Tramadol entzug nach 25 jahren?

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Bei einer 80 jährigen mit starken chron. Schmerzen, spielt das Thema Abhängigkeit überhaupt keine Rolle ! Allerdings ist eine Dosis von 600 mg über 25 Jahre wenig glaubhaft. Die vorgeschriebene Maximaldosis beträgt 400mg, und das ist schon mit erheblichen Nebenwirkungen behaftet. Ein guter Schmertherapeut wäre sicher auf ein stärker wirkendes Opioid-Analogon umgestiegen. Und letztlich : Die analgetische Wirkung des Novalgin ist im Vergleich zu der von Opioiden nur sehr gering und hier darum sicher nicht einsetztbar ! Schnapsidee-- ganz Deiner Meinung !!

Sehe ich genauso.. der Entzug dürfte nach solch einer langen Einnahmezeit sehr sehr hart und schmerzhaft werden. Sehr fahrlässig von ihrem Arzt.. man hätte wie mein Vorredner ein potenteres Opiat/Opioid-Analgetika verschreiben sollen.. z.B Morphin.. so wäre die Dosis geringer.. das Abhängigkeitspotential natürlich weeesentlich höher..

Aber grade bei Tramadol sollte man aufpassen, da es meines Erachtens mehr Nebenwirkungen birgt als manch anderes Opioid/Opiat .. abgesehen von dem Suchtpotetial.

Sie sollte dringend einen anderen Arzt aufsuchen und dies ansprechen weil Trama in dieser Dosierung mit 80 Jahren - NO GO !

Liebe Grüße

Die letzte Entscheidung obliegt der Oma. Der Arzt darf und kann auch nicht über sie bestimmen. Wenn sie seit 25 Jahren mit diesem Medikament zurecht gekommen ist, dann gibt es überhaupt keinen Grund, das Ganze auf den Kopf zu stellen.

Der Nachfolgerarzt sollte sich seine Versuchskaninchen woanders hernehmen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum er den Vorschlag gemacht hat.

Deine Oma sollte es ihm klipp und klar sagen und gut ist es.

ok dann werden wir dem arzt mal einen besuch abstatten, oder am besten einfach die akte geben lassen und den doc wechseln.

Danke für die schnelle antwort.

Unsinn,

es gibt natürlich einen Grund... In dem Alter in dem sich die Oma befindet wird Tramadol wesentlich langsamer ausgeschieden als es sein muss! Insofern ist hier mit einer wesentlichen verschlimmerung der Nebenwirkungen zu rechnen. Das hat nichts mit "Versuchskaninchen" zu tun sondern mit einem Arzt der seinen Beruf ernst nimmt.

Die Entscheidung obligt auch nicht der Oma sondern dem Arzt... Wenn dieser sagt er verschreibt kein Tramadol mehr dann ist das so, da kann die Oma widersprechen wie sie will...

@Messkreisfehler

Man muss beide Seiten sehen. Die Oma kommt gut mit dem Medikament zurecht und das seit langer Zeit. Solange es keine unerwünschten Nebenwirkungen gibt, gibt es auch keinen Grund für einen Wechsel des Mittels.

Der Arzt muss auch die Gewohnheiten, bzw. die Anamnese der Oma ernst nehmen.

Wenn er das Medikament nicht verschreibt, dann ist wohl ein Arztwechsel angebracht.

@rhapsodyinblue

Da aber weder Du noch ich den Zustand der Oma kennen und erst recht nicht wissen welche Medikamente sie noch einnimmt und ob es zu einem verminderten Abbau von Tramadol in ihrem Körper kommt, sollte man sich schon auf die Entscheidung des behandelnden Arztes verlassen.

Bei 25 jähriger Einnahme von Tramadol wird er nicht aus "Spaß an der Freud" auf die Idee kommen einen Wechsel der Medikation vorzunehmen. Da wird es schon ausreichende Gründe geben die ihn dazu gebracht haben.

Fakt ist auf jeden Fall, dass Tramadol im hohen Alter nicht gut geeignet ist und das es nunmal sehr viele Wechselwirkungen, grade mit Medikamenten die man typischerweise im hohen Alter einnimmt, mit sich bringt.

@Messkreisfehler

Natürlich entscheidet der Arzt allein, was er verschreibt und was nicht. Aber der Patient kann auch jederzeit den Arzt wechseln !

Versuchen kann mans, Tramadol ist ja ein eher schwaches Opiodid, Novalminsulfon ist zudem besser verträglich und hat weniger Nebenwirkungen, insofern kann man das ruhig machen.

