Arzt? Das bezweifle ich. Wenn, dann vielleicht ein oder zwei Mal, denn es ist eine IgeL - damit vergrößert kein Arzt auf Dauer seinen Patientenstamm wesentlich.

Das Zögern Deiner Freundin bedeutet vermutlich, dass sie das Thema Ernährung auch nicht allzu sehr anspricht. Wie steht es denn mit Homöopathie und Akupunktur? Damit ist gutes Geld zu verdienen. Auch "Schmerztherapie" ist ein gefragtes Gebiet. Oder sie macht einen EKG-Kurs und darf dann bei all ihren Patienten zusätzlich EKGs abrechnen...

Was das von Dir erwähnte Unternehmen angeht, so hat dieses doch noch etliche andere interessante Seminare zu bieten - was sagt denn Deine Freundin dazu? Wichtig bei solchen Unternehmen ist, dass die Zertifikate von der Ärztekammer anerkannt werden. Bei dem von Dir genannten Unternehmen scheint das der Fall zu sein.

Auch wenn mit Homöopathie "gutes Geld zu verdienen" ist, sollte in erster Linie nicht die "Auslastung", sprich der schnelle Euro, sondern auch die eigene Zufriedenheit mit der wissenschaftlichen medizinischen Arbeit und ihren Ergebnissen im Vordergrund stehen.

Sonst kann es passieren, dass es der Freundin wie Natalie Grams ergeht, einer Ärztin, die in der Vergangenheit Homöoapthie praktiziert hat, dies dann aber, nachdem sie sich über die Hintergründe dieser Methode informiert hatte, nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren konnte:

http://www.stern.de/gesundheit/homoeopathie--aerztin-natalie-grams-im-interview---von-der-ueberzeugten-homoeopathin-zur-kritikerin-6574608.html

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