Bis zu welcher Hauttiefe müssen verdächtige Muttermale entfernt werden?

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Liebe Monalisa die Tiefe und Grösse des "Herausschneidens" hängt von vielen Faktoren ab: ein verdächtiges Muttermal wird anders entfernt als ein nachgewiesenes Melanom, bei Verdacht auf weissen Hautkrebs wird anders operativ vorgegangen als bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs, im Gesicht arbeitet der Hautarzt anders als am Rücken usw. Also grundsätzlich: Hautärzte entfernen gerade nach einer früheren Melanom-Diagnose viele "verdächtige" (sogenannte "dysplastische") Muttermale eher frühzeitig, da dann ein etwas erhöhtes Risiko besteht, dass ein weiteres Muttermal bösartig werden könnte. Solche "dysplastischen" Muttermale sind noch kein Hautkrebs; sie reichen ca. 2-5 mm in die Tiefe; sie werden komplett in der Haut entfernt (was der Hautarzt zB daran erkennt, dass er das unter der Haut gelegene Fettgewebe erreicht hat). Ein nachgewiesenes Melanom dagegen könnte ( ohne dass man das mit dem Auge sieht) schon Tochtergeschwulste in der umgebenden Haut oder dem Fettgewebe gebildet haben; deshalb wird dabei immer ein "Sicherheitsabstand" von 0,5 - 2 cm (hängt von vielen Kriterien ab) mit gesunder Haut/Fett/Muskel) mit entfernt. Viele weitere Infos zu diesem Thema siehe auch www.drbresser.de, Stichworte Hautoperation,oder Muttermale, oder Melanom

Das kann man nicht generell sagen, denn es richtet sich nach Größe, Art und Alter des Melanoms.

"Die primäre Therapie eines jeden bösartigen Melanoms ist seine seine sofortige und vollständige chirurgische Entfernung. Auch bei einem Verdacht sollte die Hautveränderung mit einem 1 cm großen Sicherheitsabstand herausgeschnitten werden. Nachdem der Tumor herausgeschnitten worden ist, wird er histologisch untersucht. Jetzt läßt sich die Eindringtiefe genau bestimmen. Daraus leiten sich die weiteren therapeutischen Schritte ab."

http://www.medizinfo.de/hautundhaar/t2/melanom.htm

Kostenvoranschlag Muttermalentfernung

Hallo liebe Community,

Ich habe seit meiner Geburt ein Muttermal oberhalb der "Poritze" Meiner Mutter wurde direkt darauf hingewiesen, dass SIe diese unter Beobachtung halten sollte, da es eine erhöhte Krebsgefahr hätte. Jahrelang habe ich mich nicht wirklich darum gekümmert. Schließlich war es schon immer Teil meines Körpers. Mittlerweile bin ich aber immermehr beunruhigt, da es sich so entwickelt hat, dass alle Merkmale der ABCDE-Regel (Asymetrie, Begrenzung, Color, Durchmesser und Erhabenheit) zutreffen. Mein Arbeitgeber bietet regelmäßig Hautscreeningtermine an und so habe ich vor einigen Wochen meine Muttermale untersuchen lassen. Nach der Untersuchung mittels Auflichtmikroskops konnte mir der Arzt vorerst Entwarnung geben, empfahl allerdings trotzdem das Mal entfernen zu lassen, da ich schon mehrmals daran hängen geblieben bin und es immernoch ein potenzielles Risiko darstellt. Heute war ich nun in einer Hautarztpraxis in meiner Nähe um über die Entfernung des Males zu sprechen. Das Datenblatt vom Hautkrebsscreening mit der Anmerkung "Exzision des Nävus (Rima ani) empfohlen" legte ich dem Arzt vor. Ohne großartige Untersuchung (nur ein kurzer Blick ohne Mikroskop o.Ä.) machte mir der Arzt gleich klar, dass es sich hier definitiv um eine kosmetische Operation handelt und ich somit die Kosten zu tragen hätte (Womit ich auch gerechnet habe) Ich erhielt folgenden Kostenvoranschlag (etwas gekürzt): Infiltrationsanästhesie 16,22€ 2,00€ Exzision einer größeren Geschwülst (1cm3) 74,27€ Nahtmaterial, etc. 12,50€ einfache Hautlappenplastik 49,61€ resorbierbares Nahtmaterial 10,00€ Entfernung Fäden 5,36€ Zuschlag ambulante Durchführung (500-799 Punkte?) 43,72€

Summe 213,68€

Mit so hohen Kosten hätte ich nun für einen 10-15 minütige (o-ton des Arztes) Eingriff nicht gerechnet. Ich werde mir in den nächsten Tagen weitere Kostenvoranschläge bei anderen Ärzten einholen, würde aber gern vorher die Erfahrungen anderer Leute einholen, insbesondere was die Preisvorstellungen angeht. Fakt ist, dass das aufgrund der Größe und Tiefe (ich gehe zumindest davon aus, dass es tief ist) das Muttermal operativ entfernt werden muss. Es geht mir nicht darum, die Krankenkasse zahlen zu lassen, allerdings habe ich auch nicht mal eben 200,-€ über .Für mich steht aber fest, dass ich es entfernen lassen, da ich mich mittlerweile sehr unwohl damit fühle.

Ich freue mich auf zahlreiche (nützliche) Antworten ;-) Und wenn jemand mir einen Arzt empfehlen könnte (Kreis RE oder Kreis BOR) wäre ich ebenfalls dankbar.

Gruß Summernight

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