Also meines wissens nach muss man wenn man den wirkstoff methamizol ( Novaminsulfon, Novalgien) nimmt jedes halbe jahr die leber und nierenwerte testen lassen weil es grade starke nebenwirkungen hat. weiss ich nur weil ich 2 jahre lang methamizol nehmen musste ^^

Und opioide sollen doch abgesehen von dem suchtpotenzial, wenn man sie den verschreibungen gemäß benutzt, doch keinerlei nebenwirkungen haben. In ihrem beipackzettel steht sogar darf auch bei niereninssufizienz genommen werden.

Das ist doch grade für chronische patienten ideal oder nicht?

Dazu ist noch zu sagen, dass meine oma um es mal hart zu sagen, dem tode immer näher rückt, nahezu blind, seit 10 jahren nicht mehr das haus verlassen ( also wir pflegen sie) und auch geistig baut sie immer mehr ab, genauso wie ihr wille.

@Itachi1412

Das Opioide ausser der Suchtwirkung keine Nebenwirkungen haben ist Unsinn.... Opioide haben sogar recht viele Nebenwirkungen, bin selbst Schmerzpatient und habe schon eine ganze Reihe von verschiedenen Opioiden durch, Tramadol, Novalminsulfon, Targin, Oxycodon, usw usw usw

Vor allem bei Patienten über 75 kann es bei Tramadol zu erheblichen Problemen kommen, da das Tramadol nicht mehr schnell genug ausgeschieden wird. Und zu den angeblich nicht vorhandenen Nebenwirkungen:

Hier die Nebenwirkungen von Tramadol

"Sehr häufige Nebenwirkungen: Schwindel, Übelkeit.

Häufige Nebenwirkungen: Schwitzen, Kopfschmerz, Benommenheit, Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit.

Gelegentliche Nebenwirkungen: Herzklopfen, Herzschlagbeschleunigung, Schwächeanfälle, Kreislaufzusammenbruch, Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötung (Flush), Kreislaufschwankungen, Brechreiz, Durchfall, Magenbeschwerden.

Seltene Nebenwirkungen: Verminderte Muskelkraft, Appetitveränderungen, Empfindungsstörungen, Zittern, Störungen der Atmung, Krampfanfälle, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Albträume, Stimmungsveränderungen, Aktivitätsveränderungen, veränderte Sinneswahrnehmung, Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, Verschwommensehen, verlangsamter Herzschlag, Blutdruckanstieg, Schock, Blasenentleerungsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, allergische Reaktionen wie Atemnot und Hautschwellungen, Abhängigkeit.

Sehr seltene Nebenwirkungen: Leber-Enzym-Werterhöhung, Atembeschwerden, Schock.

Besonderheiten: Wird Tramadol über einen längeren Zeitraum angewendet, kann sich Abhängigkeit einstellen, wenn auch das Risiko gering ist. Nach Beendigung der Behandlung können Entzugsreaktionen auftreten.

Bei Patienten über 75 Jahren kann es zu einer verzögerten Ausscheidung und daher mehr Nebenwirkungen kommen. Der Arzt muss daher die Dosierungshäufigkeit entsprechend dem Bedarf des Patienten verringern. Gleiches gilt für Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung."

http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Tramadol/nebenwirkungen-medikament-10.html

@Messkreisfehler

Novaminsulfon ist Metamizol und kein Opioid ! Ein Messkreisfehler ???

@Messkreisfehler

Muss mal etwas klugscheißen: Novalminsulfon ist definitiv KEIN Opioid oder Opiat und Targin ist das selbe wie Oxycodon.. halt nur einer von vielen handelsnamen.

Dennoch hast du Recht.. Opioide und Opiate haben Nebenwirkungen aber sind für chronische Schmerzen viel besser geeignet als zB Paracetamol, Ibuprofen und der ganze Kram.

Grüße

eigentlich  lässt man die dosierung in dem alter stehen und gibt das medikament weiter, tramalentzug mit 80 jahren ist nicht ohne. für jüngere patienten ist das schon echt heftig ujnd eine dauerhafte erfolgschance liegt bei unter 5 prozent

übrigens wird das bei codeinabhängigen älteren patienten genauso gemacht

Schwierig. Da muß man vergleichen,was gesünder für deine Oma ist. Aber warum muß sie 25.Jahre Schmerzmittel nehmen? . Hätte da nicht eine Hüft-OP was besser gemacht? Meine Mutter hatte sich mit diesen Beschwerden ein knappes Jahr gequält. Jetzt hat sie 2.neue Hüftgelenke und sie hat jetzt eine top Lebensqulität mit ihren 76.Jahren. Fühlt sich Wohl und ist zufrieden.

es ist durch eine misslungene hüftoperation enstanden soviel ich weiss und die schmerzen wurden dann chronisch.

@Itachi1412

Dann kann deine Oma echt froh sein dass sie die ganzen Jahre mit einem recht schwachen Opioid ausgekommen ist!

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